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    AW: War noch nie verliebt

    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Ich hatte mal eine Affäre mit einem gebundenen Mann. Der war Anfang 30. Ich denke nicht, dass Affären überwiegend bei Männern ab 40 vorkommen.
    So habe ich es auch nicht gemeint, natürlich kommen Affairen in jedem Alter vor. Aber unter den soliden Männern kommen Affairen sicher seltener vor, wenn dann eher im höheren Alter, wenn sie merken, dass sie doch so Einiges verpasst haben.



    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Wenn dich dich richtig verstehe, unterscheidest du zwischen zwei Typen von Menschen. Die,
    - die mit beiden Beinen im Leben stehen, Familie haben und sich was aufbauen und
    - die, die offen und experimentierfreudig sind
    Das ist natürlich eine grobe Unterteilung, aber so tendenziell stimmt sie doch. Das fängt ja schon mit der Wahl des Studienfachs an, studiert man was Sicheres oder z.B. sowas wie Kunst. Der Kunststudent ist offener und experimentierfreudiger als ein Jurastudent.

    Und im Privatleben ist es ähnlich: der eine heiratet seine zweite oder dritte Freundin, und der andere lebt in serieller Monogamie, d.h. er hat etliche Affairen und kürzere Beziehungen hintereinander.

    Ich denke, der zweite Menschentyp hadert naturgemäß mehr mit dem Leben. Das ist eine Eigenschaft, die sich stört, aber verwunderlich ist es nicht, dass du eher mit solchen Männern Affairen hast.

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    AW: War noch nie verliebt

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    So habe ich es auch nicht gemeint, natürlich kommen Affairen in jedem Alter vor. Aber unter den soliden Männern kommen Affairen sicher seltener vor, wenn dann eher im höheren Alter, wenn sie merken, dass sie doch so Einiges verpasst haben.

    Das ist natürlich eine grobe Unterteilung, aber so tendenziell stimmt sie doch. Das fängt ja schon mit der Wahl des Studienfachs an, studiert man was Sicheres oder z.B. sowas wie Kunst. Der Kunststudent ist offener und experimentierfreudiger als ein Jurastudent.

    Und im Privatleben ist es ähnlich: der eine heiratet seine zweite oder dritte Freundin, und der andere lebt in serieller Monogamie, d.h. er hat etliche Affairen und kürzere Beziehungen hintereinander.
    Die Auswahl des Studienfaches ist sicherlich ein Hinweis darauf, wie solide man sein Leben gestalten möchte. Ein Betriebswirtschaftler möchte sich gerne finanziell versorgt wissen, während es einem Kunststudenten eher um andere Werte geht. Aber auch das trifft nicht auf alle zu. Und es lässt meines Erachtens auch nicht auf die gelebte Sexualität schließen. Der vergebene Mann, mit dem ich eine Affäre hatte, war z.B. grundsolide. Eine anständige Ausbildung, eine nette Freundin. Dennoch wollte er ab und an aus diesem soliden Gefüge ausbrechen. Oftmals mag ich gar nicht hinter manche Fassade schauen, von der man meint, sie sei grundsolide.

    Ein Künstler widerrum, der nur so in den Tag hineinlebt, kann in seiner gelebten Sexualität sehr solide sein.

    Ich denke, der zweite Menschentyp hadert naturgemäß mehr mit dem Leben. Das ist eine Eigenschaft, die sich stört, aber verwunderlich ist es nicht, dass du eher mit solchen Männern Affairen hast.
    Ich selbst bin beruflich und privat ein grundsolider Mensch, dennoch lebe ich Sexualität unsolide. Im Grunde genommen stehe ich mit beiden Beinen fest im Leben. Vielleicht zieht diese Konstellation Männer an, die mit sich selbst hadern. Egal, ob es der Betriebswissenschaftler oder der Künstler ist.

    Wie ist das mit dem fürsorglichen Ehegatten, der seine Frau und seine Kinder über alles liebt und täglich sein Geld als Bankkaufmann nach Hause bringt? Nie, nie, nie würde man denken, dass er betrügt und irgendwann kommt eine lang Affäre ans Licht. Der Schein trügt. Oftmals ticken Menschen ganz anders, als wir vermuten! Und oftmals sehen wir auch nur das, was wir sehen wollen!
    Geändert von Verliebtsein (14.07.2011 um 21:38 Uhr)

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    AW: War noch nie verliebt

    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Die Auswahl des Studienfaches ist sicherlich ein Hinweis darauf, wie solide man sein Leben gestalten möchte. Ein Betriebswirtschaftler möchte sich gerne finanziell versorgt wissen, während es einem Kunststudenten eher um andere Werte geht. Aber auch das trifft nicht auf alle zu. Und es lässt meines Erachtens auch nicht auf die gelebte Sexualität schließen. Der vergebene Mann, mit dem ich eine Affäre hatte, war z.B. grundsolide. Eine anständige Ausbildung, eine nette Freundin. Dennoch wollte er ab und an aus diesem soliden Gefüge ausbrechen. Oftmals mag ich gar nicht hinter manche Fassade schauen, von der man meint, sie sei grundsolide.
    Ein Künstler widerrum, der nur so in den Tag hineinlebt, kann in seiner gelebten Sexualität sehr solide sein.
    Das stimmt schon, ganz so schwarz/weiß ist es auch nicht. Hast du den vergebenen Mann eigentlich insgeheim dafür verachtet, dass er seine Partnerin mit dir betrügt? Es klingt ein wenig so. Er war ja nach deiner Beschreibung grundsolide, aber eben nur scheinbar. Du sprichst von Fassade. Hat ihn dieser Charakterzug für dich unattraktiv gemacht?


    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Ich selbst bin beruflich und privat ein grundsolider Mensch, dennoch lebe ich Sexualität unsolide. Im Grunde genommen stehe ich mit beiden Beinen fest im Leben. Vielleicht zieht diese Konstellation Männer an, die mit sich selbst hadern. Egal, ob es der Betriebswissenschaftler oder der Künstler ist.
    Du bist in der Sexualität unsolide, weil du noch nicht den Richtigen gefunden hast. Wenn du den Richtigen hättest, würdest du deine Affairen aufgeben, oder?

    Das kann sein, dass du die Männer anziehst, die mit sich hadern, weil du eine stabile Persönlichkeit bist. Sie suchen in dir dann sowas wie den Fels in der Brandung? Aber du willst eigentlich einen Partner, der ähnlich ist wie du?

    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Wie ist das mit dem fürsorglichen Ehegatten, der seine Frau und seine Kinder über alles liebt und täglich sein Geld als Bankkaufmann nach Hause bringt? Nie, nie, nie würde man denken, dass er betrügt und irgendwann kommt eine lang Affäre ans Licht. Der Schein trügt. Oftmals ticken Menschen ganz anders, als wir vermuten! Und oftmals sehen wir auch nur das, was wir sehen wollen!
    Das stimmt schon, das Leben ist nicht so eindimensional. Was ich noch nicht verstanden habe: einerseits hast du viel Verständnis für die fremdgehenden Männer, ihr Leben wäre ja sonst sehr spaßlos. Andererseits glaube ich aber, dass du dich nach einem solideren Leben auch in der Sexualität sehnst, weil dir das einfach mehr entspricht.

    Was mir außerdem noch einfällt, du schreibst, du seist eine stabile Persönlichkeit. Aus meiner Erfahrung hab ich den Eindruck, dass psychische Stabilität fürs Verlieben eher abträglich ist. Wenn die Beziehung dann mal läuft, ist es gut, wenn man in sich gefestigt ist. Davon profitiert die Beziehung. Aber fürs anfängliche Verlieben, ist es besser, wenn man auch schwach sein kann. Die stabilen Menschen können sehr zufrieden durchs Leben gehen, aber verlieben tun sie sich seltener als die eher "schwachen" Naturen. Vielleicht liegt das daran, dass die "schwachen" Naturen stärker an die Ursprungserfahrung anknüpfen können, die darin besteht, dass wir als Kind völlig machtlos und abhängig von unseren Eltern waren und uns die Liebe unserer Eltern imaginativ aneignen mussten um uns besser zu fühlen. Das Kind verliebt sich ja quasi auch in seine Eltern und aus dieser Fähigkeit entspringt später die Erwachsenenliebe.
    Geändert von Ditha (15.07.2011 um 19:35 Uhr)

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    AW: War noch nie verliebt

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    Hast du den vergebenen Mann eigentlich insgeheim dafür verachtet, dass er seine Partnerin mit dir betrügt? Es klingt ein wenig so. Er war ja nach deiner Beschreibung grundsolide, aber eben nur scheinbar. Du sprichst von Fassade. Hat ihn dieser Charakterzug für dich unattraktiv gemacht?
    Nein, ich habe ihn nicht dafür verachtet, dass er seine Freundin mit mir betrügt. Ich habe ihn als Person sehr geschätzt. Ich verachte niemanden, der betrügt, dafür gibt es Gründe, welcher Art sie auch sein mögen. Er war mit der Situation auch nie ganz zufrieden aber ohne mich, war er dann auch nicht zufrieden. Er tat mir leid, ein Zerrissener zwischen zwei Welten. Er wollte alles und dieser Spagat hat ihm zu schaffen gemacht.

    Wenn du den Richtigen hättest, würdest du deine Affairen aufgeben, oder?
    Puh, daran habe ich schon oft gedacht, wie das dann wäre. Ich weiß es nicht. Mein Leben ist mittlerweile eingeschliffen. Ich würde es schon vermissen und ich müsste mit dem Verstand eine Entscheidung treffen, mein Gefühl und mein Bedürfnis würden mich trügen.

    Das kann sein, dass du die Männer anziehst, die mit sich hadern, weil du eine stabile Persönlichkeit bist. Sie suchen in dir dann sowas wie den Fels in der Brandung? Aber du willst eigentlich einen Partner, der ähnlich ist wie du?
    Ich möchte auf Dauer kein Fels in der Brandung sein. Das ist unausgewogen und für mich nicht erotisch genug. Ich selbst finde mich eigentlich auch gar nie so stabil, das hört sich so super selbstbewusst an. Ich empfinde es auch gar nie so, ich merke es nur manchmal im Vergleich. Manche Dinge verstehe ich einfach nicht. Ich verstehe nicht, wie manche Situationen einen so aus der Bahn werfen. Eine Freundin von mir ist kürzlich arbeitslos geworden. Eine schlimme Sache aber es gibt weitaus Schlimmeres. Davon geht die Welt nicht unter! Ich habe vollstes Verständnis aber ich kann's für mich nicht nachvollziehen, weil ich ganz anders denke. Dafür hasse ich mich manchmal, ich komme mir dann so eiskalt mir selbst gegenüber vor, nicht gegenüber anderen.

    Andererseits glaube ich aber, dass du dich nach einem solideren Leben auch in der Sexualität sehnst, weil dir das einfach mehr entspricht.
    Vielleicht. Ob solide Sexualität mir mehr entspricht, kann ich nicht beurteilen aber die Sehnsucht ist da, es mal zu erleben. Das ist schon richtig aber vielleicht bin ich für diese tiefen Emotionen, die eine solide Sexualität einherbringen, gar nicht fähig?

    Was mir außerdem noch einfällt, du schreibst, du seist eine stabile Persönlichkeit. Aus meiner Erfahrung hab ich den Eindruck, dass psychische Stabilität fürs Verlieben eher abträglich ist.
    Ich denke, man kann stabil sein aber dennoch emotional.

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    AW: War noch nie verliebt

    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Ich möchte auf Dauer kein Fels in der Brandung sein. Das ist unausgewogen und für mich nicht erotisch genug. Ich selbst finde mich eigentlich auch gar nie so stabil, das hört sich so super selbstbewusst an. Ich empfinde es auch gar nie so, ich merke es nur manchmal im Vergleich. Manche Dinge verstehe ich einfach nicht. Ich verstehe nicht, wie manche Situationen einen so aus der Bahn werfen. Eine Freundin von mir ist kürzlich arbeitslos geworden. Eine schlimme Sache aber es gibt weitaus Schlimmeres. Davon geht die Welt nicht unter! Ich habe vollstes Verständnis aber ich kann's für mich nicht nachvollziehen, weil ich ganz anders denke. Dafür hasse ich mich manchmal, ich komme mir dann so eiskalt mir selbst gegenüber vor, nicht gegenüber anderen.
    Ach, das finde ich schon gut, dass dich Arbeitslosigkeit nicht aus der Bahn werfen würde. Das ist ja meistens nicht selbst verschuldet, sondern liegt am Arbeitsmarkt. Und da ist es gut, wenn man das eigene Selbstwertgefühl nicht von den Launen des Arbeitsmarkts abhängig macht.



    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Vielleicht. Ob solide Sexualität mir mehr entspricht, kann ich nicht beurteilen aber die Sehnsucht ist da, es mal zu erleben. Das ist schon richtig aber vielleicht bin ich für diese tiefen Emotionen, die eine solide Sexualität einherbringen, gar nicht fähig?
    In einer Langzeitbezeihung verändert sich der Sex im Laufe der Jahre. Ob er wirklich tiefer wird, weiß ich nicht. Die meisten sagen ja, er flacht mit der Zeit ab. Am intensivsten sind sicher die ersten Jahre, wenn man noch richtig verliebt ist. Aber das ist ja gerade dein Problem, du verliebst dich nicht und kommst deshalb gar nicht an den Punkt, eine längere Beziehung mit ihren verschiedenen Phasen zu durchleben.

    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Ich denke, man kann stabil sein aber dennoch emotional.
    Ja, sicher, aber es reicht nicht, nur emotional zu sein, um sich zu verlieben. Es kommt ja auch drauf an, welche Emotionen du hast.

    Die Frage ist, woher kommt überhaupt die Motivation, sich zu verlieben?

    Ich glaube, dass man sich immer dann verliebt, wenn ein Entwicklungsschritt ansteht und man verliebt sich in denjenigen, mit dem man diesen Entwicklungsschritt am besten machen kann.

    Wenn man z.B. extrem schüchtern ist und darunter leidet, verliebt man sich wahrscheinlich in jemanden, der einem die Schüchternheit auf liebevolle Art austreibt, einfach durch seine Art ohne Erziehungsabsicht. Er schleppt einen mit auf Parties und plötzlich kann man es auch, mit anderen smalltalken ... verstehst du was ich meine?

    Das Ganze darf aber nicht einseitig sein, der andere muss ebenso seinen Entwicklungsschritt machen, zum Beispiel lernt er geduldiger und sensibler zu werden.

    "Wie ein Liebespaar entsteht: Beide müssen, zusammen, etwas meistern." Diesen Satz habe ich mal gelesen und ich fand ihn treffend.

    In den alten Mythen wird die Schwierigkeit, die es zu meistern gibt, oft durch einen Drachen symbolisiert. Der Drachen muss getötet werden, dann wird aus Mann und Frau ein Paar. Leider ist in den Mythen nur der Mann der Aktive (er muss den Drachen töten), die Rolle der Frau beschränkt sich auf jahrelanges Warten. Das muss man so nicht übernehmen, aber der Grundgedanke ist, glaube ich, schon bedenkenswert.

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    AW: War noch nie verliebt

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    In einer Langzeitbezeihung verändert sich der Sex im Laufe der Jahre. Ob er wirklich tiefer wird, weiß ich nicht. Die meisten sagen ja, er flacht mit der Zeit ab. Am intensivsten sind sicher die ersten Jahre, wenn man noch richtig verliebt ist. Aber das ist ja gerade dein Problem, du verliebst dich nicht und kommst deshalb gar nicht an den Punkt, eine längere Beziehung mit ihren verschiedenen Phasen zu durchleben.
    So ist es. Aber dennoch kann ich guten Sex haben.

    Die Frage ist, woher kommt überhaupt die Motivation, sich zu verlieben? Ich glaube, dass man sich immer dann verliebt, wenn ein Entwicklungsschritt ansteht und man verliebt sich in denjenigen, mit dem man diesen Entwicklungsschritt am besten machen kann.
    Ich weiß nicht so recht. Ich sehe das irgendwie etwas nüchterner. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Motivation, sich ineinander zu verlieben, der ist, das man gerne schöne Momente mit einem Menschen haben möchte, nicht alleine durchs Leben gehen will und vorderrangig regelmässigen Sex haben. Letzteres ist für mich vorderrangig der Punkt, warum sich Paare bilden. Wenn man diesen Wunsch nach Sexualität nicht hätte, bräuchte man ja keinen Partner.

    Wenn man z.B. extrem schüchtern ist und darunter leidet, verliebt man sich wahrscheinlich in jemanden, der einem die Schüchternheit auf liebevolle Art austreibt, einfach durch seine Art ohne Erziehungsabsicht. Er schleppt einen mit auf Parties und plötzlich kann man es auch, mit anderen smalltalken ... verstehst du was ich meine?
    Nein, das verstehe ich nicht so ganz. Wenn ich schüchtern bin und damit Probleme habe, dann versuche ich selber an mir zu arbeiten und diese auszutreiben. Dafür brauche ich doch keinen anderen Menschen?

    Du meinst, man verliebt sich in einen Menschen, weil er die Charaktereigenschaft hat, die man gerne haben möchte? Ich dachte immer, gleich und gleich gesellt sich gerne. So wäre das bei mir der Fall. Ich fühlte mich schon immer mit den Menschen am wohlsten, die ähnlich wie ich sind. Andersartigkeit tut mir nicht gut, nicht auf Dauer! Ich denke da so ein bisschen an den Seelenverwandten, das wäre schön!
    Geändert von Verliebtsein (19.07.2011 um 19:20 Uhr)

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    AW: War noch nie verliebt

    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht so recht. Ich sehe das irgendwie etwas nüchterner. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Motivation, sich ineinander zu verlieben, der ist, das man gerne schöne Momente mit einem Menschen haben möchte
    Das mit den schönen Erlebnissen sehe ich absolut genauso .


    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    nicht alleine durchs Leben gehen will und vorderrangig regelmässigen Sex haben. Letzteres ist für mich vorderrangig der Punkt, warum sich Paare bilden. Wenn man diesen Wunsch nach Sexualität nicht hätte, bräuchte man ja keinen Partner.
    Um nicht alleine durchs Leben zu gehen, muss man sich nicht unbedingt verlieben, es genügt ein Partner, mit dem man sich gut versteht. Und Sex kann man auch ohne Verliebtsein haben, das weißt du doch am besten, du lebst das ja so in deinen Affairen.

    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Nein, das verstehe ich nicht so ganz. Wenn ich schüchtern bin und damit Probleme habe, dann versuche ich selber an mir zu arbeiten und diese auszutreiben. Dafür brauche ich doch keinen anderen Menschen?
    Das schafft man aber nicht immer alleine. Es ist ein komisches Ideal unserer Zeit, dass man erstmal alleine an sich arbeiten muss um beziehungsfähig zu werden und erst dann ist man reif genug um eine "erwachsene" Beziehung einzugehen. Da glaub ich nicht so dran, man darf sich ruhig mit seinen Fehlern in eine Beziehung begeben und manchmal werden sie sogar in und durch die Bezeihung "geheilt".

    Ich gebe aber zu, dass meine Theorie, dass man sich verliebt, um sich persönlich weiterzuentwickeln (also dass das die Motivation fürs Verlieben ist), eine psychologische Erklärung ist, die nicht jedermanns Sache ist. Tatsache ist, die Wissenschaft hat noch keine richtige Erklärung gefunden, warum es Verliebtsein überhaupt gibt, weder eine psychologische, noch eine biologische. Das Verliebtsein kostet das Gehirn ja unglaublich viel Energie und um soviel Energie aufzubringen braucht es starke Motivation. Aber worin besteht diese Motivation, warum gibt es Verliebtsein überhaupt? Das ist alles rätselhaft.

    Zitat Zitat von Verliebtsein Beitrag anzeigen
    Du meinst, man verliebt sich in einen Menschen, weil er die Charaktereigenschaft hat, die man gerne haben möchte? Ich dachte immer, gleich und gleich gesellt sich gerne. So wäre das bei mir der Fall. Ich fühlte mich schon immer mit den Menschen am wohlsten, die ähnlich wie ich sind. Andersartigkeit tut mir nicht gut, nicht auf Dauer! Ich denke da so ein bisschen an den Seelenverwandten, das wäre schön!
    Seelenverwandschaft ist toll, aber irgendeinen Stachel braucht die Liebe schon, um die notwendige Energie aufzubringen. Früher waren es mehr die äußeren Hindernisse, die überwunden werden müssen, z.B. bei Romeo und Julia, heute sind es eher die inneren Hindernisse, aber das geht dann natürlich mehr ins Psychologische.

    Aber vielleicht liege ich auch komplett falsch mit meinen Überlegungen.

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