Lass es doch einfach bleiben, wenn es dir momentan so schwerfällt. Es klingt wirklich nicht nach dramatischer Platznot, und falls kein Umzug ansteht, kannst du ruhig auch mal ein paar Dinge mehr horten als üblich. Vielleicht hast du in letzter Zeit weniger gekauft als auch schon? Oder zeitlosere Sachen?
Ich bin über deinen Thread gestolpert, weil ich gerade am Ausmisten bin. Ich mache das sehr gerne in der Zeit zwischen den Jahren. Allerdings bin ich etwas weniger radikal als du, ich gebe den Dingen so 5-10 Jahre, bis ich sie entsorge, und Bücher kann ich überhaupt nicht weggeben (deshalb kaufe ich sie selten, sondern leihe sie meist in der Bibliothek aus).
Gerade habe ich einige Frauenzeitschriften aus den Jahren 1998-2003 fürs Altpapier gebündelt und fühle mich nun richtig erleichtert!![]()
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27.12.2010, 18:25
AW: Ausmisten/Wegwerfen - nichts geht mehr :knatsch:
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27.12.2010, 18:43
AW: Ausmisten/Wegwerfen - nichts geht mehr :knatsch:
Welche Erinnerungen verbindest Du mit deinen Kleidungsstücken und Büchern? Sind es Erinnerungen, die nur in Kombination mit diesen Gegenständen existieren können? Oder sind es keine Erinnerungen, sondern Sehnsüchte, unerfüllte Träume etc...oder beginnt etwa ein neuer Lebensabschnitt und das Wegwerfen geht einher mit dem symbolischen Abschließens eines Jahrzehnts?
Schonmal in diese Richtung gedacht, liebe morcheeba?
Bei mir bietet z.B. das Platz Schaffen für ein qualitativ hochwertiges Kleidungsstück viel Wegwerf-Potential. Etwas, was aus einem feinem Stoff ist und meisterhaft verarbeitet. Jüngstes Beispiel: 3 H&M Blusen fanden den Weg zu eBay - dafür habe ich in eine Bluse eines deutschen Herstellers investiert.
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Marty McFly told me the future will be great!
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28.12.2010, 02:01
AW: Ausmisten/Wegwerfen - nichts geht mehr :knatsch:
Was ist dein Gedanke, wenn du sie in den Schrank zurücklegst? Welches Gefühl hast du, wenn du daran denkst, dieses Teil zu entrümpeln?
Wie lange geht das schon so? Kann das jahreszeitlich bedingt sein? (Ich kann immer am Besten im frühen Frühling entrümpeln, und im Herbst wenn die Blätter fallen. Im Winter fühlt sich "weggeben" immer kalt an, und im Sommer bin ich zu faul.)
Eine Methode, die vielleicht helfen kann, ist, sich nur etwas neues zu kaufen, wenn dafür ein altes Teil rausgeht. Hält die Schrankinhalte kontrollierbar, nützt aber nur, wenn man's auch macht.
Hierbins "Terminmüll" kann auch ganz gut funktionieren. Erst mal in die Kiste, Datum auf die Kiste. Wenn man was aus der Kiste braucht, holt man's raus und es geht in den Haushalt zurück. (Anprobieren ist nicht "brauchen".) Nach einem Jahr geht die Kiste an geeignete wohltätige Zwecke, ohne noch mal aufgemacht zu werden.
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28.12.2010, 08:54
AW: Ausmisten/Wegwerfen - nichts geht mehr :knatsch:
Liebe Morcheeba,
ich bin jemand, der ganz schlecht ist im Wegwerfen - dabei brauche ich aber viel Platz und Leere und möchte am liebsten alles raus haben, um mich besser zu fühlen. Sehr widersprüchlich also!
Meine Mutter ist noch schlimmer, sie wirft überhaupt nichts weg - liegt denke ich am Alter.
Wir haben aber ein paar Strategien entwickelt (einige kamen hier auch schon) mit denen das leichter fällt:
Sachen weg und in die Flohmarktkiste --> kurz vor dem Flohmarkt nochmal gucken und ggf etwas zurücknehmen. Das hat man dann meist noch lieber - oder man ist eben sicher, dass es weg darf!
Sachen auf einen Stapel legen und dem Mann sagen, er darf ihn entsorgen; dann muss mans nicht selbst machen und bekommt es meist nichtmal mit *g*
Sich nur eines vornehmen und nicht unbedingt gleich Bücher oder KLeidung (finde ich persönlich sowieso am schwersten); fang mal mit deiner Postkarten/Geburtstagskarten-Sammlung an, meist wird das zum Selbstläufer; oder räum einfach mal eine Schublade auf, daraus wird häufig dann auch ein "Ausmisten"
Und wenns gerade nicht geht, dann gehts nicht. Warte bis zum Frühling, da geht das einfacher
LG
Cy


Cytheria
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28.12.2010, 09:22Inaktiver User
AW: Ausmisten/Wegwerfen - nichts geht mehr :knatsch:
Ich glaube es einfach nicht: Soeben habe ich eine sehr ausführliche Antwort verfasst, mich vor allem herzlich bei Euch bedankt, doch die Antwort war offensichtlich zu ausführlich, denn: sie ist weg!
Ich wünschte, das würde ganz genauso mit meinen Klamotten passieren
- natürlich nicht mit allen
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28.12.2010, 09:56
AW: Ausmisten/Wegwerfen - nichts geht mehr :knatsch:
ich kenne das auch, bei kleidern und bücher bin ich schon fast messie-haft unterwegs.
ich denke immer wieder, "das kann ich noch gebrauchen wenn ich mit den hunden unterwegs bin" oder "wenn ich wieder zugenommen, wahlweise, abgenommen habe" etc.
bücher sind sowieso meine babies, da kann ich kaum ausmisten.
ein tipp von einer freundin: räume das was du nicht mehr brauchst in den keller und wenn du es da ein jahr nicht mehr angesehen hast oder raufgeholt hast werfe es weg.
bedingt natürlich einen grossen keller.
lara
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28.12.2010, 10:04
AW: Ausmisten/Wegwerfen - nichts geht mehr :knatsch:
Zu ausführlich, oder zu rückwärtsgewandt, oder zu breit, oder zu historisch......

Ich finde, es macht keinen Sinn, etwas wegwerfen zu wollen, wenn die Stimmung eben nicht so ist. Behalt die Sachen doch einfach so lange, bis es okay ist, etwas wegzutun.
Ich hab Rausräuming ja irgendwann als befreiend schätzen gelernt, aber ein Muss möchte ich da auch nicht draus machen.Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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28.12.2010, 11:38
AW: Ausmisten/Wegwerfen - nichts geht mehr :knatsch:
Mal abgesehen von emotionalem Ballast, der sich mit Gegenständen verbindet, habe ich einige objektive Gründe entwickelt, manches wegzuwerfen:
Kleidung ziehe ich - reiner Erfahrungswert - tatsächlich nach einigen Jahren (ich gebe mir 3 - 5 Jahre) objektiv gesehen echt nicht mehr an. Da hat sich der Schnitt oder ich selbst so sehr verändert, dass das Festhalten einfach keinen Sinn mehr macht.
Da kauf ich gezielt neu ein, was mir wirklich gefällt und gut ist!
Früher habe ich gerade Kleidung nicht wegwerfen können, was den seltsamen Effekt hatte, dass ich nie ohne schlechtes Gewissen was Neues gekauft habe in der Annahme, ich könnte ja noch dies oder das anziehen...
Nee, mach ich nicht mehr - weg damit!
Zeitschriften - ähnlicher Erfahrungswert. Bis auf wirklich "wertvolle"
Bastelzeitschriften schmeiss ich radikal raus, denn ich gehe fleissig "Bücherei" und kann mir da ständig neues anschauen. In die alten schau ich beim besten Willen nicht mehr rein!
Übergangslösung: Einmotten in Kisten und erstmal in den Keller stellen - da verliert sich dann wenigstens der direkte emotionale Bezug und nach einigen Monaten kann mans immer noch überdenken!
Ansonsten: Frühjahr ist wirklich die beste Jahreszeit zum Wegwerfen - vielleicht kommt das Bedürfnis nach Frische und Freiraum dann wieder von selbst!
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28.12.2010, 11:46Inaktiver User
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28.12.2010, 13:16Inaktiver User
AW: Ausmisten/Wegwerfen - nichts geht mehr :knatsch:
Den Ansatz von Seewespe finde ich auch sehr überdenkenswert.
Es ist vermeintlich genau umgekehrt: ich strebeZitat von die_Seewespe
morcheeba,
manchmal zeigen sich in diesen äusseren Dingen innere Themen, und momentan entspricht Deine Weigerung auszumisten vielleicht einem inneren Empfinden, das gern festhalten und sich Veränderungen entziehen möchte?
eine (räumliche) Veränderung an - nicht heute und nicht morgen, doch in absehbarer Zeit. Und genau das bekomme ich gerade nicht zusammen:
Ich will frei sein von Ballast, von völlig wertlosen Kleidungsstücken und Schuhen, die ich nicht mehr trage und auch von Büchern, die ich "leergelesen" habe, doch schaffe es plötzlich nicht mehr, sie wegzugeben.
Bei allen anderen Dingen fällt mir das übrigens sehr leicht - ich bewahre nichts auf: keine Post, keinen Papierkram, keine Zeitschriften, keine Fotos, keine Erinnerungsstücke - nach kurzer Zeit trenne ich mich davon, manchmal kostet es mich ein wenig Überwindung, meist fällt es mir sehr leicht.
Es entspricht mir so gar nicht, dass ich auf einmal diese innere Blockade habe, mich von Kleidung (und den Büchern) zu trennen, und frage mich tatsächlich, inwieweit es mit meinem (Hier-)Sein zu tun haben könnte.
Ich glaube, mich blockiert das Gefühl, mich selbst auszusortieren, wohl wissend, dass dieser Gedanke sehr merkwürdig anmutet.



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