Finde ich auchZitat von Inaktiver User
(Schluck) Vielleicht nicht unbedingt Stärke – Widerstand eher... Der Baum kann seine fein verästelte schutz- und/oder schattenspendende Krone nur tragen, wenn er sich solide mit der Erde verbindet. Im Sommer führt ihm jedes einzelne Blatt Energie zu – umgesetzte Sonnenenergie. Der Gedanke, er müßte erst gefällt werden um ihn „zu verstehen“, schreckt mich auf. So habe ich das noch nicht gesehen. Dieses Gefühl von Bedrohtsein kommt mir bekannt vor. In deinem Bild steckt eine Menge drin, für michZitat von Ypsilon
.
Der Bach...Nein, er darf nicht überschwappen. Würdest du dich zum Weinen an einen Bach setzen, der über seine Ufer getreten ist?Zitat von Ypsilon
Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort(?).Zitat von Ypsilon
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 103
Thema: Ich bin nicht...
-
06.02.2011, 12:13
AW: Ich bin nicht...
-
06.02.2011, 12:27Inaktiver User
AW: Ich bin nicht...
Was ist so schlimm daran, etwas von sich preiszugeben, wenn man den Mund aufmacht? Ist das nicht Sinn und Zweck jeglicher authentischer Kommunikation?
Außerdem findet Kommunikation und das "Etwas - von-sich-preisgeben" nicht nur auf verbaler Ebene statt. Ein Großteil des "Sich-Mitteilens" geschieht auf nonverbaler Ebene. Du würdest staunen, was man schon alles über Dich an Information bekommt, nur aus der Art und Weise, wie Du Dich z. B. bewegst, wie Du gehst, stehst, etc.
Man kann gar nicht "Nichts" von sich preisgeben.
Und irgendwie finde ich das schön und sehr beruhigend!
-
06.02.2011, 12:49Inaktiver User
AW: Ich bin nicht...
Ich hol nochmal die Sätze nach vorn.
Also für mich schreit da jeder Satz: "Erwarte nichts von mir!"
Ich sehe den Menschen als soziales Wesen und als solches ist es doch völlig klar, anderen in schwierigen Situationen Halt zu geben - natürlich solange das sie eigenen Kräfte nicht überschreitet.
Die eigenen Kräfte sind aber meiner Meinung nach nicht überschritten, wenn man für den Hilfesuchenden/-brauchenden z.B. ein Spaßevent absagen müsste.
Und das Haltgeben in schwierigen Situationen ist in meinen Augen für ein soziales Wesen auch dann selbstvertändlich, wenn der Haltgebende genau weiß, dass er nichts zurückbekommt.
Ich lasse nur noch Menschen an mich nahe heran, die das ähnlich sehen - alles andere ist Zeitverschwendung.
-
06.02.2011, 16:43
AW: Ich bin nicht...
Kommt darauf an, was man preisgibt. Siehe...
Zitat von Bruenette
Zitat von Inaktiver User
Ich staune ja jetzt schon. Wenn sich zum nonverbalen Ausdruck dann auch noch der verbale schlägt, hält jeder Abstand von mir
Zitat von Bruenette
.
-
06.02.2011, 18:12Inaktiver User
AW: Ich bin nicht...
Nein, nicht jeder:

Ich bin da halt einfach entgegengesetzt empfindlich wie du/ihr.
Wenn ich merke, dass sich jemand vorsorglich oder nach meinem Geschmack verfrüht abgrenzt - so zur Sicherheit -, dann geh ich ebenfalls sofort auf Abstand.
Bei jemandem mit solchen Sätzen als Lebensleitmotiv - weiß ja gar nicht, ob das bei dir so ist - liegt der Verdacht schon nahe, dass das ein "Vorsorgeabgrenzer" ist, also einer, der ohne aktuellen Anlass gleich mal "den Spaten reinhaut".
-
06.02.2011, 21:42
AW: Ich bin nicht...

Diese Sätze stellen kein Lebensleitmotiv dar, sie sind ziemlich spontan bei einer „Übung“ in meiner Selbsterfahrungsgruppe entstanden – und stammen natürlich von mir. Die Aufgabe hieß ungefähr: Bilde Aussagen über dich selbst nach dem Muster „Ich bin kein ... sondern ...“. Einige „Verse“ allerdings hatte ich auf dem Nachhauseweg noch dazu „gedichtet“.
Zitat von Inaktiver User
Therapie und Selbsterfahrungsgruppe liefen zeitweise nebeneinander, d.h. Therapiestunden 1-2mal in der Woche, Selbsterfahrungsgruppe ca. alle 14 Tage. Ich wollte mich besser verstehen lernen, dahinter kommen, warum sich für mich der Umgang mit anderen Menschen irgendwie so problematisch gestaltet. Eine Sisyphusarbeit, die, wie ihr seht, immer noch nicht abgeschlosssen ist
.
-
10.02.2011, 21:03Inaktiver User
AW: Ich bin nicht...
Hallo Isidor
ich erlaube mir, deine Sätze einmal ein wenig umzuschreiben ... (die Rechte bleiben natürlich bei dir ...
Ich bin ein Baum, an dem du dich festhalten kannst und ein Bach, an dem du dich ausweinen darfst
Ich bin ein Bauherr, der sich ein Haus baut und trotzdem ein Wanderer, der unter den Sternen schläft
Ich bin eine Blume, die fröhlich auf deiner Fensterbank blüht und auch ein Herbstblatt, das vor deine Füße geweht wurde
Ich bin die Sonne, die dein Leben erhellt und ein Stern am klaren Himmel, der dir eine Idee schenkt
Ich bin ein Pferd, das dich trägt, und auch ein zwitschernder Vogel, der dir Mut machen möchte
und es wäre die schönste Liebeserklärung, die ich je gelesen hätte ... und so wären diese Sätze eigentlich auch eine an dich selbst ...
Liebe Grüße
Fado
-
11.02.2011, 14:26
AW: Ich bin nicht...
Hallo Fado53
,
danke für deine ahnungsvolle Umformung meiner „Ich bin nicht – sondern“ Sätze. Könnte ich deine Versionen auf mich beziehen, wahrheitsgemäß und mit innerer Überzeugung, wäre ich sicher „ein Fels in der Brandung des Lebens“. Bin ich aber nicht, muß trotzdem irgendwie klarkommen, und alle mir nahestehenden Menschen auch.
Und so ist es „nur“ eine Liebeserklärung.
Zitat von Inaktiver User
-
11.02.2011, 16:21Inaktiver User
-
11.02.2011, 19:16Inaktiver User
AW: Ich bin nicht...



.
Zitieren


