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  1. Inaktiver User

    AW: Schlimme Verschieberitis

    ich kenne das Problem auch ... aber ich glaube, nicht ganz so schlimm wie bei Poldine....

    Jetzt z.B. müßte ich eigentlich eine "Standardarbeit" machen......
    wichtig....aber soooo öde.....

    alles andere wäre mir lieber.....und es gibt so viele Dinge, die ich tun könnte

    um mich zu motivieren, erlaube ich mir, einige wenige Augenblicke hier zu lesen und dann gehe ich an die Arbeit....

    Sonst finde ich den Tipp mit "dem Unangenehmsten zuerst" sehr gut

    Ist das nicht furchtbar belastend, wenn man die Sachen dann so lange aufschiebt, dass man Druck bekommt?

    lg
    Wuschel

  2. User Info Menu

    AW: Schlimme Verschieberitis

    In unseren heutigen Zeiten ist Verschieberitis oder Prokastination normal.
    Wir sollen innerhalb kurzer Zeit so viele Dinge erledigen und andere immer auf einem aktuellen oder sonstwie vorzeigbaren Standard halten. Das kostet wahnsinnig viel Zeit.

    Wer das Gefühl hat, von einem ganzen Haufen zu erledigender, aber langweiliger Aufgaben zugeschüttet zu werden, der versucht natürlich, dem irgendwie mit kleinen angenehmeren Beschäftigungen zu entkommen. Es wäre falsch, ständig immer alles abzuarbeiten und die angenehmen Zwischenbeschäftigungen grundsätzlich erst nach Erledigung deren zuzulassen, denn dann finden sie nie statt. Irgendwas kommt ja dann immer wieder dazu!

    Besser ist es, den unübersichtlichen Aufgabenhaufen zu priorisieren:

    - Was muss dringend gemacht werden, weil sonst negative Folgen drohen, die man auf keinen Fall in Kauf nehmen will? -> So schnell wie möglich erledigen.

    -Was müsste eigentlich dringend gemacht werden, weil sonst negative Folgen drohen, die man aber in Kauf nehmen würde -> Kann noch aufgeschoben werden. Manche Sachen erledigen sich so auch von selbst.

    - Was müsste eigentlich gemacht werden, weil andere es erwarten (Wer eigentlich? Wie wichtig ist einem dessen Meinung?), weil "das sich so gehört" (Nach wessen Maßstäben eigentlich?), weil man so eine bessere Figur macht? (Echt? Ist das dazu wirklich nötig?) -> Kann liegen bleiben, bis man Zeit (und Lust) hat, wenn es nicht zu Fall 1 oder 2 gehört.

    Man kann die kleinen angenehmen Zwischenbeschäftigungen auch als Belohnungen streuen: Immer wenn eine Aufgabe des Fall 1 und/oder 2 erledigt wurde, gibt's eine Trödelauszeit.
    Geändert von Latona (26.01.2011 um 15:49 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  3. Inaktiver User

    AW: Schlimme Verschieberitis

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich brauche um effizient und gut zu arbeiten einen gewissen Druck, zeitliches in den H** treten, dann schaffe ich ganz viel in recht kurzer Zeit, Steuerkram z.B.
    Aber wenn du Kinder hast, Haustiere und andere Pflichten, erledigt sich das eh mit der Aufschieberei, ich kann die Tatsache meinen Sohn stillen zu müssen, nicht aufschieben, wenn der Hunger hat, hat er Hunger !
    Ja, bei mir ist es auch so, dass ich (fast) keine Probleme habe, Sachen zu erledigen, wenn ich eine klare Deadline und ein klares Ziel habe. Beides ist aber in meinem Arbeitsalltag selten. Arbeit im Großunternehmen scheint Verschieberitis auch irgendwie zu begünstigen.

    Was "private" Pflichten (also Haushalt, Versicherungskram, Familie etc.) angeht habe ich komischerweise weniger Probleme mit der Verschieberitis. Da lebe ich eher nach dem Motto "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen", und schaffe es, meine Aufgaben ganz gut zu priorisieren (das Schema ist dann so ähnlich, wie von Latona beschrieben).

  4. Inaktiver User

    AW: Schlimme Verschieberitis

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist das nicht furchtbar belastend, wenn man die Sachen dann so lange aufschiebt, dass man Druck bekommt?
    Ja, das ist belastend, vor allem, weil ich natürlich gerade die Sachen aufschiebe, die nicht so klar umrissen sind, so dass ich eigentlich immer im Hinterkopf habe "das muß ich noch machen, aber ich weiß nicht genau wie ich vorgehen soll...". Bisher habe ich alles immer hinbekommen, aber ich habe Angst, dass irgendwann mal plötzlich nichts mehr geht.

  5. Moderation

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    AW: Schlimme Verschieberitis

    Zitat Zitat von Latona Beitrag anzeigen
    Man kann die kleinen angenehmen Zwischenbeschäftigungen auch als Belohnungen streuen: Immer wenn eine Aufgabe des Fall 1 und/oder 2 erledigt wurde, gibt's eine Trödelauszeit.
    So mache ich das inzwischen. Zwei Haufen dazu, einer mit wichtigen Erledigungen, der andere mit dem "Hat-noch-Zeit-Kram", die abwechselnd abgearbeitet werden.

    Bei mir hat´s aber auch erst klick gemacht, nachdem ich beinahe was total versemmelt hätte. Wie gesagt "hätte", meist kriegt der geübte Prokrastineur ja die Kurve soeben noch.
    Aber jetzt lebt es sich tatsächlich entspannter.

    In der neuen Brigitte ist übrigens ein Artikel zu dem Thema erschienen: Ein Wochenende, um Dinge zu erledigen, die Sie schon längst erledigen wollten.
    Unter www(punkt)psy.uni-muenster.de/Prokrastinationsambulanz kannst Du auch Deine Prokrastinationswerte testen.

  6. Inaktiver User

    AW: Schlimme Verschieberitis

    Mein Tipp lautet:

    In einem Aufgabenorganisationsprogramm liste ich alle Aufgaben mit Prioritäteneinstufung nach Wichtigkeit. Dann erledige ich immer ein oder zwei Priorität 1 und dann was wahlweise Priorität 2 oder 3. Das gibt eine gute Mischung, ich komme nicht in Terminbedrängnis und Prio 2 und 3 werden nicht zu 1.

    Vielleicht wäre das eine Möglichkeit?

  7. User Info Menu

    AW: Schlimme Verschieberitis

    @ poldine
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, das ist belastend, vor allem, weil ich natürlich gerade die Sachen aufschiebe, die nicht so klar umrissen sind, so dass ich eigentlich immer im Hinterkopf habe "das muß ich noch machen, aber ich weiß nicht genau wie ich vorgehen soll...". Bisher habe ich alles immer hinbekommen, aber ich habe Angst, dass irgendwann mal plötzlich nichts mehr geht.
    Trotzdem kommst Du auch bei diesen Sachen um eine Priorisierung nicht rum. Aber die bringt Dir Entlastung, wenn sich rausstellt, dass Du noch jede Menge Zeit hast, Dir bei B und C zu überlegen, wie Du rangehen sollst. Dann wäre es wichtiger, Dich damit zu befassen, wie Du an A rangehen solltest, dessen Nicht(rechtzeitig)erledigung, entweder Folgen nach sich zieht, die Du absolut nicht haben willst, oder Dir Vorteile versemmelt, die Dir total wichtig sind.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  8. User Info Menu

    AW: Schlimme Verschieberitis

    kenn ich auch .... am ätzendsten finde ich telefonieren ...

    zwei dinge noch: erstmal scheint es normal zu sein, dass die arbeitsdichte immer weiter zunimmt, weil personal ja nicht erwünscht ist in unternehmen. also wirklich nur das absolute minimum. die leute zittern ja alle um ihren job und lassen sich alles gefallen. ich habe früher auch lockerere jobs gehabt. ich finde es NICHT normal, während des arbeitstages zeitlich ständig auf der letzten rille zu fahren, NIE zeit für einen kollegenplausch oder eine tasse kaffee zu haben und die pausen auch noch durchzuarbeiten. mein vorletzter job war aber so.

    dort bin ich geflogen, weil ich eine sache immer weiter aufgeschoben habe, bis richtig was schiefgegangen ist. ich hab es nicht vergessen, ich habe das irgendwie sehenden auges in kauf genommen. ist vielleicht auch eine rebellion des unterbewusstseins. der job kotzte mich an, und heute hab ich was besseres. mit kaffeepausen.

  9. Inaktiver User

    AW: Schlimme Verschieberitis

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Tipp lautet:

    In einem Aufgabenorganisationsprogramm liste ich alle Aufgaben mit Prioritäteneinstufung nach Wichtigkeit. Dann erledige ich immer ein oder zwei Priorität 1 und dann was wahlweise Priorität 2 oder 3. Das gibt eine gute Mischung, ich komme nicht in Terminbedrängnis und Prio 2 und 3 werden nicht zu 1.

    Vielleicht wäre das eine Möglichkeit?
    Ja, das klingt gut. Überarbeitest du die Prioritäten täglich? Was für ein Programm verwendest du?

  10. Inaktiver User

    AW: Schlimme Verschieberitis

    Zitat Zitat von Latona Beitrag anzeigen
    Dann wäre es wichtiger, Dich damit zu befassen, wie Du an A rangehen solltest, dessen Nicht(rechtzeitig)erledigung, entweder Folgen nach sich zieht, die Du absolut nicht haben willst, oder Dir Vorteile versemmelt, die Dir total wichtig sind.
    Ja, da hast du natürlich recht. Wenn das bloß nicht so schwer wäre. Immerhin pflege ich jetzt schon mal eine To Do - Liste bei der Arbeit und schreibe mir wirklich alles auf, was ich noch machen muß. So kann nichts komplett unter den Tisch fallen.

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