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  1. Inaktiver User

    AW: Wie knüpfe ich ein gutes Beziehungsnetz? - Von 0 auf 100

    Hallo Dharma09!

    Um was geht es dir denn genau?

    Um Freunde mit denen du was unternehmen kannst, die du triffst, oder mit denen man reden kann wenn man Sorgen hat - ODER Freunde um zu sagen, man habe Freunde?
    Genau das muss ich mir noch überlegen.

    Bei Facebook, wer-kennt-wen etc. pp kannst du soviel Freunde haben wie du willst.

    Die Frage ist - wozu. Ich habe nur wenige Freunde. Aber das sind echte Freunde. Mehr brauche ich nicht.

    Ich muß nicht ständig auf Achse sein um Freunde zu treffen oder halligalli zu machen.

    Ein berufliches Netzwerk ist dann nochmal was anderes.
    Ja, beruflich interessiert mich das schon sehr. Da es entweder heißt: ewig den Dodel für andere machen für'n Klicker und n Knopp oder vielleicht doch ein wenig die Nase nach oben kriegen. Ich möchte da einfach nicht mehr so ausgeliefert sein und auch nicht bei Hartz IV enden.

    Ich denke so richtig gute Freunde kann man auch nicht so viele haben, da dort natürlich auch wesentlich mehr Energie und Zeit investiert werden muss. Und wer von dem größeren Beziehungsnetz im Endeffekt auch zum Freund taugen kann, das stellt sich wohl auch erst mit der Zeit heraus.

    Halligalli brauche ich auch nicht. Daher sitze ich ja hier rum und komme beruflich nicht aus dem Ar... Aber so ab und an mal mit jemandem was unternehmen wäre vielleicht doch gar nicht so übel...

    LG


    Knuddelwuddel

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    AW: Wie knüpfe ich ein gutes Beziehungsnetz? - Von 0 auf 100

    @Knuddelwuddel

    Unsere Antworten haben sich überschnitten - aber ja, genau so wie du es jetzt ausführlicher beschreibst, denke ich auch darüber nach. Strategisch im positiven Sinne, ohne sich selbst zu verbiegen und natürlich ganz sicher, ohne andere auszunutzen bzw. bewusst "warmzuhalten".


  3. Inaktiver User

    AW: Wie knüpfe ich ein gutes Beziehungsnetz? - Von 0 auf 100

    @Elwyn

    Das mit den Karteikarten finde ich schon fast unfreiwillig komisch.

    Im beruflichen Bereich mag ja eine bewusste Erinnerungshilfe zwecks Namensvergesslichkeit durchaus wichtig sein. Dafür sammeln manche ja auch Visitenkarten und legen sich diese ab, das wäre für mich auch manchmal sinnvoll.
    Hört sich blöd an. Aber auch ein Zahnarzt z. B. kann sich mit Hilfe seines Karteikartensystems immer vor Augen halten, was wann war und dich somit richtig behandeln. Klar, es hört sich echt komisch an. Aber ich sehe es als erweitertes Adressbuch und als Gedächtnisstütze. Hat wohl jeder sein eigenes System dafür.

    Im privaten Bereich hätte ein solches Vorgehen etwas von "Ich kenn schon soviele, dass ich mir nicht mehr merken kann, was den Einzelnen wirklich bewegt oder gerade beschäftigt!" Entweder ein klarer Fall von Demenz oder reiner Oberflächlichkeit, weil das Netzwerkschlicht schon zu gross ist, um sich noch mit einzelnen Menschen daraus richtig und tiefer auseinanderzusetzen.

    Gerade wenn man mehr Interesse für Menschen entwickeln möchte, muss man das ja auch zeitlich wuppen. D.h. klarerweise, lieber weniger, dafür intensivere Kontakte. Und über lockere Bekannte brauch ich mir dann auch keine Karteikarte anzulegen - da ergibt sich ein tieferer Kontakt von selbst, oder eben nicht.
    Es ist wohl auf jeden Fall für die beruflichen Kontakte gemeint. Bill Clinton z. B. soll jeden Abend an seinem Karteikasten gesessen haben. Von solchen höheren Leuten wird auch irgendwie erwartet, dass sie sich an viele Dinge von vielen Leuten erinnern können. Oberflächlicher geht's nicht mehr, das ist wohl so. Aber so ist das wohl bei den höheren Tieren, die ja auch nur so groß geworden sind, weil sie das Kontaktmanagement so gut beherrschen. Denn alleine kann man es unmöglich bis ganz nach oben schaffen. Solange alle um diesen Umstand wissen und das Geben und Nehmen ausgeglichen bleibt ist im Grunde nix einzuwenden.

    Die Amerikaner sehen das viel lockerer als wir. Bei uns ist das alles oft mit dem Begriff der Vetternwirtschaft verschrien. Aber auch das wird bei uns immer wichtiger, um noch eine gute berufliche Position zu erreichen. Wenn man keinen Verwandten hat, der einem weiter helfen kann, kann man sich eben selbst ein Netzwerk spannen, um auch gewisse Vorteile zu erlangen. Ich glaube, wenn ich nicht wenigstens ein bisschen mitspiele, werde ich bald ein ganz armes Schwein sein

    Smalltalk dient in der Regel ja auch zum Abklopfen des anderen. Nicht unbedingt nur auf die Nützlichkeit sondern wie der so drauf ist. Dafür reicht aber oft auch eine einzige Begegnung nicht aus. Es braucht sicherlich mehrere Gespräche, um jemanden wirklich einschätzen zu können und vieles kann sich anders entwickeln als man zunächst vielleicht denkt.

    Gerade wenn man mehr Interesse für Menschen entwickeln möchte, muss man das ja auch zeitlich wuppen. D.h. klarerweise, lieber weniger, dafür intensivere Kontakte. Und über lockere Bekannte brauch ich mir dann auch keine Karteikarte anzulegen - da ergibt sich ein tieferer Kontakt von selbst, oder eben nicht.
    Wenn man ein gutes Gedächtnis hat, dürfte das natürlich auch funktionieren. Aber meins ist wohl durchs viele zu Hause rumsitzen und Grübeln etwas verkümmert. Ich bin total schusselig und mir würde das Karteikartensystem sicher etwas helfen

    LG



    Knuddelwuddel

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    AW: Wie knüpfe ich ein gutes Beziehungsnetz? - Von 0 auf 100

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Elwyn und NM: Mein berufliches Netzwerk besteht nicht aus potenziellen Kunden oder Auftraggebern, sondern aus Menschen, die sich mit den gleichen beruflichen Fragen auseinandersetzen: Menschen aus anderen Unternehmen mit ähnlichen Arbeitsgebieten, Frauen, die beruflich weiterkommen wollen, und so weiter. Nur zur Erklärung.
    Bei beruflichen Netzwerken muss man auch nochmal differenzieren. So, wie du das beschreibst, Cariad, finde ich das total wichtig, bereichernd und vor allem auch in aller Regel sehr nett ohne Missbrauch der Erwartungen.

    Ich kenne aber Leute in strategisch wichtigen Positionen, die bewusst fast alle privaten Kontakte beispielsweise innerhalb der Firma unterbinden, weil sie diesen Kontakten aus diversen Gründen nicht vertrauen können. Zum einen könnte man in eine Konkurrenzsituation geraten, zum anderen könnte man sogar über jemanden entscheiden müssen. Wenn dieser dann ein "Freund" ist, dann wird es extrem kompliziert. Zu guter Letzt könnte sich auch jemand, der bisher "Freund" war, gegen einen wenden, wenn berufliche Interessen aufeinanderprallen.

    Was das Händler-Kunden-Verhältnis angeht, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Es dürfte wohl klar sein, dass das vordergründig nutzenorientiert ist.

    Im Endeffekt kommt es auf eine gesunde Einschätzung an und eine gute Antenne für die Grenzen der gegenseitigen Erwartungen.

    Geändert von Elwyn (18.02.2011 um 13:26 Uhr)

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    AW: Wie knüpfe ich ein gutes Beziehungsnetz? - Von 0 auf 100

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Amerikaner sehen das viel lockerer als wir. Bei uns ist das alles oft mit dem Begriff der Vetternwirtschaft verschrien. Aber auch das wird bei uns immer wichtiger, um noch eine gute berufliche Position zu erreichen. Wenn man keinen Verwandten hat, der einem weiter helfen kann, kann man sich eben selbst ein Netzwerk spannen, um auch gewisse Vorteile zu erlangen. Ich glaube, wenn ich nicht wenigstens ein bisschen mitspiele, werde ich bald ein ganz armes Schwein sein
    Ich weiss ja überhaupt nicht, was du genau machst.

    Meinen Job habe ich durch normale Bewerbung bekommen, ganz ohne direkte Kontakte. Entscheiden war dabei der Zugriff auf Stellenanzeigen, da hatte ich Glück.

    Wenn ich mich umschaue, so ist das im beruflichen Netzwerk schon mal so, dass man von Bekannten in ähnlichen Arbeitsbereichen erfährt, ob beispielsweise eine Position frei wird. Auf die könnte man sich dann bewerben, vorher eventuell auch noch Genaueres über das Arbeitsumfeld erfahren. Das ist eine gute Sache und sicher noch keine negative Vetternwirtschaft. Das hab ich selbst mal so gemacht, als ich eine Stelle verlassen habe und jemanden kannte, der sich dafür interessiert.

    Vor einer direkten Empfehlung werden sich - denke ich - hier bei uns viele vielleicht auch deshalb scheuen, weil man damit letztlich schnell die Verantwortung dafür übernimmt, dass der andere sich dann auch bewährt.

    Ansonsten - ja...Vetternwirtschaft kann schon nützen, das stimmt, kommt aber aufs Berufsfeld an.


  6. Inaktiver User

    AW: Wie knüpfe ich ein gutes Beziehungsnetz? - Von 0 auf 100

    Liebe Loinette!

    Ich bewundere die Energie, mit der Du da rangehst. Ich für meinen Teil habe nur sehr wenig Freunde und im beruflichen geht nichts über die "normalen" Kontakte hinaus. Und selbst, wenn ich wollte, für mehr hätte ich gar nicht die Kraft und die Nerven.
    Du brauchst da gar nicht viel zu bewundern. Denn genau die Energie um es auch umzusetzen, die fehlt mir wahrscheinlich doch ganz schnell. Das ist ja das Problem. Man sollte ja auch für andere erreichbar sein. Immer nur Kontakt, wenn ich selber es will, das wird nicht funktionieren. Und ganz schnell ist die restliche Energie verpufft, wenn am laufenden Band zu Hause das Telefon bimmelt Dazu muss ich auf jeden Fall extrem an meinem Energiemangament arbeiten. Ich verwende viel zu viel Energien für Gedanken und Tätigkeiten, die mir absolut null zu bringen scheinen.

    "Normale" berufliche Kontakte. Da möchte ich auch noch für mich rausfinden, was denn nun noch normal ist und was eindeutig zu weit geht oder welche Themen tabu sein sollten usw. Ich frage mich z. B. ob regelmäßiges Trinken und Feiern unter Kollegen wirklich eine Wohltätigkeit fürs gute Betriebsklima ist oder ob man sowas auch anders erreichen kann... Wie oft "muss" ich mit Kollegen Kaffee trinken gehen, damit ich wenigstens nicht ausgegrenzt werde? Aber das hängt ganz sicher von denen im Betrieb angelegten Maßstäben ab.

    Sei nicht geknetscht. Wenn du mit deinem Netzwerk zufrieden bist und es für dein Leben ausreichend ist, dann ist doch alles okay

    LG



    Knuddelwuddel

  7. Moderation

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    AW: Wie knüpfe ich ein gutes Beziehungsnetz? - Von 0 auf 100

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Geht es hier wirklich um Freunde, wie das Unterforum "Persönlichkeit" und der Buchtitel "Finde Freunde, bevor Du sie brauchst" nahelegen?
    Oder um ein Netzwerk, in dem sich Geld verdienen oder sparen lässt?
    Ich denke, so unterschiedlich sind die involvierten Mechanismen nicht. In jedem Fall sind Aufmerksamkeit, Initiative und Takt notwendig, und ohne Sympathie und Gemeinsamkeiten klappt es nicht. Das Ausmaß und die Art der Gemeinsamkeit ist unterschiedlich, daraus ergibt sich dann ein unterschiedliches Maß an Nähe.

    Die Leute zu früh in Kategorien zu sortieren, ist m.E. kontraproduktiv, weil man sich Türen zuhaut, bevor man geguckt hat, was dahinter ist.

    Die Ausnahme ist, wie Chennai sagt, wenn Leute reine Geschäftskontakte sind und es sowohl sinn- wie auch taktlos wäre, etwas anderes zu erwarten oder anzustreben, weil man ihnen etwas verkaufen möchte. Eine Vermischung von Geschäft mit Privat ist immer risikoreich: Wenn ein Kollege der beste Kumpel ist, oder ein guter Freund der Vermieter, der Arbeitgeber oder die Putzfrau, muß man sich der eigenen Grenzen und der des anderen sehr bewußt sein.


    Zitat Zitat von Chennai Beitrag anzeigen
    Wie baut man sich denn "unstrategisch" ein privates Netzwerk auf ?!?
    Wenn man extrovertiert ist, etwas Charisma hat und ein gutes Gedächtnis für Leute, dann geht das wie von selber. Einige meiner Freundinnen könntest du in einer fremden Stadt aus dem Zug werfen, nach zwei Wochen haben die hundert Bekannte und zehn davon auf dem Weg zu guten Freunden. Ich kann ein halbes Jahr irgendwo rumhängen und keinen Hund kennenlernen, aber mir macht das auch nichts aus.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe schon überlegt bei Facebook einfach Leute anzuschreiben.
    Hab ich schon gemacht. Hey, wir haben das und das gemeinsam, wir könnten doch mal. Oder, hallo, du bist ja Expertin in X, kann ich dir mal ne Frage stellen. Oder, ich habe gehört du suchst, schreib mich mal an ich hätte vielleicht was. Funktioniert, wenn es um etwas konkretes geht.

    Mit Ausland wäre ich zurückhaltend, wenn ich sprachlich nicht wirklich firm bin. Schlechte Sprachkenntnisse wirken immer unprofessionell oder zumindest anstrengend.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann können Sie sich nämlich jede weitere Energieinvestition sparen, wenn es eine Putzfrau oder Hausfrau o. ä. sein sollte. Eine gute Putzfrau könnte sicher auch irgendwie von Nutzen sein Aber man orientiert sich doch schon nach oben oder zumindest eben schon in beruflich höhere und nützlichere Sphären. Ja, diese Leute gibt's, die jede Menge Hochkaräter um sich zu scharen wissen
    Ist taktisch sinnvoll, aber strategisch nicht, m.E. Erstens, wenn alle sich nach oben orientieren, bleibt jeder allein. Zweitens, jedes Leut kennt wieder Leute (es lohnt sich allerdings, sich klarzuwerden, welche *Art* von Leuten -- die Vorarbeiterin einer Putzkolonne kann zwanzig Akademikerinnen kennen, die mal bei ihr gearbeitet haben, die Hausfrau kennt die Frauen des ganzen Dorfadels, weil die immer zum Kaffeeklatsch kommen), und auf etwa gleichem Fuße lassen sich besser Gefallen austauschen als bei einem starken Gefälle.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn man berufliches anzubieten hat, so möchte man ja doch ein wenig Geld dafür sehen.
    Nur, wenn man selbständig ist und die Person, die man was Anzubieten hat, Lieferant oder Kunde ist. Ansonsten sind berufliche Kenntnisse und Beziehungen zuerst mal Tauschware. Etwas zu früh in Geld umsetzen zu wollen ist der Grund, warum Leute, die MultiLevelMarketing machen, keine Freunde haben.


    Zitat Zitat von Elwyn Beitrag anzeigen
    Es mag aber Leute geben, die so etwas wie Sympathie auch sehr geschickt vorspielen können, um "Leute" zu haben, auf die sie zurückgreifen können.
    Da kann man im Grunde nur nach dem Bauchgefühl gehen. Nicht unbedingt, um die gespielte Sympathie zu erkennen, aber wenn sich Geben und Nehmen nicht im Gleichgewicht befinden, bauen sich oft Ressentiments auf, die man gerne im Interesse seines besseren Selbst ignoriert. Man will nicht so kleinlich sein, oder so selbstsüchtig, oder so nachtragend, oder was auch immer. Aber dieses kurze Grummeln ist ein Warnzeichen und heißt, man sollte mal über die Beziehung nachdenken. Man kann dann immer noch sagen (extremer Fall, ist mir aber mal passiert), "Er ist ein notorischer Lügner und Schnorrer, aber er ist so unterhaltsam, das ist es mir wert, seine Drinks zu zahlen.", aber das sollte eine bewußte Entscheidung sein.
    Es hilft auch immer sehr, sich anzusehen, wie jemand mit anderen Leuten umgeht. Selbst Saruman konnte nicht drei Leuten gleichzeitig Honig ums Maul schmieren.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist ja das Problem. Man sollte ja auch für andere erreichbar sein.
    Es gibt Kontakte, die über Jahre lang perfekt gut und brauchbar sind, wo man sich nur in der Kaffeeküche austauscht oder sich zweimal im Jahr eine e-mail schreibt.
    Da existiert zwar eine permanente gegenseitige Erreichbarkeit, aber die wird nur sehr selten benzutzt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da möchte ich auch noch für mich rausfinden, was denn nun noch normal ist
    Bei uns ist es so, daß man mit den Leuten Small Talk macht (Wetter, Job, Technik), auch mal über gemeinsame Interessen (Reisen, Filme, Bücher, Sport) redet, mit seiner üblichen Gruppe in die Kantine geht, zur Betriebsweihnachstfeier erscheint und am Geburtstag Kuchen mitbringt. Wenn dem Chef danach ist, kann er mal zum Kneipengang oder einem Ausflug animieren oder eine Pizzaparty ausrichten.

    Tabuthemen sind alles, was nicht lauwarm ist, oder nicht innerhalb von einem Satz auf lauwarm zurückgefahren werden kann. Ebenso alles, was mehr als drei Sätze braucht, ehe ein Punkt gemacht ist. (Das ist wie mit Zeitungscartoons. Eine Geschichte kann über ein halbes Jahr laufen, aber drei oder vier Bilder müssen immer einen vollständigen Cartoon bilden.)

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    AW: Wie knüpfe ich ein gutes Beziehungsnetz? - Von 0 auf 100

    @Wildwusel

    Schön differenziert und das ...
    Eine Vermischung von Geschäft mit Privat ist immer risikoreich: Wenn ein Kollege der beste Kumpel ist, oder ein guter Freund der Vermieter, der Arbeitgeber oder die Putzfrau, muß man sich der eigenen Grenzen und der des anderen sehr bewußt sein.
    und das hier:

    Nicht unbedingt, um die gespielte Sympathie zu erkennen, aber wenn sich Geben und Nehmen nicht im Gleichgewicht befinden, bauen sich oft Ressentiments auf, die man gerne im Interesse seines besseren Selbst ignoriert. Man will nicht so kleinlich sein, oder so selbstsüchtig, oder so nachtragend, oder was auch immer. Aber dieses kurze Grummeln ist ein Warnzeichen und heißt, man sollte mal über die Beziehung nachdenken.
    finde ich sehr hilfreich und richtig!

    Wenn man extrovertiert ist, etwas Charisma hat und ein gutes Gedächtnis für Leute, dann geht das wie von selber. Einige meiner Freundinnen könntest du in einer fremden Stadt aus dem Zug werfen, nach zwei Wochen haben die hundert Bekannte und zehn davon auf dem Weg zu guten Freunden. Ich kann ein halbes Jahr irgendwo rumhängen und keinen Hund kennenlernen, aber mir macht das auch nichts aus.
    Nicht immer braucht man sich davon einschüchtern zu lassen. Ich hab schon einige dieser besonders charismatischen Leute später jammern hören, dass sie keine "echten" Freunde haben. Aber mag sein, dass die es eeeeeeeerstmaaaaaaal leichter haben mit dem Kontakteknüpfen, es wirkt bisweilen aber auch etwas offensiv oder selbstdarstellerisch.

    Die meisten, ganz normal gepolten Leute sind weder supercharismatisch noch total verschlossen - insofern ist ein goldener Mittelweg bestimmt nicht der Schlechteste.

    Danke für den schönen Beitrag!

  9. Inaktiver User

    AW: Wie knüpfe ich ein gutes Beziehungsnetz? - Von 0 auf 100

    Hallo wieder!

    Liebe Latona

    Da kann man auf den Karteikarten die Informationen festhalten, die man bei seinen Freunden im Kopf hat, um Fehler bei der Behandlung dieser Leute zu vermeiden oder um auf ihre Eigenarten Rücksicht zu nehmen. Gut behandelte Leute sind eher bereit, auch mal was für einen zu tun!
    Ja, so denke ich auch. Bei den Freunden kann man's sich vielleicht noch so merken. Aber wenn man jemanden nur zweimal im Jahr kurz sieht, dann hilft eine Karteikarte. Also wenn man weiß, man wird den Menschen bei einer bestimmten Gelegenheit treffen, kann man schnell sein Gedächtnis auffrischen. Man selbst freut sich ja auch, wenn man gut behandelt wird

    Ich habe einerseits meine Freunde, aber ich habe noch Kontakte zu Leuten, mit denen ich ehrenamtliche Vereinsarbeit, insbesondere Kulturveranstaltungen mache. Nicht mit allen von denen habe ich ein freundschaftliches Verhältnis in dem Sinne, dass ich meine Freizeit mit ihnen verbringen würde, abgesehen von den Vereinsaktivitäten. Und da ist es schon gut, zu wissen, dass Sabine ihr E-Mail-Postfach vernachlässigt und man ihr die Sachen besser per Post schickt, Andrea auch am Wochenende Schichtdienst im Altenheim macht, Theo gut mit älteren Leuten kann und René ein begnadeter Stehgreifdichter ist. Sowas schreibe ich mir durchaus auch mal auf.
    Ja, solche Kleinigkeiten z. B. Ich persönlich finde es auch nicht so übel, mir aufzuschreiben, welche Lebensmittel von bestimmten Leuten nicht vertragen werden, bevor man bei einem gemeinsamen Essen in Verdacht gerät, ihn um die Ecke bringen zu wollen Wenn man sich die Mühe macht, sich solche Sachen zu merken, werden die Beziehungen leichter, weil man sich den Stress mit nicht angekommenen Informationen per Email spart usw.

    ...so lange es niemandem schadet.
    Nicht wahr, denke ich auch.

    Was die Vereinnahmung angeht, so ist das ganz einfach: Ich suche mir aus, mit wem ich befreundet bin, und ich bin nur mit denen befreundet, mit denen eine gewisse gleiche Wellenlänge existiert, so dass ich den Kontakt mit diesen Menschen immer auch als für mich seelisch und geistig bereichernd empfinde. Leute, die mich nur vollschwallen wollen, werden nicht meine Freunde.
    Ja, vielleicht ist es in mir diese tiefe tiefe Sehnsucht nach solchen Beziehungen. Wo man nicht unter Zugzwang gerät oder unter Druck gesetzt wird. Wo es einfach mal ganz entspannt und normal zugeht. Ich habe ziemlich viele Leute in der Familie, die in ihrer Kindheit zu wenig Aufmerksamkeit und Zuwendung erhalten haben. Und diese Menschen sind oft wie ein Fass ohne Boden. Ich selber stecke auch ganz schön in der Mangel-Zwickmühle. Also man hat immer irgendwie Angst zu kurz zu kommen, nicht genug zum Überleben zu haben.

    Ich habe halt sehr wenig Erfahrung mit anderen Kontakten und bin eben oft enttäuscht, weil ich eigentlich nie wirklich das Gefühl habe, da ist jetzt jemand, der hat die gleiche Wellenlänge wie ich und ich fühle mich wirklich wohl in seiner Gegenwart. Und ich denke dann eben, die sind alle so. Vielleicht liegt es auch viel an mir.

    Auch wissen meine Freunde, was sie von mir erwarten können, und was nicht, denn ich sage es, wenn mir was nicht reinpaßt. Keiner meiner Freunde setzt mich unter Druck.
    Das ist schön. So stelle ich mir Freundschaft auch vor, dass er der andere eben so wie er ist weitgehend respektiert wird. Dazu muss man selbst aber auch erst mal sich selbst finden und dann natürlich auch den Mut finden, sich abzugrenzen.

    LG


    Knuddelwuddel

  10. Inaktiver User

    AW: Wie knüpfe ich ein gutes Beziehungsnetz? - Von 0 auf 100

    Liebe Wildwusel!

    Ist es jemand, mit dem du etwas gemeinsam hast und gut ins Gespräch kommst? Findet ihr immer wieder Gelegenheiten, etwas miteinander zu tun zu haben?
    Mh, guter Aufhänger.

    Ja, aber vor der Vertrautheit stehen immer die Gemeinsamkeiten und die Sympathie. Und natürlich die Einhaltung der Höflichkeitsregeln des entsprechenden Territoriums.
    Vertrautheit kommt wohl eh erst später? Erstmal also abchecken, was hat man gemeinsam und kann man miteinander. Dazu muss ich dann aber auch offener werden und mich selbst besser kennen lernen. Also auch mal den Mut haben, wenn sich für mich etwas nicht richtig anfühlt, das auch ernst nehmen und nicht gleich wieder Angst haben als unhöflich zu gelten oder den Kontakt wieder zu verlieren. Denn was soll ich denn bloß mit einem Kontakt, der nicht zu mir passt? Herrje

    Du solltest imstande sein, Leute, die du nicht magst, höflich und respektvoll zu behandeln. Aber solange du nicht extrem menschenfeindlich bist und alle nicht magst, wird es immer genug Leute geben, denen du zumindest eine Chance geben kannst ohne ein Zitronenlächeln aufzusetzen. Einen Freundeskreis zu pflegen ist viel einfacher und dankbarer wenn man die Leute mag, und das Leben ist zu kurz, um mehr Zeit als unbedingt nötig mit Leuten zu verbringen, die einen nerven. Außerdem würde ich jedem eine zweite Chance geben. Aber nur sehr wenigen eine dritte.
    Oft habe ich das Gefühl, dass ich wirklich an jedem was auszusetzen habe. Ich muss glaube ich noch viel an mir arbeiten. In meiner Familie wurde ich das so gelehrt: die Welt ist schlecht. Und leider habe ich vor lauter Angst zu wenig positive Erfahrungen gemacht, schätze ich. Dafür finden einen die schlechten auch dann, wenn man sich rar macht.

    Ja, ich möchte mir die raussuchen, die zu mir passen. Da könnte ich vielleicht einige finden. Facebook bietet sich sicher als gute Übungsplattform an. Da kann ich beim Chatten vielleicht schon mal ein Gespür entwickeln für: passt, passt nicht?!

    Ich glaube, ich setze mich selbst zu viel unter Druck, weil ich wunderst denke, wie viele Kontakte die anderen so haben und dass ich irgendwie nicht ganz normal bin.

    Vor allem bringt man Aufmerksamkeit und Initiative ein. Für mich ist das vielleicht, einer Bekannten, die Katzen mag, mal ein besonders schönes Katzenfoto weiterzuleiten, oder wenn ich weiß, daß wir den gleichen Film sehen wollen, fragen ob wir den zusammen sehen wollen.
    Hört sich gut an. Das müsste ich dann auch irgendwie noch trainieren. Also dass beispielsweise sich nur 1x im Monat melden nicht unhöflich sein muss. Die richtige Dosis finden...

    Aufmerksamkeit heißt auch, Leute mal um Gefallen zu bitten. Die meisten Leute freuen sich, jemandem helfen zu können, wenn es sie nicht viel kostet. Fragen um Auskunft werden fast immer gut aufgenommen, weil es den Leuten die Gelegenheit gibt, über etwas zu reden, was sie interessiert.
    Sicher muss man auch hier die richtige Dosis finden - und merken, wenn sich jemand dann doch ausgefragt fühlt. Ich mag sowas nämlich auch oft nicht, wenn jemand meine "Geheimrezepte" haben will. Etwas Feingespür ist sicherlich wichtig, auch dass man nicht ins Allerheiligste einfällt.

    Wenn Gemeinsamkeiten bestehen, trifft man sich bei dem, was man ohnehin tun würde. Man tut nur vielleicht ein bißchen mehr von dem, was man ohnehin tun würde.
    Nun eigentlich mache ich überhaupt nichts. Daher ist es für mich eher ungünstig im Moment. Aber ich verstehe das Prinzip und finde es auch nicht schlecht. Für mich heißt es dann erstmal bei Facebook ein paar Minuten dran zu hängen, wo ich eh vor lauter Neugier jeden Tag reingucke

    Deswegen sollte man sich nicht dabei erwischen lassen. Gedächtnis läßt sich trainineren, aber aufschreiben und ordnen ist ein wichtiger Schritt dabei.
    Ich hatte nicht vor, mein Karteikartensystem jemandem auf die Nase zu binden Und für mein mieses Gedächtnis wäre es sicherlich auch eine Übung, wenn ich mir versuche, Sachen über andere zu merken. Viele Kontakte trainieren auf Dauer sicher auch das Gedächtnis, oder? Und den ganzen Tag alleine zu Hause sitzen lässt es verkümmern?

    LG


    Knuddelwuddel

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