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    AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !

    Von Einzelne


    Aber man bekommt auch eine Ahnung, wie es sein kann, wenn dieses Gefühl erwidert wird, dass es grundsätzlich ja möglich ist, dass man selbst dazu überhaupt fähig ist. Das ist eine schöne Erkenntnis in allem Schmerz finde ich.
    Ganz ehrlich: Ich stelle mir das so schön vor, daß ich nicht glauben kann, daß es jemals Realität werden könnte. Ich kann einfach nicht daran glauben, daß so etwas in meinem Leben geschehen könnte.
    Auch, wenn täglich viele, viele Paare liebend an mir vorbeigehen. Ich habe das Gefühl, aus einer ganz anderen Welt zu stammen - oder diese anderen Paare sind in einer anderen Welt.... .


    Forum, Du hast ihm das schon gezeigt, er hätte es schon erkennen können, ganz bestimmt! Weil es in ihm hätte sein müssen, so, wie es in Dir ist, wie es in Dir trotz seiner Absage ist, so hätte es trotz deines Verhaltens auch in ihm sein können, sein müssen. Damit diese Herzensgewissheit auch Realität wird, gehören wirklich zwei dazu. Dein Herz hat trotzdem Recht, aber es ist nur die halbe Wahrheit: Deine!

    Und wenn doch etwas in ihm sein sollte, was dem entspricht, wie Du es fühlst, diese schicksalshafte Verbundenheit, Du hast ihm mit Deinen Briefen und sogar mit Deinem Winken, wenn er es war, doch alle Türen geöffnet. Wenn aber nicht, dann kannst Du ihm noch so viele Türen öffnen, er würde nicht hindurch gehen.
    Ach Einzelne ! Du kannst es so schön in Worte fassen!

    Ja. Letztlich ist das die Essenz. Die wirkliche Wahrheit.

    Da er ein Familienvater in Trennung ist, seine Frau sich fest für einen anderen Mann entschieden hat und die Scheidung folgen wird, er mir nie gesagt hat, daß die Gefühle nicht reichen, obwohl ich ihn beim letzten Gespräch zum Schluß verzweifelt angefleht habe, es doch endlich einfach ganz ehrlich zu sagen - sind mir bisher immer und immer wieder dieselben Gedanken durch den Kopf gegangen. Eben diese quälenden Gedanken: Daß die Gefühle bei ihm da waren, aber er einfach zu sehr in seinen Fängen verhaftet ist. Er einfach keinen Ausweg sieht.

    Es bleibt im Dunkeln.

    Aber Du hast recht, und beim Lesen Deiner Antwort wird es mir bewußt: Wenn irgendetwas in ihm an Resonanz wäre zu meinem Gefühl, dann gäbe es so viele Wege für ihn !
    Mein Gott, wo ich das so schreibe, schäme ich mich schon ein bißchen, wie sehr ich ihm meine Liebe gezeigt habe.
    Bei all der Schwere seiner Situation: Er hätte Möglichkeiten, zu reagieren. Und - mein Gott: Mir hätte es ja schon gereicht, es hätte ihn interessiert, wie es mir g e h t ! !
    Man kann es doch formulieren "Du, ich möchte wissen, ob es Dir besser geht. Auch wenn wir keine Beziehung mehr haben, möchte ich Dir sagen, daß Dein Brief mich sehr berührt hat. Und ich wünsche mir, daß es Dir gut geht"

    (Nicht, wie er geschrieben hat: Ich wünsche Dir, daß es Dir gutgeht. Dieser Satz ist bei mir damals so angekommen wie: Ich möchte damit nichts mehr zu tun haben, das ist jetzt Dein Problem. Vielleicht habe ich es falsch verstanden - ich weiß es nicht.

    Es tut mir so weh, die Möglichkeit in Betracht ziehen zu müssen, daß ich ihm diese kleine Mühe einfach nicht mehr wert gewesen bin.
    Aber vielleicht war es auch anders....... so. STOP jetzt !

    Du hast einfach Recht. Er hätte alle Möglichkeiten, weiß sich zu benehmen und auszudrücken.

    Du wirst irgendwann aus dieser Spirale im Kopf und den Gefühlen, aus dem Irrgarten herausfinden.

    Erst wenn man später zurückblickt, dann sieht man einen Irrgarten, den man selbst angelegt hat. In dem der geliebte Mensch nie war oder einfach heraus gegangen ist. Er war nie darin zu finden. Aber man selbst.

    Liebe forum,
    noch etwas zu Deinen Gefühlen, die Du jetzt scheinbar nicht ändern kannst, an denen Dein Herz so festhält, obwohl es Dich leiden läßt:
    man kann so etwas nicht wie einen Störfaktor einfach "ausreißen". Selbst wenn es ginge würde es schlimme blutende Wunden zurücklassen. Aber Du kannst Dir selbst Trost zusprechen, Dir im Kopf klar sein und Dir das immer wieder sagen. Nur nicht erwarten, dass die Gefühle damit so einfach umzuprogrammieren sind.
    Bitte verliere nicht Deine Achtung vor Dir selbst deswegen!
    Danke für Deinen lieben Trost! Ich muß gestehen - wie ich es oben schon geschrieben hatte: Irgendwie schäme ich mich schon, ihm so sehr gezeigt zu haben, wie ich fühle. Und keine Antwort darauf zu bekommen . Und noch so in dieser Liebe gefangen zu sein, trotzdem.

    Aus meiner Erfahrung heraus kann ich Dir sagen, dass es abnehmen wird, langsam verheilen wird, bis sie als erträgliche Erinnerung in einem abgelegt werden, wenn Du nicht dagegen ankämpfst. Nur lass nicht zu, dass Du selbst die langsam zu Boden sinkenden Sedimente immer wieder aufrührst oder dass irgendjemand sonst Dich immer wieder damit konfrontiert. Das verzögert diesen heilsamen Prozess nur. Dazu gehört auch Disziplin und der Wille, einfach nicht (mehr) leiden zu wollen.
    Nein, ich werde ganz sicher keine Segmente mehr aufwirbeln lassen.

    Der Austausch hier ist etwas anderes. Ich erlebe ihn als heilsam, auch wenn der Schmerz kurzzeitig nochmal intensiver wird, ja. Aber vorher war er so eingeschlossen und konnte sich so festsetzen. Jetzt kann er heraus. Ich darf ihn benennen und durch das Anschauen, all die guten und lieben Beiträge ( ) verändert er sich. Ich habe das Gefühl, ich kann ihn besser akzeptieren, ganz allmählich nehme ich die "Medizin" zu mir, daß es meine Gefühle sind...... . Und wenn es auch noch etwas Zeit braucht, daß der Schmerz über die Realität, daß er die offenen Türen nicht nutzt, er mich noch nichteinmal fragt, wie es mir geht - verdammt nochmal; noch nichteinmal das !...abebbt.... .

    Ich versuche, auf das Leben zu vertrauen.

    Nur - wie gesagt - ob ich nocheinmal so empfinden kann, ich weiß nicht, wie es gehen soll.

    Ich bin jetzt 48 Jahre alt. Und trotzdem: Er war der erste Mann, den ich wirklich geliebt habe. Vielleicht klingt das kitschig, aber mein Herz sagt: "Was hat das alles noch für einen Sinn ?".

    Und daß ich auch einmal so wiedergeliebt werde - das kann ich mir für mein Leben gar nicht mehr vorstellen.

    Ich fühle: ich durfte jetzt endlich einmal lieben, doch auch das ändert nichts daran, daß ich auch diesen Mann wieder loslassen muß... .


    Sorry, für mein ... Ich versuche, zu vertrauen und das Leben einfach weiter laufen zu lassen...., versprochen

    und allen Liebenden
    ein schönes Wochenende,


    das wünsche ich Dir auch !

    Liebe Grüße, Forum
    Geändert von forum (12.02.2011 um 20:38 Uhr)

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    AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !

    Zitat Zitat von forum Beitrag anzeigen
    (Manchmal wünschte ich mir, es gäbe irgendein ebenbürtiges Ventil. Ich könnte all diese Liebe auf etwas lenken, das mich all diese schönen Gefühle - wenn auch nicht in Verbundenheit mit einem Mann - aber so doch wenigstens endlich ausleben lassen könnte.
    Das sie nicht immer so eingesperrt sein müssten, bis das sie jemand "findet" !.

    Wir sind besondere - tolle Frauen. Aber was machen wir mit all dem Wunderschönen ??

    Ich weiß nicht, ob Du meine Gedanken nachvollziehen kannst ....
    Liebe forum,

    ich möchte Dir für den Austausch hier danken! Für Deine Worte!
    Man spürt so sehr, wie Du Dich wirklich "bewegst" innerlich, diese "Sprünge" macht man nur selten so intensiv im Leben.

    Irgendwie kann auch ich mit Dir mich wieder etwas weiter bewegen.

    Das, was Du in dem Zitat schreibst, das hast Du so toll ausgedrückt. Ich kann es nicht nur nachvollziehen, es wirft auch für mich wieder ein Licht auf einen altbekannten Ausgang!!!

    Aber was machen wir mit all dem Wunderschönen ??
    Ich glaube, darin liegt der SChlüssel, vielleicht des ganzen Lebens:
    was machen wir mit der Kraft unserer Liebe?

    Ist das nicht die Lebenskraft schlechthin?
    Wieso sollte diese Kraft, die wir in uns haben, nur auf eine Person, auf ein Ziel ausgerichtet sein, und wieso sollte sie verloren sein, wenn wir dieses Ziel, diese Person aus dem Blickfeld verlieren?

    Können wir unsere Liebe in uns nicht viel umfassender annehmen?
    Und alles mit Liebe tun?
    Uns selbst sehen, unser Leben angehen, unseren Mitmenschen und Angehörigen begegnen, unseren Beruf ausüben, die Natur und unsere Umgebung wahrnehmen?

    Wieso soll das alles verschwinden mit einer Person, die uns nicht so wiederliebt, wie wir es uns wünschen?

    Jetzt erinnere ich mich an das Buch von Erich Fromm über die Liebe. Als ich es vor über 20 Jahren zum ersten Mal las, habe ich das noch nicht verstanden, es hat mich sogar wütend gemacht, fand es zuviel verlangt, gerade im Liebeskummer die eigene Liebe etwas Anderem als der geliebten Person zuzuwenden. Heute verstehe ich, was er meinte: die Liebesfähigkeit, die wir besitzen, nicht die Liebe für die spezielle Person, ist es, die die Kraft und das Schöne in uns ist. Es äußert sich eben auch und besonders in der Tiefe, in der wir jemanden lieben können, auch wenn dieser uns nicht will. Aber es soll sich auch äußern können in unserer Kraft dem ganzen Leben gegenüber. Diese Kraft im Kummer brach liegen zu lassen verstärkt den Kummer nur.

    Das wird mir gerade selbst so klar, die ich auch etwas verdränge, was ich nicht wahrhaben wollte.

    Forum und Ihr Anderen hier,
    wollen wir uns nicht gemeinsam wieder öffnen für das, was es sonst noch um uns herum so intensiv zu lieben gibt?

    Herzlichst,
    Eure Einzelne.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


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    AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !

    von Einzelne

    Können wir unsere Liebe in uns nicht viel umfassender annehmen?
    Und alles mit Liebe tun?
    Uns selbst sehen, unser Leben angehen, unseren Mitmenschen und Angehörigen begegnen, unseren Beruf ausüben, die Natur und unsere Umgebung wahrnehmen?

    Wieso soll das alles verschwinden mit einer Person, die uns nicht so wiederliebt, wie wir es uns wünschen?

    Jetzt erinnere ich mich an das Buch von Erich Fromm über die Liebe. Als ich es vor über 20 Jahren zum ersten Mal las, habe ich das noch nicht verstanden, es hat mich sogar wütend gemacht, fand es zuviel verlangt, gerade im Liebeskummer die eigene Liebe etwas Anderem als der geliebten Person zuzuwenden. Heute verstehe ich, was er meinte: die Liebesfähigkeit, die wir besitzen, nicht die Liebe für die spezielle Person, ist es, die die Kraft und das Schöne in uns ist. Es äußert sich eben auch und besonders in der Tiefe, in der wir jemanden lieben können, auch wenn dieser uns nicht will. Aber es soll sich auch äußern können in unserer Kraft dem ganzen Leben gegenüber. Diese Kraft im Kummer brach liegen zu lassen verstärkt den Kummer nur.

    Forum und Ihr Anderen hier,
    wollen wir uns nicht gemeinsam wieder öffnen für das, was es sonst noch um uns herum so intensiv zu lieben gibt?

    Hallo liebe Einzelne,

    ich habe diese Frage mal mit in die Woche genommen.... . Ich muß zugeben, daß es mir immer noch schwer fällt, mich trotz meiner Trauer nach vorne zu wenden. Aber ich will es versuchen.

    Ja; irgendwie hatte ich den Impuls, als ich es in meinem Beitrag geschrieben habe.

    Wie könnte so etwas gehen...? Ich kann versuchen, meine Gedanken zu schildern, die ich dazu habe.

    Diese tiefe Liebe zu einem anderen Menschen hat in der Paarbeziehung sicher etwas Einmaliges, das nicht ersetzbar ist. Wäre es nicht so, würde ich meine Trauer nicht fühlen.

    Aber es stimmt: Diese Fähigkeit s o empfinden zu können, die ist da und will gelebt werden.

    Sicherlich kann man nicht alle Menschen mit Liebe einhüllen (es gibt welche, da geht das nunmal gar nicht....).

    Aber es gibt auch welche, wo es sich lohnen könnte, sie bewußter anzuschauen, wahrzunehmen, sich mehr für sie zu interessieren.... .

    (Ich weiß z.B., daß ich in der Beziehung meine Liebe zu ihm, die Freude an seinem "Sosein" wirklich gar nicht so bewußt zugelassen habe, weil es einfach zuviele Diskussionen gab. Irgenwann war es dann zu verfahren... .).

    Vielleicht ist das ein Weg, andere Menschen bewußter anzuschauen, zu erleben - da, wo es "geht".


    Der andere Gedanke, den ich kurz nach meinem Beitrag hatte: "Was ist, wenn dieser "gleichwertige Ersatz" ich selber bin ? Was ist, wenn ich mir dieselbe Zuwendung angedeihen lasse, die ich ihm gegeben hätte ?
    Wenn ich an seine persönliche Situation denke, und daran, wie ich versucht hätte, für ihn zu sorgen ect.. .
    Und wenn ich jetzt an meine persönliche Situation denke - was wäre, wenn ich mit genau derselben Tiefe für mich sorge ?

    Weißt Du, ich überlege wirklich gerade... .
    In der Beziehung habe ich auch gehofft (unbewußt natürlich), daß e r es ist, der meine Bedürfnisse nach Zuwendung endlich stillen kann.
    Ich will soetwas einfach nicht mehr in Beziehungen.

    Und ich glaube, andere Menschen wirklich lieben und sie bewußt wirklich wahrnehmen - das kann ich nur wirklich, wenn ich das zuvor mit mir gemacht habe... . Das wird mir immer bewußter.

    Und dann ergibt es sich auch, daß der Umgang mit dem anderen automatisch liebevoller wird.


    Oh.... , ich wollte jetzt noch eine ganze Menge schreiben, sehe aber gerade, daß es bereits wieder 23.oo Uhr ist..., puhh... .

    Vielleicht kannst Du mit meinen Gedanken ja schon etwas anfangen ?

    Viele liebe Grüße,

    Forum


    Und auch nocheinmal ein Hallo an die andern,

    Schlaflos68, Lina78 und all die anderen,

    seid Ihr eigentlich noch da ....?

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    AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !

    Zitat Zitat von forum Beitrag anzeigen
    Und wenn ich jetzt an meine persönliche Situation denke - was wäre, wenn ich mit genau derselben Tiefe für mich sorge ?

    Weißt Du, ich überlege wirklich gerade... .
    In der Beziehung habe ich auch gehofft (unbewußt natürlich), daß e r es ist, der meine Bedürfnisse nach Zuwendung endlich stillen kann. Ich will soetwas einfach nicht mehr in Beziehungen.
    Das ist, finde ich, ein gewaltiger Schritt nach vorne - nämlich an dich zu denken und selbst für deine Bedürfnisse zu sorgen. Das heisst aber auch, dass du Grenzen dessen wahrnehmen musst, was dir ein andere geben kann - und dann zu entscheiden, ob das das Richtige für dich ist.

    Und ich glaube, andere Menschen wirklich lieben und sie bewußt wirklich wahrnehmen - das kann ich nur wirklich, wenn ich das zuvor mit mir gemacht habe...Das wird mir immer bewußter.
    Ich kann das zwar nachvollziehen, aber darin steckt immer noch ein Schuldvorwurf an dich selbst. Es liest sich für mich immer noch so, dass du glaubst, nicht genug geliebt, getan oder wahrgenommen zu haben.

    Und das glaube ich definitiv nicht. Sich selbst zu lieben bedeutet in deinem Fall eher, auch Grenzen zu setzen. Gesunde Grenzen für sich, aber auch für andere, wenn eine Situation ausweglos ist.

    Und dann ergibt es sich auch, daß der Umgang mit dem anderen automatisch liebevoller wird.
    Dein Umgang mit ihm oder anderen klingt nicht danach, als seist du kein liebevoller Mensch - das bist du, so wie du bist, mit Fehlern und Schwächen!

    Nicht zu ihm solltest du noch liebevoller werden, in der Hoffnung, dann (von ihm oder einem anderen) richtig geliebt zu werden, sondern zu dir selbst und erkennen, dass dir diese Situation (oder eine andere entsprechende) nicht mehr gut tut.

    Sich auf etwas Neues zu konzentrieren, bedeutet aufmerksamer zu werden, was dir selbst gut tut und nicht endlos um etwas zu kämpfen. Der Kampf selbst tut dir nicht mehr gut...

    Viel Kraft wünsche ich dir!
    Geändert von Elwyn (16.02.2011 um 11:44 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !

    Hallo!

    Nun, ich wundere mich schon, dass er der erste Mann zu sein scheint, der sich so richtig um den Verstand zu bringen scheint. Und ich frage mich woran das denn bloß liegt?

    Was hat denn der Kerl anders gemacht als die anderen vor ihm? Oder was ist an ihm anders? Ist es, dass er scheinbar nicht erreichbar ist?

    Wie heißt es doch so schön: Die größte Liebe ist doch immer die, die nicht wahr werden kann.

    LG


    Knuddelwuddel

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    AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !

    Hallo Du,

    bin ganz neu hier, weil ich mich auch gern austauschen möchte und außerdem gern eine Freundin zum Ausgehen am Wochenende besonders am Samstag abend suche.
    Ich kann Dich sehr gut verstehen, denn ich bin in einer ähnlichen Situation wie Du.
    Habe vor einem Jahr eine Beziehung mit einem 15 Jahre jüngeren Mann begonnen, weil er so süß um mich geworben hat.
    Ich wollte mich wegen es Altersunterschieds erst nicht auf ihn einlassen, aber er hat mich einfach zum Essen eingeladen
    und im Fitnesscenter immer meine Nähe gesucht. Er hat mir liebe SMS geschrieben und keinen Zweifel darüber gelassen,
    das er eine Beziehung will. Schließlich habe ich nachgegeben. Er war so lieb zu mir, wie ich das noch nicht kannte, obwohl
    ich schon mehrere Beziehungen hatte seit meiner Scheidung.
    Ich habe mich jedenfalls Hals über Kopf in ihn verliebt. Es begann eine sehr schöne Zeit. Wir waren, so war es auch sein Wunsch
    fast täglich zusammen und ich genoß die zärtlichen Stunden mit ihm. Er ist auch so ein Nähemensch, was ich sehr gern mag
    z.b. beim Fernsehen zu zweit unter der Decke liegen und kuscheln. Er hat mich bekocht, Reparaturen in meiner Wohnung
    vorgenommen und hat mich auch mit zu seinen Eltern genommen, was er vorher noch nie gemacht hat. Er war schon immer
    Junggeselle und hatte keine länger dauernden Beziehungen. Um so mehr hab ich mich angestrengt, um ihn glücklich zu machen.
    Er hat eine Kumpelin aus der ehemaligen DDR, die in seiner Nähe wohnt und auf die ich halt sehr eifersüchtig war, da sie ihm eine vertraute Freundin ist und meiner Meinung nach, einen starken Einfluß auf ihn hat.
    Jedenfalls hat er mir mal eröffnet, dass er die Frau bei sich aufnehmen müßte, wenn sie sich von ihrem Lebensgefährten trennt, da sie kein Geld hat um sich eine eigene Wohnung zu nehmen.
    Unter dieser Sache hab ich gelitten, habe aber versucht meine Angst zu verstecken, ich sagte ihm nur, das ich es nicht verkraften könnte, wenn seine Kumpelin bei ihm einzieht und wir eine Beziehung haben.
    Damals meinte er nur, wenn wir er und ich zusammenhalten, kann uns der Rest der Welt egal sein.
    Ich weiß noch genau es war am 7.8.10 als er mal wieder ein Wochenende bei mir verbrachte, dass er nach dem Frühstück
    plötzlich auftstand und sagte: Ich gehe jetzt. Ich habe keine Schmetterlinge. Ich möchte noch die große Liebe finden.
    Habe Dich nie so geliebt. Du bist ja ein liebes Mädel, aber es hat wohl keinen Sinn mehr. Er legte meinen Wohnungsschlüssel
    auf den Tisch und ging.
    Ich dachte mir bleibt das Herz stehn. Es war als wär ich im falschen Film. Die folgende Zeit war der Horror für mich. Ich litt
    unter der Trennung wie ein Hund.
    Kurz und gut ich konnte mich damit irgendwie nicht abfinden.
    Ich versuchte erst 2-3 Wochen Abstand zu halten, aber dann fing ich an Sachen von mir bei ihm abzuholen, nur um ihn zu sehen. Mir ging es wie Dir 90% meiner Gedanken die ich täglich hatte galten ihm.
    Es schmerzte zeitweilig so sehr, das ich ihm nachts eine SMS schrieb, das mir mein Herz so weh tut ohne ihn.
    Ab und zu sahen wir uns im Wellnesscenter, Wir hatten dann auch eine Aussprache.
    Er meinte, das er mich noch mag, aber nicht lieben würde.
    Eines Abends hielt ich es nicht mehr aus, und ging zu ihm. Er wohnt nur 5 Fußminuten von mir entfernt.
    Er schien sich zu freuen und wir unterhielten uns kurz.
    Es war meist Sonntag abend als ich so starke Sehnsucht nach ihm hatte, wenn ich mit meiner Freundin beim Griechen war
    und ein wenig Wein getrunken hatte.. Dann überkam es mich und ich mußte ihn sehen.
    Er saß stets zuhaus beim Fernsehen. Als ich zum 3. Mal kam überkam es uns beide und wir hatten Sex.
    Ich spürte seine Erregung, ja er zitterte. Es war sehr leidenschaftlich.
    Als es vorbei war, übernachtete ich bei ihm. Er meinte , so wie es mal war, könne es nicht wieder werden.
    Trotzem schlug ich vor, dass wir das doch öfter mal tun könnten.
    Er meinte: ja das können wir.
    So kam es das ich mich darauf einließ mich gelegentlich mit ihm zu treffen und es kam immer zum Sex.
    So erschien es mir leichter zu sein, über die Trennung hinweg zu kommen.
    Mitlerweilen treffen wir uns ca 1 mal-2mal die Woche und ich habe immer noch die Hoffnung, er würde sich wieder in mich
    verlieben, obwohl mir etwas sagt, ich soll ihn gehen lassen.
    habe schon einige Versuche gemacht, jemand anders kennenzulernen, aber es hat nicht funktioniert.
    Er bestimmt hier hauptsächlich das Geschehen. Er sagt z.b. 3 Wochenenden gehe ich alleine aus 1 Wochenende verbringe ich mit Dir. Es geht mir oft nicht gut. Ich bin glücklich wenn er da ist und wenn er geht bin ich frustriert oder deprimiert. Ich komme irgendwie nicht von ihm los und außerdem hab ich Angst, denn er sagte mir. er würde bei mir bleiben, bis er ein Mädel find das er mag. Ist doch auch beschissen. Was sagst Du dazu?
    Lieben Gruß Lea

  7. Inaktiver User

    AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !

    Jetzt erinnere ich mich an das Buch von Erich Fromm über die Liebe. Als ich es vor über 20 Jahren zum ersten Mal las, habe ich das noch nicht verstanden, es hat mich sogar wütend gemacht, fand es zuviel verlangt, gerade im Liebeskummer die eigene Liebe etwas Anderem als der geliebten Person zuzuwenden. Heute verstehe ich, was er meinte: die Liebesfähigkeit, die wir besitzen, nicht die Liebe für die spezielle Person, ist es, die die Kraft und das Schöne in uns ist. Es äußert sich eben auch und besonders in der Tiefe, in der wir jemanden lieben können, auch wenn dieser uns nicht will. Aber es soll sich auch äußern können in unserer Kraft dem ganzen Leben gegenüber. Diese Kraft im Kummer brach liegen zu lassen verstärkt den Kummer nur.
    Wirklich zu lieben ist echt super schwer. Ich tue mich auch extrem schwer damit. Ich erwarte auch zu viel von anderen Menschen. Mittlerweile ist mir das klar. Ich kann nicht erwarten, dass meine Gefühle erwidert werden. Ich muss damit klar kommen, dass ich nicht das vom anderen bekomme, was ich gerne hätte.

    Ich habe versucht, mich einfach daran zu freuen, dass es ihn gibt. Dass er diese schönen Gefühle in mir hervorholen kann. Und ich versuche mich weniger darüber zu grämen, dass ich ihm nicht nah sein kann. Und ich versuche (ist echt schwer) nicht eifersüchtig zu sein auf all die anderen, die Kontakt zu ihm haben dürfen und die in seinem Leben eine Rolle zu spielen scheinen. Ich denke, wenn man es oft genug durch hat, sich die Augen aus dem Kopf zu heulen wegen so einem Kerl möchte man irgendwann auch mal was anderes ausprobieren Und es ist in der Tat viel schöner, als ständig zu leiden und sich selbst zu bemitleiden.

    Ich übe mich immer noch darin, wirklich lieben zu lernen. Denn anders wird man doch immer wieder enttäuscht und unglücklich, weil es doch nur ein Tauschhandel ist, der oftmals regelrecht erzwungen wird. Wo die Energie einfach so fließen kann, da ist das wahre Glück. Nicht da, wo sie in eine bestimmte Richtung gezwängt wird. Das kann auch funktionieren, gibt aber oft auch ziemlich Probleme.

    In einer Beziehung z. B. wo es viele Abhängigkeiten gibt. Wo die Partner sich alleine unvollständig fühlen. Das gibt immer Probleme. Da lebt man doch oft auf Sparkurs und verkneift sich etliche Dinge, weil das in dieser Beziehung nicht geht ohne Probleme. Obwohl das langfristig eigentlich für viel größere Probleme sorgt, aber die Angst, den anderen zu verlieren ist leider viel größer Ich find's selber richtig sch..... Es gibt noch viel zu tun.

    Grad zum Thema: Warum hast du dich, liebe Forum, denn so sehr verantwortlich für seine persönliche Situation gefühlt? Bist du ein Mensch, der glaubt, wenn er viel gibt, bekommt er auch viel dafür zurück? Wolltest du dich für ihn unentbehrlich machen? Wolltest du gebraucht werden? Hast du ihm nicht zugetraut, dass er's alleine hinkriegt? Wolltest du ihm deine Liebe dadurch beweisen? Wenn du dich generell zu sehr der Probleme anderer annimmst und dich auch noch schlecht dabei fühlst, dass du ihn nicht genug unterstützt hast, dann glaube ich läuft da irgendwas schief bei dir. Du bist nicht verantwortlich für seine Probleme!

    Und ja: Du solltest definitiv mehr auf dich selbst achten und versuchen, dir von dieser Liebe zu geben, von der du nicht weißt, wohin damit. Man glaubt doch oft, dass man diese Liebe direkt den anderen geben sollte und möglichst alles, so dass auch ja nichts für einen selbst übrig bleibt. Dabei ist es doch so: wenn wir uns selbst mit Liebe bedenken, so strahlt diese Wärme auch auf andere und sie erhalten auch von dieser Liebe, ohne dass wir sie explizit damit bewerfen.

    Ein seeehr interessantes Thema.

    LG



    Knuddelwuddel

  8. User Info Menu

    AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !

    liebe lea!

    ich war sehr berührt von deiner geschichte, mir ist es einmal ähnlich gegangen, heute kann ich nicht mehr verstehen, wie ich mir jemals so schaden konnte. wenn du so weitermachst, steuerst du auf einen seelischen zusammenbruch hin, ist dir das klar? ist der mann es wert, dass du dich für ihn zerstörst?

    ich will dir nur raten: hier geht dein thema unter, möchtest du nicht einen eigenen strang eröffnen? der austausch im forum könnte dir helfen!

    alles liebe,
    universe

  9. Inaktiver User

    AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !

    Hallo liebe Lea!

    Dein Fall hört sich überhaupt nicht so gut an. Du scheinst an einen Beziehungsphobiker geraten zu sein, der ein Problem mit Nähe zu haben scheint.

    Ich denke nicht, dass das wieder eine richtige Beziehung werden kann. Er versucht natürlich, seine geliebten Freiräume zu schützen, indem er dir sagt, wann du kommen darfst und wann nicht. Es gibt Menschen, die sich extrem eingeengt fühlen, auch wenn der andere vielleicht gar nicht sooo aufdringlich zu sein scheint. Ob er so schnell wieder eine andere Freundin an sich heranlassen wird, wage ich zu bezweifeln. Aber man weiß ja nie.

    Vielleicht hast du am Anfang einen weniger anhänglichen Eindruck gemacht, so dass er sich auf dich eingelassen hat? Dafür könnte natürlich auch der Altersunterschied sprechen. Vielleicht erhofft er sich von älteren Frauen weniger Klammerverhalten und auch weniger Familiengründungswünsche.

    Kann ja schon sein, dass er dich nach wie vor begehrenswert findet. Und du nährst dadurch deine Hoffnung, dass wieder mehr draus werden könnte. Liebe ist wieder was anderes. Wenn er sagt, er liebt dich, dann kann er sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen und möchte ganz und gar mit dir zusammen sein. Er sagt dir aber ganz eindeutig, dass er dich nicht mehr liebt. Du solltest dir das zu Herzen nehmen. Auch wenn du vielleicht denkst, er hat nur zu viel Angst davor. Ich denke nicht, dass du ihn "heilen" kannst.

    Das ist sehr bitter, aber ich persönlich sehe da keine Zukunft für euch. Sorry.

    Ich wünsche dir sehr viel Kraft und hoffe, dass du dich recht bald von ihm lösen kannst.

    LG


    Knuddelwuddel

  10. User Info Menu

    AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !

    Hallo liebe forum,

    wollte Dir ein schönes WE wünschen.

    Wie geht es Dir inzwischen?

    Was Du zuletzt schriebst finde ich richtig toll!
    Sich selbst zu lieben lernen, darin steckt für mich ein Kernpunkt.
    Diese unglückliche Liebe, diese unerwiderte Liebe, die einen nicht losläßt, weil es so einen großen Teil im Herzen besetzt, dass es eine ebenso große Leere zu hinterlassen droht, könnte man sich davon verabschieden, das ist das Problem.

    Dahinter steht jedenfalls bei mir, aber vielleicht geht es Dir und den Anderen hier ähnlich, dieses Gefühl, alleine als Person nicht wirklich zu 100 % vollständig zu sein. Gerade wenn man sich so verliebt, dass die Gewissheit da ist, dieser Andere ist genau das, was einen selbst so sehr bereichert, erweitert, als sei er derjenige, der ein Stück unseres Selbsts ist, dann erlebt man das Fehlen als schlimmen Verlust eines Teils seiner Selbst.

    Mir geht das gefühlsmäßig bis heute so.
    Aber vom Verstand her habe ich begriffen wieso das so ist: weil ich da in mir Unsicherheiten habe, die ich ganz tief von der so schmerzhaft geliebten Person "aufgefüllt" fühle. Das Gefühl zusammen zu gehören, geradezu schicksalshaft, vielleicht ist das genau das Problem. Es macht es so schwer, davon Abschied zu nehmen und sich dennoch volltständig zu fühlen.

    Zu lernen, sich selbst zu lieben, beinhaltet wohl in erster Linie, sich selbst als vollständig zu erkennen und anzunehmen. Und die Liebe als etwas zu betrachten, das einen ergänzt, auch erweitert, aber eher als Bereicherung und Zusatz. Und nicht so sehr als einen Teil des eigenen Selbst.

    Schwierig auszudrücken, merke ich gerade. Hoffentlich verstehst Du, versteht Ihr trotzdem, was ich meine. Für mich ist es als Einzelne und langjähriger Single der Weg, alleine leben zu können ohne mich verloren zu fühlen, ohne eine Leere zu fühlen. Ich schaffe es inzwischen ganz gut, mich und mein Leben auch alleine als vollständig zu betrachten und die Liebe und Partnerschaft nicht als Hauptlebensziel anzusehen, sondern eher als Bonus, als Glück, als Bereicherung.

    Liebe Lea,
    willkommen hier in der Bri.
    Könnte es sein, dass Du Dich auch in meinen Worten wiederfindest?

    Was Du schreibst klingt wirklich sehr quälend. Du erlebst heiß und kalt zu gleicher Zeit. Aber es wird daraus kein "warm".
    Dein Gefühl in Dir ist so anders als das Gefühl, was Dein Geliebter für Dich hat. Wenn Du ihn aber als einen Teil Deiner Selbst empfindest, ist das wie ein Körperteil mit einer schmerzhaften Wunde. Was er tut, und was er erlebt, das hat unmittelbaren Einfluss auf Dich. In dem Gefühl der Zusammengehörigkeit ist einfach keine Distanz da. Wenn man wirklich richtig verliebt ist, dann gibt es da oft auch diese Grenze kaum, man hat dieses Gefühl des Verschmelzens. Aber wenn man nicht zu sich zurück finden kann, nicht fühlen kann, wo man selbst "endet" und der Andere "anfängt", dann ist man dem Handeln des Anderen so bitter ausgeliefert. Und man empfindet ja auch einen schmerzenden, blutenden Arm immernoch als den eigenen Arm. Nie würde man auf die Idee kommen, ihn deshalb abzutrennen.

    Vielleicht kannst Du erst dann Dich von ihm distanzieren, wenn Du ihn nicht mehr als Teil von Dir empfindest, sondern als eigentlich einen Fremden, der nur den Arm um dich gelegt hat. Die Wunde ist da, wo er Dich berührt und immer wieder losreißt. Vielleicht kann diese Wunde nur verheilen, wenn Du Dich endlich ganz von ihm lösen kannst, wenn der Druck und die immer wieder kehrende Abwehr von ihm endlich endet. Wenn die Wunde nicht immer wieder aufreißt, wo er Dir zeigt, dass er gehen wird, und jetzt auch nicht wirklich bei Dir ist.

    Euch allen alles Liebe und ein gutes WE,
    E.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


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