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  1. Inaktiver User

    AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vor allem ist doch wichtig, wer wird im Staat gebraucht und wer nicht?
    Egal: ich kann mir jedenfalls gut vorstellen, dass in der DDR bereits gut erkannt wurde, dass die Datenkommunikation der STASI mal sehr wertvolle Dienste leisten kann. Natürlich wird sowas dann gefördert.
    In der DDR schätze ich mal war es nicht gern gesehen, wenn eine Frau zu Hause bleibt, weil das System zu wenig Einfluss auf sie ausüben konnte. Genauso hatte sie sicher zu viel Zeit zum Nachdenken

    Allgemein ist es aber wohl auch so gewesen, dass in der DDR die Arbeitsplätze sicher waren.

    In den Niederlanden soll die Schere zwischen Arm und Reich auch sehr klein sein - und die Menschen dort sind mit die glücklichsten in Europa.
    Knuddelwuddel
    ...

    Sprichst du von den doppelt besetzten Anwesenheitsplätzen, die jetzt nach einheitlichen Rentenregelungen voll profitieren?

    die Holländer und die Dänen gelten statistisch als solche und haben statistisch auch den höchste Konsumverbrauch von Drogen und Psychopharmaka - gibts da eventuell ne Verbindung...

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    AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?

    Zitat Zitat von Sonderzeichen Beitrag anzeigen
    ich weiss nicht, ob man 5 oder 6 gruppen braucht, aber 2 ist definitiv zu wenig.

    ich wuerde die fuehrungselite, hochrangige politiker, wirtschaftsbosse, prominente usw. am einen ende des spektrums sehen und das "prekariat" am anderen.

    dazwischen wuerde ich mindestens zwei schichten unterscheiden: untere mittelschicht - arbeiter, facharbeiter, kleine angestellte, im grunde das gros der lehrberufe. dazu auch kleinunternehmer.

    zur gehobenen mittelschicht gehoert dann eher das bildungsbuergertum, das gros der akademiker, aerzte, rechtsanwaelte usw. das sind leute, fuer die das abitur immer schon eine selbstverstaendlichkeit war, die auch immer wussten, dass sie sich vom durchschnitt abhoben.
    Ich würde die Schichten im Großen und Ganzen genauso beschreiben, allerdings würde ich den Begriff "Bildungsbürgertum" nicht verwenden oder höchstens in Anführungszeichen. Das ist ein Begriff, der ins 19. oder frühe 20. Jahrhundert gehört. Thomas Mann z.B. war ein Bildungsbürger. Heute verwendet man den Begriff eher ironisch und meint damit z.B. Leute, die ein Abo bei der Oper haben, weil sie was auf sich halten, die aber von Musik nicht wirklich was verstehen. Die echten Musikliebhaber sind dann wieder andere (hinten auf den Stehplätzen oder so).


    Ich würde sagen, dass die Schichtenzugehörigkeit heute viel unklarer ist als früher, z.B. klaffen Bildung und Einkommen oft extrem auseinander. Habe gerade den neuen Roman von Genazino gelesen, da geht es um einen promovierten Philosophen, der als Geschäftsführer in einer Großwäscherei angestellt ist, aber entlassen wird, und danach wegen seiner Depression die Frührente anstrebt (mit Anfang 40). Die Rente dürfte eher klein ausfallen, gehört er jetzt zur oberen oder zur unteren Mittelschicht oder gar zum Prekariat?

    Professoren und Ärzte haben nicht mehr automatisch das hohe Ansehen, das sie früher hatten. Es kommt immer auf den einzelnen Professor oder Arzt an.

    Und es ist richtig, was weiter oben gesagt wurde, dass Intellektualität nicht unbedingt was mir akademischer Ausbildung zu tun hat, obwohl man es dort sicher häufiger antrifft. Unter einem Intellektuellen verstehe ich einen umfassend gebildeteten und politisch denkenden Menschen (Sarte und Beauvoir waren Intellektuelle).

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    AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?

    Zitat Zitat von Sonderzeichen Beitrag anzeigen
    vor allem sind sie ganz anders sozialisiert worden als die aus "hoeherem hause". und das laesst sich in spaeteren jahren meist nicht mehr abstreifen, egal wie weit man sich qualifiziert.
    Ich weiss jetzt nicht, ob ich dich richtig verstehe, aber genau über dieses Thema hab ich vor einiger Zeit ein interessantes Buch gelesen: "Gestatten, Elite" von Julia Friedrichs. (Empfehlenswert! )

    Unter anderem finden sich darin interessante Statistiken. Und zwar, dass ca. 85% der "oberen Führungselite" (sorry für den Ausdruck) in Deutschland bereits aus "gutem Hause" stammt. Sie bekommen ihre topbezahlten Job meist durch "Vitamin B" (Familie, Verwandtschaft) oder über die sündhaft teuren Privatunis und -Internate (kann sich "Otto Normalverbraucher" niemals leisten!), denn nur dort sind die für die spätere Position nötigen Insiderinformationen verfügbar.

    Also lediglich 15% der "höheren Führungskräfte" mit Topgehalt stammen aus der "Mittelschicht" oder sogar "Unterschicht" (benutze die Worte nur aus Gründen des besseren Verstädnisses).

    Ergo: Ja, man wird in den meisten Fällen in sein "späteres Arbeitsmillieu" hineingeboren...ob nun mit oder ohne fachliche- und soziale Kompetenz (sei mal dahingestellt ).

    Was mir persönlich fehlt, ist dass Leute, die "nicht-studierte" als "minderwertig" betrachten oder heraushängen lassen wie "schlau" sie angeblich sind, keinen Deut hinterfragen (!) warum (!) ein bestimmter "Nicht-Akademiker" diesen beruflichen Weg gegangen ist. Weil schlussendlich zählt doch eher das "Warum"? Oder nicht?

    Beispielsweise: Ist jemand Arzt, weil er leidenschaftlich gerne Leben rettet? (In dem Sinne) oder weil "man es in seiner Familie" (Arztfamilie) eben wird (Druck durch die Eltern!)? ..... Hat die nette Friseurin diesen Beruf gewählt, weil sie gerne Haare schneidet und frisiert? - Oder weil ihr sonst nix übrig geblieben ist?

    Sitzt die Kassiererin bei Aldi an der Kasse, weil sie vielleicht in ihrer Jugend "etwas vom rechten Weg abgekommen ist" und keine Möglichkeit mehr hatte, ihre Schule nachzuholen? - Weil ihre Eltern sie vielleicht erzogen haben nach dem Motto "Mädchen brauchen keine gute Ausbildung, Mädchen heiraten?" - Vielleicht wäre die nette Kassiererin auch gerne Ärztin geworden, hätte sogar "das Zeug dazu gehabt", nur fehlte an allen Ecken und Enden das Geld in ihrer Familie? Oder sie kommt aus einem "Problemviertel", kam früh in ihrer Jugend schon mit Drogen in Berührung und schaffte erst viele Jahre später den Ausstieg?

    Dieses Denken in "Schichten" (die Kassiererin ist "dümmer" als Frau Dr. Anna Anwältin) halte ich persönlich daher für zu schubladisiert und voreingenommen.

    Wer mit seiner angeblichen "Klugheit" rumprahlt, sollte doch auch soviel "Intelligenz" besitzen, um mal kritisch zu hinterfragen und hinter die Dinge zu sehen?

    Warum sind manche Leute derart voreingenommen (Thema)?

    Und was ist mit dem "Tellerwäscher", der sich zum Millionär hochgearbeitet hat, ob mit - oder ohne Studium? - War er früher "minderwertig", ist es heute aber nicht mehr?

    ...Fragen über Fragen.....
    Life is a flower, of which love is the honey.

  4. Inaktiver User

    AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    Und es ist richtig, was weiter oben gesagt wurde, dass Intellektualität nicht unbedingt was mir akademischer Ausbildung zu tun hat, obwohl man es dort sicher häufiger antrifft. Unter einem Intellektuellen verstehe ich einen umfassend gebildeteten und politisch denkenden Menschen (Sarte und Beauvoir waren Intellektuelle).

    Mal zur Ergänzung aus Wikepedia, jetzt wo wir selber so intellektuelle Beiträge hervorzaubern . Ich finde übrigens, dass man einen intelligenten Menschen am ehesten an seinen Sozialkompetenzen erkennt.

    Den Begriff Emotionale Intelligenz haben John Mayer (University of New Hampshire) und Peter Salovey (Yale University) zur Beschreibung der Fähigkeit eingeführt, eigene und fremde Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen. Dieses Konzept beruht auf der Theorie der multiplen Intelligenzen von Howard Gardner (interpersonale und intrapersonale Intelligenz), deren Kerngedanke bereits von David Wechsler und Edward Thorndike als soziale Intelligenz bezeichnet wurde. Den Grundgedanken verdeutlicht Thorndike im Jahr 1920 mit dem Beispiel wonach der (fachlich) beste Mechaniker als Vorarbeiter scheitern wird, wenn es ihm an sozialer Intelligenz fehlt.[1] Das Thema Emotionale Intelligenz ist somit ein Beitrag zur Diskussion der Frage nach dem Erfolg im Leben und Beruf. Zur Popularität der Theorie in der Öffentlichkeit hat der Journalist Daniel Goleman beigetragen.
    Geändert von Inaktiver User (25.02.2011 um 14:33 Uhr)

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    AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?

    Ja, die Emotionale Intelligenz ist seit vielen Jahren ein absolutes Modethema. Was du da eben aus Wiki zitiert hast (ohne Gänsefüßchen, aber wenigstens mit Quellenangabe ) ist ein Beleg dafür.

    Intelligenz und Intellektualität sind aber nochmal zwei ganz verschiedene Dinge. Nicht alle intelligenten Menschen sind auch intellketuell. Ein intelligenter Techniker, eine emotional intelligente Psycholgin, nicht einmal ein Philosoph muss intellektuell sein. Das ist ein bestimmte Art von Intelligenz, die die meisten gar nicht anstreben. Ich geb aber zu, dass ich den Begriff jetzt sehr eng fasse. Helmut Schmidt ist ein Intellektueller, Helmut Kohl eher nicht. Aber man kann den Begriff "Intellekt" auch synonym mit "Intelligenz" verwenden. Und in dem Fall ist es wichtig, auch auf den EQ hinzuweisen, aber dass man einen intelligenten Menschen am ehesten an seinen Sozialkompetenzen erkennt, so weit würde ich nun nicht gehen. Zum Beispiel Künstler, die sehr zurückgezogen leben, schwierig sind und wenig Sozialkompetenz zeigen, sind oft hochintelligente Menschen.
    Geändert von Ditha (25.02.2011 um 20:35 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    Aber man kann den Begriff "Intellekt" auch synonym mit "Intelligenz" verwenden. Und in dem Fall ist es wichtig, auch auf die EQ hinzuweisen, aber dass man einen intelligenten Menschen am ehesten an seinen Sozialkompetenzen erkennt, so weit würde ich nun nicht gehen. Zum Beispiel Künstler, die sehr zurückgezogen leben, schwierig sind und wenig Sozialkompetenz zeigen, sind oft hochintelligente Menschen.
    Ja, hochintelligent auf einem bestimmten Gebiet (war ja schon Thema hier), aber in vielerlei Hinsicht wohl nicht wirklich lebensfähig.
    Menschen benötigen sozialen Kontakte. Alle Menschen streben nach Glück. Wir sind materiell ganz gut ausgestattet in unserer Gesellschaft, aber nicht wirklich glücklich dadurch.
    Vielleicht sind diese Menschen die Klügsten (mal nicht ausgedrückt mit "intelligent" od. "intellektuell), die es verstehen, das Glück im Kleinen zu finden und die es verstehen, für andere Menschen eine Bereicherung zu sein.
    Aber das ist halt auch schwer umsetzbar...

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    AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, hochintelligent auf einem bestimmten Gebiet (war ja schon Thema hier), aber in vielerlei Hinsicht wohl nicht wirklich lebensfähig.
    Ja, das stimmt, aber die Intelligenz würde ich demjenigen trotzdem nicht absprechen. Zum Beispiel Kafka, er war nicht lebensfähig (zumindest sah er sich selber so), aber um wieviel ärmer wäre die Welt, wenn es Kafka nie gegeben hätte? Er hat mehr vom Menschsein begriffen als alle Kommunikationstrainer zusammen, behaupte ich jetzt mal.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Menschen benötigen sozialen Kontakte. Alle Menschen streben nach Glück. Wir sind materiell ganz gut ausgestattet in unserer Gesellschaft, aber nicht wirklich glücklich dadurch.
    Ich verstehe, was du meinst. Wir nutzen unsere Intelligenz zu sehr zur Vermehrung unseres Wohlstandes, die Lebenszufriedenheit ist aber in den ärmeren Ländern z.T. höher als bei uns.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht sind diese Menschen die Klügsten (mal nicht ausgedrückt mit "intelligent" od. "intellektuell), die es verstehen, das Glück im Kleinen zu finden und die es verstehen, für andere Menschen eine Bereicherung zu sein.
    Aber das ist halt auch schwer umsetzbar...
    Sicher ist es eine tolle Eigenschaft, wenn man sich auch über kleine Dinge freuen kann, aber da würde ich jetzt nicht gleich eine ganze Philosophie draus machen. Ich bewundere Menschen, die ein Lebenswerk auf sich nehmen , auch wenn sie schier daran zugrunde gehen.

  8. Inaktiver User

    AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    Sicher ist es eine tolle Eigenschaft, wenn man sich auch über kleine Dinge freuen kann, aber da würde ich jetzt nicht gleich eine ganze Philosophie draus machen. Ich bewundere Menschen, die ein Lebenswerk auf sich nehmen , auch wenn sie schier daran zugrunde gehen.
    Ein Lebenswerk nimmt wohl jemand auf, der vollkommen ergriffen ist von dem Gedanken, der ihn antreibt. Damit ist dieser Mensch dann auch ausgefüllt. Es ist halt eben nur selten.
    Die normalen Menschen, die wie ich durchschnittlich sind und trotzdem geachtet werden möchten, haben wohl Ansprüche an Menschen, die von der Gesellschaft als intelligent eingestuft werden.
    Und vor allen Dingen an die, die sich mit ihren Selbstdarstellungen versuchen, hervorzuheben.
    Als Beispiel: Wieso gibt es eine Zweiklassenmedizin? Wieso machen Mediziner das mit? Weil Privatpatienten bessere Menschen sind? Nein, weil sie mehr Geld einbringen!
    Die Frage der TE ist mehr als begründet.

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    AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?

    Zitat Zitat von Aschenputtel167 Beitrag anzeigen

    das Dumm hat er m. E. darauf bezogen, weil ich bei seiner Arbeit nicht mitreden konnte. Er hat dann auch immer mit Fachbegriffen um sich geworfen, die ich einfach nicht weiß.

    meine Arbeit war ja eh nur Teilzeit und ich hätte ja keinen Stress so wie er.
    Ach neee.... Das kenne ich GENAU SO.
    Und ich bin Akademikerin und mein Mann ist Handwerker.

    Sagt Dir das irgendwas über die Männer?

    Moin
    Alle Rechtschreibfehler haben ihre Ursache darin, dass unser dicker Kater so laut schnarcht, dass ich mich kaum konzentrieren kann.

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    AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?

    Zitat Zitat von Eurynnia Beitrag anzeigen
    Ich weiss jetzt nicht, ob ich dich richtig verstehe, aber genau über dieses Thema hab ich vor einiger Zeit ein interessantes Buch gelesen: "Gestatten, Elite" von Julia Friedrichs. (Empfehlenswert! )

    Unter anderem finden sich darin interessante Statistiken. Und zwar, dass ca. 85% der "oberen Führungselite" (sorry für den Ausdruck) in Deutschland bereits aus "gutem Hause" stammt. Sie bekommen ihre topbezahlten Job meist durch "Vitamin B" (Familie, Verwandtschaft) oder über die sündhaft teuren Privatunis und -Internate (kann sich "Otto Normalverbraucher" niemals leisten!), denn nur dort sind die für die spätere Position nötigen Insiderinformationen verfügbar.
    yepp. in das "richtige" umfeld hineingeboren zu werden, bedeutet auch, dass man sich in diesem umfeld zuhause fuehlt, dass man mit leichtigkeit kontakte in diesem umfeld knuepft und als "ebenbuertig" angesehen wird. wer aus einem weniger gehobenen sozialen kontext kommt, hat es diesbezueglich schwieriger.

    Zitat Zitat von Eurynnia Beitrag anzeigen
    Also lediglich 15% der "höheren Führungskräfte" mit Topgehalt stammen aus der "Mittelschicht" oder sogar "Unterschicht" (benutze die Worte nur aus Gründen des besseren Verstädnisses).

    Ergo: Ja, man wird in den meisten Fällen in sein "späteres Arbeitsmillieu" hineingeboren...ob nun mit oder ohne fachliche- und soziale Kompetenz (sei mal dahingestellt ).

    Was mir persönlich fehlt, ist dass Leute, die "nicht-studierte" als "minderwertig" betrachten oder heraushängen lassen wie "schlau" sie angeblich sind, keinen Deut hinterfragen (!) warum (!) ein bestimmter "Nicht-Akademiker" diesen beruflichen Weg gegangen ist. Weil schlussendlich zählt doch eher das "Warum"? Oder nicht?

    Beispielsweise: Ist jemand Arzt, weil er leidenschaftlich gerne Leben rettet? (In dem Sinne) oder weil "man es in seiner Familie" (Arztfamilie) eben wird (Druck durch die Eltern!)? ..... Hat die nette Friseurin diesen Beruf gewählt, weil sie gerne Haare schneidet und frisiert? - Oder weil ihr sonst nix übrig geblieben ist?
    ich denke, das faellt individuell unterschiedlich aus. sicher gibt es aerzte, die eher von hause aus als durch vorliebe in den beruf geraten sind und andere, die ihn mit idealismus ausueben. ebenso friseurinnen, die ihren beruf mit leidenschaft und grossem geschick ausueben und andere, die mehr als eine "seniorendauerwelle" nicht hinbekommen.

    aber prinzipiell kann man davon ausgehen, dass der arzt, ob er idealist ist oder nicht, eher einem gehobenen milieu entstammt, die friseurin dagegen eher der mittelschicht.

    Zitat Zitat von Eurynnia Beitrag anzeigen
    Sitzt die Kassiererin bei Aldi an der Kasse, weil sie vielleicht in ihrer Jugend "etwas vom rechten Weg abgekommen ist" und keine Möglichkeit mehr hatte, ihre Schule nachzuholen? - Weil ihre Eltern sie vielleicht erzogen haben nach dem Motto "Mädchen brauchen keine gute Ausbildung, Mädchen heiraten?" - Vielleicht wäre die nette Kassiererin auch gerne Ärztin geworden, hätte sogar "das Zeug dazu gehabt", nur fehlte an allen Ecken und Enden das Geld in ihrer Familie? Oder sie kommt aus einem "Problemviertel", kam früh in ihrer Jugend schon mit Drogen in Berührung und schaffte erst viele Jahre später den Ausstieg?
    die meisten aldi-kassiererinnen entstammen vermutlich dem arbeitermilieu. aber so wie es manche gibt, die diesen beruf nur ausueben, weil sie das geld brauchen, so gibt es andere (einige?), denen es spass macht.

    Zitat Zitat von Eurynnia Beitrag anzeigen
    Dieses Denken in "Schichten" (die Kassiererin ist "dümmer" als Frau Dr. Anna Anwältin) halte ich persönlich daher für zu schubladisiert und voreingenommen.
    das erkennen von schichten und ihren schichtspezifischen eigenheiten hat nichts mit "klueger" oder "duemmer" zu tun.

    Zitat Zitat von Eurynnia Beitrag anzeigen
    Und was ist mit dem "Tellerwäscher", der sich zum Millionär hochgearbeitet hat, ob mit - oder ohne Studium? - War er früher "minderwertig", ist es heute aber nicht mehr?
    solche leute gibts, sind aber selten. die wachsen meist schon in jungen jahren aus ihrem milieu heraus, zeichnen sich vor allem durch hohen ehrgeiz, fuehrungsqualitaeten und charisma aus und schaffen es auf diese weise, sich in die einflussreicheren kreise hochzuarbeiten.

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