Die ersten Beziehungen - in der Regel zu den Eltern - prägen stark, gehen aber auch teilweise ins Unterbewusste, sodass das Reflektieren sehr tiefgründig (z.B. in Form einer Therapie) sein muss, wenn Dich bestimmte Verhaltensweisen oder auch Gefühle dauerhaft stören und behindern. Wie Deine Eltern mit Dir umgegangen sind, welche Wertemaßstäbe sie Dir, bewusst und unbewusst, eingeprägt haben, das kann heute noch wirken. Auch dann, wenn es nicht mehr sinnvoll ist. Beispielsweise kann Deine Zurückhaltung, Deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse einzubringen und auszuleben, daher rühren, dass Dir beigebracht wurde, dass man nicht egoistisch sein und seine Bedürfnisse hintenan stellen soll. Wenn Eltern sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht um Dich und Deine Bedürfnisse gekümmert haben, prägt es sich ein, dass die eigenen Bedürfnisse keinen Platz haben dürfen.
Ein Stillstand, ausgelöst durch Analysieren und Hinterfragen, ist übrigens nicht immer negativ. Es kann Dir auch helfen, mal genauer hinzuschauen.![]()
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Ergebnis 11 bis 12 von 12
Thema: Handlungsblockade
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23.04.2011, 10:40Inaktiver User
AW: Handlungsblockade
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23.04.2011, 21:55Inaktiver User
AW: Handlungsblockade
Ich kann jetzt nur von mir ausgehen -denke aber mal, dass so was öfters vorkam:
als Kind hatte ich eine Rolle zu erfüllen -und wenn meine Eltern zufrieden waren, bekam ich Aufmerksamkeit und Zuneigung. Das war natürlich reinste Manipulation -und mein Preis war hoch!
Ich bezahlte dafür mit meinem eigenen Willen, meiner Persönlichkeit. Und lernte nicht, gut für mich zu sorgen -denn dann hätte ich meinen Blick ja vom Wohlergehen der anderen nehmen müssen -oder diesem sogar zuwider handeln.
Schön übrigens, dass du meine Worte nachvollziehen konntest - ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg!



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