Ja, für mich kommt das auch so rüber als wolle er damit zeigen, alle Fäden in der Hand zu haben. Dabei mangelt es ihm aber nicht an Aufmerksamkeit. Die verschafft er sich mit Leichtigkeit.
Er ist schon sehr ichbezogen und deshalb empfinde ich dieses "meine..../mein...." eher als Aufmerksamkeit auf sich lenken.
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Ergebnis 11 bis 15 von 15
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23.02.2011, 23:08
AW: Meine Frau, meine Tochter, mein Sohn
Die gefährlichste aller Weltanschauungen
ist die Weltanschauung der Leute,
welche die Welt nie angeschaut haben.
von Alexander von Humboldt
(1769-1859 Naturwissenschaftler, Ethnologe und Geograph)
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24.02.2011, 08:34Inaktiver User
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24.02.2011, 09:05Inaktiver User
AW: Meine Frau, meine Tochter, mein Sohn
Ich glaube, auf diese Frage kann es keine allgemeingültige Antwort geben. Ich benutze diese Formulierungen im persönlicheren Umfeld einmal nur zur Abgrenzung, wenn ich genau weiss, dass der Erwähnte zu einem Thema eine deutlich andere Meinung hat als ich, wie beispielsweise "Frag halt mal Deinen Bruder" oder "Geh damit doch mal zu Deinem Vater". Das sind aber eher seltene Varianten. Häufiger benutze ich "meine Tochter", "mein Sohn", "mein Mann" etc, wenn danach eine deutlich ironische oder sarkastische Bemerkung folgt wie "Meine Tochter macht nichts lieber als Physikaufgaben" oder "Dein Bruder ist ein wahrer Weltmeister im Vogelhäuschenbauen". Hierbei ist mir allerdings wichtig, dass der/die Zitierte anwesend ist, sonst finde ich solche Bemerkungen etwas despektierlich. Der Gebrauch derartiger Formulierungen ist also sehr stark vom Umgangston und den sprachlichen Gepflogenheiten innerhalb des engeren Familien- bzw. Freundschaftsverbands abhängig. So können sie nach außen sowohl prinzipiell liebevoll, abwertend und besitzergreifend wirken als auch nur eine momentane bestimmte Stimmung verstärken.
Geändert von Inaktiver User (24.02.2011 um 09:29 Uhr)
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24.02.2011, 16:57Inaktiver User
AW: Meine Frau, meine Tochter, mein Sohn
Mir käme das auch komisch vor, es wirkt auf mich distanzschaffend.
So rede ich mit Fremden über mir nahe stehende Personen, also über Personen die mein Gegenüber nicht kennt.
Seht Ihr Euch häufig? Hat er vielleicht den Eindruck Du kennst seine Familie nicht.
Oder er ist so in seinem Beruf involviert, dass er auch mit Verwandten in eine berufliche Kommunikation verfällt und gar nicht mehr merkt, dass er jemandem gegenüber steht, der seine Familie kennt.
Vielleicht fragst Du ihn beim nächsten Mal wenn er von "seiner Tochter" spricht:"Meinst Du X oder hast Du noch eine Tochter von der ich nichts weiß?"
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02.03.2011, 20:41


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