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  1. Inaktiver User

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Zitat Zitat von Iris73 Beitrag anzeigen
    Ich bin also auf dem richtigen Wege und doch: doch fühle ich mich so eigenartig leer, verlassen, nutzlos....schwierig...wie ein ungeliebtes Kind...
    Liebe Iris,
    ,

    Ich weiß ganz genau was Du meinst, lass dich ein bißchen trösten.
    Ich habe gelesen, das dein Ex eine neue Partnerin hat, auch wenn es weh tut, wie du schon geschrieben hast, war es eh nicht der Richtige für Dich?!

    Du weißt ja, das Du dich nicht jeden tag so fühlst und das es auch wieder vorbeigeht. Mir ging es gestern so, weiß ja nicht ob du es gelesen hast im Strang -Wir halten durch-?!
    Ich sitze diese gefühle meistens aus, mit dem wissen das sie wieder vorbeigehen.
    Oder ich hinterfrage sie. Bin ich wirklich eigenartig, verlassen, nutzlos etc.?

    Du bist auf dem richtigen weg, solche hänger gehören dazu...

    Lina

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    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    hallo ihr lieben

    ich musste die ereignisse erst einmal ein paar tage sacken lassen... hoffe ihr habt heute einen schönen freien tag gehabt und wenns geht ein langes wochenende!

    Zitat Zitat von Iris73 Beitrag anzeigen
    ach liebe fly, ich habe richtig mitgelitten und gefiebert beim lesen


    Du kleine Maus - auch als Du das Erlebnis des Zurückgelassenwerdens geschildert hast- aber wie faszinierend - nicht wahr, dass die Seele / oder auch das Innere Kind all dies (noch) wusste und wie tut es gut, jetzt die Zusammenhänge, Hintergründe zu verstehen und eine höhere Ordnung zu entdecken. Wie sehr doch alles miteinander zusammenhängt. Dein Männerbild......
    ja, es ist faszinierend und spannend zugleich!!! und genau - die hintergründe/zusammenhänge erkennen. ich wusste es innerlich ja immer, dass wahrscheinlich in diesem alter was gewesen sein muss... und es war so...

    hm, und das männerbild. ich hatte heute einen sehr interessanten traum, in dem mein ex vorkam. ich sagte ihm im traum all die verletzungen, die er mir antat. dann war er erst mal weg, später sah ich ihn ganz klein auf einer bank, jämmerlich weinend. ich habe recht mit all meinen aussagen, es tue ihm so leid, er wusste gar nicht, was er mir antat und wie es in mir aussieht, was ich empfinde. ich hatte mitgefühl (kein mitleid!) im traum mit ihm und so bin ich auch aufgewacht. er hat seine eigene innere zerrissenheit...

    im traum kamen noch andere dinge vor. ein geschenk von meiner bank (urlaubsreise), eine sache, die noch nie geklappt hat bei mir, klappte super, mein exex.

    hm ja

    Mutíg auch Dich Deiner Mutter anzuvertrauen !! Toll. Schön auch, dass ihr reden könnt - gemeinsam -Euch austauscht und das Interesse an dem anderen besteht. Das ist auch tröstlich.
    reden können wir schon immer gut, seit ich erwachsen bin. aber so detailliert dann doch eher selten, bzw. was IHR auch so nahe geht.

    Diese Imaginationsreise kenne ich doch dann auch, weil meine Thera. sowas auch schon gemacht hat, als Art Rückführung. Ist wirklich eine gute Methode !!
    find ich auch als gute methode! wie ist es bei dir, konntest du die erfahrungen dann in dein leben integrieren? hat du was erkannt für dich??

    Freue mich sehr für Dich, dass Du so tiefgreifende und erlösende Erkenntnisse gewonnen hast - es fühlt sich -für mich- richtig gut an Alles Liebe für Dich
    danke es wirkt immer noch nach, denke auch der traum heute nacht resultiert ein wenig daraus. ich fühle mich in mir milde gestimmt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Fly,

    erst einmal nachträglich alles Gute zu Deinem Geburtstag!

    Ich glaube, es ist ein wunderbares Geschenk, wenn Deine Mutter sich so weit öffnen kann, Dir von ihrem Erleben zu erzählen. Zum Einen zeugt dies von Vertrauen und Verbundenheit. Zum Anderen: Es zeigt, dass Du tief in Dir die Weisheit hast, Dich zu verstehen, Dein Empfinden im Zusammenhang mit Deiner Geschichte zu bringen.

    Alles Gute für Dich!
    hallo catamara!

    danke noch für die grüße

    ja, vertrauen und verbundenheit haben wir... und es kommt irgendwie alles zum passenden zeitpunkt... die trennung von ex, mein auseinandersetzen mit mir selbst und meinen ängsten danach, kontakt nach jahren zum richtigen vater, viele erkenntnisse in der therapie, jetzt die intensiven gespräche mit meiner familie...

    ich habe das gefühl, mich jetzt erst wirklich kennenzulernen. so komplett. und ich finde es auch eine wichtige erfahrung, zu fühlen, dass es okay ist, so wie ich bin, dass alles seinen grund hat - eben auch meine "schattenseiten" und mein verquerer lebensweg eine zeitlang. ich möchte mich mit ihnen aussöhnen, sie nicht mehr bekämpfen. denn dann bekämpfe ich mich ja selbst.

    Zitat Zitat von Iris73 Beitrag anzeigen

    Nur warum fühle ich mich auf einmal schon wieder so klein, so minderwertig, so....? so unzufrieden..weil ich keinen Mann habe ? etwa ? weil ich keine Eigentumswohnung habe.....? Mann, das ist doch alles unwichtig...warum fällt es mir immer noch schwer, mich an meinen Fähigkeiten ehrlich und langwierig zu erfreuen....???

    Hat einer von Euch eine Idee...mich macht das ganz traurig... da ist doch echt wieder Kritiker am Werk, der das kaum aushalten kann, dass ich jetzt "groß" werde
    liebe iris, erst mal glückwunsch zur erfolgreichen präsentation!!! und ich finde auch den sozialen aspekt sehr schön!!!

    was ich mir vorstellen kann: es ist vllt neu, ungewohnt für dich. die möglichkeit für dieses projekt hast du vor kurzem bekommen, jetzt ist die praxis, die gut läuft. ich kenne das von mir, dass ich mich dann umsehe, so wie: "was, ist hier denn gar kein haken dran? irgendwas blöd gewesen??" was noch dazu kommt, dass ich auch erst lernen musste, erfolge FÜR MICH zu genießen. so allein. kann das manchmal immer noch nicht, mich einfach nur für mich zu freuen. da sitzt dann vllt so ein stachel in uns, der sagt: nee, du hast dich jetzt nicht zu freuen. dafür ist doch dies oder jedes doof (bei dir der fehlende mann, eigentumswohung...)

    schwierig, ich weiß denke aber, dass das erkennen und annehmen der erste schritt zu besserung ist

    Zitat Zitat von Iris73 Beitrag anzeigen
    Ach, ja, ihr glaubt kaum, wie schwer es mir fällt, von diesen Singlebörsen zu lassen
    Es lenkt mich ab, es lenkt mich von mir ab....
    da bin ich zum glück echt drüber weg, schon lange. es ist viel schöner/netter/interessanter, die junx in freier wildbahn kennenzulernen...

    ich fühle mich immer noch eigenartig leer....obwohl es nun so langsam in meinem Leben in die richtige Richtung läuft und ich langsam meine innere Heimat finden..
    in Bezug auf a.) beruflicher Erfüllung b.) meiner Leidenschaft folgen (ich plane im Januar eine längere Reise in die Stadt meines Hobbies c.) zusätzlich Weiterbildung ins Auge fasse, um mir ein 2. Standbein aufzubauen..
    geduld schätzelein das hört sich alles super gut an, du hast pläne, entwickelst dich. säst die samen, die irgendwann zu blumen werden

    Ich bin also auf dem richtigen Wege und doch: doch fühle ich mich so eigenartig leer, verlassen, nutzlos....schwierig...wie ein ungeliebtes Kind...
    was kannst du als liebevolle erwachsene tun, damit es der kleinen iris besser geht? vllt einfach nur zuhören, trösten?

    dein alltag hört sich sehr ausgefüllt an (was natürlich sehr gut ist!), aber vllt braucht deine kleine auch ein wenig zeit und raum... vllt mal wieder was verrücktes machen? toben, tollen?? albern sein??

    manchmal mach ich das mit mir selbst, einfach "kind" sein, ist ganz witzig

    zu deinem ex: ach... ach, ach, ach... ist bestimmt bitter. aber richtig, es hat nix mit dir zu tun und dein gefühl hat dich wohl tatsächlich gewarnt vor seiner ambivalenz. weh tun tuts dann trotzdem, leider...
    „Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.
    Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen.“


    (Peter Kuznic, kroatischer Theologe)

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    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Hallo ihr Lieben!

    Ich lese hier immer mit, aber habe nicht immer genug Zeit zu schreiben, weil ich mir für diesen Strang immer Zeit nehmen und meine Gedanken gut formulieren muss.

    Fly, ich finde die Schilderung von deinem Gespräch mit deiner Familie sehr schön und bewegend. Es ist schön, dass ihr darüber so gut und offen reden konntet, ohne dass es jemand als Vorwurf empfunden hat.
    Dieses Bild aus der Krankheit, dass du bei deiner Therapie in einer Art Gedankenreise gefunden hast - das finde ich fast schon gruselig! Ich wusste gar nicht, dass sowas funktioniert. Davor hätte ich Angst, denke ich. Angst vor dem, was ich sehe.


    Ich wollte heute hier mal was zum Thema Anerkennung schreiben, das geht mir gerade viel im Kopf herum.

    Besonders früher, als ich in einer langen Beziehung war, aber keine romantischen Gefühle für ihn hatte, habe ich mich wahnsinnig schnell und oft in andere verguckt. Ich habe ständig Männer angeguckt und dabei im Kopf abgecheckt, ob die Kandidaten wären, um sie toll zu finden. Automatisch, ich wollte das gar nicht. Immer wieder, besonders wenn ein Zeichen von der anderen Seite kam, habe ich mich fremd-verliebt (vielleicht ist "verliebt" auch zu viel gesagt). Ich hatte immer Angst dabei, ein schlechtes Gewissen. Ich habe meinen Ex-Freund auch nie betrogen, nicht mal im Ansatz.
    Ich habe es mir damals so erklärt, dass ich eben nach diesem Kribbeln, der Verliebtheit, den romantischen Gefühlen gesucht habe, die ich in der Beziehung nie hatte. (Ich dachte trotzdem immer, ich erwarte zu viel und die Beziehung wäre gut so wie sie ist.) Darum war ich so anfällig dafür, ich wollte das endlich auch mal erleben: Verliebtheit und deren Erwiderung.

    Bei meinem letzten Ex-Freund, mit dem ich gedanklich immer noch zu tun habe, stimmte das Timing. Ich war endlich richtig verliebt, er auch und es hat geklappt. Ich war plötzlich so ruhig innerlich, hatte nicht mehr das Gefühl, auf der Suche zu sein und wusste: So soll es sein. So fühlt es sich richtig an.
    Nun hat es ja nicht geklappt und nach Monaten des Kämpfens und Hoffens (hoffen tue ich wohl immer noch), merke ich jetzt, dass ich wieder nach diesen Gefühlen suche.

    Dieser Date-Mann, den ich kennengelernt habe, entspricht in vielen Punkten nicht dem, was ich gut finde. Aber statt ihn damit einfach abzuhaken, will ich unbedingt diese Punkte weginterpretieren. Ich will, dass er sich verliebt, dass er mich toll findet und mich nicht nur unverbindlich treffen will, sondern etwas Ernsthaftes will.
    Aber warum? Ich hänge vom Kopf immer noch an meinem Ex, ich würde nur in Bedrängnis geraten, wenn er plötzlich etwas Ernstes von mir will.
    Dennoch will ich so gern jemanden in ihm sehen, der ein toller "Kandidat" ist, in den ich mich verlieben kann... nur um am Ende dann zu sagen: Ach nee, das passt aber nicht?? Ich weiß es nicht.

    Anscheinend will ich unbedingt solche kribbelnden Gefühle haben, anheizen, auf jemanden richten... Aber die Konsequenz: Mich nämlich dann vielleicht dafür entscheiden zu müssen (und endgültig gegen den Ex), die macht mir große Angst. (Versteht mich nicht falsch, es steht gar nicht zur Debatte, weil er das alles so locker sieht.) Ich habe Angst mich zu verlieben, weil es eine Entscheidung fordert und Veränderungen mit sich bringt, genauso wie Unsicherheit und das Risiko verletzt zu werden. Aber trotzdem will ich irgendwie zumindest das Kribbeln. Ach, und wenn das Kribbeln da ist, soll es nicht aufhören, dann will ich noch mehr. Bis zu einem Punkt, an dem ich Angst kriege, die Erwartungen gar nicht erfüllen zu können oder das Falsche zu tun, weil ich SO sicher dann doch gar nicht war.

    Ich hoffe, das ist nicht so wirr, dass es keiner versteht!

    Wenn jemand anderes sich für mich interessiert, heizt das mein eigenes Interesse total an und ich steigere mich in etwas rein, ohne noch zu sehen, ob es passen würde oder nicht.

    Ich frage mich, woher das kommt. Warum will ich, dass mich irgendjemand ernsthaft will, wenn ich gar nicht weiß, ob ich ihn selbst denn wollen würde? Warum will ich das, wenn ich weiß, dass es mich nur in einen noch größeren Zwiespalt werfen würde, weil ich dann niemanden enttäuschen oder zurückweisen will? Ich verstehe es einfach nicht.

    Warum suche ich so sehr nach kribbelnden Gefühlen und wenn er ernster wird, kriege ich Angst, weil ich mir doch eigentlich gar nicht sicher bin?

    Ob ich mit meinen nur zwei ernsthaften Beziehungen einfach zu unerfahren bin? Ob ich das kribbelnde Gefühl noch nicht oft genug hatte und es darum immer wieder neu will? Warum bin ich nur so anfällig dafür (und dabei so unkritisch), mich in jemanden zu vergucken?

    Ich würde mich total freuen, wenn mir jemand bei meinem Gedankensalat helfen könnte!
    "Slow down, you're doing fine,
    You can't be everything you want to be before your time."

  4. Inaktiver User

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Hallo Gedankenkarussell,

    meine spontane Antwort auf Deine Frage lautet: Du verhältst Dich so, weil Du die Anerkennung der Männer brauchst, mit deren Hilfe Du Deine mangelnde Selbstliebe und Deine Selbstunsicherheit temporär"reparierst".

    Insbesondere dann, wenn sich jemand für Dich interessiert, baut das ganz besonders Dein Selbstbewusstsein auf, weil Interesse gleichgesetzt werden kann mit Bejahung Deines Selbst auf positive Weise. Das Verliebtheitsgefühl, das sich daraufhin bei Dir einstellt, pusht Dich dann nachträglich noch ganz besonders stark. Das Gefühl der Verliebtheit ist ein ganz besonders intensives Gefühl, wenn es darum geht, sich selbst zu spüren, sich lebendig zu fühlen, sich gut zu fühlen. Also man spürt sein Selbst auf positive Weise sehr intensiv. Was sich wiederum positiv auf die eigene Selbstwahrnehmung und auf die Selbstliebe auswirkt. Sich-verlieben als Mittel, sich selbst besser, wertvoller, anerkannt zu fühlen....

    Dabei geht es im Grunde gar nicht um den Mann als Mensch, als Gegenüber, das Du kennenlernen willst, sondern hauptsächlich darum, von ihm diese Anerkennung zu bekommen. Deshalb geht auch ab dem Zeitpunkt, ab dem der Mann sein Interesse an Dir bekundet Dein Blick dafür, ob er tatsächlich zu Dir passt, flöten und Du KANNST ihn gar nicht mehr als Menschen mit bestimmten Eigenschaften wahrnehmen, bzw. ,nimmst ihn nur durch die rosarote Brille Deines sich immer größer werdenden Verliebtheitsgefühl, das sich wie ein Heißluftballlon immer größer aufplustert ,war.

    Da aber etwas in Dir, ein innerer Kompass sozusagen, sich nicht ganz und gar einlullen lässt, bekommst Du, sobald das Sich-Verlieben ernst, also real zu werden droht, kalte Füße, weil Du dann einem im Grunde fremden Mann gegenüber stehst, der "etwas von Dir will" und fühlst Dich überfordert, weil Du nun wieder klar siehst, dass dieser Mensch doch nicht "passt".

    Das wäre meine Erklärung auf Deinen "Gedankensalat". :-) Ich finde übrigens, dass Du Dich sehr klar schilderst und eine klare Eigenwahrnehmung hast. Nur halt ein wenig unsortiert. Aber das ist normal menschlich!


    Noch ein paar Sätze im Einzelnen dazu:

    Zitat Zitat von Gedankenkarussell Beitrag anzeigen
    (...)
    Ich wollte heute hier mal was zum Thema Anerkennung schreiben, das geht mir gerade viel im Kopf herum.
    Das finde ich sehr interessant, dass Du über "Anerkennung" schreiben wolltest. Du hast im Grunde mit diesem Wort meine Antwort vorweggenommen. Warum bist Du ausgerechnet auf dieses Wort gekommen? (Denn, ich finde, Deine Ankündigung und das, was danach in Deinem Beitrag folgt, muss nichts miteinander zu tun haben.) Was meintest Du eigentlich damit, mit "Anerkennung"?


    Ich habe es mir damals so erklärt, dass ich eben nach diesem Kribbeln, der Verliebtheit, den romantischen Gefühlen gesucht habe, die ich in der Beziehung nie hatte. (Ich dachte trotzdem immer, ich erwarte zu viel und die Beziehung wäre gut so wie sie ist.) Darum war ich so anfällig dafür, ich wollte das endlich auch mal erleben: Verliebtheit und deren Erwiderung.
    Ja, wahrscheinlich kommt das auch mit hinzu. Dass Du gespürt hast, es fehlt etwas und das erleben wolltest. Warst Du nie in Deinen damaligen Partner verliebt? Das ist allerdings erstaunlich!


    Bei meinem letzten Ex-Freund, mit dem ich gedanklich immer noch zu tun habe, stimmte das Timing. Ich war endlich richtig verliebt, er auch und es hat geklappt. Ich war plötzlich so ruhig innerlich, hatte nicht mehr das Gefühl, auf der Suche zu sein und wusste: So soll es sein. So fühlt es sich richtig an.
    Nun hat es ja nicht geklappt und nach Monaten des Kämpfens und Hoffens (hoffen tue ich wohl immer noch), merke ich jetzt, dass ich wieder nach diesen Gefühlen suche.
    Immer, wenn ich davon lese, dass bei einem Beziehungsversuch mit "Es fühlte sich richtig an" ein anschließender Kampf verbunden mit vergeblicher Hoffnung folgte, möchte ich demjenigen dieses Buch ans Herzen legen: "Nah und doch so fern" , von Steven Carter und Julia Sokol. Das Beste, was ich über Bindungsängste gelesen habe. Mir sind beim Lesen ganze Kronleuchter aufgegangen.

    Dass auch Du, liebe Gedankenkarussell, mit Beziehungsängsten zu tun hast, legt Nachfolgendes nahe:

    Aber warum? Ich hänge vom Kopf immer noch an meinem Ex, ich würde nur in Bedrängnis geraten, wenn er plötzlich etwas Ernstes von mir will.
    Dennoch will ich so gern jemanden in ihm sehen, der ein toller "Kandidat" ist, in den ich mich verlieben kann... nur um am Ende dann zu sagen: Ach nee, das passt aber nicht?? Ich weiß es nicht.
    Warum nur "vom Kopf" her? Hängst Du nicht auch gefühlt an Deinem Ex? Und ist diese Aussage: "ich hänge noch zu sehr an meinem Ex ("an meiner Ex"), nicht DIE klassische Aussage aller Beziehungsvermeider?


    Ich würde mich an Deiner Stelle ernsthaft um zwei Dinge bemühen:

    1. Deine Selbstliebe fördern. Unabhängig von Männerzuneigung!

    2. Den Gründen für Deine Beziehungsvermeidungshaltung auf den Grund gehen.

    Geändert von Inaktiver User (06.06.2011 um 00:16 Uhr)

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    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Ich finde den Beitrag von Bruenette sehr gut geschrieben, klar aufgeschlüsselt und deckt sich in weiten Teilen mit meiner Einschätzung wieder
    Anerkennung --> Du hast das Wort deshalb gewählt, da es sich mit den Eingangsworten von Bruenette deckt. D.h. Dein inneres Kind/ Deine innere Stimme/Dein Höheres Selbst/Deine Seele "wissen" schon längst, um welche "Aufgabe" es geht.

    Schlussendlich geht es aus meiner Sich zu 98 % um das Thema, um die Aufgabe:

    Selbstliebe / Selbstannahme

    Mittlerweile ist das für mich eigentlich der höhere Sinn, warum wir Menschen hier sind, unser Sinn ist es, bei sich selbst anzukommen, und die innere Heimat zu finden (Amen)

  6. Inaktiver User

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Zitat Zitat von happy_fly Beitrag anzeigen
    dein alltag hört sich sehr ausgefüllt an (was natürlich sehr gut ist!), aber vllt braucht deine kleine auch ein wenig zeit und raum... vllt mal wieder was verrücktes machen? toben, tollen?? albern sein??

    manchmal mach ich das mit mir selbst, einfach "kind" sein, ist ganz witzig

    Happy, da haste große Gefühle ganz gelassen ausgesprochen.


    Das ist nicht nur ganz witzig, sondern ganz erfüllend. Es gibt ja nicht nur traurige kleine Happys und Iris´und Gedankenkarusselle und Catamaras und nachschlags und und (At all:)

    Sondern auch ganz freie kleine Kinder.
    Habt ihr noch vor Augen, wie direkt die Reaktion von Kindern kommt, wenn sie etwas mögen oder ablehnen? Holla, das geht so flott. In Mimik und Gestik. "Mag ich" - "mag ich nicht" ist so rein und pur zulesen - großartig!

    Und das freie Kind in unserem Inneren ist auch noch da.
    Und es will ab und an mal spielen dürfen ...

    Danke für die Erinnerung, Happy!

  7. User Info Menu

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    hihi, bitte nachschlag

    mein neffe hat mir dabei bisschen geholfen. der ist ganz toll in: mag ich. oder: nee, mag ich nicht.

    ja, und ich finde, das leben ist schon anstrengend genug, auch all dieses an-sich-selbst-arbeiten - da dürfen kleine spiele-inseln auch mal drin sein.

    ein weg zur heiteren gelassenheit... so in sich selbst finden...

    außerdem erschließt sich mir auch immer mehr, dass wir vllt gar nicht soooooviel kämpfen müssen. sondern einfach mal nur spüren, fühlen, das leben auf sich wirken lassen. wir wollen oft soviel auf einmal schaffen. innehalten, durchatmen, vieles löst sich von selbst. das andere lösen wir dann schon. und das ist auch anstrengend genug.



    @karussellchen

    finde auch, dass die brünette dir ein super posting geschrieben hat!

    fly
    „Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.
    Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen.“


    (Peter Kuznic, kroatischer Theologe)

  8. Inaktiver User

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    @Happy:

    außerdem erschließt sich mir auch immer mehr, dass wir vllt gar nicht soooooviel kämpfen müssen.

    Wennste wüsstest, wie breit mein Grinsen gerade ist ... es gibt hier keinen passenden smiley.

  9. User Info Menu

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Happy:




    Wennste wüsstest, wie breit mein Grinsen gerade ist ... es gibt hier keinen passenden smiley.
    schade aber auch!!!

    und ich kann wirklich nur das selbstliebe buch vom heinz-peter röhr empfehlen - er beschreibt das alles ganz klasse und es ist sehr tief in mich eingesackt.

    es geht ums SEIN, und nicht ums HABEN (wollen).

    ganz schlicht alles, und simpel.

    eigentlich
    „Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.
    Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen.“


    (Peter Kuznic, kroatischer Theologe)

  10. User Info Menu

    AW: Mein inneres Kind - wenn ich eine tiefe Beziehung eingehe

    Aber wisst ihr, was komisch ist?

    Ich MAG mich selbst. Sehr sogar. Ich fühle mich wohl in meiner Haut, ich finde mich total gut wie ich bin. Ich sehe meine Macken, aber ich nehme sie mir nicht übel.

    Klar, es gibt Momente, in denen das anders ist. Heute finde ich meine Ambivalenz und Unentschlossenheit furchtbar anstrengend.

    Aber im Großen und Ganzen: Ich finde ich mich gut. Ich finde mich liebenswert. Ich weiß, dass ich bei anderen Menschen gut komme. Ich lächele viel, darum mögen mich die Leute.

    Insofern sehe ich immer nicht, warum ich anscheinend diese Bestätigung oder Anerkennung von außen suche.
    "Slow down, you're doing fine,
    You can't be everything you want to be before your time."

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