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  1. Inaktiver User

    AW: War noch nie verliebt

    Zum einen: Es gibt "sich verknallen", "verliebtsein" und "lieben".

    Ich persönlich bin nicht gerne verknallt. Ich find´s schrecklich: Ständig schwitzt man vor Aufregung, redet dummes Zeug, ist total fahrig, hat Herzklabastern, läuft rot an und ist insgesamt nicht so ganz Herr seiner Selbst. Andere finden´s toll, ich mag das nicht und fühle mich unwohl dabei. Die berühmten Schmetterlinge sollen wegen mir bloß abhauen. Da hast du aus meiner Sicht also nichts verpasst.

    Anders ist es, wenn man anfängt sich zu verlieben. Wenn die Schmetterviecher endlich abgehauen sind und man wieder normal reden kann. Beginnt, große, entspannte Sympathie für jemanden zu empfinden. Sich in seiner Nähe (endlich) wohlfühlt. Ihn oder sie gerne riecht, anfasst, stundenlang telefonieren kann. Man kein anderes Thema mehr hat. Das ist schon schön, aber auch sehr ablenkend.

    Nach ein, zwei Jahren in man nicht mehr ganz so geiferig auf den anderen und hat ihn einfach gern um sich herum. Mag ihn tief und innig. Das ist Liebe - und noch viel mehr...

    Allerdings muss man dafür auch den richtigen Mann finden. Einen, den man einfach richtig toll findet. "Meinen" habe ich auch erst spät gefunden, aber der isses. Mach dir keinen Kopf - entweder passiert´s irgendwann oder eben auch nicht. Allerdings sollte man da auch eine gewisse Neigung haben, sich öffnen, sich TEILEN zu wollen. Manche Frauen, die ich kenne und die seit Jahren ohne Kerl sind, haben sich trotz Maulerei so zufrieden eingerichtet, dass sie unbewusst ausstrahlen: "Mehr als nett wirst du von mir nie erleben." So traut sich natürlich auch nie einer ran.

    Vielleicht magst du dich, deine Gefühle, deinen Alltag gar nicht jemandem teilen. Zwar schon mit Freunden und Verwandten, aber eben nicht so RICHTIG. Ist auch gar nix Schlimmes bei, soll doch jeder wie er mag. Wenn du mit dir selbst zufrieden bist, ist das doch die Hauptsache. Mach dir ein schönes Leben und hör nicht auf die anderen.

  2. Inaktiver User

    AW: War noch nie verliebt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum einen: Es gibt "sich verknallen", "verliebtsein" und "lieben".

    Ich persönlich bin nicht gerne verknallt. Ich find´s schrecklich: Ständig schwitzt man vor Aufregung, redet dummes Zeug, ist total fahrig, hat Herzklabastern, läuft rot an und ist insgesamt nicht so ganz Herr seiner Selbst. Andere finden´s toll, ich mag das nicht und fühle mich unwohl dabei. Die berühmten Schmetterlinge sollen wegen mir bloß abhauen. Da hast du aus meiner Sicht also nichts verpasst.

    Danke, Du sprichst mir aus der Seele!

    @Verliebtsein
    Darf ich wissen wie alt Du bist?
    Gibt es andere Menschen in Deinem Leben die Du liebst?

    Sonst denke ich ähnlich wie WorkingHeart:
    Wenn du mit dir selbst zufrieden bist, ist das doch die Hauptsache. Mach dir ein schönes Leben und hör nicht auf die anderen.

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    AW: War noch nie verliebt

    Vielen Dank für eure Antworten

    Zitat Zitat von Feenzauber197 Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist Deine sexuelle Orientierung eine andere und Du könntest Dich in eine Frau verlieben?
    Nein, das wüsste ich. Ich habe ja auch Sex mit Männern und finde daran Gefallen

    Zitat Zitat von Smarty64 Beitrag anzeigen
    Hätte sich Verliebtsein dann nicht schon mal (insgeheim) in eine Frau verliebt oder zumindest für eine geschwärmt? Oder sexuell mal ausprobiert?
    Nein, habe ich noch nicht. Ich habe kein sexuelles Interesse an Frauen.

    Zitat Zitat von myrte1 Beitrag anzeigen
    Ich kann mich sehr mit deinen Aussagen identifizieren. Allem was du oben geschrieben hast. Ich war auch noch nie verliebt (bin 29). Allerdings ist es bei mir so, dass ich deswegen auch noch nie eine Beziehung oder Affäre hatte. Eben weil ich glaube, dass es nicht fair wäre mit jemandem eine Beziehung einzugehen für den ich nicht irgendwas, was über Freundschaft hinausgeht, empfinde. Und für Affären oder ONS bin ich einfach nicht der Typ.
    Das klingt konsequent! Da bin ich nicht so. Ich habe ab und an Affären und ONS.

    Genauso geht’s mir auch. Dabei empfinde ich da irgendwie kein Defizit: ich ruhe, wie oben schon jemand schrieb, tatsächlich sehr in mir und habe viele Glücksmomente in meinem Leben.
    Ich hatte aber auch erst kürzlich ein Gespräch mit meiner Mutter, in dem sie mir sagte, dass sie mich wegen der „fehlenden Gefühle“ in meinem Leben bedaure. Das verunsichert mich auf der anderen Seite dann schon, weil ich mir nicht erklären kann, was da jetzt fehlen soll.
    Da sprichst du mir aus der Seele Ich empfinde eigentlich auch kein Defizit, vielleicht ein bisschen aber was weitaus mehr überwiegt, ist, dass einem eingetrichtert wird, dass mit einem was nicht stimmen kann und man ein armseliges Leben führt, wegen der "fehlenden Gefühle". Und das ärgert mich! Ich kann nichts herbeizaubern und fühle mich doch etwas unter Druck gesetzt. Manchmal beneide ich Menschen, die sich ständig verlieben und von Beziehung zu Beziehung ziehen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ständig schwitzt man vor Aufregung, redet dummes Zeug, ist total fahrig, hat Herzklabastern, läuft rot an und ist insgesamt nicht so ganz Herr seiner Selbst. Andere finden´s toll, ich mag das nicht und fühle mich unwohl dabei. Die berühmten Schmetterlinge sollen wegen mir bloß abhauen. Da hast du aus meiner Sicht also nichts verpasst.
    Danke für deine Definitionen

    Also, das kenne ich schon mal nicht im Bezug auf Menschen, höchstens vor Prüfungen.

    Anders ist es, wenn man anfängt sich zu verlieben. Wenn die Schmetterviecher endlich abgehauen sind und man wieder normal reden kann. Beginnt, große, entspannte Sympathie für jemanden zu empfinden. Sich in seiner Nähe (endlich) wohlfühlt.
    Das kenne ich...

    Ihn oder sie gerne riecht, anfasst, stundenlang telefonieren kann. Man kein anderes Thema mehr hat. Das ist schon schön, aber auch sehr ablenkend.
    Das wiederrum nicht.

    Nach ein, zwei Jahren in man nicht mehr ganz so geiferig auf den anderen und hat ihn einfach gern um sich herum. Mag ihn tief und innig. Das ist Liebe - und noch viel mehr...
    Das kenne ich. Das empfinde ich zu mehreren Menschen, auch zu männlichen Freunden.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Darf ich wissen wie alt Du bist?
    Ich bin jetzt im magischen Alter von Mitte 30, in dem man anfängt zu grübeln, wohin die Reise noch gehen soll....


    Gibt es andere Menschen in Deinem Leben die Du liebst?
    Ja, ich habe einen supertollen Familienverbund und langjährige Freundschaften, die mir Geborgenheit geben und wo ich Liebe spüre

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    AW: War noch nie verliebt

    Da bin ich jetzt gerade nochmal darüber gestolpert...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht magst du dich, deine Gefühle, deinen Alltag gar nicht jemandem teilen. Zwar schon mit Freunden und Verwandten, aber eben nicht so RICHTIG.
    Da liegt ein bisschen ein Kern der Wahrheit drin. Ich habe eigentlich kein Bedürfnis, meine Gefühle und meinen Alltag mit jemanden kontinuierlich zu teilen. Manchmal schon aber nicht immer. Wie ist das? Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen! Oder ich verstehe es falsch!

  5. Inaktiver User

    AW: War noch nie verliebt

    Was verstehst du nicht? Bist du nicht sicher, ob du das Zitat richtig verstanden hast, oder wie es sich anfühlt, jemanden in sein Leben zu lassen?

    Bei zweiterem kann man nur sagen: Wenn du einen guten Partner erwischt hast, hast du 2/3 Bereicherung und 1/3 mehr Probleme als vorher. Du hast IMMER jemanden zum Quatschen, zum Kuscheln, der dich mal verwöhnt, sich deine Nöte anhört, dich einfach so liebt wie du bist (wobei man sich natürlich erstmal lieben lassen wollen muss). Der dir mal was abnimmt, dir auch mal den Kopf geraderückt... Wie heißt es so schön? "Best friend with Benefits" (bester Freund mit Zusatz-Funktionen).
    Andererseits muss man sich erstmal ganz schön zusammenraufen, Kompromisse ausdiskutieren, Eigenheiten des anderen hinnehmen, tagelanges Schweigen ertragen, seine doofen Freunde, Fernseh-Fußball-Nachmittage (ich gleite in Klischees ab...). Dass da manch eine/r keine Böcke drauf hat, kann ich verstehen.

    Ich glaube auch, dass sich das mit dem Alter verstärkt. So ab 30 fängt man erst wirklich an, sich selbst zu finden (manche früher, manche später). Und dabei entdeckt man Seiten an sich, die man nicht mehr missen oder ändern will. Es wird dann manchmal schwierig, da noch jemanden "reinzulassen". Oder man hat vielleicht auch gar nicht die Lust, jemand anderen wirklich tief kennenzulernen und sich auch mit den schlechten Seiten zu befassen - vielleicht, weil man gerade sehr mit sich selbst beschäftigt ist.

    Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber: Es kann sehr schön sein, jemanden zu treffen, der sich gefunden hat. Der keine Spielchen mehr spielen muss und ehrlich zu sich und dir ist. Wenn da die Zähne (hm, ich denke jetzt an Zahnräder ) noch zum Großteil zusammenpassen - voilá!

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    AW: War noch nie verliebt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was verstehst du nicht? Bist du nicht sicher, ob du das Zitat richtig verstanden hast, oder wie es sich anfühlt, jemanden in sein Leben zu lassen?
    Ich verstehe nicht ganz, wie es sich anfühlt, das Bedürfnis zu spüren, mit jemandem sein Leben teilen zu wollen. Ist das Bedürfnis generell existent oder von einem Mann abhängig?

    Ansonsten.... der Rest! Wunderbar realistisch geschrieben

  7. Inaktiver User

    AW: War noch nie verliebt

    Danke.

    Tja, wie sich das Bedürfnis anfühlt, mit jemandem sein Leben teilen zu wollen, kann ich dir gar nicht sagen, weil bei mir der Mann schon da war, bevor das Bedürfnis erwachen konnte .

    Meistens fliegt einem der Mann zu, wenn man am wenigstens damit rechnet (und vielleicht auch im Moment gar keinen Mann will). Dann isser plötzlich da und geht nicht mehr weg und du denkst dir: Naja, wenn er schonmal da ist, dann kann er auch bleiben... Und auf einmal vermisst du ihn, wenn er zum Bäcker geht.

    Insofern ist es BEI MIR vom Mann abhängig. Hätte ich keinen an meiner Seite, könnte ich wohl auch gut ohne.

    Manch eine Frau kann nicht ohne Mann. Da ist es dann auch ein bißchen egal, wer es ist (= also eher existentes Gefühl).

    Ich glaube, das differiert. Möglicherweise hängt es bei dir auch vom Mann ab und er ist noch nicht vorbeigekommen?

  8. Inaktiver User

    AW: War noch nie verliebt

    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht ganz, wie es sich anfühlt, das Bedürfnis zu spüren, mit jemandem sein Leben teilen zu wollen. Ist das Bedürfnis generell existent oder von einem Mann abhängig?
    Ich kann mich leider nicht mehr so genau erinnern wie es am Anfang war. Ich bin schon immer neugierig gewesen und habe in meiner Jugend alles probieren wollen. Hier ein bischen Knutschen, wieder mit einem anderen Händchen halten und dann alles weitere probiert.

    Dann kam der Tag an dem ich zu Hause bei meinen Eltern ausziehen wollte. Ich wollte frei sein, wieder etwas Neues ausprobieren. Ich war damals 6 Monate mit meinem Freund zusammen und er sagte: "Dann ziehe ich auch zu Hause aus, die Gelegenheit ist günstig."

    Wir haben dann 7 Jahre zusammen gelebt bis wir uns getrennt haben. Die Beziehung habe ich als überaus positiv in Erinnerung und vorallem das Zusammenleben mit ihm. Ich kann nicht mehr genau sagen, ob das Bedürfnis mein Leben zu teilen vorher schon da war, aber wenn, dann ist es durch diese positive Erfahrung auf alle Fälle verstärkt worden.

    Heute ist das Wissen wieder mein Leben mit jemandem teilen zu wollen generell existent, aber das Gefühl kommt erst, wenn der "Richtige" da ist.

    Ja, ich habe einen supertollen Familienverbund und langjährige Freundschaften, die mir Geborgenheit geben und wo ich Liebe spüre
    Vielleicht ist dies der Grund. Wenn man satt ist, dann ißt man doch auch nicht mehr. Solltest Du wirklich glücklich und zufrieden sein, Dich geborgen und geliebt fühlen, dann fehlt Dir nichts.

    In etwa so, wie jemand der glücklich in einer Beziehung lebt, der sucht ja auch niemanden.

  9. Inaktiver User

    AW: War noch nie verliebt

    Ich bin ja immer wieder verdutzt. Ich frage mich die ganze Zeit, warum man dann mit einem Menschen zusammen ist, wenn man sich nicht verliebt. Ich weiß, Du hast es beschrieben. Aber ich kapiere es nicht. Das ist meiner Welt so fremd. Und ich glaube, Worte können das auch nicht überbrücken. Und vielleicht ist das dann auch umgekehrt. Vielleicht kann Dir niemand wirklich erklären, wie es ist, verliebt zu sein, weil Du es nicht spürst.

    Ob es ein Defizit ist? Ich weiß es nicht. Wenn ich zurückschaue macht verliebt sein unter Umständen ganz schön viel Ärger. Allerdings, hätte ich die Wahl, diese Fähigkeit (?) abzugeben, ich würde es nicht wollen. Weil es einfach auch sehr schön sein kann ...

  10. User Info Menu

    AW: War noch nie verliebt

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube, das differiert. Möglicherweise hängt es bei dir auch vom Mann ab und er ist noch nicht vorbeigekommen?
    Das wäre die einfachste Erklärung Magst du das bitte meiner Mutter so erklären, sie unterstellt mir nämlich schon psychische Störungen (ist nicht bös gemeint, ich nehm es ihr nicht übel, sie sorgt sich nur).



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann kam der Tag an dem ich zu Hause bei meinen Eltern ausziehen wollte. Ich wollte frei sein, wieder etwas Neues ausprobieren. Ich war damals 6 Monate mit meinem Freund zusammen und er sagte: "Dann ziehe ich auch zu Hause aus, die Gelegenheit ist günstig."
    Der Wunsch nach Freiheit, wenn man bei den Eltern auszieht und dann mit dem Freund zusammenziehen, passt für mich persönlich nicht ganz zusammen. Das hätte für mich nichts mit neugewonnener Freiheit zu tun gehabt. Diesbezüglich haben wir ein anderes Empfinden von Freiheit


    Vielleicht ist dies der Grund. Wenn man satt ist, dann ißt man doch auch nicht mehr. Solltest Du wirklich glücklich und zufrieden sein, Dich geborgen und geliebt fühlen, dann fehlt Dir nichts.
    Weiss ich nicht so recht. Das würde eigentlich dem widersprechen, was in der Literatur propagiert wird. "Liebe dich selbst und es ist egal, wenn du heiratest".

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