Antworten
Ergebnis 101 bis 110 von 274
-
24.02.2011, 20:31
AW: Macht das Single-Leben glücklich?
-
24.02.2011, 23:44
AW: Macht das Single-Leben glücklich?
Hier vielleicht schon

Guter Aspekt, daß "Glück" ja auch für jede/n etwas anderes bedeutet. Ich stehe am anderen Ende der Skala von dir, "Glück" ist für mich etwa, "bis jetzt ist alles ziemlich gut gelaufen". Was nicht heißt, daß das eine häufigere Erfahrung ist als ein Moment auf Wolke 7...
Meine Großtante hatte noch einen falschen Ehering und einen erfundenen Ehemann, damit sie in der Arbeit von den Kerlen in Ruhe gelassen wurde.
Und wenn ich da gerade so drüber nachdenke, sind mir auch selber schon zahlreiche erfundene Partner begegnet, weil niemand gegenüber Verwandten, Kollegen und flüchtigen Bekannten zugeben möchte, ein Hagestolz, eine alte Jungfer oder sonstwie "nicht vermittelbar" zu sein und dann sein Privatleben durchgekaut zu kriegen. Wie die Cousine meiner Mutter sagte, "mit dir ist aber schon, äh, alles in Ordnung?" und die Versuchung zu sagen, "Selbstverständlich. Ich bin Kaiser von Frankreich, ganz Europa ist mir untertan, und England kriege ich auch noch" fast überwältigend war.
-
25.02.2011, 07:12
AW: Macht das Single-Leben glücklich?
Also schön fände ich das durchaus, wenn da ein Mann käme, der einfach ruckelfrei zu meiner etwas verschwurbelten Persönlichkeit passt. Allein mir fehlt der Glaube, dass es einen solchen gibt. Und auf der anderen Seite wohl auch die Bereitschaft, mich eigens zu entschwurbeln, um meine Chancen auf das passende Gegenstück zu erhöhen.
Sprich, meine Anpassungsbereitschaft ist nicht sonderlich ausgeprägt, und ich nehme mal an, das liegt daran, dass ich keinen großartigen Leidensdruck verspüre, sondern mit meinem Leben, wie es ist, ganz zufrieden bin.
Zudem finde ich die meisten Männer, die ich so kennenlerne, reichlich unspannend und sage mir, für den würdest Du Dein schönes Single-Leben aber nicht aufgeben wollen (also rein hypothetisch, nicht, dass die alle was von mir wollten). Und daran merke ich, dass ich offenbar doch einiges aufzugeben habe. Einige Dinge gingen zumindest nicht mehr so selbstverständlich, und sei es aus rein zeitlichen Gründen. Einige würde man wohl so nicht mehr machen, wenn der Partner das Interesse nicht teilt (dreiwöchige Trekkingtouren im Himalaya z.B. bei denen die Hälfte des Jahresurlaubs draufgeht). Gut, dafür kämen möglicherweise andere Dinge hinzu, von denen ich jetzt noch nicht weiß, die aber auch ihren Reiz haben könnten. Aber da fehlt mir dann vielleicht die Phantasie, und ich bleibe liebe bei dem, was ich habe.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
-
25.02.2011, 07:16
AW: Macht das Single-Leben glücklich?
Und nicht zu vergessen die mangelnden Freizeitmöglichkeiten. Als alte Jungfer war es gerade noch tolerabel, sich in der Kirchengemeinde zu engagieren. Sportverein? Singlereisen? Alleine essen gehen oder überhaupt ausgehen?
Und ohne ausreichende Absicherung im Alter konnte man gerade noch froh sein, bei der verheirateten Verwandtschaft ein Gnadenbrot zu bekommen.
Und als Geschiedene war man sowieso gesellschaftlich geächtet und konnte sich nirgends mehr blicken lassen.
Ich glaube schon, dass das Single-Leben heutzutage freier und lustiger ist. Was sicherlich auch der Grund ist, dass es eine attraktive Alternative zu einer unglücklichen Partnerschaft ist.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
-
25.02.2011, 07:29Inaktiver User
-
25.02.2011, 07:38Inaktiver User
AW: Macht das Single-Leben glücklich?
Das muss es nicht unbedingt sein, es gibt Menschen denen fehlt etwas im Leben wenn sie keinen Partner haben und das muss nichts damit zu tun haben, das man sich an den Nachteilen stört.
Ich geniese mein Singleleben soweit wie es geht, aber ich habe eine Sehnsucht die ich auch mit aller aktivität nicht ausfüllen kann, Freunde ersetzen mir keinen Partner, der mir nach 6 Jahren alleine leben fehlt und mir ist durchaus bewusst, wenn ich so manches Paar sehe, das Leben in einer Beziehung auch nicht nur glücklich macht.
Es ist immer etwas von allen, zufrieden und glücklich leben kann ich auch als Single, aber will ich das?
da hast du völlig recht und darum hast du auch recht mit deiner Aussage das man nicht unbedingt glücklicher ist, wenn man eine Kompromisspartnerschaft eingeht..........
tja und darum warte ich immer noch auf den Frosch, oder den Prinzen auf dem weißen Pferd, von mir aus kann er auch zu Fuß kommen
-
25.02.2011, 08:44
AW: Macht das Single-Leben glücklich?
Solche Männer bewirken ja auch nichts, sie sind zwangsläufig eine Fessel.
Aber begegne einem, der dich ganz und gar berührt, und all deine vorherigen "Bedenken" etc. lösen sich in Nichts auf.
Für einen anderen Mann lohnt es sich in der Tat nicht!
Aber trotz allem ... ich denke schon, dass tief in uns die Sehnsucht nach der zweiten Hälfte zumindest schlummert.
Wenn die passende kommt, klickt etwas zusammen und man will es so haben.
Kein Mensch muss unglücklich sein als Single, eine Frau kann sich heute ihr Leben gut einrichten, aber mir kann keiner erzählen, dass diese Zeitbeziehungen glücklich machen oder in Serie besonders spannend sind, von einer seelischen Erfüllung ganz zu schweigen.
Trennungen tun immer weh und je öfter ein Mensch sich trennt, umso illusionsloser wird er, und das ist auch traurig.
Aber ich sag jetzt nix mehr, ich bin ja kein Single ...
Do what makes your heart sing
-
25.02.2011, 09:07
AW: Macht das Single-Leben glücklich?
Hallo Lalique,
wenn ich ehrlich bin, kenn ich nicht viele Menschen, die von sich behaupten, ihren Seelenpartner gefunden zu haben. Oft ist es tatsächlich eine pragmatische, alltagstaugliche Beziehung. Und das ist in meinen Augen durchaus schon viel, gerade wenn man Kinder möchte. Und auch eine solche Beziehung kann zufrieden machen, zuweilen auch glücklich.
Auf den Seelenpartner zu warten, halte ich hingegen für gefährlich. Auf so jemanden kann man m.E. nicht warten oder danach suchen. Das ist wenn dann ein Geschenk. Und wenn einem dieser Mensch nicht begegnet, dann sollte das Leben trotzdem noch schön sein. Entweder allein oder eben mit einem Partner, der im Großen und Ganzen passt, je nachdem, wie kompromissbereit man ist.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
-
25.02.2011, 09:46
AW: Macht das Single-Leben glücklich?
Es gibt schon einige, selbst bei Prominenten ...
Niemand "wartet", indem er wie gelähmt dasitzt und sich grämt. Es ist nur eine innere Ahnung, dass das Leben etwas ultimativ Besseres bieten und jeden Tag um die Ecke ein Wunder geschehen kann. Das ist spannend!Auf den Seelenpartner zu warten, halte ich hingegen für gefährlich. Auf so jemanden kann man m.E. nicht warten oder danach suchen. Das ist wenn dann ein Geschenk
Wenn es dann geschieht - plötzlich und unerwartet - ja, dann ist es in der Tat ein Geschenk
!
Ich habe auch nicht auf ihn "gewartet", sondern hatte meinen Anteil an Kompromissbeziehungen, die auseinander gingen, weil sie eben nicht DAS waren, was ich unbewusst suchte. Da fehlte immer etwas und ich war unruhig. Außerdem sah und traf ich überall andere "geeignete" Kandidaten
!
Ich bin nicht allzu kompromissbereit - ich will das Beste haben und nicht nur daraus machen. Ich wurde immer schnell missmutig.Und wenn einem dieser Mensch nicht begegnet, dann sollte das Leben trotzdem noch schön sein. Entweder allein oder eben mit einem Partner, der im Großen und Ganzen passt, je nachdem, wie kompromissbereit man ist.
Wäre mir dieser Mann nicht völlig unerwartet vor die Füße gefallen, wäre ich heute mit Sicherheit auch Single.
Glücklich? Keine Ahnung!
Ich habe mich in diesen Thread auch nur eingeschaltet, weil behauptet wurde, Langzeitbeziehungen seien langweilig und Menschen, die in ihnen verharrten, unflexibel, phlegmatisch und bequem, und das ist kränkend, weil das nicht zwangsläufig so sein MUSS.
In keiner einzigen meiner Lebensabschnittsbeziehungen hätte ich 30 Jahre ausharren können, ohne heute eine angeödete oder total resignierte Alte zu sein
!
Do what makes your heart sing
-
25.02.2011, 09:58
AW: Macht das Single-Leben glücklich?
Hallo Lalique,
ich stimme Dir zu, dass sicher nicht alle Langzeitbeziehungen öde sind. Nicht mal all die, die ich selbst von außen als öde empfinde, werden von den Betroffenen so empfunden. Da möchte ich mir auch kein Urteil drüber erlauben.
Klar, eine supertolle Beziehung wäre schön. Genau wie eine Traumvilla schön wäre. Ich gehe manchmal bei mir im Viertel an Häusern vorbei, wo ich denke, es müsste toll sein, dort wohnen zu können. Aber das werde ich mir nie leisten können. Und die Wahrscheinlichkeit, dass ich im Lotto gewinne oder einen reichen Mann treffe, der mir ein Leben in so einer Villa ermöglicht, ist äußerst gering. Also versuche ich, mir mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln einen annehmbaren Ersatz zu schaffen, mit dem ich mich auch wohlfühle (das wäre ins Beziehungsthema übersetzt die pragmatische Lösung). Oder ich wende die Aufmerksamkeit ganz anderen Lebensbereichen zu und sage mir, wenn ich schon nicht in der Traumvilla wohnen kann, dann will ich keinen zweitklassigen Ersatz, sondern geb dem Thema schöner Wohnen gleich gar nicht das Gewicht und konzentrier mich auf Bereiche, wo ich genau das haben kann, was ich will (das wäre der ich bin lieber Single-Ansatz).
Ich finde beides legitim, und in unterschiedlichen Lebensbereichen wird man für sich unterschiedliche Lösungen finden.
Fatal fände ich nur zu sagen, ohne die Traumvilla ist mein Leben nicht lebenswert und ich kann niemals glücklich werden. Das sollte man m.E. nicht mal dann denken, wenn man in dieser Villa lebt.
Gruß,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)



Zitieren
