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  1. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Danke auch an linwen_klee.

    ewk,
    Liebe ist für mich ein Entwicklungsprozess.

    Und wie linwen_klee schreibt: Liebe IST.

    Und wenn sie das ist, stellen sich weder Fragen noch Bedingungen.

    Wie, ob und wann man dahin kommt - auch das kann ich dir nicht beantworten.

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    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Einewiekeine hat völlig recht, Paar- Liebe ist an Bedingungen geknüpft. Das unterscheidet sie von der Liebe zu nahen Verwandten. Meine Schwester kann ich mir nicht aussuchen. Ich liebe sie in der Regel einfach so, weil es sie gibt.

    Für die Paar-Liebe ist eine eigentümliche Mischung aus Altruismus (die Fehler des anderen lieben) und Eigennutz (knallhart seine Bedingungen stellen) charakteristisch.

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    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe lebt vom Austausch, ich kann nicht einen anderen Menschen "ganz für mich" lieben.
    Auch hier würde ich zustimmen: Liebe lebt vom Austausch, d.h. man ist darauf angewiesen, Kontakt mit der geliebten Person zu haben, man muss sich sehen und sprechen oder zumindest schreiben. Sonst ist es wirklich nur Projektion. Man ist jedoch nicht unbedingt darauf angewiesen zurückgeliebt zu werden, um von Liebe sprechen zu können. Auch die einseitige, unerwiderte Liebe ist echte Liebe.

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    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Wesen der Liebe erscheint mir an sich dunkel, es ist nicht in allgemein in Worte fassbar, höchstens noch in der Kunst auszudrücken.

    In der Philosophie ist Liebe kein beliebter Gegenstand - eben weil er so schwierig ist.

    In jedem Menschen ist Liebe, und seine individuelle Art, diese auszudrücken (oder nicht!) macht ihn mit zur Persönlichkeit.
    Vivena, ich habe von Dir in diesem Forum bis jetzt noch nichts gelesen, aber Deine Beiträge gefallen mir auf Anhieb

    Ich denke auch, dass die Kunst das geeignetste Medium ist, um Liebe darzustellen und ihr auf den Grund zu gehen. Die Philosophie beschäftigt sich seit den 90er Jahren auch intensiv mit der Liebe (vor allem im angelsächsischen Raum), aber das Medium ist an sich nicht so geeignet.

  5. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist für mich nicht leicht, mein Verständnis/Empfinden von Liebe so in Worte zu fassen, dass es nicht "edel und rein" wirkt.
    Ich kann das gut nachempfinden mir gehts da ja noch schlimmer weil ich ja bereits edel und rein bin

  6. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Und wie linwen_klee schreibt: Liebe IST.

    Und wenn sie das ist, stellen sich weder Fragen noch Bedingungen.

    Wie, ob und wann man dahin kommt - auch das kann ich dir nicht beantworten.
    __________________
    nein, so schrieb ich nicht..



    Wir alle, die wir lieben wissen : es sind kostbare Momente in denen wir keine Frage nach dem Sinn des Lebens..Fragen auch die Liebe betreffend stellen..

    es sind Momente/Augenblicke ("Werd' ich zum Augenblicke sagen:<
    Verweile doch! du bist so schön!
    Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
    dann will ich gern zugrunde gehn!" Faust ) in denen wir nicht mehr denken, sondern nur noch Liebe SIND. Momente höchster Lebensqualität..SEIN..Glück alles...gut.

    Sobald wir denken, denken wir halt..

    solange wir Worte suchen, suchen wir nach Worten..

    Und plötzlich macht es woomzoompeng und es existieren keine Fragen mehr bis zum nächten Denkdenkdenk..

    Ich denke recht viel :-))

    bin aber z.B. auch eine große Verfechterin der Schmetterlinge im Bauch auch nach der ersten Verliebtheitsphase..

    ich sehe das nicht nur am Anfang, sondern als Teil von etwas, das Liebe auch ist.

    Plötzlich weiß man wieder, dass es unerklärbar ist warum etwas ist wie es ist..

    Geschah das Anlegen der Grundlagen dafür in der Kindheit ? Möglich.

    Ist es schlimm oder gut ? Wäre eine andere Liebe besser, sinnvoller ?

    Man darf sich diese Fragen stellen : man darf das.

    Wenn man aber immer wieder spürt, dass da etwas im Sinne von Rilkes Liebesgedicht geschieht..

    dass da Fäden zusammenführen, ist das Glück.

    Wenn man den Augenblick von dem Goethe spricht fühlt, erlebt, denkt man nicht mehr..


    Und sonst : Denkdenkdenkdenk..

    :-)
    Geändert von Inaktiver User (04.03.2011 um 16:26 Uhr)

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    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    So, da bin ich wieder !
    Zitat Zitat von Elwyn Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen von den positiven Effekten von Meditation generell auf die Psyche aber gehen viele spirituellen/religiösen Meister und Vorbilder in der Extremform mit diesem allumfassenden bzw. göttlich/religiös inspirierten Liebesbegriff soweit, dass sie überhaupt keine Partnerbeziehung zu einem einzelnen Menschen eingehen.
    Das sind die hardcore Spirituellen und von denen trennen den "Wald und Wiesen Spirituellen" wie mich Welten!
    Für mich ist Spiritualität fürs Hier und Heute, die Ebene des jetzigen Lebens da - um es zu optimieren, und weil sich eins aus dem anderen ergibt.
    IMO sind wir nicht auf der Welt, um dem Irdischen zu entsagen. Das ergibt keinen Sinn!
    Dann hätten wir gar nicht erst herkommen sollen.
    Deshalb gehört - für mich - auch eine konkrete menschliche Liebe dazu, die, wenn sie erfüllt ist, etwas Seliges, insofern auch etwas Spirituelles an sich hat.
    So ist eins ins andere verwoben.
    Wir sind Geistwesen, die eine körperliche Erfahrung machen (stammt nicht von mir!), deshalb sind beide Komponenten wichtig.
    Do what makes your heart sing

  8. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    @ Ditha

    Dankeschön!

    Ich habe leider sonst niemanden, mit dem/der ich philosophieren kann, darum schätze ich das hier sehr.

    Ich finde das ungemein interessant, was hier jeder beisteuert zu diesem Thema.
    Vor allem, weil es hier nicht um "richtig" oder "falsch" gehen kann.

    Die Liebe ist wie ein Chamäleon: jeder sieht eine andere (seine!) Farbe, wenn er es betrachtet, aber es ist immer ein und das selbe Wesen.

  9. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Lalique Beitrag anzeigen
    IMO sind wir nicht auf der Welt, um dem Irdischen zu entsagen. Das ergibt keinen Sinn!Dann hätten wir gar nicht erst herkommen sollen.
    Das gefällt mir. Manchmal mag ich es lieber handfest als gar zu spirituell...

  10. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Interessantes Thema.
    Es gibt wohl so viele Arten von Liebe wie es Menschen gibt, auch wenn (Neuro)Biologen das Gegenteil
    behaupten, gewisse evolutionäre und chemische Prozesse zugrunde legen, egal ob Mutterliebe ,Liebe unter Paaren, Liebe zu Freunden und was es sonst noch für "Objekte" der Liebe gibt.....
    Ich finde, lieben zu dürfen, ist ein grosses Geschenk, auch wenn das Leben dadurch nicht immer einfacher wird, denn was man liebt, will man nicht verlieren, was wiederum Angst und Sorge bedeuten kann.
    Interessant auch die Frage: seit wann liebt der Mensch, wann in der Geschichte der menschlichen Seelenent-
    wicklung kam die Fähigkeit zu lieben auf, womit nicht der Geschlechtstrieb gemeint ist, den es ja immer schon gab. WANN lernte der Mensch lieben ?
    Ich selber bin ein Mensch der nicht "einfach lieben" kann, es dauert lange bis dieses Gefühl sich entwickelt, auf einen Partner bezogen, bei den Kindern ist es anders, versteht sich. Das hat ganz bestimmt mit meiner Kindheit zu tun, ich habe als Teenager noch nicht mal wirklich einen Schwarm gehabt, geschweige denn jemanden geliebt,
    als das dann mal der Fall war ging es entsprechend lange, zäh und quälend von statten.
    Ist Selbstliebe Bedingung um lieben zu können ?! Keine Ahnung.
    Ich dachte, als ich jung war, mir fehlt ein Gen um "richtig" lieben zu können, heute sehe ich das ganz anders.
    Ich staune immer wie oft und wie schnell Menschen ihre Beziehungen wechseln können und es JEDESMAL
    Liebe ist,so vermitteln sie es jedenfallls und davon kenne ich einige, könnte ich so nie.Mir sind auch Menschen suspekt, die so oft und so schnell von Liebe reden, das macht mir Angst. Als mein Mann mir , kurz nach unserem kennenlernen sagte, er liebe mich und wir würden heiraten, bin ich erstmal weg gelaufen;
    war fassungslos, das ging gar nicht.Am Ende hatte er doch Recht und es war einfach schön,aber bis ich das erste Mal das selbe sagen konnte..... Heute bereue ich, das nicht öfter gesagt zu haben,auch wenn mein Innerstes dieses Gefühl INTENSIV wahr nahm.
    Mein Freund, der vor fast 2 Jahren starb, war genau wie mein Mann jemand der einen mitreissen konnte,
    der sehr offen und stark seine Gefühle zeigte, Leidenschaft,Offenheit,sich einlassen können, Eigenschaften die ich auch mit Liebe verbinde, die mir leider nicht einfach so in die Wiege gelegt wurden, die ich nach und nach entwickeln muss, die sich dann aber auch als haltbar erweisen.
    Ich hatte symbiotische Lieben,diese werden von vielen ja kritisch betrachtet, für mich ist es wohl die einzige Form die ich "kann".Und diese Form der Liebe überdauert sogar den Tod in einer Weise, dass
    der "Kern" dieses Gefühls irgendwie da ist, ohne das das "Objekt" noch neben mir ist, dafür überall,
    schwer zu beschreiben.Mit meinem Freund hatte ich diese "Leichtigkeit", die sich auch wunderbar anfühlen kann, dieses ganz und gar im Hier und Jetzt und ineinander verschmolzen sein.
    Mein Mann war mein Hafen, mein zweites Ich, er hatte was was ich nicht habe und ein wenig umgekehrt,
    auch er fand einiges in mir, was er gern in sich gehabt hätte.
    Mein Freund war ein Charismatiker, eine "Sonne", sein Strahlen musste ich einfach lieben, so wie er war passte es einfach, es eroberte mein Herz, meine Seele, auch den Körper natürlich.
    In seiner Jugend war er der hübsche Tunichtgut, der nichts anbrennen liess,er sagte immer richtig "gelernt" habe er es erst spät, womit er nicht Sex meinte, sondern "lieben".
    Aber oft hat man das so nicht, es ist schwer sich neu einzulassen und das muss ich auch nicht nochmal so haben, es verletzt einen, am Ende wieder allein zu sein.
    Ich beneide Menschen, die "leichter" lieben können, meine Freundin sagte mal "irgend wen findet man immer",da mag auch was dran sein, wenn man die Fähigkeit dazu hat.
    Ich glaube auch nicht das man Liebe bewusst "wollen" und suchen kann, aber wenn man offen das für ist,
    findet sie einen leichter......
    WAS Liebe ist,kann glaube ich jeder nur aus seiner subjektiven Warte begreifen, jeder liebt für sich allein....
    Schön fand ich das Buch von Erich Fromm über die Kunst des Liebens, da steckt sehr viel Wahres drin.

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