Hallo liebe Community. Ich möchte euch gerne etwas fragen. Ich habe in meiner Familie Menschen die mir sehr am Herzen liegen. Aber, diese Menschen verhalten sich mir gegenüber total ambivalent. Einmal sind sie sehr nett zu mir, dann lassen sie mich wieder total links liegen. In einem Moment ärgere ich mich dann sehr über dieses Verhalten, im anderen, denke ich, ich spinne, weil genau diese Menschen wieder total freundlich, nett, höflich - also das totale Gegenteil machen.
Nur ein Beispiel - ich rufe dort an oder schreibe eine SMS. Es kommt tagelang keine Rückmeldung nichts. Auf nette Mitbringsel, teilweise kein Danke, nichts. Auf Angebote keine Antwort. Klar mache ich mir Gedanken, Sorgen. Aber sobald ein Zusammentreffen kommt, sind sie die nettesten, höflichsten Menschen. Ich verstehe das nicht, manchmal glaube ich daneben echt, ICH bin die die spinnt.
Wie könnte man das erklären? Ich glaube manchmal echt, da stimmt was nicht. bzw. glaube ich dann schon, bei mir stimmt was nicht.
Aufbruch
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 12
-
23.01.2011, 17:43
Ambivalenzen - sehe das nur ich so?
-
23.01.2011, 17:48
AW: Ambivalenzen - sehe das nur ich so?
hi aufbruch,
kannst du ein konkreteres beispiel bringen?
was verstehst du denn unter "nett", "höflich"? das sind sehr allgemeine begriffe, und nicht jeder versteht darunter das gleiche (oft wird mit "nett" und "höflich" auch lediglich ein verhalten bezeichnet, hinter dem sich ein es-jedem-rechtmachen-wollen verbirgt).
nicht, dass ich dir das unterstellen will!
-
23.01.2011, 17:59
AW: Ambivalenzen - sehe das nur ich so?
Was sind das denn für Leute in deiner Familie, um die es geht? Deine Eltern, Geschwister, Couisnen, 'ne Tante oder wer?
Und wie verhalten sich diese Leuten denn gegenüber anderen?
Und warum legst du auf diese Menschen so großen Wert, wenn sie es nicht mal für nötig halten, sich für Geschenke oder Mitbringsel zu bedanken?Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
-
23.01.2011, 18:25
AW: Ambivalenzen - sehe das nur ich so?
Hallo, ich weiß nicht genau, wie sie sich anderen gegenüber verhalten.
Als konkretes Beispiel nenne ich eben, dass sie teils auf Anfragen von mir gar nicht reagieren, bei Mitbringseln wird schon mal das "danke" vergessen, oder wenn ich mir wirklich Mühe mach mit etwas, wird teils nicht reagiert, ignoriert durch nicht zurückmelden oder ich werd manchmal wirklich hängengelassen. Es sind, sage ich mal so, Cousinen, entfernte. Zwar nur angeheiratet und die Geschichte ist etwas mühsam zu erklären. Etwas kompliziert.
Es ist teils komisch, denn wenn ich mich gerade über etwas geärgert hatte, und sie kommen dann zu Besuch zu einem Anlass sind sie sehr sehr freundlich und alles, sodass ich glaube, dass vorige Verhalten passt so gar nicht dazu.
Sie sind übrigens in meiner Altersklasse 20 - 30.
Mir passiert sowas nur sehr selten, zwar schon auch bei anderen Menschen, aber nicht in dieser Heftigkeit.
Letztendlich hab ich dann ein schlechtes Gefühl, weil ich mich geärgert hatte.
Aufbruch
-
26.01.2011, 18:37
AW: Ambivalenzen - sehe das nur ich so?
Mich würde immer noch interessieren, warum dir solche Menschen so wichtig sind? Es sind Cousinen - und zwar welche mit bescheidener Kinderstube. Zur Freundin würde man so jemanden nie und nimmer auserwählen. Und Cousinen sind auch nicht so eng, dass man sie bei Laune halten müsste.
Also lege deine Erwartungen, die du an sie hast in eine Schachtel und ab damit auf den Seelensperrmüll
.
Und bring ihnen einfach keine Mitbringsel oder Geschenke mehr mit. Wer es nicht gebacken bekommt, danke zu sagen, der kriegt nix
. Punkt.
Eigentlich hätte deine Tante ihnen das schon im zarten Kindergartenalter beibringen müssen. Wer unhöflich ist, muss mit den Konsequenzen leben.
Und gewöhn dir bei denen das schlechte Gewissen ab. Das ist hier nämlich völlig unangebracht
.
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
-
27.01.2011, 18:55
AW: Ambivalenzen - sehe das nur ich so?
hallo aufbruch,
ich könnte eine deiner cousinen sein
denn: eine freundin von mir, die ich wirklich sehr, sehr gerne mag - an die erinnert mich, was du von dir schreibst.
sie bringt IMMER wenn wir uns sehen, etwas mit - von frischen hühnereiern, frisch geerntetem obst über eingemachtes obst über milkaherzchen... (sie wohnt auf einem resthof mit entsprechender infrastruktur [ja, da wachsen auch milkaherzchen]).
und SIE ist diejenige, die über sms oder ähnliches quasi "anlasslos" für eine ständige verbindung sorgt.
ich hingegen - bringe so gut wie nie etwas mit. wenn ich bei ihr übernachte, mal eine flasche wein oder sekt, die wir beim abendlichen kochen killen oder so - aber darüber hinaus eigentlich nicht. "bin ich nicht der typ für..." und: ich halte nichts von sms oder kurzanrufen, "um sich mal gemeldet zu haben". wenn, dann will ich mit meinen gesprächspartnern ausgiebig reden, das geht auch am telefon, aber dauert dann etwa 1h (mindestens).
[sorry, mir fällt gerade auf, dass das ziemlich harsch klingt - ich schildere hier aber nur meine sichtweise, bitte nicht angegriffen fühlen]
was ich damit sagen will: ich ticke einfach anders. klar, ich bedanke mich, wenn sie mir was mitbringt, soviel kinderstube ist dann schon da, aber auf sms reagiere ich häufig nicht. weil es häufig nichts zu sagen gibt, oder wenn, dann soviel, dass ne sms nicht ausreicht.
davon ist sie mir aber trotzdem eine liebe und teure freundin...
vielleicht ist es bei euch auch so?
und abgesehen davon schließe ich mich der frage an: warum sind sie dir so wichtig, dass du zwischendurch "einfach mal so" ne sms schreibst, und diese mit einer antwort-erwartung verknüpfst?
liebe grüße von
der ratte
-
27.01.2011, 19:33
AW: Ambivalenzen - sehe das nur ich so?
Hallo ratte, naja, die sache ist dann etwas anders gelagert. Wir telefonieren nicht sehr lange, wenn dann nur selten, bei Anlässen, meistens wenn sie dann zu uns kommen. Sonst nicht.
Etwas anders ist das schon, glaube ich. Es ist ja dann auch nicht so, dass sie dann anrufen, um mit mir lang und ausgiebig zu quatschen. Dann denke ich, erübrigen sich auch die SMS.
Du scheinst, diese Freundin ja doch des öfteren zu sehen, mit ihr was zu machen, sie übernachtet bei dir etc.
Und ja, meinen Freundinnen bringe ich auch nicht dauernd etwas mit umgekehrt auch nicht, wir sehen uns dann mal eben, kochen zusammen und quatschen. Wenn ich aber meinen Freundinnen eine SMS schreibe und sie darum etwas bitte, um etwas frage, oder eine Info haben möchte, kommt IMMER was zurück. Anderenfalls ist es bei den Cousinen.
Es sind keine, hach wie ist das Wetter-SMS. Meistens habe diese einen konkreten Anlass.
Aufbruch
-
27.01.2011, 19:41Inaktiver User
AW: Ambivalenzen - sehe das nur ich so?
Also ich fände es befremdlich, wenn mir jemand, den ich nicht oft sehe SMS schreibt. Aber ich mag die Dinger gar nicht, schlimmer wärs dann noch, wenn ich denjenigen kaum kenne, der mir SMS um die Ohren haut.
Denn da fehlt es an Ansprache, Füllung usw...
Warum rufst du sie nicht an?
-
27.01.2011, 19:44
AW: Ambivalenzen - sehe das nur ich so?
Auch wenn es harsch klingt, ich glaube, sie sind an einer näheren Bekanntschaft einfach nicht interessiert.
Dass sie freundlich sind, kann einfach heißen, dass sie dich mögen,
aber eben nicht mehr "aufbauen" wollen.
Ich würde mich da zurückziehen und eben sehen, was kommt / oder nicht.
Konzentrier dich auf deine Freunde, von denen mehr zurückkommt.
Kitty
Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
Mae West: Goodness had nothing to do with it...
-
27.01.2011, 19:59
AW: Ambivalenzen - sehe das nur ich so?
Hallo, nun ja, ich habe zB auch Freundinnen und Bekannte, oder früher die Kinder meines Ex, da wusste ich die habens nicht so mit dem zurückschreiben, und es dauerte, aber da wusste man Bescheid - ok, dauert dann kommt ein Anruf etc.,
diese Personen kennt man mit der Zeit.
Aber dort ist es so, dass ich oftmals nach etwas gefragt werde, Gefallen etc. - bzw. ich etwas frage, was unmittelbar mit mir zu tun hat, Verabredungen etc. - und dann kommt nix. Kein Anruf zurück, keine SMS zurück. Umgekehrt aber, wenn man etwas braucht, sollte es aber schon schnell gehen. Ich verstehe schon, dass manche es nicht so sehr haben mit der Telefoniererei. Aber es ist nicht so, dass ich aus heiterem Himmel etwas schreibe und dann neben dem Telefon warte, dass was zurückkommt. Es gibt fast immer einen konkreten Anlass. Aufbruch


Zitieren

