Liebe Einzelne,
ja, wir können wohl nicht auswählen, zu welcher Sorte wir gehören... .
Ich wollte lange, lange Zeit anders sein. Nicht so verletzbar, nicht so anhänglich und nicht so tief empfindend.
Und in den letzten Tagen fand ich den Gedanken demütigend, wohl als einzige so darunter zu leiden... .
Deine Worte helfen mir, wieder mehr in die Mitte zu kommen und danke, daß Du mich daran erinnert hast, wie wertvoll diese Gefühle sind. Ich hatte es in meinem Loch wirklich aus dem Blick verloren.
Es gehört Mut dazu, diese Intensität zu akzeptieren und auszuhalten. Ich habe heute eine ganz, ganz wichtige Erkenntnis über meinen Anteil an der Sache gehabt. Auch das gehört dazu, das mutig anzusehen und anzuerkennen, w e i l die Empfindung so ist..., oder ? Bei mir ist es wohl so.
Ja, es stimmt. Pragmatischer zu sein erspart diese Arbeit und auch die Gefühle, die damit
verbunden sind.
Aber Du hast recht: Auch ich möchte nicht anders sein. Auch ich kann mir nicht vorstellen, auf diese Gefühle zu verzichten. Das Leben wäre so viel ärmer !
Danke, daß Du mich daran erinnert hast ! Das hilft mir, wieder zurück auf den Boden zu kommen.
Ganz liebe Grüße,
F o r u m
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Ergebnis 51 bis 60 von 99
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30.01.2011, 22:16
AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !
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30.01.2011, 22:56
AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !
Ja, es gehort Mut dazu, weil man die Angst überwinden muss, dass es einen hinabzieht, dass es einen zerbricht, man es nicht aushalten kann, weil es sich so ewig anfühlt.
Es anzunehmen heißt auch sich anzunehmen!
Es sich selbst verzeihen können, es verstehen und es sich zugestehen können, so gehandelt zu haben, wie das Herz es jetzt anklagt. Sich selbst annehmen und trösten können, es nicht besser gekonnt zu haben. Nicht nur den lieben, den man verloren hat, sondern auch sich selbst lieben in dem, was man einfach nicht konnte, wo man so hilflos war.
Dann kann man aber feststellen, dass man genau in diesem Schmerz bei sich ist. Man selbst ist der Boden, so, wie es sein soll.
Gut, dass Du ihn wieder spürst!
Fast hättest Du Dich selbst verloren.
Jetzt kannst Du mit dem Trauern beginnen, mit dem Abschied.
Nimm Dir Zeit dafür.
E.Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
"Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama
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30.01.2011, 23:11
AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !
Liebe E., liebe Forum,
ich wollte manchmal auch lieber zu der "kalten" Kategorie gehören, immer dann, wenn es so weh tut. Aber wenn ich dafür auf dieses intensive Hochgefühl verzichten müsste .... dann will ich es nicht mehr ....
Es geht leider das eine nicht ohne das andere ....
Ich habe das Gefühl, dass ich davon auch eine Menge mitnehmen kann ....
Danke!
Ich wünsche eine gute Nacht!
B-F
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02.02.2011, 13:25
AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !
Liebe Einzelne,
ich habe Deine Antwort schon am Sonntag gelesen. Es war wieder einmal sehr zutreffend, was Du da geschrieben hast...
.
Ja, dieses Gefühl, daß es e w i g dauert, das habe ich auch..., puhh.. .
Zur Zeit bin ich 1 Woche lg. krankgeschrieben. Daher habe ich viel mehr Ruhe als sonst.
Ich habe wirklich nocheinmal nachgespürt, wie es ist, meinen Anteil anzusehen und mir das zuzugestehen. Ich glaube, es geht. Ich kann sehen, daß es zum damaligen Zeitpunkt der Beziehung nicht anders ging für mich. Meine eigenen Bedürfnisse nach Zuneigung waren zu groß. Und sie haben sich hartnäckig gemeldet, immer wieder.
Und so konnte ich nicht, was die Beziehung gebraucht hätte: Ihm einfach nur meine Zuneigung immer wieder zu zeigen, meine Bedürfnisse ganz zurückzunehmen, immer wieder akzeptierend, ihn nicht zu sehen, lange Wartezeiten auszuhalten, mich ganz auf seine Situation konzentrierend, trotz des Gefühls des Verzichts immer wieder meine Freude über ihn in den Vordergrund zu stellen.
Ja, ich konnte es zu diesem Zeitpunkt nicht. Das muß ich mir eingestehen.
Und jetzt wäre in der Folge der nächste Schritt dran. Der Beginn des Abschiedsnehmens. Ich weiß es. Und doch gibt es noch eine Hürde, die ich erst enträtseln mußte. Jetzt weiß ich, welche es ist. Und ich möchte davon nocheinmal erzählen.
An dieser Stelle auch nochmal ein Hallo an alle anderen,
die das Thema hier mitverfolgen
.
Beim Erkennen meines Anteils hilft mir sehr ein Buch, das ich z.Zt. lese. Es ist ein Buch über Familienaufstellungen. Familie ist ein großes Thema für mich. Womit ich nicht gerechnet hatte; das Buch zeigt auch Ursachen über die Verstrickungen, die wir aus der Familie mit in die Partnerschaft nehmen. Und da traf es mich wie der Schlag.
Vorweg muß ich kurz erkären: Mein Partner ist ein Familienvater, der sich in schon lang währender Trennung befindet. Ich glaube heute, daß er wirklich eine Beziehung mit mir gewollt hat. Doch er kann sich aus den Familienbanden nicht lösen. (Ich möchte das hier nicht weiter vertiefen. Ich denke, es ist eben zur Klarheit wichtig).
Eine ganz bestimmte Stelle in dem Buch hat mich sehr betroffen gemacht, weil sie haargenau beschreibt, was bei uns gewesen ist - was mein Anteil ist. Ich zitiere sie einmal im Original:
"Wenn zwei Menschen zusammenkommen, und einer etwas noch nicht richtig abgeschlossen hat, dann ist es häufig so, daß auch die andere Person noch Ungelöstes mit sich trägt. Das kann eine große gemeinsame Chance sein, es kann aber auch bewirken, daß eine gute Lösung in weiter Ferne scheint. Projektionen, Vorwürfe und emotionale Verstrickungen können - von beiden nicht gewollt - ein Klima schaffen, in dem Beide nicht länger leben können. Die Trennung scheint dann der einzige Ausweg zu sein".
Mich hat das wie ein Schlag getroffen, schwarz auf weiß zu lesen, was soooo genau die Situation ist, in der wir uns befunden haben. Und auch klar zu bekommen: auch i c h trage Ungelöstes mit mir herum, nicht nur er.
Doch dieses Erkennen löst auch etwas bei mir aus:
Wo vorher bei mir "nur..." Schmerz und Verzweifelung gewesen ist, macht diese Einsicht jetzt sozusagen Platz. Ich kann statt dessen nocheinmal mehr wieder die große Zuneigung (um das andere Wort nicht zu nennen...) fühlen, die ich für ihn habe. Es ist sozusagen was weggeschaufelt.
Und was soll ich sagen ? Ich habe ein total großes Verlangen, ihm davon zu erzählen.
Das hat mich selbst total verwirrt und ich habe mich gefragt, warum.
(Stelle das erstmal hier ein und schreibe sofort weiter. Hatte vorher eine lange Antwort geschrieben und wurde dann vom System herausgelöscht. Möchte mir das nicht nocheinmal antun. Also bis gleich....)
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02.02.2011, 14:07
AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !
(Stelle das erstmal hier ein und schreibe sofort weiter. Hatte vorher eine lange Antwort geschrieben und wurde dann vom System herausgelöscht. Möchte mir das nicht nocheinmal antun. Also bis gleich....)[/QUOTE]
.......
ich fahre fort:
Ich habe mich also gefragt, woher dieser große Wunsch kommt.
Und weiß es ehrlich gesagt jetzt: Ich habe einfach das Gefühl, daß wir eine Seelenverwandtschaft haben. Das möchte ich kurz erklären.
Wir kannten uns vor der Beziehung schon aus einer gemeinsamen Gesprächsgruppe. Drei Jahre lang hat jeder an seinen Themen gearbeitet. Und einer vom anderen natürlich auch ganz viel mitbekommen. Er hat mir damals mal gesagt: "Ich freue mich immer sehr, wenn ich Dich sehe". Mir ging es genauso.... . Dann verlies ich die Gruppe, unsere Wege trennten sich. Ich weiß, daß ich noch gedacht habe: "Jetzt siehst Du den ...X... nie wieder...." . Alle halbe Jahre liefen wir uns dann durch Zufall (?) über den Weg. Es war immer eine beiderseitige große Freude. Hatte ich bis zum Beziehungsbeginn kein Gedenken, "was mit ihm anzufangen", war er immer ein ganz besonderer Mensch für mich. Ich für ihn auch.... . Bis daß wir dann zusammenkamen.
Im letzten Brief, den ich nun in der Trennungsphase an ihn geschrieben hatte, habe ich meinen Gefühlen ganz, ganz ehrlich Ausdruck verliehen. Ihm geschrieben, daß es Liebe bei mir ist, meinem Schmerz und der Verzweifelung Ausdruck gegeben. Mich dabei dem Zustand gemäß sehr emotional ausgedrückt..... . Und ich habe ihn beendet mit den (verzweifelten, hilflosen) Worten: Und Du mußt damit umgehen, wie Du damit umgehen mußt. Ich hätte es anders, besser formulieren sollen. Doch Gefühle sind Gefühle. Ich konnte es damals nicht anders und das möchte ich mir heute auch so zugestehen (Einzelne zuzwinker...
).
Natürlich tat es total weh, keine Antwort von ihm zu bekommen. Und so war/bin ich in der Folge darauf angewiesen, mir die Antwort selbst zu geben. Auf der Grundlage dessen, wie ich ihn erlebt und ja auch lieben gelernt habe.
Er gehört nicht zu der Sorte kalter Mann. Und ich glaube nicht wirklich, daß seine Reaktion war: "Mein Gott, jetzt auch das noch. Die soll mich doch endlich in Ruhe lassen". Lange Zeit sind das meine Ängste gewesen - und eine Spur davon kann ich niemals leugnen.
Doch mein Instinkt sagt mir, daß ich mit meiner Vermutung nah dran bin, wenn ich sage: Er hat einfach nicht mehr gewußt, was er sagen soll.
Natürlich, er wird nicht so viel wie ich daran denken. Männer schieben so etwas ja in der Regel auch energisch von sich. Er wird im Alltag vielleicht kurz mal einen "Blitzer" haben. Und doch - wenn wir uns durch Zufall über den Weg laufen würden .... - ich denke, seine "Schale" würde Risse bekommen... . Kurz; ich kann mir vorstellen, daß auch er unglücklich über den Verlauf ist, wenn er es auch wegschiebt.
Und daß es auch ihm vielleicht gut tut, wenn ich ihm davon erzähle... .Das dieses Schweigen auf den letzten Brief nicht so schwer im Raum bleibt.... .
Und, was mir inzwischen sehr klar geworden ist:
Trotz seines anschließenden Schweigens, das so weh tat, habe ich niemals bereut, den letzten Brief geschrieben zu haben, das Ausmaß meiner Gefühle zu benennen und ihm ehrlich zu zeigen. So scheußlich es war, das Schweigen auszuhalten. Es wäre viel, viel schlimmer gewesen, wenn ich meine Gefühle in mir verschlossen hätte. Ich würde es mir in diesem Fall ewig vorwerfen. Das weiß ich.
Aber natürlich ist es trotzdem nicht so, daß ich jetzt beherzt zum Hörer greife, ihn einfach anrufe und sage "Hör mal, ich muß Dir noch etwas wichtiges sagen, können wir uns nicht nochmal treffen..?".
Natürlich bin ich immer noch verletzlich.... , da mache ich mir nichts vor.
Ich sehe nicht klar. In mir sind soviele verschiedene Stimmen, die, die "klassisch" dagegen sprechen:
"Paß auf Dich auf. Laß es. Du tust Dir nur wieder selber weh... . Was machst Du, wenn er sagt: Du, laß mich jetzt bitte endlich in Ruhe.... das hälst Du nicht aus..... Mein Gott, wäre das demütigend.. "
Aber was, wenn ich richtig empfinde? Wenn wir eine natürliche Verbindung haben, er sich vielleicht einfach darüber freuen kann, was sich verändert hat . Er erleichtert ist, daß wir endlich drüber sprechen - uns wieder in die Augen sehen können. Er vielleicht erzählen kann, wie es ihm so geht. Und ich, wie es mir so geht. Einfach das ?
Ich denke soooo oft daran, wie es ihm wohl geht, was er wohl macht. Und ich würde mich so freuen, einfach mit ihm reden zu können, ihn einfach nur zu sehen.... . Dieses "straff gespannte Band" einfach zu lockern... .
Könnt Ihr das verstehen ?
Ich bin so durcheinander. Mache ich mir etwas vor und sollte mich zwingen, es weiter auszuhalten ? Oder ist meine Reaktion einfach eine ganz menschliche, normale und sind es Gefühle, denen ich einfach ihren natürlichen Lauf geben sollte ?
Hilfe - wo ist die Klarsichtbrille ? Ich freue mich auf einen Austausch mit Euch.
Liebe Grüße,
F o r u mGeändert von forum (02.02.2011 um 14:18 Uhr)
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02.02.2011, 18:41Inaktiver User
AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !
Liebe forum,
immer, wenn ich von Seelenverwandtschaft höre, bekomme ich einen richtige Knoten im Bauch. Was nicht bedeutet, dass ich nicht daran glaube, dass manche Menschen zueinander einen besonderen Draht haben. Sei es, weil sie ähnliche Biographien haben, sei es, weil sie gerade in einer ähnlichen Lebenssituation feststecken. Aber Seelenverwandtschaft??? Das hört sich so nach Schicksal, höherer Macht, göttlicher Fügung an. Und diese Komponenten kommen meistens dann ins Spiel, wenn keine Vernunft der Welt mehr ausreicht, den akuten Schmerz, der ja auch real gefühlt ist, zu erklären.
Diese Aussage, die du in dem Buch gefunden hast, kenne ich auch. Ich glaube, da ist sehr viel Wahres dran. WENN ein Partner psychische Probleme hat, DANN greift mit Sicherheit eine andere psychische Problematik genau da hinein. Wo es das nicht tut, wird es erst gar nicht zu einer Paarbeziehung kommen, die über eine längere Zeit anhält.
Nur: Was bringt dir das an Wert??? Diese Erkenntnis heißt ja nicht, dass ihr beide dasselbe Problem habt und ihr euch auf dieser Basis gegenseitig helfen und heilen könnt. Es ist wohl eher wie Schraube und Mutter - das sind auch zwei völlig unterschiedliche Mittel, greifen jedoch perfekt ineinander. Verliert entweder Schraube oder Mutter ihr Gewinde, passt gar nichts mehr
Du hast dich sehr ehrlich und ausführlich erklärt, und du bist dir sicher, dass alles auch angekommen ist. Aber deshalb hier:
würde ich versuchen, an eurer äußeren Situation vorerst nichts zu ändern. Sein Nicht-Antworten sagt ja vor allem, dass es ihm im Moment nicht möglich ist, mit dir in erneuten Austausch zu treten. Ich finde, es ist auch ein Zeichen von Liebe, so etwas zu respektieren.Natürlich tat es total weh, keine Antwort von ihm zu bekommen.
Ich weiß, ist schwer............... But it needs two
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02.02.2011, 21:11
AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !
Liebe forum,
danke dafür, dass Du uns hier so viel von Dir zeigst, und damit auch gibst!!!
Und ich freue mich so über Dich, es ist schön aus der Ferne zu lesen, wie Du in Bewegung bist, als wäre da ein Fließen. Das ist eine unglaubliche Fähigkeit und wo ich ja weiß, dass Du es relativ alleine schaffst (oder gibt es wieder Unterstützung?), habe ich wirklich große Hochachtung vor Dir!
Du schreibst, dass Du noch eine Hürde fühlst, bevor Du endgültig Abschied nehmen kannst, dass Du noch etwas Nichtgesagtes weil zuvor selbst Nichtverstandenes loswerden möchtest. Das finde ich ganz wichtig, denn ohne dass Du alles hast loswerden können, was Dir auf der Seele liegt, wird der Abschied und Schlussstrich nicht gelingen.
Das Andere ist, dass Du denkst, auch er könnte das brauchen, auch ihm würde es Erleichterung verschaffen.
Um sich etwas von der Seele zu reden braucht es nicht zwingend das direkte Gegenüber. Es birgt sogar die Gefahr, dass sich das Gegenteil ergibt und es nicht leichter, sondern schwerer wird, weil die Kränkung nicht nur bestätigt werden könnte, sondern sogar wiederholt.
Und es könnte sogar im positivsten Fall nicht zur Entlastung, sondern zur Belastung geraten. Dann nämlich, wenn es sich herausstellen sollte, dass es ihm auch etwas bringt, wenn Du ihm Deine Erklärungen gibst, wenn er innig versteht und annehmen kann, im strahlenden Licht da steht, Dein Auge auf die Person fällt, die Dein Herz und Deine Seele und Dein Körper begehrt - und für immer unerreichbar bleibt.
Nein, nicht zwingen! Es ist genau das Richtige, und Du brauchst das genauso und genau jetzt. Weder wegzwingen noch hervorzwingen darf man das. Aber ohne Angst ansehen, sich äußern lassen, was da innen ist. Ich halte es für das WIchtigste, es selbst zu verstehen. Verstehen heißt nur verstehen, nicht gut oder schlecht finden. Nur verstehen. Ruhig und irgendwie beobachtend, sich selbst zuhörend.
Abschied, aber auch Einladung, für immer im Herzen zu bleiben, ein Teil des eigenen Herzens und der Seele zu bleiben, als Teil, der nur Dir alleine gehört, den Du Dir nimmst, ungefragt.
Ich habe den Abschied immer mit Dank begonnen:
Danke, dass es DIch gibt,
danke, dass ich Dich treffen durfte,
danke, dass Du mich so viele tiefe Gefühle gelehrt hast,
danke, dass ich durch Dich so viel über mich erfahren habe,
danke, dass Du gegangen bist und es besser als ich gewußt hast.
Danke, dass Du für Dich sorgst, dass ich dadurch auch für mich sorgen kann.
So habe ich es gemacht, schriftlich, unter erleichternden, lindernden Tränen. Oft. Nur für mich.
Liebe forum,
sein Schweigen kannst Du auch annehmen als Hilfe, als Schutz, als Erleichterung, damit Du nicht verletzt wirst, von Worten. Höre nicht nur die unausgesprochenen verletzenden Worte, höre auch die Dich schonenden, schützenden Worte, die nicht ausgesprochen wurden. Dafür kannst Du auch danken.
Pass gut auf Dich auf,
E.Geändert von Einzelne (02.02.2011 um 21:14 Uhr) Grund: Wichtiger Zusatz
Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
"Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama
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04.02.2011, 08:21
AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !
[QUOTE=
Du hast dich sehr ehrlich und ausführlich erklärt, und du bist dir sicher, dass alles auch angekommen ist. Aber deshalb hier:
würde ich versuchen, an eurer äußeren Situation vorerst nichts zu ändern. Sein Nicht-Antworten sagt ja vor allem, dass es ihm im Moment nicht möglich ist, mit dir in erneuten Austausch zu treten. Ich finde, es ist auch ein Zeichen von Liebe, so etwas zu respektieren.
Ich weiß, ist schwer............... But it needs two
[/QUOTE]
Hallo Schlaflos,
ja, ich bin sehr sicher, daß er meine Nachricht erhalten hat. Sonst müßte es schon mit merkwürdigen Dingen zugehen.
Der von mir gelesene Buchteil wühlt sehr viel in mir auf. Weißt Du, es ist so leicht gesagt, was Du im drittletzten Satz schreibst. Aber es ist vom Verstand her gesagt.
Diese Haltung ist bei mir existent. Und doch ensteht immer wieder durch Ereignisse wie dieses Buch - vielleicht auch durch anderes - unbeabsichtigt - eine Welle von starkem Schmerz, der ersteinmal verarbeitet werden muß.
Trotz der Liebe. Wegen der Liebe.
Es mag sein, daß es Menschen gibt, die dann über diesen Schmerz erhaben sind. Ich bin es nicht.
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04.02.2011, 09:31
AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !
Liebe Einzelne,
Du schreibst, daß Du bewunderst, wie ich das alles allein schaffe.
Weißt Du, ich bin z.Zt. krankgeschrieben. Und dieses besagte Buch habe ich richtig "durchgearbeitet". Das hat ganz, ganz viel Kraft gekostet, ich habe oft geweint dabei.
Nein, momentan habe ich keine neue Hilfe, ich hatte gestern wohl eine neue Probestunde bei einer anderen Therapeutin. Eine zweite wird als letzte Entscheidungsmöglichkeit folgen. Ich kann noch nichts sagen.... .
Ich bin so froh, daß ich hier schreiben kann. Das hilft mir sehr ! Sonst ginge es nicht.
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[Du schreibst, dass Du noch eine Hürde fühlst, bevor Du endgültig Abschied nehmen kannst, dass Du noch etwas Nichtgesagtes weil zuvor selbst Nichtverstandenes loswerden möchtest. Das finde ich ganz wichtig, denn ohne dass Du alles hast loswerden können, was Dir auf der Seele liegt, wird der Abschied und Schlussstrich nicht gelingen.
Das Andere ist, dass Du denkst, auch er könnte das brauchen, auch ihm würde es Erleichterung verschaffen.
Um sich etwas von der Seele zu reden braucht es nicht zwingend das direkte Gegenüber. Es birgt sogar die Gefahr, dass sich das Gegenteil ergibt und es nicht leichter, sondern schwerer wird, weil die Kränkung nicht nur bestätigt werden könnte, sondern sogar wiederholt.
Und es könnte sogar im positivsten Fall nicht zur Entlastung, sondern zur Belastung geraten. Dann nämlich, wenn es sich herausstellen sollte, dass es ihm auch etwas bringt, wenn Du ihm Deine Erklärungen gibst, wenn er innig versteht und annehmen kann, im strahlenden Licht da steht, Dein Auge auf die Person fällt, die Dein Herz und Deine Seele und Dein Körper begehrt - und für immer unerreichbar bleibt.]
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Du hast Recht, mit den Gefahren, die auf mich lauern können. Er mich wieder, noch mehr verletzt, die Verletzung bestätigt wird.
An die zweite Möglichkeit habe ich gar nicht gedacht...., es vielleicht auch verdrängen wollen..... . Danke für die Warnung !!
Und doch die qälende Frage ist dieses "für immer unerreichbar ". Es ist für mich nicht klar... . Er i s t in trennung, die Scheidung wird folgen. Definitiv. Und er wünscht sich eine neue Partnerschaft. Warum schreibt er mir in all seinen Rückschreiben (es hat nicht viele gebeben), daß er "an mich denkt ??" Das ist quälend !
Du hast es wunderschön beschrieben, welches Geschenk in einer solchen Begegnung liegt! Ich lese es immer wieder duch.
Liebe Einzelne,
ich lese auch den letzten Absatz , den Du geschrieben hast, immer wieder.
Ich möchte es so gerne nehmen, und es damit abschließen !!
Doch die Qual, die mich so hartnäckig umtreibt ist die, durch sein Schweigen nicht wirklich zu wissen. Und sie hält mich so stark in ihren Fängen. War er enttäuscht von mir; haben seine Gefühle nicht gereicht, oder ist er einfach total verzweifelt gewesen, weil er so verwickelt ist in seine Familiengeschichte und keine Chance für uns sieht ? So ähnlich hat er sich beim einzigen persönlichen Treffen, um das ich damals bitten mußte, ausgedrückt. Das kommt mir gerade in den Sinn. Er fragte mich damals: "Was würdest Du denn machen an meiner Stelle ?" Und ich habe verzweifelt geantwortet: "Ich würde uns eine Chance geben. Um unserer Gefühle willen würde ich es tun !" Ich war so verzweifelt damals...... .
Schweigt er, weil ihm das auch zu weh tut und es nicht mehr anders weiß in der Not ? Ich weiß es nicht. Mich quält das so.
Vielleicht wollte er mich tatsächlich schützen vor noch mehr Chaos. Immer wieder habe/hatte ich diesen Gedanken.
Aber vielleicht war es auch anders..... 

Ja, es stimmt. Ich habe eine Höllenangst, noch mehr verletzt zu werden. Aber er hat all seine "Antworten" (die es nicht erklärt haben), damit begonnen, daß er an mich denkt.
Und das weckt in mir - auch wenn ich es zum Verrecken nicht will - eine Sehnsucht, ihm irgendwann nochmal über den Weg zu laufen und.......... uns als neue Menschen begegnen zu können.
Es sind diese offenen Fragen, die mich total quälen. Das ist grausam, ehrlich gesagt.
Und dann diese merkwürdige Begegnung neulich ! Wo ich den Eindruck hatte, ihn zu sehen, als ich aus einer Parklücke fahre. Eine Person, die mit beiden Armen über Kreuz heftigst winkt. Ich mich an sein Gesicht erinnere, das mich strahlend anlacht, vielleicht in Freude, mich zu sehen ? Ich automatisch weiterfahren muß und mich letztlich fragen muß: War er es, oder war er es nicht ??? Das bleibt auch so offen stehen. Das ist auch wieder so quälend..... . Verdammt
Sorry..... vielleicht bin ich einfach ein hoffnungsloser Fall.......
Ich habe so eine starke Sehnsucht, ihm nochmal über den Weg zu laufen - irgendwann...!
Du schreibst so schön ! Und ich finde es toll, wie Du beschrieben hast, damit umzugehen. Daß Du das kannst ! Darin liegt eine sehr große Stärke. Du kannst es offensichtlich in Liebe abschließen.
Ich liebe auch, und ich möchte es auch so gerne können. Aber ich kann den Schmerz, der noch da ist, nicht leugnen.....
Liebe Grüße,
F or u m
Geändert von forum (04.02.2011 um 09:47 Uhr)
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04.02.2011, 17:09Inaktiver User
AW: Hilfe - bekomme ihn einfach nicht aus dem Kopf !
Liebe forum,
es geht nicht darum, über etwas erhaben zu sein. Das würde ja bedeuten, dass die Angelegenheit keine so große Bedeutung für einen hat. Aber das hat sie für dich; und deshalb schmerzt es so sehr in deinem Herzen.
Dieser Schmerz liegt in dir, und nur dort kann er gelindert werden. WIE du das schaffst, hat sehr viel mit Erfahrung zu tun, mit Selbsthilfestrategien, die du schon einmal angewandt hast und die dir halfen. Daraus entsteht dann eine Grundgewissheit, dass es vorbeigehen wird. Nichts daran ist lieblos oder herzlos oder leidenschaftslos.
Dann berührt er einen Punkt in deiner Seele, der vielleicht beschaut werden will?
Betonung: Dein Punkt in deiner Seele, beschaut von dir!
Der Verstand ist zuerst da, das Herz folgt später
Er ist kein Feind, sondern ein Beschützer.
Unbedingt
Die Sache ist nur die: Dein Ex kann dir dabei im Moment nicht helfen. Aus welchen Gründen auch immer. Und wer weiß: Vielleicht ist das sogar gut so. Das allerdings wirst du erst in Jahren wissen können. Wie schaut es denn mit deinem Vertrauen in den Lauf der Dinge aus?



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