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  1. Inaktiver User

    AW: Panik beim Kennen lernen?

    Mal ganz was anderes. Und ich habe nicht alle Beiträge gelesen.

    Aber findest Du denn, Panik ist eine angemessene Art, in der entsprechenden Situation auf deine Befürchtungen zu reagieren?
    Du schreibst irgendwo, Du überlegst, ob dich die Panik davor bewahrt, dich dem Falschen zu öffnen. Ist das nicht ein Versuch, einem übersteigerten Gefühl eine Legitimation zuzusprechen?

    Ich glaube viel eher, hier ist eine unverhältnismäßige Angst am Werk. Stichwort: Soziale Phobie. Die dafür sorgt, daß Du dich mit Dir und deinem Gefühl befassen musst und der eigentlichen Situation nicht mehr die ihr gebührende Aufmerksamkeit widmen kannst. Die Selbstbetrachtung blockiert dein "Da"sein.

    Insofern würde ich eher sagen, deine Panik bewahrt Dich davor, überhaupt jemanden kennenzulernen. Unabhängig, ob richtig oder falsch. Und mal ehrlich, gelassen ist man doch da am leichtesten, wo es einem nix bedeutet.

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    AW: Panik beim Kennen lernen?

    Hallo Uli_F,

    nein, rational betrachtet denke ich natürlich NICHT, dass die Panik eine angemessene Reaktion auf meine Befürchtungen ist. Ich weiß, dass es völlig übertrieben ist dermaßen übersteigert zu reagieren, denn kein normaler Mann wird mich bei einem harmlosen Treffen dazu knebeln mit ihm zusammenzusein.

    Was Du schreibst vonwegen, dass ich mich nur noch mit mir und meinem Gefühl befassen kann und nicht mehr mit dem eigentlichen Geschehen trifft es haargenau! Meinst Du, das läuft tatsächlich unter „soziale Phobie“? In anderen Situationen (also kein Kennenlernen, das auf „Beziehung“ gemünzt ist), bin ich durchaus gesellig, offen und habe keine Probleme, Kontakte zu anderen zu knüpfen bzw. zu pflegen.

    Das mit der sozialen Phobie macht mich schon nachdenklich, zumal die Panik für mich ein Ausmaß annimmt, das mir schon zu denken gibt, ob das noch im normalen Rahmen liegt bzw. ob ich mir da Hilfe suchen sollte...

    Liebe Grüße vom
    Wassernixlein

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    AW: Panik beim Kennen lernen?

    ... achso, vielleicht noch ein Nachtrag zum Thema "Hilfe suchen" ... ich hatte das Thema vor einigen Jahren schon mal bei einem Psychologen angesprochen, der sich aber hartnäckig geweigert hat, die "Kennenlern-Panik" als "Problem" zu sehen sondern mehrmals behauptet hat, es wäre eben mein Naturell vorsichtig zu sein und einen Mann genau zu prüfen, bevor ich mich auf ihn einlasse. Und dass das völlig ok wäre.

    Ich habe schon damals etwas daran gezweifelt dachte aber, dass der Fachmann wohl schon wissen wird, wovon er spricht.

    Liebe Grüße vom
    Wassernixlein

  4. Inaktiver User

    AW: Panik beim Kennen lernen?

    Nun, ich bin natürlich nicht vom Fach. Aber sicher ist ja, daß in dieser Situation etwas abläuft, was sozusagen überschießt und es behindert dich doch in deinem Leben, oder? Soziale Phobie ist vielleicht auch etwas extrem ausgedrückt, vielleicht trifft es soziale Angst, also nicht im pathologischen Sinne, mehr. Allerdings verstehe ich nicht, dass ein Psychologe eine panische Reaktion als Naturell einstuft ... Und Vorsicht ist ja was anderes, als Angst zu bekommen.
    Ich habe mal gelesen, dass diese Ängste auch körperliche Reaktionen auslösen, wenn es schlimm wird. Zittern, schwitzen und ich weiß jetzt nicht mehr genau, was noch.

    Jedenfalls würde ich bei dem Thema mal ansetzen.

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    AW: Panik beim Kennen lernen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Insofern würde ich eher sagen, deine Panik bewahrt Dich davor, überhaupt jemanden kennenzulernen. Unabhängig, ob richtig oder falsch. Und mal ehrlich, gelassen ist man doch da am leichtesten, wo es einem nix bedeutet.

    Äh. Genauso ist es bei mir. Und ich muss 35 Jahre alt werden und Deinen Beitrag lesen, Uli_F, um mir dessen bewusst zu werden. Oh je.

    Wassernixlein, Panik beim Kennenlernen kenne ich nur allzu gut, und kann Deine Angst vor Kontrollverlust sehr gut nachvollziehen. Bei mir kommt die Panik immer nur dann, wenn ich den Kerl wirklich mag und befürchte, mich in ihn verlieben zu können. Dann beiß ich ihn weg und breche das Kennenlernen ab mit dem Erfolg, dass ich - wenn überhaupt - nur Beziehungen mit Männern eingehe, die mir eigentlich nix bedeuten. In den Beziehungen bin ich natürlich nicht glücklich, er natürlich auch nicht, darum fahren die Geschichten auch früher oder später vor die Wand.

    Darum single ich mich durchs Leben und schwärme lieber wie eine 14jährige irgendwelche "Posterboys" (okay, keine aus der Bravo, sondern schon echte Männer) an, von denen ich genau weiß, dass es niemals was werden wird (weil sie glücklich anderweitig vergeben sind / mein Chef, Prof, Lehrer, Kollege sind/ gerade dabei sind, nach Afghanistan (oder so) umzuziehen usw.).

    Ich bin irgendwie davon überzeugt, sobald ich mich auf jemanden einlasse, den ich wirklich mag, "hat er mich in der Hand" und wird mich früher oder später ganz böse verletzen, so sehr, dass ich nicht mehr (oder nur sehr schwer) wieder auf die Beine komme. Also lass ich's lieber gleich.

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    AW: Panik beim Kennen lernen?

    Liebe Tentakel und alle anderen,

    ach, das "Wegbeißen", sobald man merkt, der andere hat Interesse, kenne ich ja leider nur zu gut Und das Schlimme (oder schon wieder Gute, weil ich es ja jetzt immerhin erkenne?) ist, dass ich ganz lang gedacht habe, "mich mag bzw. will halt keiner". Erst langsam wird mir bewusst, wie abweisend und desinteressiert ich schon auf so einige Männer gewirkt haben muss und dass sie sich vermutlich oft deshalb von mir abgewendet haben.

    Der "aktuelle" Mann hat mir ja auch geantwortet, dass er sich ziemlich sicher war, dass ich kein Interesse habe, ihn weiter kennen zu lernen. Und die Traurige an der Sache ist ja, dass ich genau dann blöd und kalt werde, wenn der Mann mir wichtig zu werden beginnt Bei den Männern, die mir nicht "gefährlich" werden können, habe ich ja kein Problem, offen, entspannt und lustig zu sein.

    Ich frage mich tatsächlich, wie ich es schaffe aus diesem "Teufelskreis" auszubrechen. Ich würde die Panik ja nur zu gerne abstellen. Und ich versuche schon immer mir zu sagen "es kann überhaupt nichts passieren, Du kannst jederzeit "aussteigen" bzw. nein sagen", wenn ich wieder in Panik gerate. Aber dieses Gefühl ist so übermächtig, dass es mich wie ein wildes Tier überfällt und ich in dem Moment überzeugt bin, dass genau dieser EINE Mann bestimmt nichts für mich ist und ich mich auf den nächsten, "richtigen" Mann, der mir wirklich gefällt, dann sicher begeistert werde einlassen können.

    Nur: ich glaube dieser Mann kommt nie bzw. er kommt vielleicht schon aber dann verscheue ich ihn bestimmt

    In meinem "normalen" Leben würde mir das bestimmt niemand anmerken, gegenüber Kollegen etc. bin ich sehr kontaktfreudig, auch recht beliebt, es fällt mir leicht, auf Leute zuzugehen, alles kein Problem. Nur dieses blöde Kennenlern-Thema. Ganz schlimm

    Lieben Gruß vom
    Wassernixlein

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    AW: Panik beim Kennen lernen?

    Liebe/r Uli_F,

    Du hattest etwas von körperlichen Symptomen geschrieben ... das habe ich auch schon Wenn ich in einer "Kennenlern-Panik-Attacke" drin bin, habe ich schon den ganzen Tag vor dem Treffen Magenschmerzen, Herzrasen, oft auch Durchfall und kriege keinen Bissen runter. An schlechten Tagen kann ich dann auch nicht schlafen und kann nur noch daran denken, dass der Mann mir nicht "zu schnell zu nahe" kommt Auch nach dem Treffen kann das noch einen halben oder sogar einen ganzen Tag andauern, je nachdem wie sehr es mich mal wieder "aufgewühlt" hat... Ich kriege mich dann auch kaum beruhigt, bin in einer ganz seltsamen angespannten Stimmung (atme z. B. auch ganz flach), so als würde jeden Moment etwas geschehen.

    Das ist aber nicht immer so, es gibt auch Treffen, da bin ich zwar auch ein bißchen aufgeregt und angespannt aber noch "im Rahmen" bzw. so, dass es ok für mich ist, damit umzugehen. Nur manchmal (wie im aktuellen Fall) wird es wirklich extrem. Woran das liegt habe ich noch nicht rausgefunden. Vielleicht wirklich dann, wenn mir ein Mann "gefährlich" werden könnte, genau konnte ich das noch nicht ausmachen, weil ich in der Situation - wie von Dir völlig richtig beschrieben - ja nur noch mit mir selbst und überhaupt nicht mehr mit dem Geschehen beschäftigt bin und manchmal das Gefühl habe, dass ich einfach gar nichts mehr "fühle", einfach völlig leer und panisch bin

    Viele Grüße vom
    Wassernixlein

  8. Inaktiver User

    AW: Panik beim Kennen lernen?

    Zitat Zitat von wassernixlein Beitrag anzeigen
    Nur dieses blöde Kennenlern-Thema. Ganz schlimm
    Das ist es nicht, "nur" ein Symptom. Versuch, den Vorhang zu heben und hinter die Kulissen zu schauen. Wann hast du die Gefühle unter der Panik schon einmal gehabt? Oder wenn du daran denkst, welche äußeren Umstände fallen dir dazu ein? Manchmal ist es leichter, sich an Gefühle zu erinnern als an echte Begebenheiten.

  9. Inaktiver User

    AW: Panik beim Kennen lernen?

    Hallo Wassernixlein,

    ich kenne das von mir auch, dass ich Probleme hatte auf jemand zuzugehen oder ab einem bestimmten Punkt einen Rückzieher gemacht habe, vor allem wenn sie mir wirklich gefiel.
    Ich habe eine Weile gebraucht um zu erkennen, das es nicht die Angst vor Zurückweisung war oder die, einen Korb zu bekommen, sondern eher die, dass es klappt.

    Manchmal ist man vielleicht einfach noch nicht so weit ...

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    AW: Panik beim Kennen lernen?

    Uli_F,

    Deine Fragen beeindrucken mich wirklich sehr

    Ich habe gerade darüber nachgedacht und ja, ich kenne das Gefühl auch aus anderen Situationen (auch wenn die schon einige Zeit zurückliegen). Und zwar waren das Situationen, in denen ich das Gefühl hatte, argwöhnisch bzw. geringschätzig begutachtet bzw. geprüft zu werden. Es war das Gefühl "nicht gut genug" zu sein (hatte aber nichts mit einer Liebesbeziehung zu tun) bzw. von meinem Gegenüber als "minderwertig" abgewertet zu werden (einmal hatte das mit einem körperlichen Makel zu tun, nichts offensichtliches aber doch vorhanden, der mir von meiner Großmutter vorwurfsvoll "vorgeworfen" wurde, obwohl es eine gesundheitliche Geschichte ist, die ich nicht ändern kann, das andere Mal war, als ich noch ganz jung und schüchtern neu im Beruf war und vor einem Chef bestehen musste, der quasi nach Fehlern an mir "gesucht" hat....)

    Da hatte ich genau die gleichen körperlichen Symptome und habe mich genauso unwohl gefühlt und hatte diesen "ich muss hier raus aus dieser unerträglichen Situation"-Gedanken. Natürlich habe ich mich das damals aber nicht getraut und habe es stumm "erduldet" mit dem Gedanken, dass es nur noch schlimmer wird, wenn ich "aufbegehre"...

    Lieben Gruß vom
    Wassernixlein

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