Jo.
Ich habe das hier glaub ich schon gefühlte 800 Mal gelesen: "Prinzipien sind das nicht, das sind Erfahrungen/Grundsätzlichkeiten/grobe Richtlinien..." Ich hab beim Strangtitel gar nicht so sehr drauf geachtet, welche Begrifflichkeit ich nun verwende - und die meisten haben´s offenbar auch so verstanden. Die "erhobener-Zeigefinger-Das ist aber keine Prinzipie!"-(Teil-)Postings überlese ich daher. Und ehrlich: Wie würde sich der Strangtitel anhören, hieße er: "Was sind eure groben Richtlinien?"
Übrigens: Ob nun Marotte, Schrulle, Erfahrung, Vorhaben, echte Prinzipie oder nur Seltsamkeit - hier darf alles rein. Gottes Tiergarten ist groß... (o.s.ä.)![]()
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Thema: Was sind eure Prinzipien?
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30.12.2010, 07:44Inaktiver User
AW: Was sind eure Prinzipien?
Geändert von Inaktiver User (30.12.2010 um 07:49 Uhr)
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30.12.2010, 09:49
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31.12.2010, 11:46Inaktiver User
AW: Was sind eure Prinzipien?
Prinzipien ersparen einen auf jeden Fall Zeit und Energie und Diskussionen und graue Haare.

Ich sollte mir endlich ein paar anschaffen...*murmel*
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01.01.2011, 13:08
AW: Was sind eure Prinzipien?
Ein tolles Thema, über das man sich in der Tat ein mal Gedanken machen sollte. Dann mal los..
"Facebook-Freunde" sind keine Freunde
Ich finde es schrecklich, wie das eigentlich so schöne und wertvolle Wort "Freund" durch den inflationären Gebrauch dessen vollkommen vernichtet und verschandelt wird. Kein Mensch hat 500 Freunde. Man sollte froh sein, wenn man einen Freund hat, den man anrufen kann, wenn es einem schlecht geht.
Ich habe lange mit mir gerungen, mich bei einem der vielen Netzwerke anzumelden, weil ich diese Selbstdarstellung, welche zum größten Teil nur aus Vorspiegelungen falscher Tatsachen und hunderten von Partyfotos besteht, um sich besonders interessant zu machen. Aber wie interessant kann jemand sein, der ständig vor seinem Computer hockt [ja, ich weiß, man kann jetzt sogar schon mit dem Handy ins Internet gehen..] und guckt, wie seine Freunde seinen Status bewerten und kommentieren??
Ich jedenfalls lehne jede Anfrage von "Freunden" ab, mit denen ich mich nicht auch privat treffen würde. Für mich ist das Ganze nur deshalb interessant, weil ein paar Menschen, mit denen ich gern weiterhin in Kontakt bleiben möchte, in andere Städte gezogen sind.
Vielleicht sollte man das ganze auch eher als Kontakte bezeichnen, nicht als Freunde. Dann wäre mir wohler bei der ganzen Sache. Und trotzdem sehe ich keinen Grund, warum 500 Kontakte daran teilhaben müssen, wenn ich veröffentliche, wie lange ich gerade auf Klo gesessen habe..
Ich nehme keine Drogen
Mir sind Menschen, die Drogen nehmen suspekt. Das ist eine andere Welt für mich, die mich nicht neugierig macht, nicht interessiert, ja sogar abschreckt. Als ich mich gestern auf einer Silvesterparty mit einem Bekannten unterhielt und dieser plötzlich wie wild auf dem Boden sein aus der Tasche gefallenes Tütchen Speed suchte, dachte ich zunächst an einen Scherz. Er dachte anscheinend dasselbe, denn er tat, als wäre es vollkommen normal, sich ab und an mal ein bisschen Speed durch die Nase zu ziehen. Plötzlich ließen immer mehr von meinen Bekannten die Maske fallen und ein Mädchen, die ich eigentlich für recht vernünftig gehalten habe, ging mit dem erwähnten Bekannten auf die Toilette, um sich die zweite Line zu ziehen, weil sie von der ersten gar nichts bemerkt hätte.
Ich wurde behandelt, als wäre ich anormal, weil ich vollkommen schockiert war. Plötzlich waren mir all diese Leute vollkommen fremd und das obwohl ich viele von ihnen schon seit mehreren Jahren kenne.
Ich komme nicht zu spät
Ich fahre generell zu früh los, einfach aus Angst, zu spät zu kommen. Wenn man sich mit jemandem verabredet, dann soll man auch pünktlich sein. Es ist eine Frage des Respekts demjenigen gegenüber. Ich kenne so viele Menschen, die zu spät kommen für lässig und cool halten. "Boah krass, ich bin voll verplant.." Da bekomm ich die Krise. Ich bin zu alt für diesen Kinderkram.
Ich bin nicht scheißfreundlich zu Menschen, die ich nicht mag
Das soll nicht heißen, dass ich respektlos gegenüber Menschen bin, die mir beispielsweise einfach unsympathisch sind. Aber ich blase ihnen auch keinen Zucker in den Hintern, selbst wenn ich dadurch etwas herausschlagen könnte. Es ist immer besser, wenn man weiß, wen man vor sich hat und das wissen die Menschen bei mir meist. Damit können zwar nicht viele umgehen, doch dadurch weiß auch ich, mit wemich es zu tun habe.
Ich strenge mich an und lass mich nicht gehen
Egal worum es geht, Ich versuche immer mein Bestes zu geben, ob im Beruf, in der Schule, beim Sport, im Hobby etc.
Dialekte sind keine Entschuldigung für falsches Deutsch
"Zumindestens" gibt es nicht.
Es heißt nicht "wo ich letztens bei meiner Mutter war", sondern "als ich letztens bei meiner Mutter war".
"Öfters" klingt dumm, "häufiger" klingt besser.
Sprache ist etwas sehr wichtiges für mich. Sprache ist für mich ein Mittel der Kommunikation, aber auch der Individualisierung, der Integration, ein Mittel zum Aufzeigen der eigenen Identität.
Andere tragen ihren Charakter und ihre Identität durch Kleidung nach außen, ich mache dies auch durch meine Sprache.
Erst aussteigen lassen, dann einsteigen
Wenn die Bahn voll ist, dann nützt es nichts, wenn man sich reindrückt, aus Angst, man würde nicht mehr reinpassen. In solchen Situationen benehmen sich die meisten Menschen wie Tiere und rempeln ohne Rücksicht auf Verluste mit ihren Ellenbogen und Rucksäcken die anderen Fahrgäste um. Schrecklich.
Mehr fällt mir momentan nicht ein. Das reicht ja auch erstmal.
Geändert von fuechschen_im_wald (01.01.2011 um 13:12 Uhr)
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01.01.2011, 14:04Inaktiver User
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01.01.2011, 14:22
AW: Was sind eure Prinzipien?
Geb ich dir recht. :)
Für jeden so, wie er es braucht.
Ich brauche diesen Druck für mich selbst.
Aber Pausen sind dennoch drin. Man hat ja nicht 24 Stunden am Tag etwas zu tun.. ;)
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01.01.2011, 15:06
AW: Was sind eure Prinzipien?
- ich verleihe nur dinge, auf die ich theoretisch verzichten könnte
- wenn mir etwas nicht schmeckt, esse oder trinke ich es nicht (vor allem hochkalorische sachen)
- gegessen wird am tisch. Im sitzen. Nicht zwischendurch im laufen nibbeln und knabbern.
- bei schnee und eis bleibt das auto stehen (zwei kleinwagen ohne knautschzone)
- streitereien mit mann oder kind werden vor dem einschlafen beendet und es wird frieden geschlossen.
tschakka-hee
Spendet Blut!
BÖ & BUDDY
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01.01.2011, 16:38
AW: Was sind eure Prinzipien?
Ich esse keine Fertigprodukte
Sie schmecken mir nicht und außerdem ist Kochen und Essen für mich ein Kulturgut
Ich esse kein Schweinefleisch
Es schmeckt mir nicht
Ich schaue mir – auch bei noch soviel Solidarität mit meinen Kindern – keine Harry-Potter-Filme an
Ich finde sie einfach stinke langweilig (aber auch keine Herr-der-Ringe oder ein ähnliches Genre)
Ich verzichte NIEMALS aufs Weihnachtsglöckchen
Das war schon immer so und das bleibt auch so
Ich schreibe keine SMS
Ich brauche mindestens eine halbe Stunde für einen Satz – ich muss erst immer die Tasten suchen und wahrscheinlich sind meine Finger zu dick
Ich kaufe keine Replikas
Es gibt nichts Schlimmeres ….. Wenn ich mir etwas nicht leisten kann, verzichte ich lieber drauf (gilt für Mode UND Antiquitäten)
Ich esse keine Buttercremetorte
WÜRG .....
Lammfleisch esse ich grundsätzlich nur mit Minzsoße – ist keine Minzsoße da, verzichte ich drauf
Blöde Angewohnheit aus Kindertagen ......
An Muttertag erwarte ich Frühstück am Bett
Meine Kinder wissen das und halten sich dran
Eine geschlossene Bürotür heißt: NICHT STÖREN
Da kann ich richtig grantig werden .....
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01.01.2011, 17:50
AW: Was sind eure Prinzipien?
Mir fallen einfach keine Prinzipien ein, vor allem schonmal nicht so viele, wie ich hier bewundernd lesen kann.
Eine Eigenart könnte ich vielleicht zum Prinzip adeln: Seit einer Krebserkrankung habe ich meinen Alltag meinen Bedürfnissen angepasst und werde von meinem Umfeld nicht oder kaum verstanden. Noch ein Prinzip: Das ist mir egal.- Nie rechtfertigen -
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01.01.2011, 18:15




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