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    AW: BRIGITTE-Balance: Ist mein Leben zu vernünftig?

    Zitat Zitat von loirinha1 Beitrag anzeigen
    Ich lebe derzeit in einem unsicheren Land - Mosambik (südliches Afrika). Eines der ärmsten Länder der Welt. ...
    Auf der anderen Seite unternehme ich Fahrten in die Wildniss, wo man (frau) wirklich auf sich alleine gestellt ist. Aber nur nach entsprechender Vorbereitung.
    Gerne wäre ich mal so unbekümmert, wie manche andere Mitmenschen. Z.B. mal eine Affäre riskieren - mal für kurz auf der anderen Straßenseite fahren und den "Thrill" fühlen. Aber da kommt schon wieder der Vernunftmensch durch: was, wenn just auf der anderen Seite Schlaglöcher sind, ich ausweichen muss und im Graben lande? Aufstehen, schütteln und weitermachen? Lieber gar nicht erst riskieren. Feige? Bei Hobbies wie Reiten und Tauchen, würde ich das nicht sagen.
    :
    Liebe loirinha1,

    es war sehr interessant deinen Beitrag zu lesen. Vom Lesen her hatte ich nicht das Gefühl, dass du total kontolliert und vernünftig bist. Ich würde mich z.B. nicht trauen in Mosambik zu leben oder bei einer Safari komplett auf mich allein gestellt zu sein (auch nicht mit Vorbereitung). Ich habe das Gefühl, dass du nur eine gesunde Vernunft hast. Und das lässt dich überleben. ;-) Vor allem in einem unsicheren Land. Ich finde du hast eine gute Mitte gefunden. In welche Richtung siehst du dich eher?


    Also ich habe mich schon oft über meine Vernunft geärgert. Ich bin sehr ehrgeizig an der Uni, habe Leistungssort getrieben, bin sehr engagiert, möchte und gehe nur ernsthafte Beziehungen ein und war noch nie wirklich total besoffen, wenn dann eher mal öfters angetrunken, hab noch nie wirklich über einen Zeitraum (man möge mir einen Zug verzeihen ;)) geraucht.

    Und ich bin grad Anfang 20 und wieder Single und könnte eigentlich machen was ich will! Eigentlich! Ich war vor ein paar Jahren im Ausland. Fast alle Mädels haben es SO richtig krachen lassen! Selbst die mit Freund zu Hause, selbst die viel älter als ich waren und eigentlich im Leben angekommen sein sollten. Typen gepoppt, Affären gehabt, alles mögliche. Und was hab ich gemacht? Im ganzen halben Jahr zwei Männer geküsst und das mit schlechtem Gewissen. Und ein mal hätte sich was richtig nettes entwickeln können, mit einem, der sich in mich verliebt hat. Und ich wusste, dass er jünger als ich ist und das ich bald wieder nach Deutschland zurück kehren muss und was mach ich? Lass ihn abblitzen, obwohl ich ihn wirklich gern gewonnen hab und Gefühle entwickelt hab. Jetzt hat mich mein (Ex-)Freund vor kurzem abserviert und ich könnte es mir wenigstens offen halten auch nur einen Mann, den ich abends wirklich sympathisch finden könnte, zu küssen. Aber irgendwas sträubt sich in mir. Möchte ich nicht, dass Leute über mich reden, falls mich jemand mal sehen sollte? Möchte ich es selbst vielleicht nicht, aus welchem Grund auch immer? Vielleicht ist es auch der Grund, wieso ich kaum Erfahrung mit Männern gesammelt hab.

    Und jetzt suche ich ein super Praktikum, ein weiterführendes gutes Studium, möchte mich für Stipendia bewerben (die ich zwar wahrsch. nicht bekomme ;)), lerne eine Sprache, informiere mich über Arbeitgeber u.s.w. Ich möchte so gerne mal los lassen, mich mal locker machen und irgendwas unvernünftiges machen... (ohne natürlich das alles zu gefährden)

    Nur wie überwinde ich meine eigene Grenze?

  2. Inaktiver User

    AW: BRIGITTE-Balance: Ist mein Leben zu vernünftig?

    Vernunft auf der einen und Spontanität, Freiheit oder Leichtsinn auf der anderen Seite
    Als ob das Gegensätze wären ...

    Ich trinke nie einen über den Durst. Aber nicht aus Vernunftgründen. Sondern weil es mir keinen Spass macht. Nicht nur im Hinblick auf die Konsequenzen. Sondern auch im Moment nicht.

    Freiheit ist für mich, nicht bei dem mitmachen zu müssen, was die Mehrheit als "normal", "spassig" oder "freies Handeln" definiert. Wenn ich keinen Spass daran habe, mache ichs nicht.

    Vielleicht ist es unvernünftig, an schwierigen Viertausendern herumzuklettern. Die Mehrheit der Leute sieht das wenigstens so. Ich hingegen halte Fussballspielen für unvernünftiger. Die Unfallstatistik (Anzahl Unfälle in Relation zu den Leuten, die die Tätigkeit ausüben) gibt mir Recht.

    Also - wer bitte definiert, was "vernünftig" ist? Und wer sagt, dass es um "Vernunft vs Spontaneität" oder so was geht?

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    AW: BRIGITTE-Balance: Ist mein Leben zu vernünftig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als ob das Gegensätze wären ...

    Also - wer bitte definiert, was "vernünftig" ist? Und wer sagt, dass es um "Vernunft vs Spontaneität" oder so was geht?
    Das definiert wohl je nach Gehirnleistung jeder selbst für sich!

    Vernunft hat viel mit dem Abwägen der Konsequenzen für sich und andere zu tun. Die negativen Konsequenzen muss man aber erstmal erfassen, dazu gehört ja zumindest mal eine entsprechende gedankliche Leistung.

    Dabei baut ja jeder auf positiven oder negativen Erfahrungen auf und lernt bestenfalls aus negativen Konsequenzen. Als junger Mensch geht man vielleicht eher unkalkulierbare Risiken ein, weil man es noch nicht besser weiss und auch noch mehr Zeit hat, das wieder auszubügeln. Im Alter wird man wohl vorsichtiger...

    Unvernunft hat für mich spätestens dann eine natürliche Grenze, wenn es um Verantwortungsgefühl oder negative Konsequenzen für andere geht.

    Wie jemand mit sich selbst umgeht und welche Risiken er für sich persönlich eingeht, das kann man zwar diskutieren, aber es muss jeder letztlich selbst für sich entscheiden.
    Geändert von Elwyn (16.02.2011 um 10:10 Uhr)

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    AW: BRIGITTE-Balance: Ist mein Leben zu vernünftig?

    Zitat Zitat von Mysterieheart Beitrag anzeigen
    Liebe loirinha1,

    ...Ich finde du hast eine gute Mitte gefunden. In welche Richtung siehst du dich eher?

    Also ich habe mich schon oft über meine Vernunft geärgert. Ich bin sehr ehrgeizig an der Uni, habe Leistungssort getrieben, bin sehr engagiert, möchte und gehe nur ernsthafte Beziehungen ein ...

    Und ich bin grad Anfang 20 und wieder Single und könnte eigentlich machen was ich will! Eigentlich! Ich war vor ein paar Jahren im Ausland. Fast alle Mädels haben es SO richtig krachen lassen! Selbst die mit Freund zu Hause, selbst die viel älter als ich waren und eigentlich im Leben angekommen sein sollten. Typen gepoppt, Affären gehabt, alles mögliche. Und was hab ich gemacht? Im ganzen halben Jahr zwei Männer geküsst und das mit schlechtem Gewissen. Und ein mal hätte sich was richtig nettes entwickeln können, mit einem, der sich in mich verliebt hat. Und ich wusste, dass er jünger als ich ist und das ich bald wieder nach Deutschland zurück kehren muss und was mach ich? Lass ihn abblitzen, obwohl ich ihn wirklich gern gewonnen hab und Gefühle entwickelt hab... Möchte ich nicht, dass Leute über mich reden, falls mich jemand mal sehen sollte? Möchte ich es selbst vielleicht nicht, aus welchem Grund auch immer? Vielleicht ist es auch der Grund, wieso ich kaum Erfahrung mit Männern gesammelt hab.

    Nur wie überwinde ich meine eigene Grenze?
    Hallo Mysterieheart,
    hmm... die richtige Mitte gefunden. Ich bin mir da nicht so sicher. Gerade wenn ich deine Schilderung bzgl. Auslandsaufenthalt und die Aussage "fast alle Mädels haben es SO richtig krachen lassen (...) Und was hab ich gemacht?" lese. Hier finde ich mich ebenfalls wieder. Getraut, habe ich mich bislang noch nicht, einfach mal über meinen Schatten und meine Vernunft zu springen. Auch bei mir schalten sich im Hinterkopf sofort sämtliche Alarmglöckchen ein, wenn jemand Interesse an mir zeigt. Verrückt und dumm, ich weiß, aber ich kann meine Stimme nicht abschalten, die mir sagt:"kann er es sein, der richtige? In 2,5 Jahren ziehst du weiter. Was dann? Lohnt es sich, es auszuprobieren?". Zur Erklärung: mein Job bringt mich im Schnitt alle 3 bis 4 Jahre dazu umzuziehen. Den richtigen Partner hierfür zu finden... sehr schwierig. Hieraus ergibt sich ein Teufelskreis. Erfahrungen sammeln mit Männern - schwierig. Wenn ich etwas erfahrener wäre, würde es mir vielleicht leichter fallen, auch mal kurze Begegnungen in Betracht zu ziehen... wer weiß. Hier müsste ich ganz klar einfach über meinen Schatten springen und meine Grenzen überwinden. Und doch, genau wie du es schilderst, irgendetwas sträubt sich auch in mir, hindert mich. Was werden die Leute sagen, was wenn es schief geht. Wir leben hier in einer ziemlich kleinen Gemeinschaft, wo Jeder, Jeden kennt. Ist das noch Vernunft, oder Angst vor Kontrollverlust? Keine Ahnung.
    Freundinnen von mir, nehmen es da um einiges leichter - was soll's.. wenigsten für ein paar Wochen/Monate Spass haben.
    Ach, es sind noch so viel mehr Dinge. Auch in beruflicher Hinsicht. Mein Job ist sicher und unbefristet. Der Abeitgeber kümmert sich so ziemlich um alles (Umzug, Wohnung, alles wird bezuschusst). Eine Falle, um bis an sein Lebensende weiterzumachen. Auf der anderen Seite denke ich aber auch: "war's das? Jetzt immer im Ausland leben? Keine festen Bindungen eingehen, etc.?" Nein. Ich denke, dass sich bei mir in den letzten Monaten etwas getan hat und ich vielleicht offener geworden bin. Ich habe bereits vor einiger Zeit beschlossen, nach meinem jetzigen Posten aufzuhören und mir in Deutschland einen Job zu suchen. Ich werde etwas riskieren und wagen, ohne, mich für die vernünftige Seite zu entscheiden! Wobei, vielleicht ist es ja in diesem Fall die vernünftige Seite? Heimkehren, Wurzeln schlagen, Familie gründen, etc.? Ich hoffe nur, dass ich in allerletzter Sekunde nicht doch noch kneifen werde.
    Es ist nicht so, dass ich unglücklich wäre - im Gegenteil. Ich bin wahnsinnig dankbar, wie das Leben mir bislang mitgespielt hat und genieße die Zeit hier in Afrika. Aber langsam komme ich an einen Punkt, an dem ich selber aktiv werden und etwas ändern muss. Wie zum Beispiel an einem solchen Forum teilnehmen. Das ist etwas ganz neues. Anderen, offen meine Gedanken mitteilen.
    Je mehr ich darüber nachdenke und schreiben: ja, vielleicht stimmt es und ich habe mittlerweile eine Mitte gefunden. Aber eine auf wackeligen Beinen. Ich muss mich immer wieder auf's neue anstrengen und überwinden...

    Du hörst dich sehr zielstrebig an. Weißt, was du erreichen möchtest. Das finde ich toll! Leider fehlt es mir da an einem ganz wichtigen Punkt ich müsste dringend mal was an meinem Gewicht verändern (tu ich auch gerade wieder), aber hier sollte ich eigentlich viel, viel konsequenter sein. Hoffentlich hat es mich diesmal richtig gepackt und ich halte durch.
    Aber ich kann, glaube ich, nachempfinden wie du dich fühlst! Schwierig, es richtig auszudrücken... Eigentlich wie in einer Zwangsjacke. Man möchte etwas erreichen, unabhängig sein, erreichen, dass alle auf einen stolz sind (auch wenn nur man selbst) und nichts riskieren, was einem vom Ziel (sicherer Job, finanziell unabhängig, Familie?) abbringen könnte. Dennoch möchte man eigentlich frei sein und einfach mal Fünfe gerade sein lassen.
    Ich könnte z.B. auch nicht ohne Ausbildung/Abschluss einfach drauf los leben und irgend einen Job annehmen. Was, wenn's nicht läuft, was, wenn ich keinen anderen Job finde? Auf Unterstüzung angewiesen sein? Aber ich hätte keine Kontrolle mehr über mein Leben.
    Ich wünsche dir viel Glück, dass du ein tolles Praktikum findest!!! Und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch mit einem Stipendium?!? Bleibe optimistisch! Das hat mir bislang auch immer sehr geholfen ;-)
    So, ich hatte gerade Mittagspause und ein bisschen Zeit am PC. Jetzt muss ich weiter arbeiten
    Herzliche Grüße
    Loirinha

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    AW: BRIGITTE-Balance: Ist mein Leben zu vernünftig?

    @ Elwyn
    Zitat Zitat von Elwyn Beitrag anzeigen
    Unvernunft hat für mich spätestens dann eine natürliche Grenze, wenn es um Verantwortungsgefühl oder negative Konsequenzen für andere geht.

    Wie jemand mit sich selbst umgeht und welche Risiken er für sich persönlich eingeht, das kann man zwar diskutieren, aber es muss jeder letztlich selbst für sich entscheiden.
    Schön auf den Punkt gebracht!

    Ich finde, es ist zu respektieren, dass manche Menschen eben weniger Risiken eingehen wollen als andere. Deswegen sind sie noch lange nicht zu vernünftig.

    Wer unvernünftig sein will, soll das gerne sein. Aber bitte dann nicht nachher dem ganzen Umfeld die Ohren vollheulen, wenn es schief geht. Dann sollte man auch die Größe haben, die Konsequenzen mit Fassung für sich zu tragen.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  6. Inaktiver User

    AW: BRIGITTE-Balance: Ist mein Leben zu vernünftig?

    Zitat Zitat von Latona Beitrag anzeigen
    @ ElwynSchön auf den Punkt gebracht!

    Ich finde, es ist zu respektieren, dass manche Menschen eben weniger Risiken eingehen wollen als andere. Deswegen sind sie noch lange nicht zu vernünftig.

    Wer unvernünftig sein will, soll das gerne sein. Aber bitte dann nicht nachher dem ganzen Umfeld die Ohren vollheulen, wenn es schief geht. Dann sollte man auch die Größe haben, die Konsequenzen mit Fassung für sich zu tragen.
    Genau. Das erinnert mich aktuell an einen Freund und Kollegen, der sehr gerne unvernünftig handelt und damit spielt. Es kickt ihn einfach. Aktuell ist es nun mal schief gegangen und er hat ziemlich an den Konsequenzen zu tragen.
    Das mit Fassung tragen muß er aber noch üben. Er hat sich halt immer auf seinen Dussel verlassen und glaubte scheinbar, mittlerweile ein Recht auf Unversehrheit zu haben.
    Das entlockt mir jetzt wieder nur ein Schulterzucken. Tja, es kann halt auch schief gehen. Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen, denn wer immer wieder mit dem Feuer spielt kommt (irgendwann) darin um.

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    Frage AW: BRIGITTE-Balance: Ist mein Leben zu vernünftig?

    Mich beschäftigt dieses Thema auch schon seit einiger Zeit.
    Ich bin jetzt 20 Jahre alt und hab seit knapp 2 Jahren einen Freund.
    Ich war noch nie eins von diesen Partymädchen, die jeden Abend einen Vollrausch brauchen um dann am nächsten Tag sagen zu können, dass sie gaaaanz viel Spaß hatten, was ich irgendwie nicht glaube, da sie meist nach 30 min in der Disco schon auf der Toilette saßen und es ihnen wirklich dreckig ging.
    Ich fand es auch schon immer vollkommen unnötig, morgens mit einem Kater aufzuwachen und die nächsten 3 Tage nie richtig wach zu sein.
    Ähnlich lief es bisher bei meiner Männerwahl. Verknallt war ich oft, aber wenn es dann ernst wurde, habe ich mich immer zurückgezogen. Ich war unsicher und hab/hatte einfach zu hohe Ansprüche. Es hat lange gedauert, bis ich jemanden gefunden habe, dem ich vertrauen konnte um z.B. endlich mal Sex zu haben. Dies funktionierte erst mit meinem jetztigen Freund. Und jetzt kommt mein Dilemma.
    Ich bin glücklich. Ich habe mich immer nach dieser Art der Beziehung gesehnt. Ich wohne mit ihm zusammen und wir planen uns einen Hund zu kaufen. Ich habe lange nach dieser Sicherheit gesucht. Die ich natürlich zuhause nicht bekommen habe, da ich ein Scheidungskind bin und mein Vater psychisch neben der Spur.
    Jetzt stellt sich mein Freund die Frage, ob ich auch mit ihm zusammen wäre, wenn ich mehr Erfahrungen mit Männer gesammelt hätte. Vielleicht trägt meine Harmoniebedürftigkeit (Erinnerung: Scheidungskind!) dazu bei, dass ich mir seine Fehler schön rede, da ich nie andere Männer in einer Beziehung erlebt habe und jetzt die Beziehung mit ihm glorifiziere? Er ist 7 Jahre älter als ich und damit natürlich wesentlich erfahrener. Ebenfalls wundert er sich, dass ich nie Lust habe feiern zu gehen, sodass er denkt ich koste meine Jugend nicht voll aus.
    Aber ich will all das wirklich nicht machen! Es macht mir keinen Spaß und ich bin froh wenn ich nach einem harten Tag auf dem Sofa liege und muss dann nicht noch mit Freundinnen losziehen um unter der Woche Cocktails zu trinken.
    Bin ich wirklich so naiv und unerfahren, dass ich mir nur einrede, dass ich in der Beziehung glücklich bin und irgendwann mit Mitte 30 fang ich dann mir die Haare blau zu färben, kauf mir ein Cabrio und hol meine verlorene Jugend nach?
    Oder kann es sein, dass ich wirklich einfach den Richtigen gefunden habe und mir dadurch viel Schmerz und Kränkungen durch die Falschen erspart bleiben wird?
    Ich würd mich freuen, wenn irgendwer einen lieben Rat hat, oder einfach nur Stellung nimmt, da ich langsam wirklich Angst bekomme, dass mein Freund Recht hat, und ich einen großen Fehler mache, einfach weil ich mir ein vernünftiges und sicheres Leben wünsche.

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    AW: BRIGITTE-Balance: Ist mein Leben zu vernünftig?

    Zitat Zitat von Difofo Beitrag anzeigen
    Jetzt stellt sich mein Freund die Frage, ob ich auch mit ihm zusammen wäre, wenn ich mehr Erfahrungen mit Männer gesammelt hätte.
    Die Fragestellung deines Freundes überrascht mich. Du hast dich entschlossen mit deinem Freund zusammenzuwohnen. Das ist eine ganz andere Ebene, als wenn du 14jährig Sex hast oder mit 18 schon den fünften Boyfriend hast. Das eine ist ausprobieren und herumprobieren, das andere ist der Versuch einer erwachsenen Partnerschaft. Ich glaube nicht, dass man vorbereiteter in eine Partnerschaft geht, wenn man früher mit Jungs herumknutscht.
    Zitat Zitat von Difofo Beitrag anzeigen
    Vielleicht trägt meine Harmoniebedürftigkeit (Erinnerung: Scheidungskind!) dazu bei, dass ich mir seine Fehler schön rede, da ich nie andere Männer in einer Beziehung erlebt habe und jetzt die Beziehung mit ihm glorifiziere?
    Jeder ist durch seine Kindheit geprägt. Die einen wollen es so machen wie ihre glücklichen Eltern und scheitern trotzdem, weil es keine Garantie gibt, die anderen wollen es auf keinen Fall machen wie ihre Eltern, enden aber letztlich genauso und wiederum andere machen in ihrem Beziehungsmuster dieselben Fehler gleich mehrmals.

    Du bist jung, es ist Zeit zum Ausprobieren. Deine Beziehung kann glücklich werden oder in fünf Jahren vorbei sein. Probiere dich nicht in Wahrsagerei, sondern lebe dein Leben wie du es für richtig hältst. Wenn es mit diesem Partner nicht klappen sollte, wird ein anderer kommen. Und wenn es eine zweite Partnerschaft geben sollte, kann man an den Stellschrauben drehen, dass man dieselben Fehler nicht zweimal macht. Also hör zu grübeln auf und mach dein Ding.
    Zitat Zitat von Difofo Beitrag anzeigen
    Aber ich will all das wirklich nicht machen! Es macht mir keinen Spaß und ich bin froh wenn ich nach einem harten Tag auf dem Sofa liege und muss dann nicht noch mit Freundinnen losziehen um unter der Woche Cocktails zu trinken.
    Wenn es dir keinen Spaß macht, dann lass es. Ich war kein Party- und kein Kneipengänger, ich kann nicht sagen, dass ich irgendwas bereue oder das Gefühl habe etwas verpasst zu haben. Ich möchte zudem anmerken, dass das Leben mit 30 Jahren keineswegs vorbei ist. Als Mittvierzigerin darf ich dir sagen, dass es noch ein Leben danach gibt, auch mit Fortgehen und Party, für die, die es mögen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    smile AW: BRIGITTE-Balance: Ist mein Leben zu vernünftig?

    Danke für die Antwort.
    Wahrscheinlich sollte ich wirklich nicht so viel nachdenken und es einfach auf mich zukommen lassen. Schließlich bin ich glücklich und diese Beziehung bietet für mich eine gute Grundlage um meine Ausbildung zu beenden und ein Stück selbstständiger zu werden. Ich denke alleine durch mein Studium, Auslandssemester etc werde ich noch einiges erleben und entweder wird mir dann auffallen, dass das Leben deutlich mehr für mich bereit hält, als die Beziehung mit meinem Freund, oder es bleibt halt wie es ist.
    Das Einzige was mich wirklich stört ist, dass meinem Freund das alles wesentlich mehr Kopfzerbrechen bereitet als mir. Ich weiß nicht was er damit erreichen möchte, wenn er mir immer wieder sagt, dass ich noch nicht genug erlebt habe?!
    Soll ich etwa nur deswegen nochmal mit 5 anderen Typen schlafen und dann feststellen, dass der Sex zwar fürchterlich aufregend war, weil es so neu und ungewohnt war, die Männer mir jedoch nichts bedeuten und dann unser tolles Verhältnis aufs Spiel setzen, weil mein Freund es insgeheim nicht ertragen kann, dass ich mit einem anderen geschlafen habe. (Das erinnert mich ein bisschen an den Film "Ein unmoralisches Angebot")
    Jetzt wo ich das nochmal alles so aufschreibe, fällt mir erstmal auf, wie anstrengend es ist, sich über dieses Thema Gedanken zu machen. Und das obwohl meiner Meinung nach alles gut ist...
    Ich hoffe einfach, dass ich die richtige Entscheidung treffe, indem ich diese erwachsene Beziehung führe...und wenn nicht, dann habe ich Pech gehabt und werde hoffentlich stark genug sein, aus dem Fehler zu lernen...
    Liebe Grüße

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    AW: BRIGITTE-Balance: Ist mein Leben zu vernünftig?

    Zitat Zitat von Difofo Beitrag anzeigen
    Ich bin glücklich. Ich habe mich immer nach dieser Art der Beziehung gesehnt.

    Ich wohne mit ihm zusammen und wir planen uns einen Hund zu kaufen. Ich habe lange nach dieser Sicherheit gesucht. .... Ebenfalls wundert er sich, dass ich nie Lust habe feiern zu gehen, sodass er denkt ich koste meine Jugend nicht voll aus.
    Aber ich will all das wirklich nicht machen! ...und hol meine verlorene Jugend nach?
    Oder kann es sein, dass ich wirklich einfach den Richtigen gefunden habe und mir dadurch viel Schmerz und Kränkungen durch die Falschen erspart bleiben wird?.

    Hallo liebe Difofo,

    den Satz "Ich bin glücklich" sagt eigentlich schon alles. Was willst du mehr? :-)

    Dein Freund hat etwas Angst, dass du einen Morgen aufwachst und merkst, dass du gerne noch ein paar "Typen" ausprobieren wollen würdest und er dich verlieren könnte. Das kenne ich aus meinem Bekanntenkreis.... Eine hatte schon sehr jung eine lange Beziehung und war sehr glücklich, hatte jedoch Angst etwas zu verpassen, hat sich von ihm getrennt, ein paar Neue gesucht, die sie scheiße behandelt haben, um dann später mit ihm wieder zusammen zu kommen, dass da natürlich etwas dem Vertrauen geschadet hat, ist leider klar, aber sie musste erst viel negatives erleben, um dann festzustellen, wie toll er war.
    Wenn du mit seinen Macken leben kannst und du glücklich bist und auch nie feiern wolltest, dann glaube ich, dass du einfach glücklich bist und wahrscheinlich die richtige Entscheidung getroffen hast.

    Zu einer Freundin, die 10 Jahre älter ist, hab ich mal, als ich noch keine Erfahrung mit Männern hatte, gesagt, "Was? Gleich jemand kennen lernen und mit dem für immer zusammen bleiben? Da hab ich ja noch gar nichts ausprobiert und weiß noch gar nicht ob ich was verpasst habe?"
    Zwei Beziehungen später kann ich nur sagen, dass mir das Leid gerne erspart geblieben wäre und es einfach gleich geklappt hätte. Und falls du doch mal ein Ausandssemester machen willst oder nach Afrika reisen oder ml eine Nacht durchfeiern willst oder was auch immer ;) ...... dann hoffe ich, dass dein Freund nicht unterstützen wird!

    Also ich würde mich an deiner Stelle wirklich glücklich schätzen. :-)
    Und ihm das vielelicht auch wirklich so erklären und beruhigen, wie du es uns erklärt hast, "du ich bin so fertig nach dem tag, ich möchte dann nicht noch feiern gehen, ich möchte lieber amich auf dem sofa entspannen" oder "ich hab nur zu dir diese nähe und möchte nur mit dir intim werden. es ist sehr schön mit dir und ich kann das auch beurteilen, ohne viel erfahrung haben zu müssen"


    ganz liebe grüße
    mysterie

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