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04.03.2011, 13:01Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
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04.03.2011, 13:05Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
Und wie geht das, ohne dass er eine innere Beziehung zu dir hat?? Dann kannst du ja auch Tom Cruise lieben (ein schrecklicheres Beispiel fällt mir auf die Schnelle nicht ein). Oder eben das was du meinst wer Tom Cruise ist.
Hat das wer gesagt außer dir??es muss keine partnerschaft, ehe, zusammenwohnen sein.
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04.03.2011, 13:15
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
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04.03.2011, 13:21Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
Hm, wahre Liebe ist für mich halt etwas real gelebtes, nicht phantasiertes.
Irgendwer hat hier als Signatur: Liebe ist trotz, nicht weil...
Jemanden zu lieben, mit dem ich keine Beziehung habe ist ja nun weiter auch nicht schwer.
Und: wie drückt sich diese Liebe denn dann aus? Nur in angenehmen Gedanken in Bezug auf das Liebesobjekt?? Für mich bleibt das Projektion, das ist irgendwie Liebe light mit Sicherheitsabstand.
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04.03.2011, 13:47Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
Was meinst du mit akutem Fall?
Liebe ist bedingungslos.
Ich liebe nicht, weil mein Partner so schön, großzügig, intelligent oder weiß der Geier was ist.
Ich liebe ihn nicht "nur" wenn alles zu meiner Zufriedenheit läuft.
Ich liebe meinen Partner trotz unterschiedlicher Lebenserfahrungen, Ansichten, die nicht mit meinen identisch sind. Ich liebe meinen Partner obwohl wir gelegentlich unterschiedlicher Meinung sind.
Ich liebe und akzeptiere ihn als "Ganzheit" so wie er mich als "Ganzheit" liebt und akzeptiert, obwohl ich ihm manchmal z. B. mit dem Analysieren von Dingen, Situationen, Gefühlen auf den Zeiger gehe.
Abhängigkeit beginnt für mich, wenn ich meinen Gemütszustand, mein Rundsein von seinen Befindlichkeiten abhängig mache.
Zum Beispiel wenn er genervt, gestresst ist und sich in seine Höhle zurückzieht, dann tut Mann das, weil Mann das für sein Wohlbefinden und seine Mitte braucht. Wenn er nicht mit mir darüber reden mag, dann hat das nichts mit mangelnder/fehlender Liebe mir gegenüber zu tun.
Zieht er sich zurück, fühle ich mich nicht ungeliebt, es beeinflusst meine Liebe zu ihm nicht.
Das Zurückziehen ist eine Facette des "Gesamtpakets" welches ich kennen und lieben lernen durfte.
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04.03.2011, 13:56
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
Ich behaupte, dass es auf jeden Fall eine gemeinsame Basis geben muss, auf der eine positive Akzeptanz der anderen Person möglich ist und ein Vertrauen entsteht. Die Unterschiede und Gegensätze können/dürfen, wie du selbst schreibst... gelegentlich, manchmal... auftreten, aber nicht ständig. Zu grosse Unterschiede in Wertvorstellungen, Lebensplanung und Gewohnheiten passen nicht zusammen. Da kann meiner Meinung nach keine Liebe mit gelebter Partnerschaft auf Dauer halten.
Es sei denn, wir reden wieder von der eher spirituellen Geschichte mit Abstand bzw. Distanz.
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04.03.2011, 13:59Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
Den akuten Fall Verliebtheit bzw. Liebesbeziehung.
Das sehe ich auch so.Liebe ist bedingungslos.
Ich liebe nicht, weil mein Partner so schön, großzügig, intelligent oder weiß der Geier was ist.
Ich liebe ihn nicht "nur" wenn alles zu meiner Zufriedenheit läuft.
.......
Abhängigkeit beginnt für mich, wenn ich meinen Gemütszustand, mein Rundsein von seinen Befindlichkeiten abhängig mache.
Zum Beispiel wenn er genervt, gestresst ist und sich in seine Höhle zurückzieht, dann tut Mann das, weil Mann das für sein Wohlbefinden und seine Mitte braucht. Wenn er nicht mit mir darüber reden mag, dann hat das nichts mit mangelnder/fehlender Liebe mir gegenüber zu tun.
Zieht er sich zurück, fühle ich mich nicht ungeliebt, es beeinflusst meine Liebe zu ihm nicht.
Das Zurückziehen ist eine Facette des "Gesamtpakets" welches ich kennen und lieben lernen durfte.
Ah, o.k.
Das ist für meine Begriffe das normale Beziehungsspiel von Distanz und Nähe, klingt sehr gesund!
Sich nicht von den Stimmungen des Partners abhängig zu machen.
Hier einen ständigen Bezug zu sich herzustellen, halte ich auch nicht für ein Zeichen von Liebe.
Es ist eher Unsicherheit.
Auch wenn in der Phase der ersten Verliebtheit jede Regung des anderen interpretiert und gedeutet wird (natürlich als Zeichen der Liebe!), schwächt sich diese Phase doch irgendwann wieder ab. Mit der Option, dass diese Zeit immer wieder erinnert und kurzfristig wiederbelebt werden kann ("Weißt du noch, damals, als wir....?").
Ich dachte, du meinst die - wie soll ich sagen: strukturelle? - Abhängigkeit des Liebenden vom geliebten Menschen. Darum ging es mir in meiner Antwort.
Gerade wenn man Liebe als etwas Gelebtes versteht, ist man irgendwie doch abhängig vom anderen: denn ohne ihn kann ich die Liebe nicht leben.
Es es ist eine Beschränkung der Freiheit, für die man aber auch etwas bekommt.
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04.03.2011, 14:11Inaktiver User
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04.03.2011, 14:25Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
Die gemeinsame Basis ist einer der Grundpfeiler in meinem Beziehungsverständnis.
Ob die einzelnen Biographien miteinander vereinbar und die daraus resultierenden Erfahrungen/Weltbilder das kristallisiert sich n.m.E. im Laufe des Kennenlernens heraus - sofern man das nicht "im Namen der sog. Liebe" komplett ausblendet.
Ich habe in meinem Leben genügend Umwege machen dürfen.
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04.03.2011, 14:26
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
Das wäre ja sogar noch begrüßenswert.
Allerdings ist es ja nun nicht eben selten, dass unerwiderte Liebe,
insbesondere wenn der andere über die eigenen "Liebesgefühle" in kenntnis ist (anders als Tom Cruise
) doch eher von unangenehmen Gedanken, Seelenzuständen, Kummer bis hin zu Mordgelüsten begleitet wird.
Nicht wenige waren ja schon rasend und sparten auch nicht mit, wenn auch nur gedanklichen Beleidigungen und Abwertungen, wenn sich das Objekt standhaft weigerte, sie zu erhören...
Und waren dabei überzeugt, aus Liebe zu handeln *örgs*---
In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
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