Ich hab aber den Eindruck , daß gerade dieser "Klumpen" ganz schön auseinanderfällt. Jeder macht was er will und oft genug ohne Rücksicht, Familien werden immer mehr zuzammengwürfelt und es werden immer mehr Lebenskonzepte gelebt die mit Gemeinschaftlichkeit nix mehr zu tun haben....
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Ergebnis 21 bis 30 von 51
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20.05.2011, 14:57Inaktiver User
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
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20.05.2011, 17:27
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
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26.05.2011, 12:46
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
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"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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27.05.2011, 13:54
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Wenn Familien auseinanderbrechen und neue Lebenskonzepte gelebt werden wollen, tun dies Menschen ja aus guten Gründen. Sie wollen ein glückliches und zufriedenes Leben führen und leiten die entsprechenden Maßnahmen ein, um dieses für sich zu erreichen.
Was ist besser? Eine Gesellschaft mit glücklichen Menschen, auch wenn dies zerrüttete Familien hervorruft und eben auch andere Beteiligte unglücklich macht oder
Menschen, wie in Vergangenheit und teilweise auch noch heute glücklich oder unglücklich zwangsrekrutieren, in festen Verbindungen zu bleiben oder auch feste Verbindungen einzugehen, um ein homogenes Kollektiv aufrechzuerhalten.
Menschen sind unterschiedlich, nicht jeden machen die gleichen Lebensentwürfe glücklich und jeder ist frei, die für sich glücklich machende Lebensform zu wählen! Allgemeine soziale Aufgabe ist es doch, unterschiedliche Lebensentwürfe der unterschiedlichsten Menschen zu einem heterogenen Kollektiv anzunehmen und zu vereinen und mit den Problemen, die sich daraus ergeben können, umzugehen.Geändert von Verwunderte (27.05.2011 um 13:59 Uhr)
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27.05.2011, 15:01Inaktiver User
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Zwanghaft aufrechterhaltene Familienverbände hatten doch auch viel nach innen gerichtetes Gewaltpotential. Ich glaube nicht, daß es heute schlechter ist durch mehr Entscheidungsmöglichkeiten für oder wider eine Verbindung. Wer natürlich "sichere Geborgenheit" sucht, wird es als belastend empfinden, daß Menschen sich heute auch verabschieden können, wenn ihnen etwas nicht mehr gut tut. Diese Möglichkeit bedauern tatsächlich aber NIE die Leidtragenden, sondern nur die Nutznießer.
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27.05.2011, 15:49Inaktiver User
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Das sehe ich, insbesondere aufgrund der Erfahrungen in meiner eigenen Familie, leider auch so. Familie und Gemeinschaft kann etwas schönes sein, aber oft genug leiden die Menschen hinter der Fassade und tun sich gegenseitig die grausamsten Dinge an.
Und wenn man so auf die letzten Jahrhunderte zurück blickt glaube ich auch nicht, dass Menschen früher wirklich gemeinschaftlicher gelebt haben.
Auch heute wollen doch die meisten Menschen in irgendeiner Form in einer Gemeinschaft leben und sich da auch einbringen. Nur das diese Gemeinschaft vielleicht anders aussieht, als die traditionelle Familie.
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30.05.2011, 12:47
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Völlig d'accord.
Und, solange es sich hier um Interaktionen zwischen Erwachsenen handelt, ein echter Fortschritt. Die Kollateralschäden anderer Beteiligter sollten trotzdem nicht verschwiegen werden, hier wird in meinen Augen leider oft bagatellisiert.
Es geht nicht darum, zerrüttete Verhältnisse zu konservieren, sondern ein gesamgesellschaftliches Nachdenken, wie wir die Zerrüttung so vieler Partnerschaften/Familien und die damit verbundenen sozialen und psychischen Kosten verhindern können, anzustoßen. Im Strom der Pluralisierung der Lebensmodelle fehlt mir eine Diskussion über quasi-verbindliche Standards im Umgang der Menschen miteinander, über positive Rollenmodelle, die nicht zur Beliebigkeit dissoziieren.
Die Probleme in Partnerschaften, unsere Beziehungsunfähigkeit, fällt ja nicht vom Himmel. Sie ist kein Schicksal, sondern das Ergebniss psychischer und sozialer Deformationen.
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"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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30.05.2011, 13:24Inaktiver User
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Das ist ein sehr interessantes Thema, aber auch ein weites Feld. Es fängt ja schon damit an, dass man sich Gedanken darüber machen muss, ob Familie und Partnerschaft, wie wir sie heute definieren, überhaupt ein dem Menschen angemessenes Lebensmodell bieten.
Es gab und gibt da ja durchaus andere Ansätze.
Mein Eindruck ist, dass bei Diskussionen in diese Richtung meistens eine Rückkehr zu den "traditionellen Werten" propagiert wird. Ohne zu beachten, dass zum Teil vielleicht gerade diese "Werte" bzw. die daraus resultierenden Strukturen Schuld daran sind, dass Partnerschaften und Familien zerbrechen.
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31.05.2011, 10:56
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Hallo, ich kenne auch beide Lebensformen sehr gut. Darum sind mir diese Diskussionen im Freundeskreis nicht sehr sympatisch. Diejenigen, die in guter Partnerschaft leben, können natürlich
ein Singledasein garnicht verstehen. Von denen werde ich gefragt:" Ja bist Du gegen Männer."
Ich bin ende fünfzig und da warten nicht gleich scharenweise Männer auf mich. Nach einem großen
Trennungsschmerz, musste ich mein Leben neu überdenken, mich auch als Singlefrau wieder neu
definieren. Dieses ist mir auch inzwischen sehr gut gelungen. Welches Leben aber besser ist, kann
ich so auch nicht beurteilen, weil wir meistens nicht danach gefragt werden, was denn das Bessere
für uns wäre. Ich habe begriffen, sind wir mit uns im Reinen, nur dann können wir als zufriedener
Single leben, als auch eine zufriedene Partnerschaft führen. Ob ich das Glück habe mich nocheinmal
zu verlieben, wer weiss?? Ansonsten werde ich auch bestimmt das Beste aus meiner jetzigen
Situation machen. Jede Lebensform hat so eine Vor- und Nachteile.
LG
Ladygitte
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31.05.2011, 11:19Inaktiver User
AW: Beziehungsleben vs. Singleleben
Hört sich für mich an, als wäre das Ziel, das Auseinandergehen zu verhindern. Als ob das per se schlecht wäre. Nicht immer ist es die beste der Möglichkeiten, aber ich glaube, sich im richtigen Moment auch wieder zu lösen, wenn etwas nicht gut tut, ist durchaus gesund und wünschenswert. Und verhindert gerade soziale und psychische Kosten.
Ich sehe in dem verstärkten Versuch, um jeden Preis etwas zusammen halten zu wollen, nur die Angst vor der Tatsache, daß jeder Mensch letzten Endes alleine ist und sein Leben nur für sich leben kann. Da kann man sich versuchen mit Familie und Bindungen und Verbindlichkeit zu betäuben, um dem nicht ins Auge sehen zu müssen. Aber es ändert nichts daran.
Mir sind jedenfalls Menschen sehr suspekt, die soviel Angst vor Freiheit und der Möglichkeit zur Veränderung haben, die Tabuzonen errichten wie die Unumstösslichkeit der Bindung. Das muss nämlich nicht sein. Wenn man etwas Mut für sein eigenes Leben aufbringt und nicht das Heil in anderen sucht. Und sie womöglich dazu zwingen will, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.


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