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23.02.2011, 16:25Inaktiver User
AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?
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23.02.2011, 16:28Inaktiver User
AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?
Ooh, so tolle Beiträge habe ich hier lange nicht mehr gelesen, ...
Ich finde das total sexy, diese Unterschiede.
Und es mag daher kommen, dass z.B. mein Vater alle erreichbaren akademischen Titel hat, aber nie etwas darauf gegeben hat, also seine besten Kumpels waren/ sind: Handwerker, glaube ich vor allem und dann die, mit denen er seine Hobbys teilt und das geht durch alle Schichten.
Deshalb mag ich das auch in meinem Leben, die Vielfalt, ... und eben das, was wirklich zählt sind doch Gemeinsamkeiten z.B auch auf der Ebene der Toleranz, ....
Ja Ost/west Unterschied gibt es auch, im Osten war und ist es nicht so wichtig ... meine ich. Was meinst du???
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23.02.2011, 16:41Inaktiver User
AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?
Im Osten musste (!) jede Frau arbeiten gehen. Es gab einige, ganz wenige Ausnahmen, aber da schrammte frau doch eher schlecht als recht am Straftatbestand der Asozialität vorbei. Dass dieser Umstand automatisch zu einer gewissen Emanzipation der Frau führte, ist nicht von der Hand zu weisen. Auch im Hinblick darauf, dass ganz gezielt Frauen in klassischen Männerberufen ausgebildet wurden. Facharbeitermangel sei Dank.
Und da das alles nun noch nicht so lange her ist, haben viele Ost-Frauen mit der Muttermilch aufgenommen, dass eine Frau auch gut allein ihren Mann stehen kann; ob nun als Maschinenbauingenieurin oder Hochschulprofessorin.
Ich fürchte jedoch, dieser Trend ist gerade wieder am Abrutschen. Aber nicht, weil es hier um Bildungsassoziationen ginge, sondern weil die Kinderversorgung oft schlicht noch katastrophal ist und frau sich meistens knallhart entscheiden muss zwischen Mutter-Sein oder Karriere.
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23.02.2011, 16:46Inaktiver User
AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?
Hallo,
nein, im Osten war das nicht wichtig.
Aber man bekommt schon den Schock (als Ossi), wenn man mehr und mehr begreift, was heute für Denken so übergreift. Zivilisierter wird es dadurch jedenfalls nicht.
Man ist dadurch gezwungen umzudenken, obwohl es einem gegen den Strich geht.
Aber man kann nun mal nicht ignorieren, was man gleichzeitig akzeptieren muss.
So geht es mir.
LG Tony
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23.02.2011, 16:48Inaktiver User
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23.02.2011, 16:55
AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?

....oder alle Menschen sind für einen eben gleich, egal ob Strassenfeger oder Nobelpreisräger und man sucht sich eben die Mitmenschen aus, die mit einen selbst einfach auf einer Wellenlänge schwimmen, völlig unabhängig von Job und Einkommen?
(Ich persönlich mache es auf jeden Fall so!)
....und diejenigen Akademiker/Innen, die bodenständig geblieben sind und mit beiden Beinen im Leben stehen, müssen sich genau für obig erwähnten- in Grund und Boden schämen.
(Fremdschämen lautet hier das Schlagwort
)
Ach ja: Übrigens: Gemäss meinen persönlichen (empirischen) Beobachtungen handelt es sich bei den "arroganten Theoretikern" überwiegend um Akademiker/innen, aus "gutem Hause". (Naja...oft haben Akademiker/innen aus den "unteren Schichten" ihr Studium selbst finanziert, inkl. meine Wenigkeit, und so schon gelernt, was "arbeiten" bedeutet, bzw. Bodenständigkeit erlangt). ..... just my 2 cents ....(Sorry fürs Abschweifen)Geändert von Eurynnia (23.02.2011 um 17:05 Uhr)
Life is a flower, of which love is the honey.
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23.02.2011, 17:04Inaktiver User
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23.02.2011, 17:44
AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?
@ Aschenputtel
Das tut mir sehr leid für Dich. Offenbar hast Du in Deiner Familie keinen vollen Rückhalt für ein Studium bekommen, wenn Dir die Kosten eines Studiums vorgehalten werden. Hatten Deine Eltern eigentlich dieselbe Haltung dazu wie Deine Oma?Ich wollte Mathe und Physik studieren, aber da ich nur Fachabitur habe, hätte ich erst noch auf die FH gemußt.
Meine Oma machte den Spruch: Wie lange willst Du Deinen Eltern noch auf der Tasche liegen?
Ich war eine sehr ehrgeizige Schülerin und gab mich mit einer 3 nie zufrieden. Ich hätte es nie geschafft, zu studieren und gleichzeitig arbeiten zu gehen, da ich mir zuviele Zwänge auferlegt hätte. So habe ich dann eine (leider schlechte) Lehre gemacht. Eine Ausbildung, mit der ich im Berufsleben keine Chancen hatte, da sie sehr schlecht war und ich nur eine billige Arbeitskraft.
Zum Studieren bin ich jetzt schon zu alt und mir fehlt auch die Zeit. Arbeite mind. 40 Stunden/Woche. Ich mache derzeit eine Weiterbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und bin jetzt schon mit den Nerven runter, weil ich jedes Wochenende lerne und keine Zeit mehr für mich habe.
Wenn man neben dem Studium arbeiten muss, um seinen Lebensunterhalt (mit) abzusichern, dann kann man durchaus gute Noten erreichen – aber das Studium dauert dann auf jeden Fall länger, denn Du kannst in der selben Zeit nicht so viele Scheine machen wie wenn Du nicht arbeiten musst.
Es ist gut, dass Du Dich nicht mit dieser schlechten Ausbildung zufrieden gibst, sondern eine Weiterbildung machst. Liegen Dir Sprachen denn?Sorry, aber auch eine Akademikerin, die in einem ganz anderen Bereich spezialisiert ist als er, hätte nicht unbedingt gut mit ihm über seine Arbeit reden können.das Dumm hat er m. E. darauf bezogen, weil ich bei seiner Arbeit nicht mitreden konnte. Er hat mit mir aber auch nie richtig über seine Arbeit gesprochen. Wenn ich ihn am WE fragte, was er denn arbeiten müsse, sagte er nur, das verstehst Du eh nicht. Er muß E-Mails bearbeiten. Er hat dann auch immer mit Fachbegriffen um sich geworfen, die ich einfach nicht weiß.
Mit Freunden hat er oft nur über seine Arbeit oder über Fußball geredet. Über meine Arbeit durfte ich kaum reden, es war ja eh nur Teilzeit und ich hätte ja keinen Stress so wie er.
Wenn ich in der Arbeit Probleme hatte, sagte er, ich soll kündigen, seine Frau muß eh nicht arbeiten.
Alles was ich tat hat nichts gegolten. Unser Kühlschrank füllte sich von selbst, unser Rasen wuchs nieeeeeeeeee über 5 cm hinaus und das Unkraut ist von selbst in die Luft geflogen. Das Leergut ist alleine durch die Straßen zum Supermarkt spaziert. Die Heinzelmännchen, die unser Haus putzten, hab ich ganz vergessen.....
Ich sehe in dieser ganzen Ehe, dass Dein Mann keine Gelegenheit ausgelassen hat, Dich und Deine Verdienste runterzumachen. Er hat Dir nicht mal selbst verdientes Geld zugestanden. Warum übernimmst Du immer noch die Wertmaßstäbe eines solchen Menschen? Mach Dich mal frei davon! Du entscheidest selbst, nach welchen Maßstäben Du Dinge und Menschen bewertest.Seine Frau würde ich an Deiner Stelle nicht beneiden. Denn irgendwann wird auch sie seine unangenehmen Seiten zu spüren bekommen. Wer weiß, vielleicht beschimpft er sie irgendwann als Karrierekastratin, weil sie ihm zu wenig zu Hause zur Verfügung steht.Ich denke, dass ich vermutlich sehr neidisch auf die Neue meines Ex bin. Sie ist sehr jung, hat studiert und eine gute Position und jetzt auch noch meinen Ex-Mann.
Ach – er bestimmt, was der Sinn Deines Lebens sein soll? Wäre das nicht eine Aufgabe, die nur Dir selbst zusteht?Er wollte noch kurz vor der Trennung mit mir ein Kind adoptieren, damit ich meinem Leben einen Sinn gebe.
Deiner Stelle wäre ich froh, diesen Mann, der Dich nur gedemütigt hat, loszusein!
Es gibt andere, und nicht jeder Akademiker ist so drauf.
Und dass ein Akademiker Dir mehr finanzielle Sicherheit und Stabilität bieten kann, ist Humbug. Wirkliche finanzielle Sicherheit und Stabilität kann Dir, wenn überhaupt, nur ein höherer Beamter bieten. Und ist das alles, was Du von einer Beziehung willst?
Das ist wieder ein anderes Thema. Erstens mal ist es nicht so, dass Dich keiner wollte, sonst wärest Du nicht verheiratet gewesen. Okay, Du hast bei der Wahl Deines Mannes keine glückliche Hand gehabt.Kann ich etwas dafür, dass ich nie einen Freund hatte? Dass mich keiner wollte?
Und nur aus der miesen Behandlung Deines Ex schließt Du, dass Dich keiner will – weil Du nicht studiert hast? Sorry, aber das kann ja wohl nicht Dein Ernst sein.
Du tust gerade so, als hättest Du einem Mann überhaupt nichts zu bieten, als könntest Du froh sein, noch irgendeinen abzukriegen!
Gerade als kinderlose Frau hast Du durchaus noch Chancen, einen Mann kennenzulernen, denn Du bist weniger angebunden als eine Gleichaltrige mit minderjährigen Kindern.
Nur für Kinder dürfte es bereits zu spät sein.
Das scheint mir auch so. Und damit überlässt Du es anderen, Dich und Dein Leben zu bewerten, anstatt dass Du dafür eigene Maßstäbe entwickelst.Ich glaube ich achte auch sehr darauf, was die ANDEREN sagen
Du hattest keine guten Voraussetzungen für ein Studium, und hast Dich in eine schlechte Ausbildung drängen lassen. Du bist jedoch aus dieser Call Center-Geschichte rausgekommen und machst eine Weiterbildung. Du tust jetzt immerhin was für Deine Karriere, anstatt Dich blockieren zu lassen.
Du darfst durchaus stolz auf Dich sein!
Schau mal mehr darauf, was DICH interessiert und weniger darauf, was andere davon halten könnten. Denn es ist Dein Leben und nicht das der anderen.
Sobald Du mehr das verfolgst, was DICH interessiert, wirst Du zufriedener und brauchst keinen Mann, der Dein Leben für Dich ausfüllt, nur weil Du das selbst nicht kannst.Geändert von Latona (23.02.2011 um 17:55 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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23.02.2011, 19:26Inaktiver User
AW: Ist man ohne Studium ein minderwertiger Mensch?
Hallo!
Habe im letzten Posting nochmal ein paar deiner Sätze gelesen, liebe Aschenputtel.
Du hast ein riesen Selbstwertproblem, welches scheinbar schon da war, bevor du deinen Mann kennen gelernt hast. Du bist vermutlich so erzogen worden, dass man dir nichts zugetraut hat und nie was gut genug war. Man hat dich nicht so akzeptiert, wie du warst, dich nicht ermutigt, in dem, was du tun wolltest. Dein Mann hat praktisch die Rolle deiner Familie übernommen, so dass du in deiner eingeübten Opferrolle bleiben konntest. Also: du hast ihn quasi angezogen - beschäftige dich mal mit dem Gesetz der Resonanz. Seeehr interessant.
Ich finde es toll, dass du noch die Power hast für den Fremdsprachenkorrespondenten. Du solltest allerdings in dich hineinhorchen und aufpassen, dass du den Weg gehst, der auch wirklich deiner ist. Versuche dich von den Erwartungen anderer frei zu machen. Dazu musst du erstmal dich selber finden. Denn ich glaube, du bist unter einem engen Korsett von Forderungen anderer, wie du zu sein hast, immer noch versteckt und unentdeckt.
Die Neue brauchst du gar nicht zu beneiden. Denn die wird sicherlich auch irgendwann ihr Fett wegkriegen von deinem Ex, oder sie wird ihn abschießen. Versuche mal herauszufinden, was du selbst wirklich von ihr haben möchtest - und nicht weil dein Mann das toll findet.
Und arbeite an deinem Selbstwertgefühl. Stell dir mal die bewunderte neue Freundin deines Ex-Mannes vor, wie sie da sitzt in ihrem stillen Kämmerlein und vielleicht bei Brigitte schreibt: mein Freund behauptet dies und jenes... Ich fühle mich von ihm nicht ernst genommen, er kritisiert mich dauernd, bin ich wirklich kein Mensch? So in der Art.... Und stell dir vor, wie sie da sitzt, mit hängenden Schultern, traurigem Blick, seufzend, unsicher... Würdest du sie immer noch beneiden? Könntest du sie immer noch bewundern oder beneiden? Und was würdest du ihr raten?
Es gibt eben Menschen, die andere abwerten müssen, um selbst jemand zu sein. Sei froh, dass du ihn los bist und fang endlich an zu leben!!!!!!!!!!!!!!!
LG
Knuddelwuddel
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23.02.2011, 19:43



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