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  1. Inaktiver User

    AW: Wie umgehen mit 'abtauchenden Menschen ' ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen






    @Tory:
    Vielleicht ist es gerade gut, dass du nun nicht mehr kannst! Werde ruhig, atme auf und durch. Und warte einmal ab, was passiert. Oft nimmt man mit der eigenen Aktivität dem anderen die Möglichkeit, auf SEINE Art und mit SEINEM Rhythmus Kontakt zu uns zu suchen. Den er evtl. sogar suchen würde, nur, wir sind immer eine Spur schneller als er und so kann er niemals zum Zug kommen.
    Ich noch mal kurz.Ich finde, ihr schreibt hier sehr gute und kluge Dinge, auch wenn ich gerade nicht auf alles eingehen kann.
    Gelesen habe ich es und Danke dafür .
    Ich musst auch manchmal jetzt schon schmunzeln
    (Farmelli du mit deinem Schimmelpilz-Bruder )

    Nein, ich finde die Art auch nicht erwachsen und gut und überhaupt.
    In meinem Kopf bin ich sogar darüber manchmal entsetzt, vielleicht auch im Herzen.Mein inneres Gefühl hinkt aber hinterher.

    Ich kann wirklich nicht mehr- insofern gibt es nicht allzu viel Alternativen.Und ja klar, ich habe mich selbst schon in die Mangel genommen,alles retrospektiv durchleuchtet, was ich dazu beigetragen habe.Da gibt es sicher auch Punkte.
    Nur mit dem, dem anderem Zeit zu lassen-
    es gab mal so nen blöden Spruch.Sinngemäss lautete er
    Und als Keiner anrief, wusste ich- du bist es
    Nach bald zwei Jahren gebe ich die Hoffnung da allmählich auf.


    Es gibt nicht viele Menschen, wo mir dies dann irgendwann 'wortlose' Abtauchen so sehr nachhing.Alles waren es Menschen, die definitiv eine grössere Bedeutung in meinem Leben hatten.
    Ich fühle mich wie von Schatten dann verfolgt- auch wenn das irgendwie obskur ist, weil sie einen ja gerade NICHT verfolgen.Also objektiv, im Tun.

    Und wenn ich so etwas dann für meine Begriffe auch noch so spät merke- fühle ich mich fast für mein Tun vorher beschämt.Nach dem Motto- warum hast du es bloss nicht gemerkt ?
    War es wirklich so wenig zu erfühlen ?
    Und irgendwie fühle ich mich 'dumm' dabei.Zu dumm zeitig den anderen wirklich wahrgenommen zu haben.

    Ich nehme jetzt mal ein Entspannungsbad.Hört diese heftige Heulerei hoffentlich auf.

    Liebe Grüsse Tory
    Geändert von Inaktiver User (09.12.2010 um 19:22 Uhr)

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    AW: Wie umgehen mit 'abtauchenden Menschen ' ?

    danke für den Hinweis, Bruenette. Es ist aber so, dass weder mein bester Freund noch ich jemals ineinander verliebt waren. Das kann ich mit Sicherheit ausschließen. Es ist ja nicht so, dass er in all den jahren keine Frauen kennengelernt hätte. Manchmal hatte er auch Liebeskummer, und wir haben darüber gesprochen. - nein, er war mit Sicherheit nicht in mich verliebt. Er war es ja, der ganz am Anfang unseres Kennenlernens dieses Thema offen angesprochen hat und gemeint hatte, dass ich optisch nicht sein Typ wäre, er mich aber gern als Mensch weiter kennenlernen würde. Ich war damals happy, da es mir genauso ging.

    Und jetzt eben kein Melden mehr. Das ist wirklich, wirklich ungewöhnlich. Und ich bin auch etwas enttäuscht.

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    AW: Wie umgehen mit 'abtauchenden Menschen ' ?

    H, ich kann das so gut verstehen und ich finde das wahnsinnig ignorant und gefühllos von diesen "abtauchenden Menschen". Wenn man merkt, jemand, mit dem man viel Zeit verbracht hat, quält sich rum mit der "Abtauchentscheidung", schreibt Briefe oder ruft an, dann hat man verdammt ncoh mal die Eier in der Hose zu haben, mal zu sagen, was los ist !Das gebietet der Respekt vor der gemeinsamen Zeit und den Gefühlen anderer, damit diese sich nichtt ewig mit dem "Warum" beschäftigen muss und auch den Weg weitergehen kann. Alles andere ist feige und ´ne beschissene Ego-Nummer.


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    AW: Wie umgehen mit 'abtauchenden Menschen ' ?

    der respkt im forum gebietet es auch, allzu üble schimpfwörter nicht zu verwenden, tränenkuss. das ist wirklich unnötig.


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    smile AW: Wie umgehen mit 'abtauchenden Menschen ' ?

    Ich kann da nur mein Beispiel berichten:

    Bei uns (ich bin die große Schwester) ist das auch nicht gerade optimal, um nicht zu sagen: Ähnlich. Er möchte so einfach von sich aus nicht viel Kontakt, er möchte auch nicht reden - jedenfalls nicht oft, und ich habe viele Jahre gebraucht, um damit klarzukommen. Für mich wäre etwas Regelmäßiges schön, aber nun gut - is nicht, und stört mich auch nicht mehr.

    Es gibt nichts offensichtliches an Streit oder so, genau wie bei euch. Punkte, die ich hätte besser machen können, finde ich natürlich auch, aber - meine Güte, nobody is perfect, man muss sich nun auch nicht selber peitschen für Allzumenschliches.

    Inzwischen ist mein Eindruck (auch nach vielen Therapie-Gesprächen vor Jaaahren, jawohl, das war nötig!), dass er einiges Negatives aus seiner Kindheit wohl auf mich projiziert, wohl auch deshalb, weil mir viel - viel zuviel - Verantwortung für ihn oblag. Ich denke, er will sich einfach nichts mehr sagen lassen (als ob ich das vorhätte!), will sein Leben leben. Bestimmte schwierigste Familienereignisse dürften ihr übriges getan haben.

    Mein Mann sagt immer: Für ihn reicht es, wenn du in der Tür stehst - da wird wahrscheinlich schon irgendwas Unangenehmes (und natürlich nicht bearbeitetes) von früher getriggert!

    Tjanun: Dann ist das so. Dann bleibt das so. Ich bin doch nicht...also wer bin ich, dass ich Leuten hinterherrenne, die die Zähne nicht auseinander kriegen?

    Leicht OT:
    Goethe hat übrigens seine (ein Jahr jüngere) Schwester so besch*** behandelt, dass sie jung buchstäblich an gebrochenem Herzen starb. Seit ich das weiß, habe ich bisher keines seiner Bücher mehr in die Hand nehmen können. Der wundervolle Schöngeist - ein Frauenunterdrücker. Er hat schlicht abgelehnt, sie als gleichwertig zu betrachten (sie hat auch geschrieben). Sie hatte "Weibchen" zu sein, mehr nicht. Traurig.
    Wen es interessiert:
    Cornelia Goethe - ein Porträt

    Vielleicht spielen auch Konkurrenz und Rangordnung eine größere Rolle als du ahnst bei eurem Geschwister-Gedöns. Mag ja sein, dass du die Starke warst (wie bei uns! Ich allein gegen alle! Der kleine Bruder brav und still im Hintergrund, in Sicherheit ). Aber gerade das kann er ja übel finden, weil er dann ja der Schwache...know what I mean? Und das will sich ein erwachsener Mann nicht mehr antun, dass so ein Eindruck entstehen könnte.

    So, Psychologen-Schublade zu

    Dharma ich finde das überhaupt nicht albern, Abschied tut weh, und manchem mehr, manchem weniger. Vielleicht kommt es auch darauf an, wie glücklich man miteinander war.

    Jede/r hat ihre Achillesferse. Mit erwachsen hat das m.E. überhaupt nichts zu tun. Nur mit verarbeiten. Loslassen. Und damit haben sogar 75-jährige oftmals ihre Probleme.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Wie umgehen mit 'abtauchenden Menschen ' ?

    Also nen wirklich guten Tip, wie Du da drüber weg kommst Tory hab ich jetzt nicht, aber vielleicht ne Erklärung warum es Dir so nahe geht.

    Irgendwie haben wir ja alle unser Bild von der Welt wie diese funktioniert. Das beinhaltet insbesondere auch uns nahestehende Menschen und deren Verhalten. Wenn sich von denen nun einer unerklärlich verhält, dann wirkt das sehr verstörend. Sozusagen gerät unser Weltbild ins wanken und das verunsichert um so mehr, je näher uns die Person steht und je unerwarteter das Verhalten ist.

    Das würde zumindest erklären, warum es Dir weniger Probleme bereitet, wenn Personen mit einem (mehr oder weniger guten) Grund abtauchen und warum es Dich fertig macht, wenn sowas anscheinend grundlos geschieht.

    Helfen wird das jetzt sicher eher nicht, dass Du das schneller verarbeiten kannst, aber vielleicht hilft es Dir zu verstehen, warum das in dem Fall länger dauert.

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    AW: Wie umgehen mit 'abtauchenden Menschen ' ?

    hallo isa74,
    wenn ich das so lese, kommt es mir genauso vor: seit du glücklich in einer beziehung bist, sind die anderen abgetaucht. ich halte das für keinen zufall, da sie sich ja nicht abgesprochen haben werden. wenn ihr euch früher so oft über singledaseinsprobleme ausgetauscht habt, ist das vielleicht doch das geheime verbindende element gewesen, oder zumindest ein starkes band, um es mal so zu nennen. jetzt bist du in einer anderen welt, kannst die armen singles nicht mehr verstehen und, was auch wichtig ist, bist gar nicht mehr für sie verfügbar. am anfang einer neuen beziehung steht schließlich nur noch ein einziger mensch im mittelpunkt: der neue.
    was deinen "brüderlichen" freund betrifft, hat er eure beziehung vielleicht tatsächlich etwas anders gesehen oder gehofft, dass sie anders wäre oder werden könnte (ich kenne den zitierten strang mit dem besten freund ebenfalls). die schnarchnasen, das hat er vielleicht mit instinkt gespürt, waren keine konkurrenz. aber jetzt ist es etwas anderes.

    jetzt muss ich erstmal weiterlesen, sorry an die TE - der ja dieser strang hier eigenltich "gehört".

    liebe grüße,

    sportsfrau.
    Jeder von uns hat etwas Unbehauenes, Unerlöstes in sich,
    daran unaufhörlich zu arbeiten seine heimlichste Lebensaufgabe bleibt.

    Christian Morgenstern, (1871 - 1914),
    deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

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    AW: Wie umgehen mit 'abtauchenden Menschen ' ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, bestimmt nicht.Er war eigentlich immer mehr derjenige, der doch so sehr geliebt wurde.Ich war immer- die schwierige .
    Mehr das 'schwarze Schaf'.Die Revoluzzerin.Querulantin.Diejenige, die aktiv wenn die Auseinandersetzung gesucht hat.
    Und den Konfrontationen nicht ausgewichen ist.
    Er war der sensible, kleine- ich die starke, die alles allein kann.
    hi tory. ich bin auch das ältere geschwister, ich habe eine mehrere jahre jüngere schwester (bei uns ist das verhältnis prima, trotzdem erkenne ich einige dinge, die sich scheinbar in allen möglichen familien wie muster wiederholen). du bist nicht nur das ältere kind, sondern du bist auch noch die kämpferin (kommt angeblich oft zusammen, wir älteren müssen uns als allererste den weg bahnen, den die jüngeren dann, schon etwas ausgetrampelt, ein weilchen nachgehen, bis sie ihre eigene neue rolle gefunden haben.)
    vielleicht ist dein bruder auch einfach "ruhebedürftiger". das klingt jetzt vielleicht doof, es gibt aber tatsächlich menschen, die andere, die "auf krawall gebürstet" oder zu selbstbewusst, zu stark, zu dominant ihnen gegenüber sind, einfach meiden. sie verkrümeln sich buchstäblich. wie dein bruder. (ist jetzt natürlich spekulation, was ihn zu seinem verhalten antreibt.)

    Er hat sich da schon immer entzogen.
    es ist also im grunde nix neues, die tendenz war bei ihm schon immer da, und nicht auf dich allein, sondern auf alle möglichen personen bezogen.

    In den letzten Monaten hatte ich das Gefühl, ich müsste die ganze Beziehung zu ihm völlig 'neu' schreiben
    ich glaube, bei dir bzw. in eurer beziehung oder ggf. in der gesamten familie (wenn sich einer ändert, ändern sich ja auch alle anderen drumherum) sind gerade einige steine ins rollen geraten. dinge, die vorher sicher erschienen (meine beziehung zu meinem bruder ist so und so), sind jetzt plötzlich anders, verschwimmen, sind nicht mehr gewiss, obwohl du jahrelang dachtest, dass es so wäre. du musst alles neu schreiben - tolle beschreibung.

    Aber wie geschrieben- es geht mir jetzt nicht nur um diesen konkreten Fall.Ich kenne ähnliches auch von anderen Beziehungen.Bei Menschen, die mir sehr nahe stehen/standen.
    Vielleicht kann ich nicht gut oder richtig trauern ?
    ehrlich gesagt, als ich las, wie der strang weitergeht, wusste ich, dass der bruder nur ein konkretes beispiel ist. vorher hattest du ja auch von noch weiteren personen geschrieben. dazu fällt mir ein, was ich im eigenen leben mal erkannt habe: wenn einem immer wieder dasselbe widerfährt (und es einen belastet), dann muss man tatsächlich bei sich selbst suchen, denn man ist ja die einzige konstante in all diesen beziehungen, die immer wieder nach muster x ablaufen. insofern glaube ich, dass du auf einem sehr guten weg bist. natürlich handelt so eine geschichte aber immer von allen beteiligten. weil du so und so bist und auf deinen bruder triffst, der so und so ist, passiert dieses oder jenes. wir können uns nicht von anderen entkoppeln.

    Aber ich bin jetzt so in Tränen aufgelöst , ich kann gerade nicht mehr klar denken.
    Ich antworte wieder, wenn ich gefasster bin.
    mensch, da scheint doch wirklich einiges hochzukommen, was du wahrscheinlich schon ein weilchen unterdrückt hast. kann es nicht tatsächlich sein, dass du irgendwie die rolle der starken und der kämpferin für alles und jedes übernommen hast? du kommst dir mickrig vor mit deinen problemen, weil deinem freund noch schlimmeres widerfahren ist. das deutet für mich auf genau diesen zug hin: du meinst, niemand wird dich in den arm nehmen, du müsstest alles selber regeln. vielleicht, weil man dir das ungesagt aufgeladen hat. in einer familie werden ja unterbewusst rollen verteilt, und man nimmt die an, ohne zu wissen, was eigentlich abgeht. das system ist so lange hermetisch abgeriegelt, bis sich nicht einer der beteiligten verändert. dann funktionieren die beziehungen der einzelnen mitglieder untereinander, so wie sie mal waren, nicht mehr, dann gerät alles in bewegung.
    ich finde, da muss man die gelegenheit nutzen und den ganzen dreck und stress und die trauer und alles in einem großen schwall ablassen, wenn sich die schleusen öffnen. eventuell bei einsetzender erholung mit sekt in die warme badewanne setzen. und sich bloß nicht am riemen reißen. ich weiß nicht, ob ich richtig liege, aber das hast du wahrscheinlich schon seit jahrzehnten gemacht, am riemen reißen. für andere, für die erwartungen und ansprüche anderer.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dass ich über diese Person, die mich auf diese Art zurückweist, ärgerlich werde, traurig bin, mich wertlos und vor allem ohnmächtig fühle weil ich ja keinen "Zugriff" mehr auf sie habe.
    ja, da ist auch was dran. man hat die dinge nicht mehr unter kontrolle bzw. man kann sich auf diese bindung, die in diesem moment vielleicht gar keine mehr ist, nicht mehr verlassen. man steht irgendwie alleine damit da. das ist wahrscheinlich das erschreckende daran, das nagt, auch wenn ich das noch nicht erlebt habe.ich hatte das glück, dass die freundschaften entweder weiterbestanden oder doch nur bekanntschaften waren und auf beiderseitiger niedriger flamme weiterköchelten oder einschliefen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oft nimmt man mit der eigenen Aktivität dem anderen die Möglichkeit, auf SEINE Art und mit SEINEM Rhythmus Kontakt zu uns zu suchen. Den er evtl. sogar suchen würde, nur, wir sind immer eine Spur schneller als er und so kann er niemals zum Zug kommen.
    das ist ein toller ansatz, finde ich, echt klasse. tory, passt das vielleicht? du bist die ältere, die stärkere, diejenige, die sich allem stellt - könnte es sein, dass du deinen bruder, der ja anders zu sein scheint, damit seit jahren völlig überrollst? dass er vielleicht inzwischen auch schon getriggert ist und in den zeiten, in denen du dich nicht meldest, einfach nur erleichtert darüber ist, dass er ruhe hat und sich nicht innerlich ärgern muss? manchmal sind solche strukturen schon so derart eingeschliffen, dass man ganz schön daran arbeiten muss, um das verhältnis auf andere beine zu stellen. das müssen dannn aber, wie in einer beziehung zwischen partnern, beide seiten wollen, ansonsten verschwendet man nur seine kostbare energie. den versuch ist es aber wert, denke ich... ich könnte mir zumindest vorstellen, dass ihr - wenn ihr es eines tages schaffen könntet, über alles mögliche aus eurer gemeinsamen vergangenheit, auch über das, was man nur schwer anderen ins gesicht sagen kann, offen und konstruktiv zu reden - euer geschwisterliches verhältnis eventuell deutlich verbessern könntet. vielleicht klappt es aber auch nicht, das weißt du nicht, bevor du es nicht versucht hast. dann müsstest du allerdings noch ein letztes mal diese rolle der aktiven einnehmen, die die ärmel hochkrempelt und auf die anderen zugeht. (aber nicht wie ein panzer, sondern als mensch und freund. ) falls du das planen solltest, wünsche ich dir, dass sich eine eigendynamik entwickelt, die dir und deinen wünschen zuhilfe kommt.

    Zitat Zitat von traenenkuss Beitrag anzeigen
    Wenn man merkt, jemand, mit dem man viel Zeit verbracht hat, quält sich rum mit der "Abtauchentscheidung", schreibt Briefe oder ruft an, dann hat man verdammt ncoh mal die Eier in der Hose zu haben, mal zu sagen, was los ist !
    das finde ich allerdings auch. einfach abtauchen ist superfeige, aber natürlich schön bequem für den abtauchenden. diese leute haben einfach nicht den mumm, auch unangenehmes auszusprechen. sie sind feige und flüchten lieber. nicht sehr erbaulich.

    ich hoffe, dass ich dich nicht verärgert habe mit meinen wüsten spekulationen. ich habe einfach versucht, zu schildern, was bei mir beim lesen deiner zeilen ankommt. verwursten musst du diesen textteppich für dich selbst, vielleicht liege ich auch total daneben - dann sorry.

    liebe grüße,

    sportsfrau.
    Geändert von sportsfrau74 (10.12.2010 um 04:26 Uhr)
    Jeder von uns hat etwas Unbehauenes, Unerlöstes in sich,
    daran unaufhörlich zu arbeiten seine heimlichste Lebensaufgabe bleibt.

    Christian Morgenstern, (1871 - 1914),
    deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

  9. User Info Menu

    AW: Wie umgehen mit 'abtauchenden Menschen ' ?

    guten morgen zusammen!

    ich melde mich hiermit auch im schimmelpilzbruderclub an. .

    auch ich habe dieses phaenomen (der titel dieses threads ist im uebrigen prima und bedarf keiner entschuldigung) schon kennengelernt.

    letztes jahr ist mir auf so eine merkwuerdige art und weise eine langjaehrige sehr gute freundin abhanden gekommen.. was mich sehr gekraenkt hat.
    sie hatte einen neuen freund und ich dachte erst, lass ihr mal 3 monate rosa wolke.. dann wird sie sich schon wieder melden . . hat sie aber nie getan . .

    dieses jahr habe ich die heiratsanzeige in der zeitung gelesen.

    seit ich weiss, dass ihr mann vorsitzender einer freimaurerloge ist, ist mir klar, dass sie nicht anders kann / darf.

    tory,

    es hat wohl weniger mit uns zu tun.

    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  10. Inaktiver User

    AW: Wie umgehen mit 'abtauchenden Menschen ' ?

    Zitat Zitat von WhiteSnowflake Beitrag anzeigen
    Ich möchte mich mal als "Abtauchende" in die Diskussion einbringen.
    Hallo WhiteSnowflake,
    ich kann das Eingangspost der TE gut nachvollziehen, da ich selber früher dazu geneigt habe nach einer "Abtauchtrennung" viel zu grübeln, mir Fragen zu stellen und auch die "Schuld" bei mir zu suchen. Es war ein Kreislauf aus offenen Fragen, Traurigkeit und Wut.

    Ich komme mittlerweile ganz gut klar mit diesem Verhalten, aber trotzdem würden mich einige Sachen aus der Sicht des "Abtauchers" noch interessieren. Ich denke, wenn man die Motive "dieser" Menschen versteht ist es einfacher die Situation zu akzeptieren.

    Warum bin ich abgetaucht:


    • weil im alles in einem ein Jahr zurückliegenden Gesespräch gesagt wurde und ich nicht den Eindruck gewonnen habe, dass sich etwas bewegt hat
      Ich weiß jetzt nicht um was es ging, was sich bewegen sollte, da Du unten schreibst, Du bist verletzt worden, denke ich es wäre von Deiner Seite aus niemals möglich gewesen Verständnis und Akzeptanz für sein Verhalten aufzubringen.
      Der TE unterstelle ich bei Ihrem Bruder mal, dass es nicht um Fremdgehen, Drogen, Gewalt oder ähnliches gegangen ist, sondern eher um ein Verhalten das den Bruder vielleicht nervt, ihn neidisch macht oder sonst so.
      In so einem Falle frage ich mich dann, ob der "Abtaucher" in der Lage ist in sich hinein zu horchen und seinen eigenen Anteil zu sehen.
      Sollte Gewalt, Sucht, ständige Untreue eines Partner, ständiges schwer verletzendes Verhalten des Gegenübers dahinter stecken, dann bin ich sogar der Meinung man sollte laufen so schnell man kann und sich nie wieder umdrehen.
    • weil ich denke dass wir beide unsere Energien nicht in eine "Diskussion" stecken sollten, deren Ziel das Ende ist und nicht die Zukunft.
      Ein Ende kann man meiner Meinung nach nicht diskutieren, wenn ein Part den Kontakt nicht mehr möchte, ist es eigentlich nicht diskutierbar. Ich hätte mir damals von meiner Freundin z.B. eine klare Ansage gewünscht das sie die Freundschaft beenden möchte und nicht einfach so sang und klanglos verschwindet.
    • weil ich mich dem Einfluss entziehen wollte
    • weil ich keinen Schmerz zufügen wollte
      Der Versuch ehrt Dich, aber wie man hier im Strang sieht wäre das bei 50% daneben gegangen und Du hättest Ihnen trotzdem Schmerz zugefügt, aber verstehen kann ich es, da mir Harmonie und Ruhe auch meist wichtiger ist, als Stress und jemandem "weh tun" und sei es nur durch ein Wort kann sehr anstrengend und schmerzhaft bei einem selber sein.
    • weil ich die schönen Momente aus der Vergangenheit wahren wollte
      Das verstehe ich nicht.
    • weil ich verletzt war



    That's it!


    Schneeflocke

    So, ich hoffe ich konnte meine Fragen anbringen ohne zu viel bei Dir wieder aufzuwühlen. Ich bin in dieser Sache ja selber Betroffene von der anderen Seite und muss arg aufpassen, dass mit mir die Pferde nicht durchgehen bei einer solchen Diskussion.

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