Nein, nicht im Sinne von "um jeden Preis etwas zusammenzuhalten". Sondern: die Qualität von Partnerschaften so zu erhalten/erhöhen, daß man freiwilig und gern zusammenbleibt. Das beginnt bei dem Vorleben von Partnerschaft seinen Kindern gegenüber, der Erziehung junger Menschen in einem Partnerschafts-positiven Sinn, der Partnerwahl, der Beziehungsarbeit usw....
Und ich sehe in einer Bindung nicht die Angst und Betäubung, sondern einen (potentiellen) ungeheuren Gewinn an Lebensqualität.
Ich merke schon: ich rede von guten Partnerschaften, du von schlechten. Also lassen wir es lieber.
Hans
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03.06.2011, 09:07
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
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"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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03.06.2011, 14:29
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Das kommt eigentlich nur immer darauf an was genau du vom Leben erwartest und welche Prioritäten du darin legst. Bist du der absoluten Karrieretyp, der sehr gerne unabhängig ist, flexibel seinen Wohnort wechseln möchte, spontan sein will in seinen täglichen Entscheidungen, wenig mit Familienplanung am Hut hat und für den Beständigkeiten gleich kommt mit Langeweile, dann ist womöglich das Single Leben genau das richtige.
Wenn du dich allerdings nach Beständigkeit sehnst, eine tiefgehende Bindung zu einem Menschen eingehen willst, auch mal Kompromisse eingehen kannst/willst, auch an Kinder denkst, eine Familie willst, dann wäre wohl das single Leben nicht dementsprechend für dich gestrickt.
Insgesamt finde ich sollte man nur darauf achten, egal welche Lebensform man wählt, sein glück nicht von anderen abhängig zu machen. So wie "ich bin nur glücklich wenn ich einen partner habe" oder " ich bin nur glücklich wenn ich im Job einen Erfolg nach dem anderen verbuchen und möglichst viele interessante Männer kennenlerne" ....
Für mich selber kann ich sagen, das Single Leben ist schön, ich habe es auch immer wieder genossen, mit allen Freiheiten und Möglichkeiten, aber mit der Zeit, ist einfach die Luft raus ;) Da möchte ich lieber einen Partner, mit dem ich mein Leben gemeinsam führen kann... weil, mal ehrlich, es doch immer schöner ist, erfolge und schöne erlebnisse mit jemanden zu teilen... ;)
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04.06.2011, 16:26
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Ist das Leben so eindeutig? Ist es nicht eher so, dass sich Dinge entwickeln und man oftmals einfach irgendwie so rein rutscht? Ist es so, dass man zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben sagt, so, jetzt möchte ich einen Partner, mit dem ich mein Leben teilen möchte, mich ggfs. mit ihm reproduzieren möchte? Oder ist es nicht eher der Fall, dass man irgendwann jemanden kennenlernt oder auch nicht, sich verliebt oder auch nicht und die Dinge nehmen einfach so ihren Lauf? Und dann bleibt man Single oder wird Single oder findet sich in einer Paarbeziehung, einfach weil man einen Menschen gefunden hat, der einem gut tut oder auch nicht?
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06.06.2011, 10:25Inaktiver User
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Diese Wertung finde ich nicht ok. Warum sollen die Partnerschaften, die Du meinst, gut sein und die ich meine, schlecht? Für mich klingt das nach alles auf Harmonie trimmen und alles rund machen. Und wer nicht mitspielt, ist das Böse. Mal übertrieben gesagt.
Ich rede davon, daß Dinge nicht unbedingt gegeben sein müssen, die Du scheinbar voraussetzt . Du bist von deiner Sicht auf Partnerschaften sehr überzeugt und ich denke, bei Dir geht es vermutlich nicht um grundsätzliche Fragen, sondern eher um "kleine Störungen". Warum die allerdings zu einem Bruch führen sollten, ist mir schleierhaft.
Und ich bemerke bei Dir einen ausgeprägten Bindungswillen, der mich sehr abstossen würde. Hört sich alles an, wie keine Luft zum atmen. Aber jede, wie sie's braucht.
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06.06.2011, 15:02
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
@verwunderte.
Selbstverständlich ist das Leben eindeutig in dieser Hinsicht! :)
Es gibt nunmal Vor- und Nachteile bei einem Single Leben und auch wenn man in einer Beziehung lebt... so wie alles im leben! Logisch oder.
Und genauso wie jeder seine Entscheidungen in anderen Punkten trifft, genauso auch in dieser Angelegenheit. Und was ist das entscheidende? Natürlich die eigene Persönlichkeit, die Ziele und Vorstellungen die man im Leben hat, das eigene Empfinden was Lebenswert ist und was nicht. Was denn sonst?!
Das sich Dinge ergeben, steht ja gar nicht zur Debatte.
Aber prinzipiell entscheidet doch jeder nach seiner eigenen Lebensauffassung ob er nun in einer festen Partnerschaft leben möchte oder nicht.
Es wird keiner "spontan" eine Grossfamilie gründen wollen, wenn er ein Einzelgänger ist, keine emotionale Bindung eingehen will und komplett in seiner beruflichen Karriere aufgeht... oder?!
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06.06.2011, 15:12
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Alles zu seiner Zeit. Eine gut funktionierende Partnerschaft ist wunderbar, aber in Zeiten nach einer Beziehung tut eine Phase als Single auch mal gut und ist wohl auch notwendig.
Allerdings ist mir in meinem Leben - soweit ich mich erinnern kann - noch nie jemand begegnet, der wirklich glücklicher Langzeit-Single war. Manche Menschen behaupten es, wenn man sich nur oberflächlich kennt, was auch in Ordnung ist, schließlich muß man nicht jedem gleich sein komplexes Seelenleben anvertrauen. Irgendwann wurde aber immer der Wunsch nach einer soliden Partnerschaft deutlich.Die wesentliche Voraussetzung für Glück ist die Bereitschaft, der zu sein, der man ist
(Erasmus von Rotterdam)
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06.06.2011, 20:32
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Diesen Eindruck habe ich nicht. Ich habe schon häufig von Menschen, die Familie gründeten gehört... Ach, eigentlich wollte ich ja nie Familie. Es hat sich einfach so ergeben. Auf der anderen Seite Singles, die das unbedingt wollen und es nicht klappt.
Ich kann nur für mich sprechen. Ich wusste und weiß nie so eindeutig, was ich will und was ich nicht will.
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06.06.2011, 20:39Inaktiver User
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Find ich interessant.
Ich seh mich nicht entweder mit 10 Hunden in einem niederbayrischen Bauernhaus oder genausogut auch als Partygirl in New York, und was von beidem es wird ist mir eigentlich egal, kann auch Hausfrau in Dinslaken sein??
Wenn ich das höre dann denke ich: entweder denkst du nicht darüber nach, oder du kennst dich nicht gut, oder du hast keine starken Wünsche und Träume?
Wie würdest du das erklären??
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07.06.2011, 06:57Inaktiver User
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Das sind jetzt aber Extreme. Wobei ich persönlich ja sowohl dem Partygirl-Dasein als auch dem Leben im Bauernhaus etwas abgewinnen könnte
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Wenn mir vor zehn Jahren jemand erzählt hätte, dass ich mal heirate, und das auch noch deutlich früher als die meisten meiner Altersgenossinnen hätte ich ihm den Vogel gezeigt.
Aber das Leben überholt einen da halt manchmal.
Wobei es bei zumindest schon immer eine gewisse Tendenz gab/gibt - begeisterte Hausfrau mit fünf Kindern werde ich in diesem Leben nicht mehr.
Aber insgesamt sind Menschen doch erstaunlich wandelbar und anpassungsfähig.
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07.06.2011, 09:13
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Ich bemerke, dass mich Denken nicht unbedingt weiter bringt. Ich denke und denke, komme keinen Schritt weiter und finde mich in einer Gedankenspirale wieder. In meiner Jugendzeit handelte ich instinktiv und tat im Nachinein gesehen, das richtige für mich. Seit Jahren begleitet mich das Denken nach der Sinnfrage "Was will ich eigentlich?" und das zermürbt mich. Ich möchte das so nicht und lasse es immer mehr, fange wieder an instinktiv zu handeln. Auf mein Gefühl zu hören, Dinge und Menschen, die mir gut tun, zu fördern und Dinge und Menschen, die mir nicht guttun zu meiden. Lebenssituationen anzunehmen, inne zu halten, in sich hineinhorchen "Tut mir das jetzt gut?" Für mich ist das der bessere Weg. Nicht soviel denken, zu fühlen. Das lässt mich wieder eine schöne Unbekümmertheit spüren.



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