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  1. User Info Menu

    AW: mir macht seit jahren nichts mehr freude...

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das ist Werbung, und Werbung lügt. Meiner Erfahrung nach werden eine ganze Menge Menschen angetrieben von "wenn ich nicht zur Arbeit gehe, werde ich nicht bezahlt", "wenn ich nicht das Klo putze, wird es ekelig", und "wann ist endlich Wochenende". Das ist nicht toll, aber es treibt an.
    Aber doch nur in einem sehr mechanischen Sinne. Lebensfreude sieht doch anders aus, als im Dienst nach Vorschrift sich von Wochenende zu Wochenede zu schleppen. Mit Lebensfreude meine ich freilich nicht die Motive, die uns die Werbung in der Tat vorlügt. Aber ohne etwas, was einen aus sich heraus erfreut und mit einem mehr als nur zweckrationalen Sinn erfüllt, bekommt man meines Erachtens auf lange Sicht große Schwierigkeiten.

    Das ist auch der Grund, warum sich viel Menschen nach Kindern und damit nach einer großen Aufgabe sehnen. Nur Geld verdienen (= materielle Lebensgrundlage sichern), gelegentlich mal Sport treiben (= körperlicher Fitness erhalten) oder etwas mit Freunden unternehmen (= Zeitvertreib) und dann wieder völlig ohne Spuren unter die Erde verschwinden, erscheint vielen, mich eingeschlossen, als eine langfristg doch etwas traurige Perspektive. Das soll jetzt nicht heißen, dass man nur mit Kindern glücklich werden kann, mit dem üblichen (Freizeit-)Alltag meines Erachtens aber auch nicht.

  2. Inaktiver User

    AW: mir macht seit jahren nichts mehr freude...

    Zitat Zitat von Gary_Dove Beitrag anzeigen
    Bei der TE dauert das im Prinzip seit 2006 an, das kann man meines Erachtens nicht mehr als Durchhänger bezeichnen.
    Bei mir dauerte das ca. 5 Jahre. Solange war ich damals verheiratet ... Mit Depressionen hatte das so gar nichts zu tun.

  3. Moderation

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    AW: mir macht seit jahren nichts mehr freude...

    Zitat Zitat von Gary_Dove Beitrag anzeigen
    Das ist auch der Grund, warum sich viel Menschen nach Kindern und damit nach einer großen Aufgabe sehnen. Nur Geld verdienen (= materielle Lebensgrundlage sichern), gelegentlich mal Sport treiben (= körperlicher Fitness erhalten) oder etwas mit Freunden unternehmen (= Zeitvertreib) und dann wieder völlig ohne Spuren unter die Erde verschwinden, erscheint vielen, mich eingeschlossen, als eine langfristg doch etwas traurige Perspektive. Das soll jetzt nicht heißen, dass man nur mit Kindern glücklich werden kann, mit dem üblichen (Freizeit-)Alltag meines Erachtens aber auch nicht.
    Große Aufgaben sind ja gut und schön, wenn man sie sich sucht und was daran findet, aber "etwas, das einen antreibt" klingt meiner Ansicht nach als sei man Galeerensklave. Ja, man muß seinen Kram in Ordnung halten und seine Rechnungen bezahlen, das steht mit der Peitsche hinter einem wie es sich für einen Antreiber gehört, aber wenn das im Griff ist, *hat* man eigentlich seine Zeit und sollte was damit tun, was einem was bringt, anstatt von Ziel zu Ziel zu hetzen nur um einer hergeholten Verpflichtung, Spuren zu hinterlassen, nachzukommen.

    Ich finde es nicht traurig, sondern sehr angenehm, daß es keine Punktwertung gibt. Da gehen die Temperamente eben auseinander.

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    AW: mir macht seit jahren nichts mehr freude...

    Zitat Zitat von Gary_Dove Beitrag anzeigen
    Das ist auch der Grund, warum sich viel Menschen nach Kindern und damit nach einer großen Aufgabe sehnen.
    Wenn das gestemmt ist, fallen aber viele wieder in genau dasselbe Loch aus Leere und Ziellosigkeit!

    Muss es immer eine grosse Aufgabe, ein grosser Wurf, ein Hype, ein Kick sein, der einen erfüllt - das ist doch eine Endlosspirale, eine Suche, die nie zufrieden macht!

    Ich suche derzeit eher nach Wegen abseits der grossen Ziele, eine Art Lebensfreude in den kleinen gelingenden Dingen...vielleicht einfach mal bescheidener, dankbarer, gelassener sein, wenn das Gros im Leben immerhin ohne grössere Abgründe gelungen ist oder gelingt...
    Geändert von Elwyn (08.03.2011 um 20:14 Uhr)

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    AW: mir macht seit jahren nichts mehr freude...

    >ist es normal, dass einem die unbeschwertheit mit dem älterwerden verlorengeht?

    darf ich mit zarten 50 jaehrchen mitreden? ja? fein!

    ein stueck weit geht die unbeschwertheit weg, wenn man nach dem studium in der tretmuehle alltag und erwerbsleben ankommt. *aetz*

    aber:
    ein bissle kann man sich selbst unbeschwertheit und glueck schenken!

    ich habe schon einiges hinter mir . . 20 jahre selbstaendigkeit mit allen hoehen und tiefen . . existenzangst . . tod meines geschaeftspartners . . ungewollte kinderlosigkeit . . bin betrogen worden . . halt so die ganze palette an ungeplanen abzweigungen . .

    und geniesse momentan jeden tag meines lebens!

    hast du denn eine passion, die dich ausfuellt? das hat in der regel nichts mit matereillen dingen zu tun. na ja . . manchmal schon .. ich habe vor 4 jahren die liebe zu pferden entdeckt und lerne reiten . . das ist mit 50 ein ganz schoen zaehes unterfangen . . *grins* . . aber ich bin so ein halber landwirt geworden und geniesse es, nach dem buero (die armut muss ja gesichert werden!) in einen stall zu marschieren.

    momentan plane ich, was ich so an pflanzen fuer den somemr hochpaeppeln will . .

    dies alles nur mal kurz als denkanstoss . .

    alles liebe
    und freu dich, wenn du morgens gesund aufwachst!

    luciernago
    . . die jeden morgen eine tasse milchkaffee auf der terrasse geniesst und sich einfach freut, wenn im nachbarbaum die eichhoernchen rumklettern!
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: mir macht seit jahren nichts mehr freude...

    nachtrag:

    du bist in einem alter, wo viele eine partnerschaft haben oder éine familie gruenden . . vielleicht fehlt dir das passende soziale netz und ein umfeld, das andere ziele hat?
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: mir macht seit jahren nichts mehr freude...

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    >ist es normal, dass einem die unbeschwertheit mit dem älterwerden verlorengeht?

    darf ich mit zarten 50 jaehrchen mitreden? ja? fein!

    ein stueck weit geht die unbeschwertheit weg, wenn man nach dem studium in der tretmuehle alltag und erwerbsleben ankommt. *aetz*

    aber:
    ein bissle kann man sich selbst unbeschwertheit und glueck schenken!

    ich habe schon einiges hinter mir . . 20 jahre selbstaendigkeit mit allen hoehen und tiefen . . existenzangst . . tod meines geschaeftspartners . . ungewollte kinderlosigkeit . . bin betrogen worden . . halt so die ganze palette an ungeplanen abzweigungen . .

    und geniesse momentan jeden tag meines lebens!

    hast du denn eine passion, die dich ausfuellt? das hat in der regel nichts mit matereillen dingen zu tun. na ja . . manchmal schon .. ich habe vor 4 jahren die liebe zu pferden entdeckt und lerne reiten . . das ist mit 50 ein ganz schoen zaehes unterfangen . . *grins* . . aber ich bin so ein halber landwirt geworden und geniesse es, nach dem buero (die armut muss ja gesichert werden!) in einen stall zu marschieren.

    momentan plane ich, was ich so an pflanzen fuer den somemr hochpaeppeln will . .

    dies alles nur mal kurz als denkanstoss . .

    alles liebe
    und freu dich, wenn du morgens gesund aufwachst!

    luciernago
    . . die jeden morgen eine tasse milchkaffee auf der terrasse geniesst und sich einfach freut, wenn im nachbarbaum die eichhoernchen rumklettern!
    Luciernago,

    Darf ich mal ?

    Alles Liebe,
    E.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


  8. Inaktiver User

    AW: mir macht seit jahren nichts mehr freude...

    @PrettyInInk

    Noch am Thema interessiert?

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    AW: mir macht seit jahren nichts mehr freude...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei mir dauerte das ca. 5 Jahre. Solange war ich damals verheiratet ... Mit Depressionen hatte das so gar nichts zu tun.
    Ich habe auch nicht behauptet, dasss die TE eine Depression hat, sondern lediglich empfohlen, einmal diese Möglichkeit zu prüfen.

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    AW: mir macht seit jahren nichts mehr freude...

    Zitat Zitat von wildwusel
    Große Aufgaben sind ja gut und schön, wenn man sie sich sucht und was daran findet, aber "etwas, das einen antreibt" klingt meiner Ansicht nach als sei man Galeerensklave. Ja, man muß seinen Kram in Ordnung halten und seine Rechnungen bezahlen, das steht mit der Peitsche hinter einem wie es sich für einen Antreiber gehört, aber wenn das im Griff ist, *hat* man eigentlich seine Zeit und sollte was damit tun, was einem was bringt,
    Ja, und meine Beobachtung war eben die, dass vielen eine Familie etwas bringt, andere Arten von Sinnerfüllung habe ich ja nicht ausgeschlossen.

    Zitat Zitat von Elwyn
    Wenn das gestemmt ist, fallen aber viele wieder in genau dasselbe Loch aus Leere und Ziellosigkeit!
    Ich vermute, dass sich dann viele auf die Familiegründung ihrer Kinder und die damit anstehenden Großelternaufgaben freuen.

    Zitat Zitat von Elwyn
    Muss es immer eine grosse Aufgabe, ein grosser Wurf, ein Hype, ein Kick sein, der einen erfüllt - das ist doch eine Endlosspirale, eine Suche, die nie zufrieden macht!
    Wie gesagt, für viele muss es offensichtlich solch ein großer Wurf sein, die meisten Menschen sind wohl einfach so gebaut. Das würde ich nicht als Hype abtun.
    Geändert von Gary_Dove (09.03.2011 um 16:57 Uhr)

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