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  1. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wenn ich einen menschen liebe- habe ich eine innere beziehung zu ihm.

    es muss keine partnerschaft, ehe, zusammenwohnen sein.

    Sagt doch keiner....

  2. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wenn ich einen menschen liebe- habe ich eine innere beziehung zu ihm.
    Und wie geht das, ohne dass er eine innere Beziehung zu dir hat?? Dann kannst du ja auch Tom Cruise lieben (ein schrecklicheres Beispiel fällt mir auf die Schnelle nicht ein). Oder eben das was du meinst wer Tom Cruise ist.

    es muss keine partnerschaft, ehe, zusammenwohnen sein.
    Hat das wer gesagt außer dir??

  3. User Info Menu

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wie geht das, ohne dass er eine innere Beziehung zu dir hat?? Dann kannst du ja auch Tom Cruise lieben (ein schrecklicheres Beispiel fällt mir auf die Schnelle nicht ein).


    Das würde ich im allerweitesten Sinne als eine Liebe im spirituellen Sinne (vgl. Heiligenverehrung, Gottesverehrung) bezeichnen!

    Die Frage ist dann nur, ob die "innere Beziehung" real oder eingebildet ist - aber auch das muss ja gar nicht schlecht sein!


  4. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Hm, wahre Liebe ist für mich halt etwas real gelebtes, nicht phantasiertes.

    Irgendwer hat hier als Signatur: Liebe ist trotz, nicht weil...

    Jemanden zu lieben, mit dem ich keine Beziehung habe ist ja nun weiter auch nicht schwer.

    Und: wie drückt sich diese Liebe denn dann aus? Nur in angenehmen Gedanken in Bezug auf das Liebesobjekt?? Für mich bleibt das Projektion, das ist irgendwie Liebe light mit Sicherheitsabstand.

  5. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ist was dran. Und doch....

    Liebe lebt vom Austausch, ich kann nicht einen anderen Menschen "ganz für mich" lieben, ohne Bedingtheit und Verweis auf den anderen und sein Verhalten mir gegenüber.

    Wo fängt dann die Abhängigkeit an?

    Und ist eine solche Anhängigkeit wirklich per se keine Liebe, wie du schreibst?
    Manche Menschen haben auch, bedingt durch ihre Geschichte, ein "entgleistes" Liebesverhalten: sie suchen die Liebe von Vater und Mutter, die Liebe, die sie aufwertet, die ihnen Sicherheit gibt.
    Ich denke schon dass es hier auch um Liebe geht, aber die Liebe wird instrumentalisiert, wird beladen mit Lasten, die sie schwer machen und eben - abhängig.

    Ich finde das ganz schwierig abzugrenzen, vor allem im akuten Fall.
    Was meinst du mit akutem Fall?

    Liebe ist bedingungslos.
    Ich liebe nicht, weil mein Partner so schön, großzügig, intelligent oder weiß der Geier was ist.
    Ich liebe ihn nicht "nur" wenn alles zu meiner Zufriedenheit läuft.

    Ich liebe meinen Partner trotz unterschiedlicher Lebenserfahrungen, Ansichten, die nicht mit meinen identisch sind. Ich liebe meinen Partner obwohl wir gelegentlich unterschiedlicher Meinung sind.

    Ich liebe und akzeptiere ihn als "Ganzheit" so wie er mich als "Ganzheit" liebt und akzeptiert, obwohl ich ihm manchmal z. B. mit dem Analysieren von Dingen, Situationen, Gefühlen auf den Zeiger gehe.

    Abhängigkeit beginnt für mich, wenn ich meinen Gemütszustand, mein Rundsein von seinen Befindlichkeiten abhängig mache.
    Zum Beispiel wenn er genervt, gestresst ist und sich in seine Höhle zurückzieht, dann tut Mann das, weil Mann das für sein Wohlbefinden und seine Mitte braucht. Wenn er nicht mit mir darüber reden mag, dann hat das nichts mit mangelnder/fehlender Liebe mir gegenüber zu tun.
    Zieht er sich zurück, fühle ich mich nicht ungeliebt, es beeinflusst meine Liebe zu ihm nicht.
    Das Zurückziehen ist eine Facette des "Gesamtpakets" welches ich kennen und lieben lernen durfte.

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    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich liebe nicht, weil mein Partner so schön, großzügig, intelligent oder weiß der Geier was ist.
    Ich liebe ihn nicht "nur" wenn alles zu meiner Zufriedenheit läuft.

    Ich liebe meinen Partner trotz unterschiedlicher Lebenserfahrungen, Ansichten, die nicht mit meinen identisch sind. Ich liebe meinen Partner obwohl wir gelegentlich unterschiedlicher Meinung sind.

    Ich liebe und akzeptiere ihn als "Ganzheit" so wie er mich als "Ganzheit" liebt und akzeptiert, obwohl ich ihm manchmal z. B. mit dem Analysieren von Dingen, Situationen, Gefühlen auf den Zeiger gehe.
    Ich behaupte, dass es auf jeden Fall eine gemeinsame Basis geben muss, auf der eine positive Akzeptanz der anderen Person möglich ist und ein Vertrauen entsteht. Die Unterschiede und Gegensätze können/dürfen, wie du selbst schreibst... gelegentlich, manchmal... auftreten, aber nicht ständig. Zu grosse Unterschiede in Wertvorstellungen, Lebensplanung und Gewohnheiten passen nicht zusammen. Da kann meiner Meinung nach keine Liebe mit gelebter Partnerschaft auf Dauer halten.

    Es sei denn, wir reden wieder von der eher spirituellen Geschichte mit Abstand bzw. Distanz.

  7. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit akutem Fall?
    Den akuten Fall Verliebtheit bzw. Liebesbeziehung.

    Liebe ist bedingungslos.
    Ich liebe nicht, weil mein Partner so schön, großzügig, intelligent oder weiß der Geier was ist.
    Ich liebe ihn nicht "nur" wenn alles zu meiner Zufriedenheit läuft.

    .......
    Das sehe ich auch so.


    Abhängigkeit beginnt für mich, wenn ich meinen Gemütszustand, mein Rundsein von seinen Befindlichkeiten abhängig mache.
    Zum Beispiel wenn er genervt, gestresst ist und sich in seine Höhle zurückzieht, dann tut Mann das, weil Mann das für sein Wohlbefinden und seine Mitte braucht. Wenn er nicht mit mir darüber reden mag, dann hat das nichts mit mangelnder/fehlender Liebe mir gegenüber zu tun.
    Zieht er sich zurück, fühle ich mich nicht ungeliebt, es beeinflusst meine Liebe zu ihm nicht.
    Das Zurückziehen ist eine Facette des "Gesamtpakets" welches ich kennen und lieben lernen durfte.

    Ah, o.k.
    Das ist für meine Begriffe das normale Beziehungsspiel von Distanz und Nähe, klingt sehr gesund!
    Sich nicht von den Stimmungen des Partners abhängig zu machen.
    Hier einen ständigen Bezug zu sich herzustellen, halte ich auch nicht für ein Zeichen von Liebe.
    Es ist eher Unsicherheit.
    Auch wenn in der Phase der ersten Verliebtheit jede Regung des anderen interpretiert und gedeutet wird (natürlich als Zeichen der Liebe!), schwächt sich diese Phase doch irgendwann wieder ab. Mit der Option, dass diese Zeit immer wieder erinnert und kurzfristig wiederbelebt werden kann ("Weißt du noch, damals, als wir....?").

    Ich dachte, du meinst die - wie soll ich sagen: strukturelle? - Abhängigkeit des Liebenden vom geliebten Menschen. Darum ging es mir in meiner Antwort.

    Gerade wenn man Liebe als etwas Gelebtes versteht, ist man irgendwie doch abhängig vom anderen: denn ohne ihn kann ich die Liebe nicht leben.
    Es es ist eine Beschränkung der Freiheit, für die man aber auch etwas bekommt.

  8. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Lalique Beitrag anzeigen
    Es ging und geht mir dabei immer um das gesteigerte Lebensgefühl (vergleichbar mit Liebe als Grundgefühl), das auch ohne die geschlechtliche Liebe zu EINEM Menschen erreichbar sein sollte/müsste/könnte und dem die Mystiker aller Religionen zum Beispiel auf der Spur sind und waren.
    Das gehört für mich dazu, wenn man über das Phänomen Liebe an sich nachdenkt. Warum eigentlich nicht?

    Diese Gedanken beschäftigen mich auch. Gerade weil ich über Abhängigkeit/Unabhängigkeit nachdenke.

  9. Inaktiver User

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Elwyn Beitrag anzeigen
    Ich behaupte, dass es auf jeden Fall eine gemeinsame Basis geben muss, auf der eine positive Akzeptanz der anderen Person möglich ist und ein Vertrauen entsteht. Die Unterschiede und Gegensätze können/dürfen, wie du selbst schreibst... gelegentlich, manchmal... auftreten, aber nicht ständig. Zu grosse Unterschiede in Wertvorstellungen, Lebensplanung und Gewohnheiten passen nicht zusammen. Da kann meiner Meinung nach keine Liebe mit gelebter Partnerschaft auf Dauer halten.

    Es sei denn, wir reden wieder von der eher spirituellen Geschichte mit Abstand bzw. Distanz.
    Die gemeinsame Basis ist einer der Grundpfeiler in meinem Beziehungsverständnis.
    Ob die einzelnen Biographien miteinander vereinbar und die daraus resultierenden Erfahrungen/Weltbilder das kristallisiert sich n.m.E. im Laufe des Kennenlernens heraus - sofern man das nicht "im Namen der sog. Liebe" komplett ausblendet.

    Ich habe in meinem Leben genügend Umwege machen dürfen.

  10. User Info Menu

    AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und: wie drückt sich diese Liebe denn dann aus? Nur in angenehmen Gedanken in Bezug auf das Liebesobjekt??
    Das wäre ja sogar noch begrüßenswert.

    Allerdings ist es ja nun nicht eben selten, dass unerwiderte Liebe,
    insbesondere wenn der andere über die eigenen "Liebesgefühle" in kenntnis ist (anders als Tom Cruise ) doch eher von unangenehmen Gedanken, Seelenzuständen, Kummer bis hin zu Mordgelüsten begleitet wird.
    Nicht wenige waren ja schon rasend und sparten auch nicht mit, wenn auch nur gedanklichen Beleidigungen und Abwertungen, wenn sich das Objekt standhaft weigerte, sie zu erhören...

    Und waren dabei überzeugt, aus Liebe zu handeln *örgs*
    ---

    In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.

    Dalai Lama

    __________________

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