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05.05.2011, 15:52
AW: Als Single glücklich und zufrieden sein?
"Die Hoffnung ist das Übelste aller Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert"
Friedrich Nietzsche
"Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein"!
"Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt"!
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05.05.2011, 21:36
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06.05.2011, 11:43Inaktiver User
AW: Als Single glücklich und zufrieden sein?
Ja, es setzt einen hohen Anspruch, ich würde nicht sagen an die psychische Verfassung, sondern an den eigenen Bewusstheitsgrad voraus. Und damit meine ich nicht nur den intellektuellen, kopfgesteuerten Bewusstheitsgrad, sondern auch den seelischen und gefühlten Bewusstheitsgrad. Je mehr ich mich selbst spüre und mich "erkenne", als Ganzheit, und mich so akzeptieren kann, wie ich bin, gerade MIT meinen "Fehlern" (und zwar mit Kopf UND Gefühl), desto mehr werde ich auch andere in ihrem "So-sein" akzeptieren können, und um so "breiter" wird das "Angebot" an Menschen, mit denen ich in Kontakt treten kann und möchte; Achtung, und jetzt kommts, bitte nicht wieder unter den Tisch fallen lassen: oder auch nicht möchte! Denn, wenn sich die Wahrnehmung erweitert, dann heißt das zuerst einmal, dass man auch mehr Möglichkeiten erkennt, aber man deswegen nicht gezwungen ist, diese Möglichkeiten auch zu ergreifen, eben weil man sich selbst und seine eigenen Begrenzungen erkennt. Das ist ja das Paradoxe an der Sache: Dass einerseits die "Fülle" (= alle Möglichkeiten) einfach da ist und uns umgibt, andererseits wir selbst, eben weil wir selbst begrenzt sind, diese Fülle gar nicht bis zum Anschlag nutzen können.
Aber das "Breiter Werden des Angebots" bezieht sich nicht nur auf Liebespartner, sondern auf alle Menschen, die ich so im Laufe eines Tages treffe. Das meinte ich auch mit "Umschalten" auf einen anderen Wellenbereich. Lara hat es besser formuliert und kurz und knapp auf den Punkt gebracht: nämlich sie sprach von "Erweiterung" des Wellenbereichs.
Das hat nichts mit "sich die Realität schön reden" zu tun, noch damit, sich zu verbiegen, um sich äußerlichen Gegebenheiten anzupassen. Es hat was damit zu tun, von seinem Tunnelblick wegzukommen und die Fülle, die uns umgibt, die wir aber nicht (mehr) sehen durch Alltag, Sorgen, Arbeit, Stress, wieder "wahr"-zunehmen.
Habe ich alles vor Kurzem an mir selbst erlebt, bruchstückhaft zwar, aber ich habe eine Ahnung davon bekommen, was o.g. bedeuten kann....
Ansonsten stimme ich Dir zu, Hans, dass man nicht schon im Voraus eine Person sein muss, die völlig mit sich im Reinen ist, um einen Partner zu finden. Dann käme wohl kaum mehr jemand als Paar zusammen, denn, Menschen ,so wie sie gerade sind, treffen aufeinander und gehen entweder eine Beziehung ein, oder nicht.Und auch die Idee, dass man IN der Beziehung aneinander wachsen, sich also gegenseitig "therapieren" kann, kann ich nachvollziehen. Jemand hat das mal so ausgedrückt: "Viele kommen aus den falschen Motiven zusammen, aber bleiben aus den richtigen Motiven." Das finde ich dann doch wieder sehr tröstlich.
Vielleicht kann ich ja "meine" Theorie und das im Alltag erlebte zusammenbekommen und auf folgende grobe Erkenntnis runterbrechen: Man geht genau dann eine Beziehung ein, wenn man dafür offen ist. Wenn das nicht passiert, dann bin ich halt gerade nicht offen (wofür es zig Gründe gibt, die man selbst aber oft gar nicht erkennt. Das ist ja das Gemeine!). Ja, ich bin naiv....
Grüßle & euch noch einen schönen Tag!
@ ewk:
Bassd scho!Oh, entschuldige bitte, das war jetzt so überhaupt nicht auf dich gemünzt
Geändert von Inaktiver User (06.05.2011 um 11:54 Uhr)
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06.05.2011, 22:09
AW: Als Single glücklich und zufrieden sein?
Auch hans muss ich völlig recht geben - je mehr man sich selbst erkennt, desto mehr weiß man auch, was man am Partner akzeptieren kann oder was nicht. Je älter man wird, desto mehr weicht man doch vom mainstream ab - aber wenn es allen so geht, befindet man sich ja auch wieder auf gleicher Wellenlänge mit allen anderen gleichen Alters.
Ich jedernalls akzeptiere Fehler und Unzulänglichkeiten, Eigenheiten und all das viel mehr, je mehr ich über mich und das Leben herausfinde - und ich will auch niemanden mehr ändern wollen - bin froh, so akzeptiert zu werden,wie ich nun mal bin.
Ich würde es einfach: Über den eigenen Tellerrand sehen - nennen.
Allerdings möchte ich weder therapiert werden, noch selbst therapieren - ich bin ja kein Experte auf diesem Gebiet. Jemand, der einigermaßen bei sich selbst ist und das und die schönen Seiten des Lebens mit mir teilt, reicht mir völlig.
Nachdem ich mich für offen für alles Mögliche bezeichne - kann ja nur noch alles gut gehen. Nach Bruennettes Theorie wird das noch ein super-aufregendes Jahr für mich!
Ein Träumer hat vielleicht keinen Plan;
Aber ein Realist hat keine Visionen !!!
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08.05.2011, 12:09Inaktiver User
AW: Als Single glücklich und zufrieden sein?
Das finde ich auch einen schönen Ansatz.
Ich hatte auch lange eine sehr idealisierte Vorstellung von der Liebe und mich daher auf wenig eingelassen. Ich habe ja schon geschrieben dass ich meinen Ex wieder kontaktiert hatte, als es mir nicht so gut ging. Ich sagte ihm das offen und fragte ihn, ob er das egoistisch findet und er meinte "Nein, menschlich" - das fand ich eine schöne Antwort.
Ich glaube, ich verändere mich in dem Sinne, dass ich vielleicht meine Ansprüche an den Partner niedriger schraube, aber meine Bedürfnisse nach Liebe und Nähe stärker wahrnehme und wichtiger finde.Geändert von Inaktiver User (08.05.2011 um 12:13 Uhr)



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