Liebe Tutsi,
alles in allem bist du doch auf einem guten Weg
Wie schwer man sich mit allem tut, nach so schwerem Verlust, weisst du und ich weiss es auch,
du musst geduldig mit dir sein, hinterfrage nicht dauernd dich, deinen "Wert" !
Wir sind nicht nur das was wir leisten,auch müssen wir nicht besondere Hobbys haben (habe auch keine
nennenswerten) oder "extrem schön" sein (bin ich nicht wirklich), je mehr man mit sich ins Reine kommt,
umso leichter wird das Leben und der Blick nach vorne,
Ich selber arbeite daran, alles in allem mit recht viel Erfolg, was ich vor Jahren auch nicht geglaubt hätte.
Wenn du wieder voll beruflich tätig bist, wird sich dein Gefühl was das Selbstbewusstsein angeht,auch
bessern.Man hat auch nicht die Zeit, soviel zu grübeln.
Vielleicht solltest du auch einem Verein beitreten, es gibt da nicht nur Sportvereine, oder einer Organisation.
Da kommen automatisch neue Kontakte zustande und man kann sich mal mit anderen Leuten austauschen als mit dem Partner, ich für mich habe viele neue Anregungen und Bekanntschaften in meiner Kirchengemeinde
gefunden, ok, das ist nicht jedermanns Sache.Das du deine alten Freunde öfters sehen möchtest, kann ich gut
nachvollziehen, können sie dich in deinem neuen Zuhause nicht auch mal besuchen, wenn dein Freund
durch die Prüfungen ist ?
Und was die Verlustängste angeht, die werden wir nie ganz verlieren, sie bleiben, nur müssen wir versuchen
ihnen nicht noch mehr Raum zu geben,als sie sowieso schon haben, gelingt mir leider auch nicht immer....
Liebe Tutsi, ich wünsche dir einen weiterhin guten Weg in eine positive Zukunft, du schaffst das !!!
Lieben Gruss
S.
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Thema: Zu viel oder zu wenig Ich?
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17.02.2011, 14:09Inaktiver User
AW: Zu viel oder zu wenig Ich?
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19.02.2011, 12:59Inaktiver User
AW: Zu viel oder zu wenig Ich?
Das finde ich auch. Ich hab vor ein paar Monaten mit dem Reiten angefangen und ich bin wirklich nicht besonders begabt darin, aber es macht mir soo viel Spaß. Es hat eine Weile gedauert, bis ich etwas gefunden habe, was mich wirklich begeistert, aber die Suche hat sich gelohnt. Es ist wirklich toll, ein Hobby zu haben, das man wirklich liebt. Übrigens habe ich irgendwo mal den Tipp gelesen, dass es hilft, in seiner Kindheit zu suchen um herauszufinden, was einem Spaß machen könnte. Stimmt bei mir - ich wollte als Kind immer Reiten lernen..
Tutis, vielleicht findest du ja in Zukunft etwas, was dir Freude bereitet.. Und sicher hilft dir auch dein neuer Job, wieder in dein Leben zu finden.. Ich drücke dir die Daumen!!
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21.02.2011, 12:28
AW: Zu viel oder zu wenig Ich?
Nochmal lieben Dank für alles, was ihr schreibt...das hilft mir wirklich sehr.
Ich habe mich nochmal sehr intensiv mit allem beschäftigt - woher das alles kommen könnte - denn nur so kann ich es auch bearbeiten und angehen, anders zu werden.
Zu allem hinzu kommt eben momentan auch die Gewissheit, dass mein Vater wohl eine andere Frau hat. Mit der ich auch noch oft zusammenarbeiten muss, die meine Mutter kennt und sich ihr gegenüber einfach nur ekelhaft verhält. Meine Mutter dadruch seit Jahren nicht mehr klar kommt. Ich hatte es nie verstanden, weshalb meine Mutter so viel Alkohol braucht. Erst jetzt ist es mir klar geworden und ich kann sie so gut verstehen. Das Zusammentreffen mit dieser Frau macht mich ganz krank und zeigt mir eben wieder wie etwas schönes für mich zerbricht. Die Ehe meiner Eltern war schon kaputt, das glaube ich schon, aber ich konnte es mir immer noch schön reden. Das geht jetzt nicht mehr.
Am Wochenende hatten wir wieder einen Streit. Er versteht mich einfach nicht. Ich bin auf jedes kleine Detail seiner Vergangenheit eifersüchtig. Wenn er etwas erzählt, und darin kommt eine Frau vor, dann bin ich auf 180...das geht so nicht und ist nicht fair. Er wollte einfach mal wieder was von sich erzählen und es war nicht mal irgendetwas schlimmes und ich fahr aus der haut. da er gerade auch sehr gestresst ist, kann er auch nur wütend reagieren. Er sagt,. er kann nichts für seine vergangenheit, die ist so, wie sie ist und hat ja nichts mit mir zu tun und unserer beziehung. Er bittet mich immer wieder darum, zu glauben, dass er mich liebt, dass er alles so schön findet, dass er mich attraktiv findet und weshalb ich glaube, dass er so verzweifelt sei, dass er sich mit einer frau abgeben müsste, zu sich ziehen lassen, mit ihr zukunftspläne schmieden sollte, die ihm nicht gefällt und die er nicht liebt.
es ist schon sehr schwierig für ihn mit mir umzugehen. und ich habe einfach keinen grund dazu. herjee!
ich wollte euch noch kurz mitteilen, dass ich letzten donnerstag noch einen antrag für ehrenamtliche mitarbeit in einem tierheim ausgefüllt habe und nun darauf warte, dass sie sich melden, dass ich helfen kann und eine tätigkeit für mich habe, die mir hoffentlich spaß macht. Aber mein Herz geht bei Tieren einfach auf und ich möchte das jetzt endlich angehen :-)Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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26.02.2011, 13:20Inaktiver User
AW: Zu viel oder zu wenig Ich?
Hallo Tutsi,
ohje, das mit deinen Eltern tut mir leid. Schlimm, dass so vieles auseinander bricht.
Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest für dich und deine neue Beziehung.
Das mit dem Tierheim ist doch ein super Idee. Mir gibt der Kontakt zu Tieren auch immer viel.
Hoffe, sie haben dort eine nette Tätigkeit für dich!?
LG
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12.03.2011, 18:26
AW: Zu viel oder zu wenig Ich?
oh mann...jetzt meldet sich plötzlich seine alte clique wieder und was tu ich`? hinterfrage wieder total skeptisch was das für leute denn seien,....
in einer alten beziehung war das damals das ende...
ich kannte die leute nicht...ich war nie dabei, als er sich plötzlich mit ihnen traf...eine andere frau war dabei...naja und man kann sich denken, was daraus wurde...
und jetzt diese situation und ich könnte austicken...er versteht es nicht...wie auch? :(Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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12.03.2011, 20:26
AW: Zu viel oder zu wenig Ich?
Liebe Tutsi,
Deine Frage würde ich so beantworten: Eindeutig zu wenig Ich. Ich finde es aber extrem gut, wie genau Du Dich beobachtest und wie ehrlich Du zu Dir selber bist.
Zwei Fragen hätte ich, falls Du sie beantworten magst.
1. Welche Methoden hast Du denn in so extremen Angstsituationen und wie stellst Du denn sicher, dass Du Dich in der konkreten Situation selber daran erinnerst, diese Methoden auch anzuwenden?
2. Welche Rolle hat denn Deine Kindheit in Deiner Therapie gespielt?
LG,
BabetteZurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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14.03.2011, 06:20
AW: Zu viel oder zu wenig Ich?
Hallo Babette,
leider liegt das Problem darin wohl wirklich darin, dass ich diese kleine Hilfestellungen dann nicht anwende...es waren beispielweise Übungen je nachdem was ich spüre...wenn ich Angst spüre gibt es beispielsweise eine Körperhaltung bzw. Bewegung und Atmung, die ich einnehmen soll, um mich der Angst zu stellen..bzw. sollte ich Wut spüren, einfach ein Kissen nehmen und meine Wut mit voller Konzentration aufs Kissen auslassen....so in dieser Form waren die Hilfestellungen, die mir auf den Weg gegeben wurden...
aber gerade wie jetzt...
am Dienstag fängt mein neuer Job an...ich muss dazu 3h wegfahren - bin 2 wochen dann von zu hause weg, weil ich dort eingelernt werde...ich habe angst, dort zu versagen..es nicht mehr zu können, was dort verlangt wird...obwohl es machbar sein sollte. Ich habe mal wieder unbegründet einen kleinen Streit provoziert...dann kam meine Traurigkeit - unser letzter Abend gemeinsam...ich habe ihn versaut..hatte mich so sehr darauf gefreut..aber ich bin mal wieder gut im kaputt machen..
ich weine...er versucht zu trösten...aber kann natürlich meine wirren gedankengänge nicht verstehen. sagt, dass doch alles okay ist, dass er mich liebt...
in mir totale angst und dann schläft er ein, weil er ja nicht spürt, was gerade los ist..er kann es nicht nachvollziehen...was meine traurigkeit noch größer werden lässt, obwohl das von mir nicht fair ist...
meine kindheit war auch ein thema in der therapie....darin liegt wohl auch einiges begraben...wenn nicht sogar sehr viel..sodass der tod meines freundes letztlich dies alles wieder verstärkt und nach oben gebracht hat...
immer wieder ist da diese angst..angst vorm leben. vor dem versagen, vor dem verlieren...
in momenten wie jetzt...sehe ich alles einfach nur noch schwarz. das leben empfinde ich wie eine schwere last, die auf mir liegt...Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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30.03.2011, 22:05
AW: Zu viel oder zu wenig Ich?
Diese Angst Menschen zu verlieren, die man liebt - Tiere oder einfach Liebgewonnes, ist sehr anstrengend.
Man ist ständig auf der Suche nach Sicherheit, die einem aber nichts geben kann.
Es ist ein Gefühl, das nie bestätigt werden kann ...
Du bist da
Ich sehe Dich nicht.
Dein Körper wurde mit Erde zugedeckt.
Ich höre Dich nicht,
Deine Stimme rückt ferner von Tag zu Tag. Meine Hände fassen nach Dir
Und greifen ins Leere.
Aus Deinen Kleidern verfliegt mir der letzte Duft. Und doch Bist DU da - in mir.
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31.03.2011, 07:18Inaktiver User
AW: Zu viel oder zu wenig Ich?
Ach liebe Tutsi
- ich kenne das nur zu gut, es ist auch mein Thema.
Schreibe doch in dem Strang "Wege aus der Verlustangst" mit, wenn Du magst - vielleicht hilft Dir das weiter....?
Ich bin auch immer noch ratlos, wie ich denn VERTRAUEN fassen kann, wenn alles so unsicher erscheint...(in mir) und ich von aussen die Sicherheit mir wünsche...
Die Anbindung an das Göttliche, sich Gott anvertrauen, hat mir teilweise geholfen, da ich jedoch in keiner Kirche/Gemeinde bin, geht leider diese Anbindung auch schnell mal wieder verloren
Schade....dabei habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass tatsächlich eine Last von mir genommen wurde, als ich darum gebeten habe und ich mich leichter fühlte....Ich bin noch auf meinem Weg dorthin, aber erhlich gesagt weiss ich, dass ich es nur so schaffen werde. Wenn ich nicht mal Gott /dem Göttlichen vertrauen kann, wem dann ?



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