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    Zu viel oder zu wenig Ich?

    Hallo zusammen,

    habe bisher noch nie hier geschrieben - außer im Trauerforum. Brauche aber dringend mal einen Ratschlag oder eine Sichtweise zu meinem Leben im allemeinen. Ich hoffe, es wird nicht zu lang.

    Anfangen möchte ich kurz mit meiner Kindheit. Ich denke eigentlich hatte ich eine schöne Kindheit. Ich war ein sehr sehr schüchternes Kind. Bin zum großen Teil bei meinen Großeltern aufgewachsen, meine Eltern waren beruflich sehr eingespannt. Ich hatte Freunde in der Schule - nicht viele, aber mir genügte es. Ich war oft Außenseiter, wollte in den Pausen nicht mit anderen spielen. Stand in der Ecke. Es war aber so gewählt von mir. Ich wurde gefragt, wollte aber nicht.
    Ich fühlte mich jedoch oft allein gelassen von meinen Eltern. Da mir immer wieder vermittelt wurde, die Arbeit geht vor. Ein gemeinsames Abendessen oder dergleichen gab es nie. Mein Vater hat in seiner Freizeit sehr "viel" mit mir unternommen - so wie es eben möglich war.
    In der Schule war ich sehr gut bis eben auf die mündliche Mitarbeit.

    Auch auf dem Gymnasium war ich nicht schlecht. Aber in keinem Fach herausragend. So war es auch schwer - was will ich danach, wohin, was mit mir anfangen. Nigends war ich besonders gut. Nirgends besonders schlecht.
    Also kfm. Ausbildung - perfekter Abschluss. Nebenberufliche Weiterbildung - perfekter Abschluss.
    Aber keine 100% Erfüllung.
    Ich hatte während dieser Zeit eine wundervolle Beziehung, die mir alles gegeben hat. Ich war wahnsinnig glücklich. Einige wenige sehr gute Freunde um mich herum. Durch meinen Freund fühlte ich mich ganz - egal wie erfüllend der Beruf war eben gerade nicht. Er war bei mir - alles war gut.

    Dann sein Tod durch einen Unfall. Es riss mir den Boden unter den Füßen weg.

    Sofort hörte ich mit dem Job auf. Fing bei meinen Eltern im Betrieb für ein Jahr an. Der Schmerz, der mich noch immer begleitet, war sehr kräftezehrend.

    Dann der gedanklich Neuanfang. Studium. Umzug. Das Studium fiel mir leicht, macht aber null spaß. Dann lernte ich meinen neuen jetzigen Partner kennen. Ich dachte nie, dass ich je wieder lieben können würde - aber durch seine ganze Art. Sein lockerer Umgang. Die Art wie er das Leben meistert, fasziniert mich sehr. Er gibt mir wieder ein Gefühl der Sicherheit. Liebe und Wärme umgeben mich, wenn wir zusammen sind.
    Da ich sehr sehr unglücklich mit dem Studium war. Finanziell sah es sehr schlecht aus, habe ichmich entschieden, das Studium nach dem 3. Semester abzubrechen und zurück in die Heimat in die Nähe meiner Eltern und ihm zu ziehen. (hört sich vielleicht viel an - waren nur 80km Entfernung)
    Ich will wieder leben - Geld ausgeben - Freunde besuchen, die weiter weg wohnen - ohne Geld nie möglich gewesen. Mein Freund hat sehr genaue vorstellungen wie sein Leben weiterläuft. Hausbau, Kinder, glückliche familie, die sich was leisten kann. Er sprach von Anfang an sehr früh darüber, weil wenn das nicht meine Vorstellungen sind, dann passt es eben nicht. Mein Herz ging jedesmal auf, wenn er davon sprach. War es doch genau das was ich schon immer wollte.
    Ich habe jetzt einen job gefunden, den ich bald beginnen werde. Habe aber jetzt nach dem abbruch bis dahin noch etwas zeit und überlege sehr viel.

    Immer wieder haben wir in der Beziehung probleme, die nur durch mich ausgelöst werden. Ja normalerweise gehören dazu zwei, aber in dem fall, ist es meine schuld.
    Ich war schon immer sehr eifersüchtig. Aber in letzter Zeit ist es bei ihm besonders extrem.
    Ich möchte nicht noch einen Menschen verlieren. Ich merke, wie ich unendlich viel Aufmerksamkeit von ihm abverlange. Ständig brauche ich Bestätigung von ihm. Ich bekomme alles von ihm. Er gibt sich wahnsinnig Mühe. Er bindet mich in sein Leben komplett ein, durch Worte, Gesten usw. beweist er mir seine Liebe jeden Tag aufs Neue.
    Und ich? bin sogar eifersüchtig, wenn eine hübsche Frau im TV kommt. Ein falsches Wort von ihm und ich gehe an die Decke. Er sagt, dass ich mich nicht wundern brauche, wenn er nicht immer alles komplett erzählt, weil ich dann gleich so böse werde. Ich quäle mich damit, ihn dazuzubringen mir über seine Ex Freundinnen zu erzählen. Er will das gar nicht. Es sei vergangenheit. Ich habe fotos von vielen gesehen und sie sind das genau gegenteil. die fehler, die mein körper hat, hatten diese frauen nicht im gegenteil. ich bin doch das schlechter ersatz. er betont jeden tag und immer wieder dasss er mich so liebt, wie ich bin. dass ich ihm gefalle. aber mir reicht das irgendwie nicht. warum nur?

    er ist gerade in einer sehr stressigen Prüfungsphase seit 3 Monaten. Hat wirklich nur eingeschränkt zeit. Er meinte letztens, dass er sich so auf danach freut, wenn er wieder in seinen verein gehen kann. und was denke ich? was habe ich auf das ich mich freuen kann? - Nichts. Ich fange an zu heulen und er versteht die welt nicht mehr.

    Ich denke dauernd alles muss schlecht sein oder werden. Irgendwas wird wieder kommen - wie es immer ist. Wenn es besonders schön ist, denke ich gleich wieder daran, dass es mir genommen wird.

    Ich habe kein wirkliches Ziel, keine Leidenschaft für irgendwas - ich orientierte und tue es noch immer ganz extrem an meinem Partner.

    Zu viel oder zu wenig ich - meint das. Zu viel ich - ich klammere, bin eifersüchtig, will volle aufmerksamkeit. zu wenig - was habe ich für mich? was will ich? wer bin ich? wohin mit mir?

    Vielleicht kann jemand was dazu sagen, ich wäre sehr dankbar dafür....
    Du bist da
    Ich sehe Dich nicht.
    Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
    Ich höre Dich nicht,
    Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
    Und greifen ins Leere.
    Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.

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    AW: Zu viel oder zu wenig Ich?

    Hallo,

    erst mal nur soviel: ich glaube nicht, dass du eifersüchtig bist im klassichen Sinne.
    Ich könnte mir denken, dass dich Verlustängste umtreiben, ausgelöst durch den Verlust deines letzten Partners.

    Ich denke dauernd alles muss schlecht sein oder werden. Irgendwas wird wieder kommen - wie es immer ist. Wenn es besonders schön ist, denke ich gleich wieder daran, dass es mir genommen wird.
    Ganz er selbst sein darf jeder nur, so lange er alleine ist. Wer also nicht die Einsamkeit liebt, der liebt auch nicht die Freiheit; denn nur, wenn man alleine ist, ist man frei.
    A. Schopenhauer

  3. Inaktiver User

    AW: Zu viel oder zu wenig Ich?

    Tutsi: mir kommt es auch so vor, als wenn Du unter Verlustangst - die ja aufgrund des Verlustes naheliegend ist - leidest...


    An Deiner Stelle würde ich mir schnell professionelle Hilfe suchen und den Verlust aufarbeiten...
    Leider ist es für einen Beziehungspartner sehr schwierig, mit dieser Angst umzugehen, da er ja direkt im negativen Sinne von den Folgen betroffen ist / Eifersucht / Kontrollwahn / Vertrauensverlust etc...

  4. User Info Menu

    AW: Zu viel oder zu wenig Ich?

    Tutsi
    ich schliesse mich meinen Vorschreibern an, ich glaube auch, das es einerseits Verlustangst ist, andererseits glaube ich du kümmerst dich zuwenig um dich
    und du schreibst es ja auch so, das du dich extrem an deinem Partner orientierst
    hast du keine eigenen Vorstellungen wie du dein Leben ausfüllen kannst ? Wirklich keinerlei Wünsche die unabhängig von deinem Partner sind? Wie waren die den zu Single Zeiten?

    Ich glaube (naja eigentlich weiss ich es sogar, weil ich es selbst so erfahren hab), wenn du dich vermehrt um dich selber kümmerst, das dann auch Eifersucht und Kontrolle deines Partner nachlassen und er auch wieder ein bischen Luft bekommt und sich das allgemein positiv auf die Beziehung auswirkt.

    Tue dir selbst gut

  5. Inaktiver User

    AW: Zu viel oder zu wenig Ich?

    Liebe Tutsi,
    Jasmintee bringt es gut auf den Punkt (ich kenne es stellenweise auch von mir....)

    Kümmere Dich mehr um Dich, suche Dir ein Hobby....versuche den Focus vom Partner weg auf andere Belange zurichten....Meistens hat man/frau bei Verlustangst einen Tunnelblick (ich kenne ds von mir) - ich sehe nur noch meinen Partner---wenn ich das merke, versuche ich bewusst den Blick zu weiten....

    Der erste Schritt ist wirklich das Bewusstmachen dessen was dann in dem Moment passiert, um anders handeln zu können....

    Du hat selbst schon richtig erkannt, dass Du grundlos eifersüchtig bist.....

    Bitte,liebe Tutsi, suche Dir eine liebevolle Begleitung und Unterstützung für die Verarbeitung des Verlustes, den Du erlitten hast, bevor Deine Beziehung daran zerbricht....


  6. Inaktiver User

    AW: Zu viel oder zu wenig Ich?

    Hallo,

    ich denke schon auch, daß der Verlust mit Deinen Problemen innerhalb Deiner Beziehung zu tun hat-- ABER....das wird nur ein Stein im Ganzen sein.....

    So wie Du es beschreibst- hat dieser Freund Dir DAS gegeben, was Du gesucht hast.
    Halt- Liebe-Hingabe.....und wenn ich dabei ganz ehrlich sein darf: Du hast etwas in diesem Menschen gefunden, was Du aber IN Dir finden müsstest!

    Es geht um das Gefühl von "ICH bin viel wert".....etwas, was Du doch schon in der Kindheit nicht erfahren hast.

    Der Verlust ist ganz sicher etwas furchtbar Schlimmes gewesen.....und nun musst Du selber den Weg alleine gehen.......vor allem- DICH selber finden!

    Die Probleme in der Beziehung....werden auch von Verlustangst durchzogen sein-- aber viel wichtiger finde ich, daß Du die Leidenschaft IN Dir findest....

    Eine Therapie- in der es um DICH geht....in der Du lernst Dich selber anzunehmen und zu lieben- zu wertschätzen.....wird vermutlich DAS sein, was Dir hilft.
    Dir- und Deiner Beziehung!

    Alles kannst Du schaffen!!

    kenzia

  7. Inaktiver User

    AW: Zu viel oder zu wenig Ich?

    Zitat Zitat von Tutsi Beitrag anzeigen
    Ich habe kein wirkliches Ziel, keine Leidenschaft für irgendwas - ich orientierte und tue es noch immer ganz extrem an meinem Partner.
    Das ist vielleicht der Knackpunkt. Und du hast ihn selbst erkannt, du weißt, was du "falsch" machst.
    Könntest du dir vorstellen, eigene Ziele und Leidenschaften zu entwickeln? Bist du bereit, danach zu suchen und dafür zu kämpfen? Was ist mit deinem neuen Job - nur eine Notlösung oder etwas, wozu du wirklich Lust hast?

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft auf deinem Weg, liebe Tutsi.

  8. User Info Menu

    AW: Zu viel oder zu wenig Ich?

    Vielen vielen lieben Dank für eure Antworten.

    Ich war ca. 7 Monate in Therapie. Ich habe relativ viel über mich herausgefunden und auch Methoden an die Hand bekommen, die mir in tiefen Tälern wieder Kraft geben.
    Aber irgendwann waren die Therapeutin und ich an dem Punkt, dass es "nichts" mehr zu reden gab, bzw. ich das gefühl hatte, eh immer das gleiche zu erzählen und es war alles wieder gut, ok. bis eben auf ein paar "aussetzer" und die Methoden hierzu hab ich bekommen.

    Ich habe mich gestern auch nochmal etwas intensiver mit der Verlustangst beschäftigt, die ihr dahinter stehen seht. Und ja...irgendwie trifft es das wohl ziemlich genau. Und daraus dann die Eifersucht, die eben nicht das primäre Problem ist, sondern daraus eben entsteht.

    Durch viele Dinge, die ich im Internet jetzt darüber gelesen habe, sind mir ein paar mehr Lichter wieder aufgegangen.

    Lilian, ja ich denke auch, dass darin sehr viel zusammenhängt. Das ist auch ein Grund weshalb ich das Studium beendet habe, weil es mir nicht dieses Gefühl gab, dass ich wirklich etwas leiste. Dass ich etwas erreiche usw... der neue Job, der dann Mitte März beginnt, wirkt sehr interessant und herausfordernd für mich. Ich habe früher schon immer gern gearbeitet und es war für mich immer toll eine wertvolle Mitarbeiterin zu sein, die in dem Bereich, in dem sie arbeitet, wirklich alles gibt...Das hat mir während des Studiums sehr gefehlt.
    Auch das Geld um meine ganzen verstreuten sehr sehr guten Freunde besuchen zu können, wird dann wieder da sein. Ich habe durch den Tod meines Freundes gespürt, wer mir wirklich nahe steht und das waren zum Teil die Personen, die weit weg wohnen. Die sofort da waren für mich. Die sich Urlaub genommen haben und zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung standen. ich habe das nie in Anspruch genommen. Aber sie wollten da sein, sollte ich es doch wollen.
    Ich merke, wenn sie zu Besuch sind, wie ich aufblühe, wie es mir freude bereitet, einfach mit wichtigen Menschen zusammen sein zu können und eben nicht nur mit meinem Partner. Das wird dann auch wieder öfters möglich sein.
    Ich hoffe sehr, dass ich durch den Beruf wieder einen Einstieg in MEIN Leben finde. Dass ich dadurch wieder Ziele finden werde. Nur für mich.

    Vielleicht ist es eben jetzt besonders schwer für mich, da ich so durchhänge. Keine wirklichen Aufgaben habe, bis auf den Haushalt schmeißen, für meinen Freund kochen. Ein paar kleinere Nebenjobs. Und doch merke ich, auch wenn die Nebenjobs ziemlich anstrengend sind, aber geisitig nicht sehr anspruchsvoll, dass ich immer viel entspannter bin, wenn ich danach nach hause komme und weiss, dass ich wieder etwas geleistet hab.

    Kenzia, du hast es glaub auch gut getroffen und ich fühle mich wie "ertappt" ;) Ja, mein Freund verkörpert so ziemlich all das, was ich gerne hätte. wie ich gerne sein möchte. ich hoffe nicht, dass das falsch ist für die beziehung. aber ich denke in engen vertrauten, wie auch freunden, findet man das, was man selbst nicht hat.

    Jasmintee....als ich single war nach dem Tod meines Freundes war ich sehr lange zeit total weg vom fenster. da wollte ich gar nichts mehr. dann kam das andere extrem und ich war unterwegs - viel - nachts - trieb mich rum. ich feierte, wie ich noch nie gefeiert hab. total übertrieben und ohne mich selbst darin wiederzuerkennen. Dann das Studium und ich wollte weg ins Ausland - hauptsache weg von allem. die welt erkunden. Durch meinen Freund will ich das nicht mehr. Ich will bei ihm sein. Die Zeit, die uns geschenkt wird, mit ihm verbringen. Zusammen mit ihm reisen und das Leben genießen.
    Dadurch dass ich eben in keinem Bereich so besonders gut bin - vielleicht habe ich auch noch nicht erkannt, was ich besonders gut kann, habe ich keine wirklichen Hobbies, die ich über Jahre verfolge. Das nagt auch ein wenig. Ich hätte das wirklich sehr gerne. Aber nichts kann ich besonders gut.

    Schick euch liebe sonnige Grüße
    Du bist da
    Ich sehe Dich nicht.
    Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
    Ich höre Dich nicht,
    Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
    Und greifen ins Leere.
    Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.

  9. User Info Menu

    AW: Zu viel oder zu wenig Ich?

    Zitat Zitat von Tutsi Beitrag anzeigen
    Vielen vielen lieben Dank für eure Antworten.
    Dadurch dass ich eben in keinem Bereich so besonders gut bin - vielleicht habe ich auch noch nicht erkannt, was ich besonders gut kann, habe ich keine wirklichen Hobbies, die ich über Jahre verfolge. Das nagt auch ein wenig. Ich hätte das wirklich sehr gerne. Aber nichts kann ich besonders gut.

    Schick euch liebe sonnige Grüße

    Wer sagt denn was ein "wirkliches" Hobby ist? Warum muss man ein Hobby haben? Warum muss man in einem bestimmten Bereich besonders gut sein? Wer sagt das? Wenn alle Menschen Überflieger wären, wo würde das hinführen? Wer bestimmt was Mittelmaß ist und was darüber hinaus geht? Wer ist so perfekt? Ich kenne niemanden!!!
    Etwas nicht anfangen weil man vielleicht nicht der Beste ist? Dann wäre meine Welt viel zu eng und zu klein, ich mag so vieles neues Ausprobieren, Lernen und es dann auch wieder sein lassen um wieder ein neues kleines Abenteuer zu erleben.
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Zu viel oder zu wenig Ich?

    Aber nichts kann ich besonders gut.
    ach weisst du ich auch nicht
    aber das ist das schöne an einem Hobby - man muss es nicht gut können - so wie z.B. ein Profisportler ... die Hauptsache an einem Hobby ist, das es Spass macht

    ich hab mit dem Thema ich muss irgendetwas besonders gut können abgeschlossen, ich habe Ziele ja das auf jeden Fall, aber besonders gut sein setzt ja voraus man vergleicht sich und da hatte ich für mich und mein "privatleben" keinen Bock mehr drauf
    ich habe 2-3 Freizeitbeschäftigungen, in denen ich alles andere als gut bin, aber sie machen mich glücklich


    tutsi wie du deine Zeit nach dem Tod deines Freundes beschreibst emfinde ich als ziemlich normal, auch das Wechseln von einem Extrem ins andere und ich empfinde es beim lesen so, als würdest du dein ICH verloren haben und jetzt suchst du danach, richtest aber deinen Blick dabei auf deinen Freund anstatt auf dich
    das du die Zeit jetzt mit ihm voll auskosten und geniesssen willst kann ich gut verstehen, aber dabei übersiehst du, das du sich selbst dabei vergisst ...
    du willst mit ihm zusammen sein ja ... aber lass es nicht zu deinem einzigem Lebensinhalt werden ... du machst dich dadurch abhängig von ihm und das macht auf dauer nicht glücklich und vor allem lastet ihm das auch ein Päckchen auf, was er unter umständen irgendwann nicht mehr tragen kann

    wenn du noch nicht rausgefunden hast was du besonders gern machst, dann geh in die Volkshochschule und mach einen Kurs nach dem anderen, wenn das nix ist, geh in den Sportverein und leite eine Kinderturngruppe ... was weiss ich ist ja egal, hauptsache es macht DIR Spass
    Ging mir auch grad durch den Kopf im Zusammenhang das es in deiner Therapie nix mehr zu reden gab ... naja dann muss man eben was tun :-)

    Das mit der Arbeit finde ich wirklich einen sehr guten Schritt und wenn du da auch noch Bestätigung bekommst, dann wirst du sicher auch in anderen Bereichen wieder besser in dich reinhorchen können was du im Leben willst.

    Viel Erfolg, vertrau auf dich das wird !!

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