Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 74
-
04.03.2011, 11:37Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
-
04.03.2011, 11:38Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
Liebe gehört für mich zu den Bedürfnissen und Möglichkeiten jedes Menschen.
Gelebte Liebe ist für mich ein positives Gefühl der Offenheit und Zugewandtheit in Vertrauen.
Wir erkennen die Seele des anderen in Liebe.
Eine Erfahrung von Ergänzung - nicht im Sinne von Kompensation - sondern im Erkennen, dass wir Menschen nicht nur auf uns beschränkt sind.
In diesem Gefühl steckt Potential zum spirituellen Erlebnis, das die Grenzen von Physis und Verstand überschreitenden und kurzfristig auflösen kann: Transzendenz.
Liebe ist in mir, auch ohne ein Liebesobjekt.
Diese Liebe "für mich" äussert sich in Leidenschaft für Betätigungen, Natur, Kunst und findet sich dort wieder.
Die Liebe flieht den, der sie sucht.
-
04.03.2011, 11:38Inaktiver User
-
04.03.2011, 11:38
-
04.03.2011, 12:04Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
Da ist was dran. Und doch....
Liebe lebt vom Austausch, ich kann nicht einen anderen Menschen "ganz für mich" lieben, ohne Bedingtheit und Verweis auf den anderen und sein Verhalten mir gegenüber.
Wo fängt dann die Abhängigkeit an?
Und ist eine solche Anhängigkeit wirklich per se keine Liebe, wie du schreibst?
Manche Menschen haben auch, bedingt durch ihre Geschichte, ein "entgleistes" Liebesverhalten: sie suchen die Liebe von Vater und Mutter, die Liebe, die sie aufwertet, die ihnen Sicherheit gibt.
Ich denke schon dass es hier auch um Liebe geht, aber die Liebe wird instrumentalisiert, wird beladen mit Lasten, die sie schwer machen und eben - abhängig.
Ich finde das ganz schwierig abzugrenzen, vor allem im akuten Fall.
-
04.03.2011, 12:06Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
[QUOTE=Vivena;9821841
ich kann nicht einen anderen Menschen "ganz für mich" lieben, ohne Bedingtheit und Verweis auf den anderen und sein Verhalten mir gegenüber.
l.[/QUOTE]
doch.
-
04.03.2011, 12:10Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
Dann hast du wohl einen anderen Liebesbegriff als ich.
Für mich bedeutet Liebe eben Austausch und Verbindung, sonst ist es leblos.
Das muss nicht eine Verbindung wie Ehe oder sonst etwas geregeltes sein, ich meine damit eher die emotionale Verbindung.
Einen Menschen, zu dem ich keine emotionale Verbindung habe, den kann ich auch nicht lieben.
-
04.03.2011, 12:11Inaktiver User
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
ich kann zu einem andern menschen durchaus eine emotionale beziehung haben- aber das verpflichtet mein gegenüber zu nichts.
- was geht es dich an, wenn mein herz dich liebt-
-
04.03.2011, 12:18
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
love isn't true, it's just something that we do

davon wollte madonna zwar nix hören, aber naja...---
In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.
Dalai Lama
__________________
-
04.03.2011, 12:23
AW: Liebe - was ist das eigentlich genau?
Sehr interessant, was da zusammen kommt
!
In den thread über "wahre Liebe" habe ich nicht reingeguckt, deshalb weiß ich nicht, ob dieser hier eventuell überflüssig ist! DAS habe ich mir mal herausgepickt, weil ich mich auch als einen mehr oder weniger spirituellen Menschen sehe.
Es ging und geht mir dabei immer um das gesteigerte Lebensgefühl (vergleichbar mit Liebe als Grundgefühl), das auch ohne die geschlechtliche Liebe zu EINEM Menschen erreichbar sein sollte/müsste/könnte und dem die Mystiker aller Religionen zum Beispiel auf der Spur sind und waren.
Das gehört für mich dazu, wenn man über das Phänomen Liebe an sich nachdenkt.Warum eigentlich nicht?Psychologisch und im Einzelfall hilft mir das auch nicht unbedingt weiter!
Ich habe z.B. durch Meditation schon vor vielen Jahren besondere Zustände erlebt, die durchaus vergleichbar mit denen des Frischverliebtseins waren, auch, wenn dabei das körperliche Gegenüber fehlte. So ein Gefühl, dass man wegen nichts grinsend im Bus steht und etwas in einem fließt.
Ich bin ziemlich geprägt durch die 70-er (MEINE Zeit,wie ich gern sage) und damals waren gesteigerte Bewusstseinszustände fast ein Muss. Man strebte sie an entweder durch Psychedelika, zu deutsch "Drogen" - wie auch heute noch beliebt, oder aber durch Spiritualität.
Von Drogen hielt ich Abstand, vom gelegentlichen Joint abgesehen - soviel Verstand hatte ich gottlob - weil ich Kinder hatte, aber Spiritualität hatte mich schon immer interessiert und damals wurde sie langsam gesellschaftsfähig und zu einer echten "Konkurrenz" für die institutionalisierten Religionen, mit denen ich nie was am Hut hatte.
Das ist aber jetzt abgeschweift...Do what makes your heart sing



Zitieren
