nochwas
zum Einordnen gehört natürlich mehr Standvermögen, als sich unterzuordnen!
Wer sich unterordnet- nimmt keinen Raum ein und kann damit auch nicht den Raum eines anderen beschneiden.
Er ist damit dem Gefühl von Ablehnung, die schnell empfunden werden kann, wenn der Gegenüber nicht einfach so seinen Raum beschneiden lässt- nicht ausgesetzt.
Für viele Menschen ist Grenzenziehen ein anstrengender Akt.
Und je nach Tagesform wird das wohl auch jedem Menschen mal so gehen.
Sich dann auch mal durchsetzen.....GEGEN einen anderen aufstehen....ist nicht immer einfach und wird dann sehr schnell auch als persönlicher Angriff empfunden.
Menschen, die sich sehr schnell persönlich angegriffen fühlen werden sicher auch schneller in der Unterordnung zu finden sein- weil untergeordnet doch immer auch das Gefühl von "ich werde geliebt und gehöre dazu" mit sich bringt.
Ein stabilerer Mensch wird sich sicher eher dazugehörig fühlen, wenn er seine Grenzen ziehen kann und damit einen "sichtbaren" Posten in einem Gefüge einnimmt.
kenzia
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Thema: Einordnen vs. unterordnen
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20.02.2011, 20:10Inaktiver User
AW: Einordnen vs. unterordnen
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20.02.2011, 20:30Inaktiver User
AW: Einordnen vs. unterordnen
Hm und Menschen, die sich unterordnen weil ihr Antrieb vielleicht "ich fühle mich geliebt" ist, die werden auch alles tun um vermeintlich geliebt zu werden. Daher ist die Motivation, die die Leute dann veranlasst Dinge zu tun weniger weil sie selbst es so wollen (einordnen) sondern weil sie einen auf gut Freund machen wollen oder eben im Mittelpunkt stehen wollen.
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20.02.2011, 20:47Inaktiver User
AW: Einordnen vs. unterordnen
Leute,die sich unterordnen, werden selten im Mittelpunkt stehen- das wäre ein WIdespruch

"auf gut Freund machen" würde bedeuten, daß es um diese Person im Gegenüber geht. Aber das stimmt so gar nicht-- es geht nicht um eine konkrete Person dann sondern nur um die generelle Angst der Ablehnung.
Das "weil sie selbst es so wollen"- lese ich jetzt als bewusste Handlung, was ich aber absolut nicht glaube.
So ein Verhalten wird vielleicht sogar immer sehr automatisiert ablaufen.
Eines darf man dabei nicht vergessen- man sollte es wertfrei betrachten und auch sehen, daß so ein Verhalten durchaus auch Vorteile hat.
Solche Menschen- gelten als anpassungsfähig und sind damit wirklich immer wieder auch lieber gesehen als die Menschen, die den Mund aufmachen und um ihren Raum kämpfen!
Das alles beinhaltet auch Schutz....- der für die Seele nicht zu unterschätzen ist!!
kenzia
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20.02.2011, 21:16Inaktiver User
AW: Einordnen vs. unterordnen
Ich meinte damit eben den Mechanismus, dass man diese Angst vor Ablehnung dadurch zu verdrängen versucht.
Nein keine bewusste Handlung, ich denke auch, dass das gelegt worden ist und zu einem Automatismus gewachsen ist.Das "weil sie selbst es so wollen"- lese ich jetzt als bewusste Handlung, was ich aber absolut nicht glaube.
So ein Verhalten wird vielleicht sogar immer sehr automatisiert ablaufen.
Die Frage ist halt ob das nicht auch den Nachteil des "sich aufgebens" nicht mehr "sich spüren", sich "für andere aufopfern" mit sich bringt?Eines darf man dabei nicht vergessen- man sollte es wertfrei betrachten und auch sehen, daß so ein Verhalten durchaus auch Vorteile hat.
Solche Menschen- gelten als anpassungsfähig und sind damit wirklich immer wieder auch lieber gesehen als die Menschen, die den Mund aufmachen und um ihren Raum kämpfen!
Das alles beinhaltet auch Schutz....- der für die Seele nicht zu unterschätzen ist!!
Ich glaube die Kunst besteht darin trotzdem seinen Platz einzunehmen aber auch nicht ständig diesen Raum für sich in Anspruch zu nehmen.
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21.02.2011, 11:06Inaktiver User
AW: Einordnen vs. unterordnen
Ich glaube, die Kunst besteht darin, sich klar zu machen, warum man handelt, wie man handelt. "Anpassen" kann im Extrem bis zur Selbstaufgabe führen, es kann aber auch sehr praktisch und je nach Kontext dringend notwendig sein: Wenn ich in einer fremden Umgebung mit anderartigen Sitten und Gebräuchen so sehr mein eigenes Ding durchziehe, dass ich überall anecke, verbaue ich mir eine Menge Möglichkeiten. Und kann sehr isoliert sein.
Wenn ich bewusst (!) mein Verhalten anpasse, ist das nicht so. Dann kann ich es stehen lassen, dass Schwiegermutter > 80 Jahre ihrer Sympathie für´s Musikantenstadl Ausdruck verleiht, ohne dagegen zu bollern, dass diese Musik entsetzlich ist. Auch wenn dies meine wahre Meinung ist. Das meinst Du wahrscheinlich damit, dass man nicht ständig seinen Raum für sich in Anspruch nimmt, oder?
Das "Sich aufgeben" beginnt da, wo man sich nicht mehr spürt, nicht mehr weiß, was man selber will/kann/mag und es andere für einem selbst bestimmen lässt. Malina hat es schon zum Ausdruck gebracht: Damit kann man Verantwortung abgeben. Im Extremfall bis zu dem Punkt, dass man die Verantwortung für das eigene Leben anderen überlässt. Was gar nicht so ganz selten vorkommt.
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24.02.2011, 18:57
AW: Einordnen vs. unterordnen
Das Thema berührt mich sehr.
Am Arbeitsplatz erwartet man von mir, mich einzuordnen. Damit hab ich kein Problem, anders
kann es ja auch nicht laufen.
Ich hab in meiner Truppe im Büro Probleme mich unterzuordnen.
Ich bin die Sekretärin, ein Chef und 9 Kollegen.
Mein Problem ist, das mein Chef mich als dumme Tippse zu sehen scheint.
Vieles über den organisatorischen Ablauf weiß ich am besten von allen, da die Kollegen techn.
Dinge zu bearbeiten haben und viel unterwegs sind.
Wenn ich einen Einwand sage, werde ich nicht gehört.
Er geht prinzipiell aus dem Büro ohne zu sagen wohin. Geht er nicht zu Terminen sagt er dies nie.
Ich werde dann von anderen Sekretärinnen angerufen, ob Cheffe nicht kommt.
Weiß ich nicht
Dann ruf ich ihn auf seinem Handy an und er sagt z. B. da geht Kollege xy hin.
Da weiß ich aber nieeeeeeee was von!!!
Ich hab das schon so oft gesagt, interessiert ihn nicht.
Nun scheint er aber zu meinen, das muß ich eben so hinnehmen.
Wenn ich an all diese Situationen denke, tut mir das weh.
Ich habe auch arge Probleme das zu akzeptieren.
Privat wechsel ich kein Wort mehr mit ihm. Ich finde, es müßte dafür erstmal ordentlich
gearbeitet werden. Dann habe ich auch Interesse persönlich am anderen teilzuhaben.
Oder habe ich einfach ein zu geringes Selbstwertgefühl wenn mir das zu schaffen macht?
Gruß
Kakaoliese
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24.02.2011, 19:15Inaktiver User
AW: Einordnen vs. unterordnen
Magst Du mir mal schildern wie die Altersstruktur bei Euch ist einschliesslich von Dir?
Beziehen sich die Einwände nur auf den Chef oder auch auf die anderen Kollegen?Vieles über den organisatorischen Ablauf weiß ich am besten von allen, da die Kollegen techn.
Dinge zu bearbeiten haben und viel unterwegs sind.
Wenn ich einen Einwand sage, werde ich nicht gehört.
Ist er der oberste Chef?Er geht prinzipiell aus dem Büro ohne zu sagen wohin. Geht er nicht zu Terminen sagt er dies nie.
Führt ihr keinen Kalender und bist Du nicht auch für die Disponierung der Termine zuständig?
Gibts eine regelmässiges Treffen zwischen Dir und Deinem Chef und bringst Du das dann zur Sprache?Ich werde dann von anderen Sekretärinnen angerufen, ob Cheffe nicht kommt.
Weiß ich nicht
Dann ruf ich ihn auf seinem Handy an und er sagt z. B. da geht Kollege xy hin.
Da weiß ich aber nieeeeeeee was von!!!
Weisst Du das oder ist das eine Vermutung von Dir?Ich hab das schon so oft gesagt, interessiert ihn nicht.
Nun scheint er aber zu meinen, das muß ich eben so hinnehmen.
Kann ich gut nachvollziehen.Wenn ich an all diese Situationen denke, tut mir das weh.
Ich habe auch arge Probleme das zu akzeptieren.
Ist das Deine erste Firma und Position?Privat wechsel ich kein Wort mehr mit ihm. Ich finde, es müßte dafür erstmal ordentlich
gearbeitet werden. Dann habe ich auch Interesse persönlich am anderen teilzuhaben.
Oder habe ich einfach ein zu geringes Selbstwertgefühl wenn mir das zu schaffen macht?
Bist Du eine Nachfolgerin?
Wie lange geht das schon so?
Wer hat Dich eingestellt und weswegen?


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