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  1. Inaktiver User

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Zitat Zitat von Gladiola Beitrag anzeigen
    ....
    Kein Wunder: ich war ja auch das einzige Kind im Kindergarten/in der Schule, das keine Mutter hatte. Ich tat aber so, als würde mir das nichts ausmachen. Ich wollte deswegen nicht bemitleidet werden. "Anders" als bei anderen Kindern war dann auch die Lebenssituation danach: mein Vater hatte eine neue Freundin, die wir (mein Bruder und ich) beim Nachnamen ansprachen; beim gemeinsamen Verreisen wurde diese aber als seine Frau und damit unsere Mutter ausgegeben - und wir durften dies ja nicht auffliegen lassen..........

    Also, mein Dilemma: Ich sehne mich nach Zugehörigkeit, mache diese aber dann schon von vornherein zunichte, weil ich ja sowieso anders bin. Mist, Mist, Mist !!!!!
    Irgendwie muss ich da raus........

    Gladiola
    Hallo Gladiola,
    der erste fett markierte Satz ist mir sehr aufgefallen. Wieso das denn? War es in deiner Kindheit in der Familie so verpönt, ANDERS zu sein? Mir kommt das extrem vor, die eigene Lebenssituation zu verleugnen wie dein Vater und die "Neue", die sich unter wildfremden als leibliche Eltern gestellt haben. Die hatten ja auch kein bißchen Arsch in der Hose, oder?

    Vielleicht fühlst Du dich mit dem Anderssein deshalb so unwohl und sehnst Dich deshalb so stark nach Zugehörigkeit? Weil Du es nie gelernt hast, zu dir zu stehen?

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    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Liebe morcheeba,

    vielen Dank für Deine Antwort. War ein paar Tage geschäftlich unterwegs und kann leider erst heute antworten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diese Angst und die, zu niemandem zu gehören, kenne ich gut. Vermutlich, weil meine Zugehörigkeit als Kind häufig in Frage gestellt war... wie auch immer.

    Deshalb war es mir u. a. auch so wichtig, dass mein Lebensgefährte und ich heiraten. Zugehörigkeit - für mich in Abhängigkeit zu "angehörig" sein, ein ganz wichtiges Thema.:
    Das verstehe ich gut. Das ist ein Zeichen, welches gesetzt wird, um einander und anderen zu zeigen, dass man "zusammengehört". Wobei ich vor dem Heiraten immer totale Angst hatte. Aber wohl eher, weil es was ist, was "Erwachsene" tun und ich mich dafür wie fürs Kinderkriegen nicht reif gefühlt habe......

    Eine Garantie habe ich nicht auf "lebenslange Zugehörigkeit" - eine Garantie hat man nie.
    Selbst lebenslang würde bedeuten, so lange einer der Partner lebt. Als Frau hat man große Chancen den Partner zu überleben, d.h. für die meisten Frauen also, irgendwann wieder alleine dazustehen. Schon aus diesem Grund ist es sinnvoll, alleine klarzukommen!

    Daher war meine glorreiche Erkenntnis: ich muss mich mir selbst zugehörig fühlen als ein Teil des Großen und Ganzen.
    Das ist mir, zumindest vom Kopf her, auch klar. Aber im Herzen ist diese Erkenntnis noch nicht angekommen!

    Das fällt mir als ungläubige Morcheeba ein wenig schwer, mich im Kontext dieser Welt unter einem spirituellen Aspekt zu sehen. Ich übe noch..
    Ich bin auch nicht gläubig im landläufigen Sinne. Aber die spirituelle Komponente finde ich sehr wichtig und möchte ich unbedingt weiterentwickeln. Allerdings liegt mir alles, was mit Esoterik zu tun hat, auch sehr fern. Die Art von Spiritualität, die mir entspricht, geht eher in die buddhistische Richtung. Aber ich denke, auch hier muss ich meinen eigenen Weg finden.

    Aber ich habe es natürlich im Moment ein klein wenig leichter, weil es Trockenübungen sind...
    Da hast Du recht, aus der relativ sicheren Warte sieht alles immer viel einfach aus als wenn man mittendrinsteckt.

    Doch aus Erfahrung weiß ich: Das Leben kann einen ganz schnell ganz schön nass machen und dann... ...


    Gruß
    Gladiola

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    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Liebe Uli,

    da hast Du sehr recht mit dem fehlenden "Arsch in der Hose". Daran hatte ich lange zu knapsen.

    Dass mein Vater und meine Stiefmutter sich so verhalten haben, liegt bestimmt u.a. auch daran, dass wir ein Geschäft zuhause hatten und es immer sehr wichtig war "was die Leute denken". Da war nur ein bestimmter enger Verhaltenskorridor erlaubt, sonst wäre man ja unangenehm aufgefallen und das hätte dann in diesem Fall evtl. die Existenz bedrohen können. Außerdem war es in den 70er Jahren noch nicht selbstverständlich, dass ein Mann und eine Frau unverheiratet zusammenlebten oder verreisten. Aber es ist tatsächlich so, dass ich ganz lange damit gehadert habe, dass mein Vater die Verhältnisse nicht geklärt hat, d.h. klar Stellung bezogen hat innerhalb der Familie und auch außerhalb. Er war auf die Frauen um ihn herum angewiesen (Mutter, Schwiegermutter und Freundin), aus verschiedenen Gründen. Und damals hatte man auch noch wenig Ahnung von psychologischen Zusammenhängen. Da ich nach dem Tod meiner Mutter "funktioniert" habe, bestand kein Anlass sich um mein emotionales Wohlergehen zu sorgen. Das ist jetzt halt meine Aufgabe. Naja, so war es eben. Ich hab mal den schönen Satz gehört "ich hab die Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufgegeben".

    Liebe Grüße

    Gladiola

  4. Inaktiver User

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Hallo Gladiola,
    danke für die Erklärung. Kann ich mir gut vorstellen, ich bin ja Mitte der 60ger geboren und habe noch den letzten Hauch des represiven Was-denken-die-anderen über meine Großmutter (mütterlicherseits) geschnuppert. Ich habe sie nie so gern gehabt und ich glaube, das lag daran. Meine andere Oma (väterlicherseits) war da echt anders drauf.
    Und meine Mum hat die Art ihrer Mum in solchen Dingen hinter sich gelassen. Die kleine Revoluzzerin hat sich befreit und tatsächlich von Bayern nach Hessen geheiratet

    Mich würde mal eines interessieren. Wenn Du dir eine Welt für Dich ganz frei von diesem Regulativ durch andere denken würdets, wie würde die für dich aussehen? Male Dir doch mal geistig so ein Bild, wie es für Dich der Himmel wäre.

    Frohe Ostern

  5. User Info Menu

    AW: Trennung vom Partner löst alte Ängste aus

    Hi Uli,

    ja, das ist eine gute Anregung von Dir. Da muss ich mal in mich hineinspüren und mich wirklich damit befassen. Ich kann nämlich nicht sagen, wie ich es mir vorstellen würde. Ich fühl mich von dem Gefühl davon, was ich wirklich will oder bin ziemlich abgetrennt. Ich versuch mal, die nächsten freien Tage dafür zu nutzen, dem näher zu kommen!

    Auch Dir frohe Ostern und danke für den Tipp!

    Gladiola

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