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    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Hallo catamara,

    Danke für Deine Antwort.

    Die Angst vor dem Verlassen und Betrogen werden hatte ich in jeder der vorherigen Beziehungen, das kann also nicht der Grund sein.
    Bin da teilweise mit so umgegangen, dass ich die Beziehung beendet habe, bevor es dazu hätte kommen können.

    Mein Ex-Ehemann war ein Kandidat (aus meiner damaligen Sicht) aus der Kategorie: "sowas würde der niemals machen", deswegen habe ich mich phasenweise sehr sicher gefühlt. War aber auch kein Dauerzustand.

    Sehe auch, dass ich meine jetzige Beziehung mit meiner Art und meinem "inneren Drehbuch" belaste, weiß aber nicht, wie ich es "abschalten" oder "umschreiben" könnte.

    Der Verstand weiß das alles, wie es richtig ist, aber meine Gefühle haben ihr Eigenleben

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    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Ich denke, da es hier meines Erachtens um Verlustängste geht - geht es auch sehr wohl um das innere Kind - das Angst haben könnte, minderwertig zu sein, und deswegen verlassen zu werden.
    Da dieser Glaubenssatz ev. vorherrscht, ziehst Du unbewusst Männer an, die Dir diese Prophezeihung dann erfüllen.

    Es ist also wichtig, in dem Zusammenhang, dasss Du Dir die Glaubenssätze von früher nochmal anschaust (ggf. mit professioneller Hilfe) und diese austauscht, dafür muss man meist tiefer gehen.
    In Kürze nur ins Unreine geschrieben meine Gedanken dazu.
    Geändert von Iris73 (26.04.2011 um 23:03 Uhr) Grund: Rechtschreibung, Flüchtigkeitsfehler

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    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    @ Iris73,

    ich habe mich in vielen der in Deinem Strang getroffenen Aussagen wiedererkannt.

    Denke auch über eine professionelle Aufarbeitung meiner Geschichte nach, aber habe da überhaupt keine idee, wie ich vorgehen könnte. Kannst Du mir Tipps geben, gerne auch per PN?
    LG

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    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob das "innere Kind" hier Dein Thema ist - kennst Du diese Gefühle aus anderen Beziehungen? Ansonsten ist meine Vermutung, dass die Erfahrung, dass in Deiner Ehe Du betrogen wurdest, Hintergrund Deiner Gefühlswelt ist. Die Angst, dass er sich in eine andere verlieben könnte...

    Vielleicht wäre ein eigener Strang sinnvoller?

    Nicht unbedingt - ich kenne diese Gefühle, und Reaktionen 1:1, und ich bin noch nie betrogen worden. Belogen usw. ja, aber nie betrogen mit einer andern Frau.

    Das macht die Vorstellung nicht weniger unerträglich.

  5. Inaktiver User

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    8gramm bringt mich auf eine Idee:


    Wie wäre es, wenn es keinen Auslöser gegeben hat? Keine blöden Erfahrungen etc.

    Was würdet Ihr tun, wenn dieser Auslöser nur in Euch liegt?



    (ich denke auf dieser Idee selbst rum.)

  6. Inaktiver User

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    8gramm bringt mich auf eine Idee:


    Wie wäre es, wenn es keinen Auslöser gegeben hat? Keine blöden Erfahrungen etc.

    Was würdet Ihr tun, wenn dieser Auslöser nur in Euch liegt?



    (ich denke auf dieser Idee selbst rum.)
    Diese Frage finde ich sehr interessant. Schützt die "richtige" Erziehung ein Kind davor, später im Leben gut klarzukommen? Muss ich nur lange genug in Therapie gehen/Selbsterfahrung betreiben/ Erfahrungen reflektiert haben, um letztlich mit der richtigen Haltung durchs Leben zu gehen?

    Das geht mir auch ab und zu mal durch den Kopf, wenn das Selbstreflektieren mal wieder heftig Zeit und Energie in Anspruch nimmt. Und da ich tatsächlich eine ... sagen wir mal suboptimale ... Kindheit hatte, gäbe es Stoff ohne Ende. Also das ganze Programm auf Jahrzehnte?


  7. Inaktiver User

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diese Frage finde ich sehr interessant. Schützt die "richtige" Erziehung ein Kind davor, später im Leben gut klarzukommen? Muss ich nur lange genug in Therapie gehen/Selbsterfahrung betreiben/ Erfahrungen reflektiert haben, um letztlich mit der richtigen Haltung durchs Leben zu gehen?
    Wenn ich jetzt schlicht "nein"sage, dann hilft das niemandem , oder?

    Ich fühle dahinter so eine Art "Machbarkeitswahn".
    1 plus 1 = zwei.

    Kind + "guteste" Einflüsse = alles supi.

    Mensch (erwachsen) plus ideale Bedingungen = glücklich.


    Ich bin kein Mathe-Ass, aber mir fallen da eine Menge X-e und Ungleichungen auf.
    Menschsein heißt leider eben nicht, mal eben was abzuzählen, zusammen zu rechnen und zu addieren - und alles läuft.

    Das würde jedweder Individualität zuwiderlaufen.

    Es gibt Grundprinzipien (nicht hungern, Dach überm Kopf, gesund, geliebt und zugehörig sein ...) - aber Menschen sind nicht das Ergebnis eines sauberen Rechenexperiments.

    Das liefe dem Leben echt zuwider.

    Das geht mir auch ab und zu mal durch den Kopf, wenn das Selbstreflektieren mal wieder heftig Zeit und Energie in Anspruch nimmt. Und da ich tatsächlich eine ... sagen wir mal suboptimale ... Kindheit hatte, gäbe es Stoff ohne Ende. Also das ganze Programm auf Jahrzehnte?


    Nur bis es integriert ist.
    Geändert von Inaktiver User (26.04.2011 um 20:24 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Ich gebe Dir völlig Recht, Nachschlag, und meine "Integrationsarbeit" ist Dir ja nicht ganz unbekannt.

    Und ich denke, dass neben dem Machbarkeitswahn unterschiedlichster Ausprägungen und Coleur auch hinein spielt, die Seiten des Lebens nicht annehmen zu können, die eben nicht nur angenehm sind: Es soll dazu gehören, dass man auch mal eine ganze Zeitlang tieftraurig ist? Dass die Trauer um einen geliebten Menschen möglicherweise für immer zu einem gehört? Dass man mal unsicher ist, Angst hat, sich ohnmächtig fühlt? Dann doch an das "Geheimnis" oder "Rezepte" glauben, die einem auf Dauer das Glück bescheren. Und während man eifrig dabei ist, all dies umzusetzen, übersieht man das eigentliche Leben. Das eben auch unschöne Seiten hat.

    Ich male hier etwas schwarz-weiß, aber vielleicht sollte man sich wirklich ab und an mal sagen: "Okay, das war sch...e, das hat höllisch weh getan. Aber es hat nichts mit mir als Person zu tun, dass es mich getroffen hat. Und jetzt gehe ich weiter." Eine größere "Spannbreite" an "emotionaler Bewegtheit" zulassen.

    Was einem natürlich nicht von der Verantwortung entbindet, Verantwortung zu übernehmen, wenn man wirklich mal Mist gebaut hat.

  9. Inaktiver User

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    I
    Ich male hier etwas schwarz-weiß, aber vielleicht sollte man sich wirklich ab und an mal sagen: "Okay, das war sch...e, das hat höllisch weh getan. Aber es hat nichts mit mir als Person zu tun, dass es mich getroffen hat. Und jetzt gehe ich weiter." Eine größere "Spannbreite" an "emotionaler Bewegtheit" zulassen.

    Na, wenn alle so weit wären, das sagen zu können ...

  10. Inaktiver User

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    I[...] Es soll dazu gehören, dass man auch mal eine ganze Zeitlang tieftraurig ist? Dass die Trauer um einen geliebten Menschen möglicherweise für immer zu einem gehört? Dass man mal unsicher ist, Angst hat, sich ohnmächtig fühlt?
    Öhm, doch. Genau so.

    Es bleibt bei einem. Es ist ein "Teil von ...". Uns. Auch das Unangenehme, das Schmerzhafte.
    Es bleibt Teil von uns, ob wir wollen oder nicht. Niemand kann es ungeschehen machen.

    Aber:
    Es verändert sich, wie alles an uns sich verändert.

    Weißt Du, ich stelle mir so eine Seelennarbe mal wie eine hässliche Körpernarbe vor.
    Was hilft es mir, darüber zu lamentieren? Und zu wissen, woher sie kommt?

    Tatsache ist: sie bleibt. Wegdenken ist nicht.
    Wird blasser mit der Zeit, tut nicht weh, und manchmal vergesse ich, wieso ich sie habe und wie das gekommen ist.

    Integriert ist, wenn man nichts mehr davon merkt. Noch nicht einmal, dass Integration stattgefunden hat.
    Geändert von Inaktiver User (26.04.2011 um 21:54 Uhr)

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