Beim Herbstblatt ist auch die Abgrenzung nicht mehr gegeben wenn ich mich vor die Füsse des anderen treiben lasse.
Aber vielleicht soll diese Passage einen Höhepunkt in diesem Gedicht darstellen? Die Abstraktionsebene ins Absurde führen gleichsam eine Nachtigall mit eingefrorenem Schnabel![]()
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Thema: Ich bin nicht...
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02.02.2011, 10:34Inaktiver User
AW: Ich bin nicht...
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02.02.2011, 12:11Inaktiver User
AW: Ich bin nicht...
Jedenfalls ist der Verfasser weder Baum, noch Bauherr, noch Blume, noch Sonne, noch Pferd.
Vielleicht Büffel oder Schlange oder wie nennt man diese Chinesischen Sternzeichen?
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02.02.2011, 12:52
AW: Ich bin nicht...
klingt nach bindungsphobie resp. hippieskem habitus
...nach *klick*Geändert von nebenschauplatz (02.02.2011 um 12:56 Uhr)
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03.02.2011, 14:03
AW: Ich bin nicht...
Ein paar Sätze, wiedergefunden. Vor etwas mehr als 10 Jahren hatte ich sie irgendwo abgelegt, und nur gelegentlich wurden sie mir wieder auch wieder in den Kopf geweht.
Sie stellen quasi Schnappschüsse dar, mit dem Selbstauslöser, in mich hineinfotografiert. (Fotografisch gesehen ist das Blödsinn, weiß ich... kriegs aber nicht besser hin). Ach nein, an ein Gedicht dachte ich dabei nicht.
Nun habe ich in diese Kiste mit „Schnappschüssen“ gegriffen und ein paar „ins Netz“ gestellt, mal nicht im jpg-Format. Und dank einiger aufmerksamer Brico-Leserinnen und –leser sind die verblaßten Farben plötzlich wiedererstanden. Nicht in fröhlichen Farben, und plötzlich geht es mir auch nicht mehr gut.
Insbesondere dein link, nebenschauplatz, halt mich ziemlich eiskalt erwischt.
Zitat von Inaktiver User
Zitat von Inaktiver User
Zitat von Inaktiver User
Zitat von Inaktiver User
Ihr macht mich frösteln mit euren Interpretationen... nur ein paar Sätze von mir, und ich erkenne beklommen mein Bild in einem Spiegel aus dunklem Glas. Auch wenn ich nur einige Deutungen hier zitiere, insgesamt fühle ich mich fast „bloßgestellt“ (nicht im Sinne von „blamiert“ – mir fällt im Moment auch hier nichts passenderes ein).
Zitat von Elwyn
Du ahnst nicht, Emmah, wie geradezu schmerzhaft du damit eine nicht verheilte Wunde berührst.
Zitat von Inaktiver User
Eine Menge „Input“ für mich. Danke! Weiß noch nicht recht, wie ich damit umgehen kann.
IsidorIgel
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03.02.2011, 14:16Inaktiver User
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04.02.2011, 12:09
AW: Ich bin nicht...

Ihr müßt nicht denken, ich hätte tagelang gegrübelt, ob ich diese Zeilen poste oder nicht.
Sie stammen aus meiner Selbsterfahrungsgruppen- und Psychotherapiezeit. Ich war damals näher als jemals sonst in meinem Leben an der Schwelle, „mich zu öffnen“. Und dabei fühlte mich wie jemand „der auszog, das Fürchten zulernen“, wurde in diesem Sinne auch nicht enttäuscht. Nach einer mal mehr mal weniger intensiven Therapiezeit über etwa 2 Jahre geriet ich regelrecht in Panik und stieg aus. Es nagt heute an mir, ich könnte DIE Chance meines Lebens ausgeschlagen haben.
Das Posting war für mich ein Experiment: „Was steckt in diesen wenigen Sätzen von mir drin? Erkennt das jemand?“ Und bin ich wirklich verblüfft über die Resonanz! Ich hätte einfach nicht erwartet, daß ich mit diesen paar „statements“ so viel von mir verrate...
...und frage mich, wieviel ich sonst „preisgebe“, wenn ich den Mund aufmache und von mir rede
.
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04.02.2011, 21:50
AW: Ich bin nicht...
Hallo Isidor...
Isidor-Igel oder Isidor der Apotheker? Möchte wetten du kennst ihn
, den der nicht gefragt werden wollte: Wo warst du?
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05.02.2011, 22:12
AW: Ich bin nicht...
Hallo Wenkeandrea
,
in der Tat: Ich fühle mich sehr verwandt mit diesem Apotheker
.
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06.02.2011, 08:00Inaktiver User
AW: Ich bin nicht...
Tja, was ist der eine für den anderen?
Mich erinnerte das hier zuerst an Hannes Wader "Ich bin ein Rohr im Wind, bind dich nicht an an mich" - aber es gibt ja noch Dutzende von Liedern, die davon handeln. Die einen drücken die Sehnsucht danach aus, gehalten zu werden ("Du bist mein Licht in dunkler Nacht...", "Gib mir irgendwas, das bleibt..."), die anderen lehnen genau das ab ("Ich steh nur hier oben und sing mein Lied") - ich kriege die Texte nicht zusammen, weil ich diese Lieder alle so schrecklich finde. Was vermutlich viel über mich aussagt.
Was Emmah schreibt "Ich bin für dich da, aber stehen musst du selber" drückt für mich am besten eine Balance zwischen Abhängigkeit und Selbstständigkeit aus. Und nicht nur stehen muss der andere selbst, auch seinen Weg wählen und gehen.
Das Bild von der Blume finde ich schön - ich mag lieber die Blume sein als das welke Blatt. Ein Lächeln in das Gesicht eines anderen zu zaubern ist einfach schön!
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06.02.2011, 11:16Inaktiver User
AW: Ich bin nicht...
Ich denke, jeder kann nur das erkennen, was in ihm selbst steckt.
Mich sprechen deine Zeilen erstmal positiv an, weil sie für mich (oberflächlich betrachtet) eine sehr gesunde Abgrenzung von ungesunden Ansprüchen sind.
Ich weiss nicht, warum du sie geschrieben hast - aber mir ist das Gefühl, emotional überfordert zu werden, nicht fremd - weil mich meine Umwelt auch sehr gerne "zum Baum" (stellvertretend für alle anderen festen Elemente) macht, der ihrem Leben einen emotionalen Halt gibt.
Die Frage ist allerdings: "warum macht einen die Umwelt überhaupt zu ihrem Baum, an den sie sich bedenkenlos anlehnen kann?"
Demonstriert man vielleicht selbst im Alltagsleben so viel Stärke, dass "der Baum" erst gefällt werden müsste, damit seine sensiblen, gar nicht so belastbaren Verästlungen erkannt werden?
Und was wäre mit der Alternative zum Baum, dem Bach, übernähme der auch wieder nur die "auffangende" Komponente in deinem Leben oder dürfte DER dann wenigstens mal überschwappen, wenn ihm alles zuviel wird?Geändert von Inaktiver User (06.02.2011 um 11:21 Uhr)



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