Ja, kenne ich, hatte ich heute in der Kantine
und werde ich morgen abend mit zu tun haben (zwei verschiedene Personen)
Von daher kommt der Strang wie gerufen.
In einer größeren Runde sagte mal jemand:
"Ich finde, jeder an diesem Tisch sollte mal zu Wort kommen und zum Thema xxx beitragen". Das fand ich gut. Der dies sagte, sprach dann auch gezielt die Personen an, an deren Meinung er interessiert war, übernahm quasi die Leitung des Tisches. Der Schwaller war damit ausgeschaltet - zumindest für eine Zeit (es handelte sich um eine private Runde).
Das Problem bei Schwallern ist oft auch , dass ihnen niemand widerspricht. Warum eigentlich? Ich habe mich darüber oft gewundert. Oft werden ja ziemliche Gemeinplätze herausgehauen, sprich, zur Hebung des Niveaus trägt der Schwaller selten bei. Bei einem Onkel hab ich mal konfrontativ dagegen gehalten - was anstrengend war - ihn aber irgendwann mundtot gemacht. Seitdem ist er mir gegenüber seltsam verändert...
Der Schwaller geht selten ins Detail - auch eine Strategie, ihn auszuschalten: Einfach mal nach Einzelheiten fragen - hat mir schon mal geholfen. Beispiel: Nachbar der Schwiegis kommt und hält monologartig die Familie mit Halbwissen über Wein in Schach. Nach einer gefühlten halben Stunde konnte ich mir nicht verkneifen einzuwerfen: Waren sie denn schon mal in Frankreich? (wußte die Antwort schon vorher, ich lebe in den USA, und kaum ein Amerikaner war schon mal dort - und wenn, erkennt man das sofort). Welche französischen Rebensorten mögen sie denn?
Stille.
Den schwierigsten Typ finde ich aber immer noch den Auto-Haus-Yacht Schwaller ... da fällt auch mir nix ein.
Alles Gute,
Kitty
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Ergebnis 11 bis 20 von 21
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18.12.2010, 02:30
AW: Wie geht man mit mitteilungsbedürftigen Menschen um?
Geändert von Kitty1670 (18.12.2010 um 02:53 Uhr)
Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
Mae West: Goodness had nothing to do with it...
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19.12.2010, 11:22
AW: Wie geht man mit mitteilungsbedürftigen Menschen um?
Das ist sicherlich eine Strategie, die man gut fahren kann, allerdings auch auf Dauer sehr anstrengend.
Ich erinnere mich da an eine Diskussion zum Thema Smartphone, in der meine Person X erläuterte, wie schrecklich doch das iPhone ist, er hätte 500 Kontakte in seinem Adressbuch und bis er dann auf dem Touchscreen zur gesuchten Person heruntergescrollt hätte, das würde Minuten dauern. An der Stelle wurde es mir einfach zu blöd: "Warum gibst du nicht einfach die ersten Buchstaben des Namens in das Suchfeld ein?". Stille. Dann kam eine Erklärung darüber, warum diese Suche ja auch völlig ungeeignet ist, für seine geschäftlichen Kontakte und das würde auch sein Chef, 12 seiner Kollegen und der Schäferhund vom Nachbarn sagen, jawoll...
Man kann das ganze natürlich auch von einer amüsierten Seite sehen und sich die Rosinen herauspicken, um dazu Kontra zu geben. Das ist wahrscheinlich auch gerade für Weihnachten eine etwas entspanntere Variante.
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19.12.2010, 13:05Inaktiver User
AW: Wie geht man mit mitteilungsbedürftigen Menschen um?
Was spricht eigentlich dagegen, zu sagen (nicht dass ich das wirklich in diesen Situationen könnte
):
Mann, Du sprichst jetzt schon eine halbe Stunde. Können wir uns jetzt mal über was anderes unterhalten? ---> Gemeinsam?
Oder laut gähnen und sagen: Ich bin eine schlechte Zuhörerin.
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19.12.2010, 13:18
AW: Wie geht man mit mitteilungsbedürftigen Menschen um?
Nur einen Fehler nicht machen, nicht antworten, nicht mal ein Kopfnicken. Total gelangweilt schauen, eine Augenbraue hochziehen (das Ueben lohnt sich) und totschweigen. Irgendwann wird es selbst dann solchen Leuten peinlich, sie leben von dem Applaus der Menge.
Wenn das nicht wirkt, gibt es immer noch die zwei beruehmten Methoden, ich muss mal auf einen andern Ort oder ich gehe kurz eine Rauchen.
Ich muss dieses Jahr an den Feiertagen arbeiten (na ja, nicht ganz, aber das wissen sie nicht), mir bleiben alle Pflichtbesuche erspart *uff* Hierbin.
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19.12.2010, 15:50Inaktiver User
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19.12.2010, 16:19
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19.12.2010, 16:39
AW: Wie geht man mit mitteilungsbedürftigen Menschen um?
Diese Methode wende ich an. Zwei Aspekte: Zum einen macht es mir rein gar nichts aus, zu schweigen und während ein anderer lallschwallt, meinen Gedanken nachzuhängen oder meine Blicke schweifen zu lassen, zweitens merkt das Gegenüber dann irgendwann (allermeistens jedenfalls), dass von mir gar nichts kommt, dann allerdings antworte ich, dass das nicht nötig ist, weil das Gegenüber ja für uns beide redet.
Das mache ich nur bei Leuten, mit denen ich mich unterhalten will, bei den Totschwallern --> siehe oben- Nie rechtfertigen -
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19.12.2010, 18:50
AW: Wie geht man mit mitteilungsbedürftigen Menschen um?
So rassistisch sind wir nicht, hat schon zu manchem interessanten Gespraech mit Nichtraucher vor der Tuer gefuehrt (ohne den Schwaetzer), wir geben auch Nichtrauchern gern ein Alibi...vorausgesetzt, man raucht.
Ich würd' jetzt nicht damit anfangen, nur um eine Ausrede zum Rausgehen zu haben.
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20.12.2010, 10:39Inaktiver User
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20.12.2010, 13:05





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