Versuch mal einen anderen Zugang zu Dir zu finden.
Angenommen Du merkst, dass es wieder eng wird bei Dir, egal durch was ausgelöst, dann zieh Dich an und geh um den Block. (nur als Beispiel).
Wenn Du Deine Gefühle nicht ausdrücken kannst dann fang an zu schreiben und wenn der erste Ansturm in Dir vorüber ist kannst Du vielleicht auch im Schreiben ausdrücken was Dich bewegt.
Was auch immer Du tust, komm in Bewegung und sag ihm vorher Bescheid, so dass er es weiss.
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Thema: Wie ziehe ich die Notbremse?
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03.02.2011, 21:08Inaktiver User
AW: Wie ziehe ich die Notbremse?
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03.02.2011, 21:23
AW: Wie ziehe ich die Notbremse?
wieso? was könnte denn passieren?Vielleicht hab ich aber auch Angst vor dem, was passieren könnte, würde ich mehr auf mich und meine Gefühle achten....Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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03.02.2011, 21:36Inaktiver User
AW: Wie ziehe ich die Notbremse?
Eine gute Frage Amelie.
Er kommt damit nicht klar, weil er eine ganz andere kennen gelernt hat. Und dass uns das auf Dauer entzweit... wobei ich - ganz rational betrachtet - das nicht glaube, denn er würde mich ja dann besser einschätzen können, ich würde Konturen erhalten, mit denen er wahrscheinlich besser umgehen könnte als mit einem Schatten, der ja nach Licht mal schwächer mal stärker wird, und nicht zu greifen ist...
Aber es ist, als würde ich vor einem Graben stehen - ich WEISS, ich schaffe den Sprung, aber ich traue mich nicht, weil ich Angst habe, dass ich Breite und Tiefe doch vielleicht falsch eingeschätzt haben könnte und erstarre vor Angst.
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03.02.2011, 21:39Inaktiver User
AW: Wie ziehe ich die Notbremse?
Das habe ich sogar schon gemacht, nicht nur einmal. Aber in manchen Situationen da merke ich richtig, wie ich irgendwo rein katapultiert werde, und ich den klitzekleinen Moment, in dem ich das Ruder noch hätte rumreissen können, verpasse und ab da geht's dahin wie auf Blitzeis....
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03.02.2011, 21:54
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03.02.2011, 22:21
AW: Wie ziehe ich die Notbremse?
klingt für mich erst mal so,als hätte er gar keine Lust darauf, dich als vielschichtiges Wesen zu betrachten. Sondern als hätte er einfach gern die sonnige Seite aus der "Balzphase" und der komplexe Rest interessiert nicht...Er kommt damit nicht klar, weil er eine ganz andere kennen gelernt hat. Und dass uns das auf Dauer entzweit...Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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04.02.2011, 07:16Inaktiver User
AW: Wie ziehe ich die Notbremse?
Es ist ja nicht so, er wird nicht ärgerlich oder genervt, wenn ich so bin, sondern er wendet sich dann mir zu, was ich mir vielleicht in diesem Moment auch wünsche.
Ich hätte vor den ganzen Satz noch stellen sollen: Meine ANGST ist, dass er damit nicht klarkommt, dass es uns entzweit, wenn ich anfange, meine Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen und auch klar zu kommunizieren...
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04.02.2011, 07:59Inaktiver User
AW: Wie ziehe ich die Notbremse?
Hallo Panamissy,

wenn ich Deine Zeilen lesen, dann fällt mir dieses lustige Bild dazu ein:
Rollenverteilung
Nicht weil ich mich über Dich lustig mache, sondern weil es lustig beschreibt, wie die "Gewichtsverteilung" in Eurer Beziehung ist.
Du machst Dir um alles Sorgen, Du gibst Dir selber die Schuld, Du entschuldigst ihn, Du gestehst ihm Fehler zu, Du denkst über Ihn nach und über die Beziehung und und und ...
... damit nicht genug, dann kommt von Dir noch:
Mir fallen dann spontan ganz viele Fragen ein:Ich habe seit Tagen schlimme Nackenschmerzen, und seit einem Monat einen neuen Job, und ich merke, wie ich langsam an meine Grenzen komme. Und dann schaff ich es nicht, mich abzugrenzen. Zumindest noch nicht so gut, wie ich es bräuchte... vielleicht würden die Schmerzen dann weggehen, irgendwie habe ich das Gefühl, das es damit zusammenhängt.
Wie wichtig bist Du Dir selber?
Was tut er für Eure Beziehung?
Warum hast Du das Gefühl seine Lasten mittragen zu müssen?
Auf die Frage: Bist DU verliebt?
Gibst Du diese Antwort:
Bist Du nun in ihn verliebt oder hast Du das Gefühl, dass Du ihm wichtig bist? (Wer zählt hier mehr Du oder er?)Ja, .... es gibt viel mehr schöne, in denen ich auch voll und ganz das GEfühl habe, dass ich ihm wichtig bin, ....
Würdest Du ihn nicht lieben, wenn Du ihm nicht wichtig bist?
Mir bist Du zu weit von Dir weg. Es geht hier nicht um ihn, es geht um Dich und ob es Dir gut geht.
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04.02.2011, 15:59
AW: Wie ziehe ich die Notbremse?
Möchtest Du denn nicht mit einem Menschen zusammen sein, bei dem Du genau das kannst? Deine Bedürfnisse und Grenzen wahrnehmen und klar kommunizieren? Also authentisch sein?Meine ANGST ist, dass er damit nicht klarkommt, dass es uns entzweit, wenn ich anfange, meine Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen und auch klar zu kommunizieren...
Und wenn ja, wann willst Du dann damit anfangen, wenn nicht gleich zu Anfang? Wartest Du auf die Erlaubnis von ihm? Wie willst Du es je rausfinden, ob Du bei ihm Du sein kannst, wenn Du Dich nicht zu-MUT-est?Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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21.02.2011, 19:48Inaktiver User
AW: Wie ziehe ich die Notbremse?
Hallo liebe Emmah!
Ist ne ganze Weile her, aber ich hab mir Deine Fragen schon immer wieder durch den Kopf geschoben... aus meiner Sicht ist die Gewichtsverteilung doch irgendwie ungleich... aus seiner Sicht vielleicht nicht. Vielleicht mache ich mir viel mehr Gedanken, aber ich weiß nicht, ob er sich nicht auch welche macht. Es gab letztens eine eigentlich harmlose Situation, die mich dann wieder umgeworfen hat, und ich hab ihm gesagt, dass zwischen uns kein Gleichgewicht ist, und natürlich wieder geheult... sein Kommentar war "Quatsch".
dabei war es doch mein Gefühl...
ich merke nur, in letzter Zeit "stehe ich öfter" auf, und äußere meinen Unmut in Situationen, aber das halt wieder total unverhältnismäßig. Ich habe das Gefühl, als hätte ich öfter mal geschluckt, und jetzt platzt bei scheinbar harmlosen Dingen, die ich auch mit Humor nehmen könnte, gleich die ganze Ladung hochgekotzt wird, und er es abkriegt. Zum Valentinstag hat er mich wirklich überrascht, ich habe Blumen auf Arbeit bekommen und eine Karte, dass er mich doll lieb hat. Das war wirklich schön, und auch so wichtig, weil ich sowas in die Richtung von ihm noch nie gehört habe, sondern wenn, dann als Reaktion auf eine Aussage/SMS von mir, oder dann etwas "negatives", wie z.B. das Essen ist versalzen. Vielleicht ist auch das Gewicht nicht gleich.... er tut sich schwer mit Gefühlsäußerungen, aber ist ganz schnell bei der Sache mit Kritik, und dafür bin ich leider über-empfänglich....
Wie wichtig bin ich mir selber? Hm. Vielleicht bisher nicht wichtig genug. Ich achte mehr auf seine Befindlichkeiten als auf meine, weil ich alles richtig machen will, weil ich eine Bereicherung sein will für ihn, und nicht eine Last. Er tut mir so oft gut, in vielen Momenten bin ich ganz "ruhig", und bin ich einfach nur zufrieden, und das grenzenlos. Dann schau ich ihn an und fühle so viel...
Was tut er für unsere Beziehung... hm. Wir hatten letztens eine kleine Auseinandersetzung, da gings um die Wochenenden. Wir sehen uns ja eigentlich nur am Wochenende und seit ein paar Wochen zusätzlich noch an einem Tag unter der Woche. Was ok für mich ist, zeitlich gesehen. Nur, was mich glaube ich verletzt ist, dass ich sehr wohl zusehe, dass ich Zeit freischaufele für ihn, für uns, und daher viele Dinge unter der Woche abends erledige, er aber seinen Lebensstil nicht wirklich verändert hat, bzw. ändern wird. Und dann weiß ich nicht, wo mein Ärger hingehört, zu ihm, oder aber zu mir, weil ich meine Grenzen nicht aufzeigen kann, bzw. meine Bedürfnisse nicht durchsetzen...
Aber die Frage fällt mir einfach schwer zu beanworten, weil ich nicht weiß, was man für eine Beziehung tun muss.... dafür hab ich vielleicht zu wenig Erfahrung. Klar, er plant schon einen Urlaub, somit gibt er mir das Gefühl von Verbindlichkeit, er gibt mir keinen Grund zu Misstrauen, er ist zuverlässig, er ist liebevoll, er bringt mich zum Lachen. Aber solche Sachen wie viel Zeit, wie zwischen-Zuwendungen, wie Pläne-umwerfen-für-mich, das macht er nicht. Aber davon könnte ich mir wohl eine Scheibe abschneiden.....
Und darum habe ich vielleicht das Gefühl, seine Lasten mittragen zu müssen. Weil ich Angst hab, dass wenn ich meine Anstrengungen zurückfahre, das Ganze auseinanderbröselt... weil wenn ich mein Ding durchziehen würde, wie ich's vor ihm gemacht habe, wir uns nur noch an einem Tag sehen in der Woche. Wenn ich nicht immer zu ihm fahren würde, ich ihn gar nicht mehr sehen tät. (Darüber beschwere ich mich aber auch nicht, ich mag lieber in seiner Wohnung sein, als in meiner Studentenbude). Ich habe nur Angst, dass ich in die Rolle der ewig meckernden Frau falle, und das will ich nicht... das Schöne ist bei ihm, wenn ich - wie öfter mal in letzter Zeit - bissl auf den Tisch hau und sag, wenn es mir zu weit geht, dass er dann nicht ebenso zurückmieft, sondern mich in den Arm nimmt und mir so zeigt, dass es ihm leid tut. Auch wenn er es nicht aussprechen kann. Das tut er für die Beziehung. Und darüber bin ich auch froh....
Und das mit dem Lieben... wie gesagt, es gibt viele Momente, in denen ich mich ihm so nah fühle, und dann bin ich voller Zuneigung. Ruhig. Und gleichzeitig habe ich Angst, dass wenn ich es wage, zu lieben, er sich wegzieht in dem Moment, wo ich mein Herz auftu. Deshalb kann ich nicht sagen, dass ich ihn liebe, weil es wäre eine Liebe mit angezogener Handbremse, und ist es dann noch Liebe?


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