Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 25
  1. User Info Menu

    Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Hallo zusammen,

    ich habe schon viel in der Brigitte Community gelesen, dabei viel für mich selbst mitgenommen und die Akzeptanz und hohe Qualität der Antworten bewundert.

    Jetzt möchte ich mein eigenes Thema bringen, weil es mir ziemlich bescheiden geht.

    Vor etwa 2 Wochen habe ich mich von meinem Freund getrennt, mit dem ich 2,5 Jahre zusammen war. Die Beziehung war eigentlich von Anfang an recht schwierig, ich habe jedoch immer versucht, dass wir es zusammen hinkriegen. Wir beide hatten schwere Kindheiten, aus unterschiedlichen Gründen jedoch, bei ihm war Gewalt und ständige Androhung von Verlassenwerden im Spiel, bei mir hat der frühe Verlust meiner Mutter (ich war damals 4 Jahre alt) dazu geführt, dass meine Kindheit vorüber war und meine Bedürfnisse in den Mühen eines Geschäftshaushaltes untergegangen sind.

    Ich habe mich "zusammengerissen" und meine Kindheit und Schulzeit vermeintlich ohne Probleme durchgestanden. Erst als mein Studium sich dem Ende zuneigte, bekam ich Panikattacken bei der Vorstellung, ich müsste nun als erwachsene "Karrierefrau" ins Leben hinausgehen. Man empfahl mir, mir psychologische Hilfe zu holen und ich habe meine gesamte Lebensgeschichte "umgegraben". Es wurde deutlich, dass ich mich intellektuell zu einer erwachsenen Frau entwickelt hatte, emotional jedoch irgendwie noch auf der Stufe des 5-jährigen Kindes hängengeblieben war. Ich kann mich übrigens bis heute (und mittlerweile bin ich 46) nicht an meine Mutter erinnern, so sehr ist das alles wahrscheinlich verdrängt.

    Ich habe mich mittlerweile,nachdem ich zwischen Mitte 20 und 30 ganz unten war, beruflich berappelt und einen guten Job, der meinen Fähigkeiten recht gut entspricht. Ich konnte mich jedoch nie z.B. auf Ehe und Kinder einlassen, da fühlte ich mich immer irgendwie nicht reif genug und hatte Angst vor der Verantwortung. Ein Riesen-Problem, was ich nach wie vor habe, ist, dass ich das Gefühl habe, "mit mir stimmt etwas nicht". Ich habe nun schon viel Therapie gemacht und ich bekam dort oft die Rückmeldung, es sei in Wirklichkeit nicht so, dass etwas tatsächlich nicht mit mir stimme, sondern das Problem wäre wohl eher, dass ich dies GLAUBE.

    Wie auch immer, ich habe die Beziehung zu meinem Partner sicherlich auch so lange aufrechterhalten, aus Angst vor der Einsamkeit, vor dem Loch, in das ich dann falle.
    Ich dachte oft, eine Frau mit mehr Selbstwertgefühl hätte sich schon früher getrennt.

    Nun ist der Zeitpunkt gekommen, dass ich gemerkt habe, es waren so viele Verletzungen in der Beziehung durch die mangelnde Fähigkeit meines Partners zu vertrauen, sich zu öffnen und auch mal Schwäche zu zeigen, dass ich diese emotionale Achterbahnfahrt nicht mehr weitermachen konnte, und ich auch nicht mehr daran glaube, dass sich das ändert, obwohl er seinen Willen, an sich zu arbeiten bekundet hat.

    Ich habe jetzt ein Riesen-Problem mit der Einsamkeit, die ich fühle. Ich wache auf morgens und habe nur noch ANGST. So eine riesige Lebensangst, ich kann gar nicht sagen, wovor eigentlich genau. Ich fühl mich in diesem Zustand meinem Job kaum noch gewachsen und laufe rum wie Falschgeld, ich hab das Gefühl, ich bin total wackelig, hab einen Kloß im Hals und Angst, jemandem unterwegs zu begegnen, der mich kennt und dem ich dann was vorspielen muss. Ich kann doch aber auch nicht rumlaufen und jedem erzählen, wie labil ich mich gerade fühle. Ich halte es kaum mit mir selbst aus, mit anderen aber auch fast nicht, außer, ich kann über meine Gefühle sprechen, dann geht' s mir für eine Weile wieder besser. Ach, ich fühl mich so bedürftig. Ich glaube, dass durch die Trennung wieder die alte Kindheitsangst wachgerufen wird wie damals, als ich meine Mama verlor. Das fühlt sich so existentiell an, gar nicht so, wie wenn eine erwachsene reife Frau eine Entscheidung zur Trennung trifft.

    Danke fürs Lesen meines langen Posts. Gibt es Leute hier, die diese Empfindungen kennen?

    Viele Grüße

    Gladiola

  2. Inaktiver User

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Ein bisschen kann ich es Dir nachempfinden, wenn auch aus ganz anderen Gründen, wie Du Dich gerade fühlst.

    Ich möchte Dir eigentlich nur sagen, dass ich es gerade vor dem Hintergrund, den Du geschildert hast, sehr (!) mutig und stark finde, dass Du Dich getrennt und der Angst gestellt hast.

    Vielleicht hilft es Dir zumindest ein klein wenig weiter, wenn Du Dir das bewusst machst!

    Alles Liebe für Dich!

  3. User Info Menu

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Hallo Gladiola (ein schöner Nick ),
    ich habe nun gar keine Erfahrung mit schwierigen Kindheiten, aber das ist mir ins Auge gefallen:
    Zitat Zitat von Gladiola Beitrag anzeigen
    Wir beide hatten schwere Kindheiten, aus unterschiedlichen Gründen jedoch, bei ihm war Gewalt und ständige Androhung von Verlassenwerden im Spiel, bei mir hat der frühe Verlust meiner Mutter
    Wenn sich zwei Menschen mit Verletzungen treffen, wird nicht automatisch ein Gesunder dabei herauskommen, war mein erster Gedanke.

    Gladiola, in meinen Augen hast du alles, was du bisher gemacht hast, richtig gemacht.
    Du hast dich nicht von deiner Kindheit unterkriegen lassen, hast eine Therapie gemacht, einen Partner gefunden. Du hast in relativ kurzer Zeit erkannt, dass dir die Beziehung nicht gut tut und den notwendigen Schritt eingeleitet. Damit bist du geistig weiter und reifer als dein Freund, der immer noch versucht zu retten, was wahrscheinlich nicht zu retten ist.

    Nun hör nicht auf und mache den nächsten Schritt, den eines eigenständigen zufriedenen Leben mit dir allein. Das ist schwierig, ich weiß, das haut auch Frauen um, die keine seelische Verletzung aus der Kindheit davongetragen haben. Aber du kannst dir wieder Hilfe suchen und das solltest du auch, bis der Akutzustand überwunden ist.

    Je besser du mit dir zurechtkommst, umso glücklicher wird dein Händchen bei der nächsten Partnerwahl sein. Wir sind ab einem gewissen Alter alle nicht mehr ohne Vorbelastung, aber wer mit sich im Frieden ist, kann alte Geschichten dort lassen, wo sie hingehören, in die Vergangenheit und sich auf etwas Neues und Schönes konzentrieren.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  4. Inaktiver User

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    morcheeba, Nocturna: schöne Posts!

    Liebe Gladiola!

    Deine Verlassenheit (du warst ja fast Zeit deines Lebens "mutterseelenallein") ist richtig zu spüren beim Lesen deines Posts.

    Meine Kindheit war -aus anderen Gründen- nicht einfach. Im Endeffekt hatte es aber auch den Hintergrund, dass ich in meinen Bedürfnissen nicht erkannt wurde.
    Und daher auch nie diese innere Sicherheit entwickeln konnte: ich werde meinen Weg gehen, weil ich ganz bei mir sein darf und kann.

    Du und ich und viele andere haben vielleicht die Lebensaufgabe, diese Sicherheit -nunmehr als Erwachsene- zu erwerben. Das ist von ganz großen Ängsten begleitet, denn noch trauen wir uns selber ja nicht wirklich.

    Du hast -trotz schwieriger Bedingungen- erstaunlich viel geschafft, scheinst eine Kämpfernatur zu sein. Du darfst darauf stolz sein.
    Und nun auch mal ängstlich und wieder klein.
    Das Loch, das jetzt durch die Trennung entstanden ist, möchte wieder gefüllt werden. Mit dem, was dir entspricht, was dir gut tut, was dich ausmacht.

    Ich möchte dir Mut zusprechen -es ist zu schaffen. Meine Erfahrung.
    In meiner Tagesklinik vor über 20 Jahren hat mir eine kluge Frau diese Worte mitgegeben:

    Lange hast du gesucht. Nun lerne, zu finden!

  5. User Info Menu

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Hallo morcheeba1966, Nocturna und JeannedArcencore,

    ich danke Euch für Eure lieben und mutmachenden Antworten. Ja, ich bin irgendwie auch stolz darauf, dass ich trotz meiner Angst jetzt so konsequent bin und die ergebnislosen Bemühungen, ihn dazu zu bewegen, sich zu öffnen, eingestellt habe. Ich bin offensichtlich zu dem Glauben gelangt, dass ich mehr verdiene und das freut mich sehr! Und ich spüre genau, dass ich meine jetzige Situation als Lernchance nutzen kann. Endlich zu lernen, dass ich liebenswert und in Ordnung bin, ohne diesen einen, zu dem ich "gehöre". Es fühlt sich für mich zwar momentan tatsächlich so an, als wäre eine Nabelschnur durchgeschnitten worden, aber ich weiss auch, dass in mir viel Kraft ist. Eine frühere Therapeutin sagte mir mal, sie hätte Respekt vor dem Kind, das ich war, wieviel das geschafft hätte.

    Ich drück Euch (jetzt wollte ich ein Blümchen einfügen, hab die Smilies aber nicht gefunden...)

    Gladiola

  6. User Info Menu

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Sehr liebe Gladiola,
    ich kann Deine Gedanken und Gefühle so gut nachempfinden.
    Ich bin in einem Elternhaus großgeworden, in dem nur meine Leistungen zählten, meine Gefühle, Wünsche waren nicht wichtig. Ich lernte, dass ich nur Leistung bin. Diese erbrachte ich natürlich auf allen möglichen Gebieten excellent- erst Schule, dann Studium, Querflöte, Kunstwettbewerbe, Kochen, Basteln, später Kinder, Haus,Garten-auf der verzweifelten Suche nach einem Stäubchen "Gegenleistung" in Form von Zuwendung, nach der ich so hungerte / hungre. Ich "funktionierte" sehr, sehr lange, bis ich plötzich einen Gedanken hatte: ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr. Es folgte in den letzten Jahren ein extrem schwieriger Weg, den ich noch gehe und den ich hier nicht weiter beschreiben will. Ich stand oft an einem Punkt, einer Kreuzung und sah sogar das Ziel, wo ich hin sollte. Ich sah keinen Weg, keinen Ansatz, spürte nur Verzweiflung- was soll das alles, wofür mache ich das?. Teils " passierte es " mir, dass ich auf einmal ein Stück weitergekommen war und wusste gar nicht wie.
    Vielleicht sind meine Sätze sehr nebulös für Dich. Wenn ich mir überlege, was sich mit mir geändert hat, dann ist es, dass ich lerne, MICH wahrzunehmen. Ich spüre, was mir guttut und nicht guttut und ich beachte diese Gefühle immer mehr. zu wenig Gewicht hat für mich wohl das, was ich schon geschafft habe- an Entwicklungsschritten, an praktischen Lebensproblemen- das Aktuelle ist immer so bedrohlich übermächtig. Wenn es mir wieder so dreckig geht, versuche ich- eine Anregung aus einem Yogakurs- meine Gedanken, Ängste weiterzuschicken wie Wolken, die weiterziehen, mich daran zu erinnern, dass ich es das letzte Mal auch wieder geschafft habe, dass es mir besser geht.
    Ich bewundere Deine Stärke, die Beziehung zu beenden, ein ganz großer Schritt in Deine persönliche Freiheit. Wir müssen es lernen , auf uns zu vertrauen- nicht im Job, beim Krisenmanagement im Aussen, allzeit bei jeder Gelegenheit für andere Menschen- wir müssen lernen für uns da zu sein,wir müssen uns mit vorsichtigen Schritten auf den Weg machen, unsere innere Ruhe zu finden. Das Ziel kennen wir nicht, welche Umstände, welche Lebenssituation- nach jeder Kurve sehen wir eine neue Facette. Die Umstände ändern sich ein Leben lang- Wegbegleiter, Freunde, Kinder, Partner, Kollegen. Uns selbst haben wir immer dabei.
    Hoffentlich ist jetzt nicht alles so wirr geworden , es geht mir so viel durch Kopf und Herz.
    Ich wünsch Dir alles erdenklich Liebe, dass Du Deinen guten Weg weiter gut findest.
    Herzlich
    brish

  7. User Info Menu

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Liebe Gladiola,

    ich kann deine Situation sehr nachempfinden, mit ging es vor rund 10 Jahren nach einer Beziehungstrennung ähnlich. Auch ich habe einige "Päckchen" aus meiner Kindheit mitgenommen ... Bei mir war es so massiv, dass ich einige Zeit lang Psychopharamaka genommen habe, um mich im Alltag zu stabilisieren (bzw. überhaupt "lebensfähig" zu machen).

    Solltest du sehr unter deiner Situation leiden, möchte ich dir hiermit Mut zusprechen, dich an einen Psychiater zu wenden, der auf Angststörungen spezialisiert ist. Das könnte dir wirklich bei der Bewältigung deiner Ängste helfen.

    Wenn der Alltag wirklich von Panik durchsetzt ist und man alle Kraft aufbringen muss, weiter einigermaßen zu funktionieren, dann gerät man leicht in eine Spirale (Angst vor dem Leben und Angst vor der Angst und noch mehr Angst, demnächst nicht mehr durchzuhalten und Angst, was dann passiert und ...), die einem die Bearbeitung der Ursprungsunsicherheit bzw. die Bewältigung der Lage fast unmöglich macht. Es kostet so viel Energie, den Tag überhaupt irgendwie zu bewältigen, dass sonst kein Futzelchen Kraft übrig bleibt. Das schlägt sich auf physiologischer/hormoneller Ebene nieder, das Hirn gerät total in Stress, es flippt richtiggehend aus und kann sich selbst schwer erfangen. Oft geht eine mittelschwere Depression einher.

    Die leicht angstlösenden Medikamente haben mich damals so weit auf den Boden gebracht, dass ich mich der Situation stellen konnte und den Ausnahmezustand bewältigen. Medikation ist also kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Schritt zur Bewältigung der Situation.

    Sollte es dir nicht so schlecht gehen, dass du diese Maßnahme erwägst, möchte ich dir natürlich ebenfalls ganz viel Mut machen !! Scheu nicht davor zurück, dir Hilfe und Betreuung von Freunden, Therapeuten etc. zu suchen. Tiere beruhigen sehr, wenn du selbst keines hast, kannst du vielleicht Kontakt zu einem Pferdestall/Tierheim (Hunde spazierenführen) suchen? Und, eine der besten Therapien (damals auch von meinem Onkel Nervendoktor verschrieben): laufen. Nicht als Konditionstraining, sondern zum "Herunterholen". Ich bin durch die Landschaft getrabt mit dem Gedanken: Und ich lauf so lange, bis ich zusammenbreche. Bevor ich aber zusammenbrach, wurde ich ruhiger. Weiter empfehlenswert: Yoga! Und Saunieren (überhaupt alles, was dich "in den Körper bringt.")

    Du schaffst das bestimmt, du überstehst das, du bist stärker, als du denkst, wirst nicht durchdrehen oder überschnappen, du bist nicht gestört. (Falls du diese Dinge auch befürchtest, die ich damals befürchtet habe.)

    Und: Natürlich ist es nicht die Erwachsenenangst einer Frau durch die Trennung. Sondern der Vorfall holt alte Kindheitsängste hoch, die sich wirklich wie eine exitenzielle Bedrohung (in jedem Sinne) anfühlen. Du warst damals nicht stark genug, sie zu fühlen, und hast sie gespeichert. Heute ruft sie die Psyche ab - weil du viel mehr Kräfte hast, sie auszuhalten. Also, wenn du so willst, gibt es auch eine gutes Komponente: Denn um sie zu "entlassen", musst du die Ängste ein Stück weit zulassen und aushalten. Und dass dir das deine Psyche zumutet, ist ein schönes Zeichen für deine Stärke!

    Also, einfach aushalten, weiteratmen, durchhalten - und dir DAS holen, was du brauchst!

    Alles, alles gute, viel Kraft und
    *Vertrauenspaket*

    -Lil-

  8. Inaktiver User

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Hallo Gladiola!

    Mir hat ein Buch gut geholfen, als es mir immer wieder so ging wie Dir.

    The-simply-love-story von Katja Sundermeyer.

    Es geht in dem Buch über Dein inneres Kind, das damals vernachlässigt wurde und das Du nun heute nachträglich selbst trösten kannst.
    Mir hilft es immer noch, wenn ich mich einsam oder ängstlich oder leer fühle.
    Und ich bin immer wieder verblüfft, was mir die kleine Nandl zu erzählen hat.

    Es ist ein Taschenbuch und gut zu lesen.

    Wünsch Dir gute Unterhaltung und viel Erfolg
    Nandl

  9. User Info Menu

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin ganz gerührt über Eure lieben und ausführlichen Antworten! Es ist ein großer Trost für mich dass es noch einige andere Menschen gibt, die ähnlich fühlen und die mir hier Mut zusprechen.
    Smilies sind wieder da !!!

    Ich war übrigens gestern mit meiner besten Freundin saunieren, wir sind auch noch in der Sonne gelegen und haben es uns von Cappucciono bis später Salat mit Hühnerbrüstchen richtig gut gehen lassen. Am Samstag hab ich mir das Buch gekauft "Süchtig nach Liebe - Ein Weg zu Selbstakzeptanz und Glück in Beziehungen", das sich vor allem mit Selbstablehnung und deren Überwindung befasst.
    Das Lesen hat mir auch gutgetan.

    Heute nacht ist mir was interessantes passiert: ich bin um 4 Uhr aufgewacht und war wieder total unruhig. Aber ich hab dann zu meinem inneren Kind gesagt, komm her ich nehm Dich in den Arm und ich hab Dich lieb und dann irgendwann ist mir plötzlich ein Bild von mir in den Sinn gekommen, als ich so etwa 5 Jahre alt war und das im Kindergarten aufgenommen wurde und ich konnte mich an den Garten im Kindergarten erinnern und ich hab in dem Gefühl geschwelgt. Da war ich auf einmal kurz richtig glücklich, dass dieses kleine Mädchen mich besuchen gekommen ist in der Nacht.

    Allerdings, war die innere Unruhe trotzdem da und ich fand nicht mehr in den Schlaf. Ich nehme z.Zt. immer widder bei Bedarf ein Beruhigungsmittel in einer recht niedrigen Dosis (soviel zum Thema Medikation), ich weiss, es besteht die Gefahr einer Abhängigkeit bei ständigem Gebrauch. Aber ehrlich gesagt, hätte ich ohne diese Krücke es wohl nicht geschafft, mich beruflich wieder so gut zu etablieren und nun seit 15 Jahren in der gleichen Firma ohne nennenswerte Fehlzeiten zu arbeiten, denn die Ängste oder die Nervosität waren immer wieder so groß, dass ich den Kopf nicht frei hatte, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Und nach ein paar Tagen hatte ich mich wieder einigermaßen gefangen.

    Ich freue mich, dass es Euch gibt.

    Liebe Grüße und einen schönen Rest-Abend, Gladiola

  10. Inaktiver User

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Reine Entzugserscheinungen.

    Sieh es doch mal so: Du hast die ganze Zeit deine Unsicherheit betäubt mit der Beziehung. Jetzt machst Du die ersten Schritte auf dem Weg zu der Frau, die Du gerne sein möchtest. Juhuuuuu Erwachsen und selbstsicher. Viel Erfolg beim Training. Auch wenn es sich jetzt schlecht anfühlt, das wird ...

Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •