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    AW: Plötzlich Frage nach dem Sinn, Angst vor dem Ende (Vorsicht, lang!)

    Hallo Romy,

    vielen Dank für deinen Beitrag, ich komme leider erst jetzt dazu, hier wieder reinzuschauen und zu antworten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ähnliche Gedanken habe ich mir als Kind auch gemacht, konkretisiert haben sie sich aber erst mit der beginnenden und fortschreitenden Pubertät.
    Ich habe mir weder als Kind noch in der Pubertät je solche Gedanken gemacht. Ich war zwar immer ziemlich erwachsen und selbstständig für mein Alter, konnte mit Gleichaltrigen nicht so viel anfangen und habe sicher Dinge gedacht, die anderen in meinem Alter gar nicht eingefallen wären (soll jetzt nicht überheblich klingen), aber dieses Thema war dabei völlig außen vor. Wie ich schon mal irgendwo geschrieben habe, alt werden und sterben, das waren immer die anderen, irgendwelche Leute weit weg von mir, das hatte mit mit überhaupt nichts zu tun.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Trotzdem habe ich als Kind z.B. Dinge geglaubt wie „wir kommen aus dem Unbekannten und gehen irgendwann ins Unbekannte, davor sollte man keine Angst haben, es wird nur eine weitere Überraschung“.
    Das fällt mir persönlich sogar heute noch schwer zu glauben, davor hab ich zu viel Angst vor dem Unbekannten.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder wenn meine Eltern zu mir sagten „du lernst nicht für die Schule oder für uns, sondern für dein Leben“, sagte ich „eigentlich lerne ich für den Tod und das ist ziemlich schwachsinnig“. Ich empfand es als unsinnig, Teil eines Systems sein zu müssen, das Menschen sich ausgedacht haben, und in dem Menschen, die alle irgendwann einmal sterben müssen, in ihrer kurzen Zeit Dinge tun müssen, die ihnen keinen Spaß machen. Vielleicht wollte ich diese Dinge sogar tun, aber ich wollte dabei unbedingt das Gefühl der Wahl haben und die freien Entscheidung.
    Das mit der freien Entscheidung und Selbstbestimmung ist mir auch schon immer sehr wichtig gewesen, aber solche "radikalen" Gedanken habe ich trotzdem nie gehabt. Also früher nicht, bei dem hier: "Ich empfand es als unsinnig, Teil eines Systems sein zu müssen, das Menschen sich ausgedacht haben, und in dem Menschen, die alle irgendwann einmal sterben müssen, in ihrer kurzen Zeit Dinge tun müssen, die ihnen keinen Spaß machen." stimme ich dir voll zu

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Trotz dieser teilweise destruktiven Gedanken war ich aber ein sehr glückliches Kind. Nur für mein Umfeld war es vielleicht manchmal schwer (wegen dieser altklugen Haltung meine ich und weil ich den Leuten ständig erzählt habe, wie „blöd“ sie eigentlich sind).
    ja, kann mir vorstellen, dass man sich damit nicht unbedingt beliebt macht


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Außerdem habe ich diese Gedanken auch zu meinen Zwecken genutzt. Z.B. dachte ich, wenn mir etwas Schlimm passierte: „was kann dir hier in diesem Leben schon Schlimmes passieren, wenn du bedenkst, dass das ganze eh irgendwann vorbei ist?“ oder ich habe mir die Unendlichkeit vorgestellt oder mich ans Meer gestellt und meine Probleme ganz klein werden lassen. Die Gedanken an den Tod usw. haben alles relativiert, aber immer mehr das Schlechte als das Gute.
    Das finde ich einerseits gut, weil man dadurch eben lernt, sich nicht über Dinge aufzuregen/Sorgen zu machen, die es nicht wert sind. Sicher kann man so seine Probleme aus einer anderen Perspektive sehen und erkennen, wie unwichtig sie eigentlich sind.
    Andererseits finde ich das auch ein bisschen "riskant" - ich denke, da könnte man Gefahr laufen, alles zu relativieren und die Konsequenz ist dann, dass man sich auch nicht mehr für irgendwas bemüht/einsetzt/anstrengt, weil ja auch das letztlich unbedeutend ist. Also auf das Schlechte angewendet finde ich es hilfreich, aber beim Guten muss man aufpassen, dass man dann nicht sagt "dann muss ich auch nichts Gutes tun/niemandem helfen usw., wenn letztlich eh alles unwichtig ist" - das war ja ein bisschen die Schiene, auf der ich hier vor einigen Tagen geschrieben habe.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dass ich dann später trotzdem ein sehr gutes Abitur gemacht habe und schnell zwei Studiengänge erfolgreich abschloss, hatte ganz einfach pragmatische Gründe. (Das war sehr simpel: welcher Beruf interessiert mich, könnte mir Spaß machen und gibt mir gleichzeitig die finanziellen Mittel an die Hand, mich ein Stück weit „freizukaufen“? Und was muss ich dafür tun? Abi muss gut sein? Okay, dann mach ich das halt) Ich habe also letztlich getan, was sich mein Umfeld von mir erhoffte, aber die Motivation war eine andere und über die „Erfolge“ habe ich mich weniger gefreut als die anderen. Ich sah keine Kunst darin, für mich war es Mittel zum Zweck, aber kein Genugtuung und kein Beweis für irgendetwas, das mir eh nicht verständlich erschien.
    das ist sicher nicht der schlechteste Weg und du bist ja auch gut gefahren damit. Ich war auch immer gut in der Schule und habe auch studiert, aber mir ist es im Zweifelsfall wichtiger, dass meine Arbeit mir Spaß macht und ich davon einigermaßen gut leben kann, als dass ich superviel Geld verdiene und Karriere mache. Dieses Karrieredenken geht mir auch völlig ab, wenn man mal sieht, wie weit sich manche Leute dafür aufgeben, keine Freizeit, kein Privatleben, alles dreht sich um den Job und dann muss man möglichst auch noch überall intrigieren, um an die gewünschte Position zu kommen - also ne, das ist überhaupt nicht meins

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich danke dir für diesen Strang .
    bitte sehr! Ich hätte gar nicht gedacht, dass so viele hier solchen Anteil an diesem Strang nehmen und sich hier mitteilen und ihn interessant finden, ich hatte am Anfang eher mit Gegenwind nach dem Motto "jammer nich rum, dir geht's doch super" gerechnet


    Liebe Grüße,
    wastun

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    AW: Plötzlich Frage nach dem Sinn, Angst vor dem Ende (Vorsicht, lang!)

    Hallo Dysprosia,

    vielen Dank, dass du hier geschrieben hast

    Zitat Zitat von Dysprosia Beitrag anzeigen
    Aber ich hatte riesige Angst davor jeden Moment tot umzufallen. Noch größere Angst hatte ich davor was dann mit meinen 2 Kindern (damals 4 und 2 Jahre) wird. Was ist wenn ich jetzt umfalle und sie sind allein zu Hause oder im Auto oder irgendwo unterwegs, meine armen süßen kleinen Kinder wären dann ganz allein und ihnen könnte was passieren.
    diese Angst habe ich so konkret nicht - also ich denke nicht, dass ich jetzt tot umfallen könnte, ich denke eher "irgendwann", aber deine Angst kann ich nachvollziehen, das hat dich sicher richtig fertiggemacht vielleicht kommen solche Ängste auch automatisch in dem Moment, in dem man Kinder hat, weil es eben nicht mehr nur um einen selbst geht (auch wenn man vorher schon Partner, Familie, Freunde hatte), sondern man eben für jemand anders verantwortlich ist.


    Zitat Zitat von Dysprosia Beitrag anzeigen
    Diese Angst kam mit 28 plötzlich wieder hoch. Als ich auch unseren Urlaub überhaupt nicht mehr genießen konnte, habe ich mich überwunden endlich zu einer Therapeutin zu gehen. Ich habe eine gefunden mit der ich auf gleicher Wellenlänge lag und sie hat mich sanft aus dieser Krise rausbegleitet. Nach ca 1,5 Jahren war ich wieder "normal".
    Das freut mich, dass du das geschafft hast! Hat die Therapeutin denn einen konkreten Grund herausgefunden, woher diese Angst bei dir kam? Also vielleicht irgendwas, was du gar nicht so gesehen hast, was dir gar nicht bewusst war?


    Zitat Zitat von Dysprosia Beitrag anzeigen
    Ich habe letzten Sommer meine innig geliebte Mutti im Sterben begleitet. 4 Wochen nach einer plötzlichen Krebsdiagnose ist sie im Krankenhaus auf der Intensivstation gestorben. Sie war erst 58 und wurde mitten aus dem Leben gerissen. Hatte bis zur Diagnose voll gearbeitet und sich oft liebevoll um die Enkelkinder gekümmert. Ich habe viele Stunden an ihrem Bett gesessen, sie gestreichelt, geweint, ihre Hand gehalten, ihr noch einmal für alles gedankt bis ich sie loslassen musste, denn eine höhere Macht hatte entschieden sie mir fortzunehmen. Ich bin noch lange nicht darüber hinweg und verarbeitet es immer noch.
    Oh wie schrecklich... das tut mir so leid für dich

    Zitat Zitat von Dysprosia Beitrag anzeigen
    Wie das Motto der Hospizbewegung "Es geht nicht darum das Leben mit mehr Tagen zu füllen, sondern die Tage mit mehr Leben".
    es ist gut, dass deine Mutter keine Angst hatte, obwohl sie ja noch gar nicht so alt war, dass man sagen könnte, sie stirbt nach einem langen und erfüllten Leben. Das ist auch etwas, was ich absolut nicht nachvollziehen kann: wie man da keine Angst haben kann. Wenn ich mir das vorstelle, ist da nur Panik. Aber für dich hat es die Sache sicher ein Stück leichter gemacht, dass du nicht sehen musstest, dass sie Angst hat.

    Zitat Zitat von Dysprosia Beitrag anzeigen
    Ich habe erkannt, dass es sich absolut nicht lohnt sich Gedanken darüber zu machen ob man eventuell jetzt gleich tot umfallen könnte. Es ändert nichts an der Tatsache dass für alle eines Tages der Moment kommt an dem sie gehen müssen, ob man ständig daran denkt oder nicht. Wir haben keinen Einfluss darauf und wenn es soweit sein soll, helfen die besten Ärzte und die größte Liebe der Welt nichts.
    Also können wir auch genau so gut "leben" und das Beste daraus machen. Wir können es genau so gut genießen und uns freuen über das Gute was uns zuteil wird.
    da möchte ich dir zustimmen, normalerweise denke ich auch so. Und ich glaube, es ist auch nur menschlich, normalerweise nicht an sowas zu denken und nicht über Sachen zu grübeln, die sowieso nicht in unserer Hand liegen. Damit machen wir uns nur unnötig das Leben schwer, verlieren Energie, die wir sinnvoller nutzen könnten, und letztlich hat es sowieso keinen Einfluss auf das, was passiert.

    Zitat Zitat von Dysprosia Beitrag anzeigen
    Es ist auch ein Stück Erkenntnis dabei, dass man nicht mehr so fit ist wie mit 16. Das man nicht mehr ohne Nachwehen die Nächte durchtanzen kann. Wir sind eben in der Mitte des Lebens angekommen, endgültig erwachsen sozusagen.
    ja, das kann gut sein


    Liebe Grüße,
    wastun

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    AW: Plötzlich Frage nach dem Sinn, Angst vor dem Ende (Vorsicht, lang!)

    Hallo sanskrit,

    danke auch für deinen neuen Beitrag.

    Zitat Zitat von sanskrit Beitrag anzeigen
    ich glaube es läuft darauf hinaus, die Antwort auf den Tod ist das Leben im HIER und JETZT. Es liegt nur leider in der Natur des Menschen, in Gedanken entweder der Vergangenheit nachzuhängen (die wir nicht mehr ändern können) oder die Zukunft zu planen (die sich aber nicht 100% planen lässt). Was übrig bleibt, ist, den Moment zu leben und wertzuschätzen.
    ich denke, damit hast du völlig recht. Man sollte vielleicht versuchen, zwar an die Vergangenheit zu denken - aber um Lehren für die Zukunft daraus zu ziehen. Und für die Zukunft das planen, was man planen kann, und sich für den Rest auf das Unbekannte einlassen. Und sich ansonsten auf das Hier und Jetzt konzentrieren, wie du schreibst

    Yoga habe ich persönlich noch nie gemacht, könnte mir aber gut vorstellen, dass mir sowas liegt. Vielleicht komme ich mal dazu, es auszuprobieren

    Liebe Grüße,
    wastun

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    AW: Plötzlich Frage nach dem Sinn, Angst vor dem Ende (Vorsicht, lang!)

    Hallo

    Ich finde mich in all den Gedanken und Empfindungen über "Sinn, Sinnlosigkeit und dem Ende" wieder.
    Vieles von dem, was hier geschrieben wurde, habe ich ebenso für mich erfahren, im Inneren wie im Aussen.

    Irgendwann sah ich vor Jahren den Film "K-PAX", der fast jedes Jahr
    im Fernsehen ausgestrahlt wird.
    Ich schaue ihn immer, wenn ich sehe, dass es ihn gibt,
    weil jedesmal wunderbare Erkenntnisse für mich darin liegen, die ich gern weitergebe.
    Ist jetzt zwar aus dem Kontext, dazu müsste ich mehr über den Film und seinen Ablauf berichten ...
    aber genau diese "Erkenntnis", die ein Mitspieler (im Film) hatte, hatte ich auch!

    "Der Tod ist etwas Unkontrollierbares!
    Also vergeude dein Leben nicht mit der Angst davor!"

    Um das so sagen zu können, hat "Mensch" schon einige diesbezügliche Erfahrungen gemacht oder machen müssen.
    Dieser "Spruch" ist die Essenz aus dem Erfahrenen ...

    Über Sinn und Sinnlosigkeit mag ich mich nicht unbedingt äussern.
    Meine Erfahrungen diesbezüglich sind ganz einfach:
    Es gibt keinen verborgenen Sinn.
    Oder "Sinn" ist für mich etwas, was ICH dem gebe, was grad so abläuft, egal, was es ist.
    IRGENDETWAS geht ja immer ...

    Davon macht vieles überhaupt keinen Sinn ...
    ausser, dass ich etwas erkenne, erfahre und fühle!
    Ob sich das nun schön oder nicht so gut anfühlt, spielt im Grunde irgendwann auch keine grosse Rolle (mehr).
    Es ist so, wie es grad ist!
    DAS, was ist, IST, bis es wieder anders ist.
    Und nix bleibt so, wie es ist, alles verändert sich in jedem Augenblick.

    Lieben Gruss

    Lyanna

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    AW: Plötzlich Frage nach dem Sinn, Angst vor dem Ende (Vorsicht, lang!)

    Liebe Malina,

    vielen Dank auch dir für dein schönes und langes Post, das mich sehr berührt hat. Vielleicht klingt das blöd, aber ich finde es total bewundernswert, wie du von deinem Glauben und Vertrauen schreibst. Ich würde gern auch so eine Haltung einnehmen können.

    Ich bin selbst nicht mit Glauben aufgewachsen. Meine Mutter ist schon gläubig, ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, wie sehr - das war irgendwie nie ein Thema, über das wir gesprochen hätten. Und mein Vater war da eher kritisch. Aber es war generell kein Thema für mich und meine Familie und deshalb stehe ich da jetzt ziemlich außen vor - also zum einen kenne ich ganz grundlegende Dinge über Bibel und Kirche usw. nicht, zum anderen - ich gehe durchaus auch mal in eine Kirche, wenn kein Weihnachten ist aber es ist für mich irgendwie wie eine fremde Welt. Also jetzt nicht so wie es eine Moschee oder Synagoge wäre, es ist mir schon irgendwie vertraut, aber andererseits habe ich immer das Gefühl, ich habe da irgendwie gar nichts zu suchen, weil ich so wenig Ahnung habe. Es ist wie - ich habe das Gefühl, nicht dazuzugehören, obwohl ich es gern würde. Deshalb meine Frage, ob man glauben lernen kann - ich würde gern dahin kommen, so einen Glauben und ein Vertrauen zu entwickeln, wie du es beschreibst, weiß aber überhaupt nicht, wie ich darangehen soll. Also ich bin jetzt auch nicht kritisch im Sinne von gegen Kirche oder so, überhaupt nicht, es ist nur irgendwie eine fremde Welt für mich - wie eine Sportart, die ich gern ausüben würde, deren Regeln ich aber nicht kenne. Und für die mir vor allem die nötige Denkweise fehlt. Ich stehe am Rand und gucke zu und würde gern mitspielen und das fühlen, was die anderen fühlen, aber ich weiß nicht, wie es geht. Das klingt jetzt total konfus, sorry, ich weiß grad nicht, wie ich es besser beschreiben soll

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Aber mir wurde auch schon relativ früh (so mit elf ungefähr) klar, dass es eine bewusste Entscheidung ist. Bis dahin hatte ich halt einfach mal geglaubt, was man mir erzählt. Aber dann habe ich gemerkt, dass es etwas ist, was ich tun kann, aber nicht tun muss. Ich habe mich relativ schnell entschieden, dabei zu bleiben und weiter zu glauben. Und auch in späteren Jahren, wenn die Frage wieder aufkam (und ich finde es wichtig, sich diese Frage von Zeit zu Zeit ganz bewusst zu stellen; oft stellt sie sich in Krisenzeiten auch von ganz allein), habe ich immer wieder Ja gesagt zum Glauben.
    das finde ich sehr gut. Es ist dann eben auch kein blindes Glauben dessen, was einem erzählt worden ist, sondern eine bewusste Entscheidung, wie du schreibst, die man ja auch ein Stück weit mit dem Verstand trifft. Man weiß, dass man es auch anders machen könnte, man ist frei, ohne Zwang, und trifft trotzdem ganz bewusst diese Entscheidung, weil sie einem gut tut.

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Letztlich ist die Basis für allen Glauben eine Entscheidung, worin man für sich selbst den Sinn des Lebens sieht. Viele sehen ihn einfach in ihrem Leben, in den Beziehungen zu anderen Menschen, zu ihrer Familie, in ihrem Job, ihren Hobbys, ihrem sozialen Engagement, etc. Oder einfach darin, ein guter Mensch zu sein, glücklich zu sein, was auch immer. Mir war und ist das zu wenig, weil ich mich dann zwangsläufig frage, was ist, wenn mir dieser Sinn abhanden kann.
    Das waren ja - glaube ich - auch ein Stück weit meine Gedanken - die Suche nach etwas, was bleibt, was meine Existenz überdauert. Der Sinn, den Beziehungen zu anderen usw. bieten können, ist ja doch irgendwie auf dieses Leben beschränkt. Obwohl ich da hier auch schon (ich weiß nicht mehr, von wem ) die Meinung gehört habe, durch diese Beziehungen entsteht eine Art positive Energie, die dann eben weitere Kreise zieht, weil von ihnen dieser andere Mensch, dem ich geholfen habe (Beispiel Patenkind) z. B. ein anderes, besseres Leben führen kann. Diese Haltung kann ich auch nachvollziehen, aber auch deine.

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Um das nicht zu verstehen, aber zumindest annehmen zu können, komm ich mit so vordergründigen Sinnkonstrukten nicht mehr weiter. Dann brauche ich mehr, einen Sinn, der, egal was passiert, unzerstörbar ist. Den ich zwar nicht immer spüre und schon gar nicht immer verstehe, auf den ich aber vertraue. Die Alternative wäre, zu glauben, dass in allerletzter Konsequenz alles sinnlos ist.
    Das ist leider das, was mir im Moment noch so fremd und fern ist - dieses Vertrauen auf einen größeren Sinn, der hinter allem steht
    Eine weitere Alternative wäre ja auch, zu sagen, es hat alles einen Sinn, solange es dauert. Der Sinn meines Lebens kann wie gesagt in den Beziehungen zu anderen Menschen liegen oder in meinen guten Taten oder so, und in Bezug darauf kann ich eben ein mehr oder sinnvolles Leben führen. Das muss aber ja nicht heißen, dass von diesem Sinn nach dem Tod etwas bleibt...


    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Ich habe eine tiefe Sehnsucht in mir, dass am Ende alles sinnvoll ist, dass es einen großen verborgenen Sinn gibt, den ich irgendwann mal verstehen werde. Und aus dieser Sehnsucht resultiert meiner Entscheidung für den Glauben.
    Diese Sehnsucht habe ich auch, aber der nächste Schritt fällt mir noch schwe

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Im Glauben kann ich darauf vertrauen, dass in Gott der Sinn meines Lebens liegt, egal, wie mein Leben auch verlaufen wird. Selbst wenn mir trotz alles Anstrengung alles misslingt, wird mein Leben nicht sinnlos sein.
    Das nimmt auch viel Druck von mir. Ansonsten könnte ich immer jemanden finden, dessen Leben ich als sinnvoller empfinde als meins und mir selbst womöglich ein Leben aufzwingen, das gar nicht meins ist.
    Aber was bedeutet das konkret - mein Leben ist auf jeden Fall sinnvoll, in Gott liegt der Sinn meines Lebens und deshalb kann mein Leben gar nicht sinnlos sein? Was ist denn z. B., wenn jemand sein Leben total verpfuscht - also Böses tut, andere schädigt usw. - wie kann dessen Leben denn dann sinnvoll sein? Wenn jetzt jemand dauernd Gottes Gebote missachtet und nie irgendjemandem irgendwas Gutes tut, worin liegt dann der Sinn? Ist wirklich wirklich nicht böse gemeint, ich möchte es nur gern verstehen können, weil mir diese Gedanken noch so fremd sind

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Und der Glaube nimmt mir auch die Angst vor dem Tod, weil ich darauf vertraue, dass ich in Gottes Liebe hineinsterbe. [...] Aber ich vertraue darauf, dass ich im Glauben, die Angst letztlich überwinden und gut loslassen kann, im Vertrauen darauf, aufgefangen zu werden.
    Es ist so schön, dass du das so sehen kannst, ich wünschte, ich könnte das auch - das würde mir genau den Halt geben, den ich jetzt suche

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Dass es nun der christliche Glaube geworden ist, das liegt sicher auch daran, dass es eben der erste Glaube war, mit dem ich konfrontiert worden bin. Und er scheint mir bis heute überzeugend. Ich habe nicht das Bedürfnis nach einem anderen, weil ich hier meine Fragen ausreichend beantwortet finde.Darauf kann ich mich einlassen, mit Verstand und Gefühl.
    Ich mag auch den Buddhismus, aber er bleibt mir letztlich fremd. Ich bin von unserer abendländischen Kultur geprägt, die immer auch christliche Kultur ist.
    Das sehe ich genauso (wobei ich den Buddhismus nicht wirklich kenne), für mich ist Glauben auch christlicher Glauben, alles andere käme mir komisch vor. Er fühlt sich auch für mich richtig an und ist mir vertraut (soweit er das sein kann bei meiner geringen Erfahrung), ich kenne ihn nur leider zu wenig, um wie du sagen zu können, ich finde meine Fragen hier beantwortet und kann mich darauf einlassen. Ich würde es gern.

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Mir selbst einen Glauben aus dem Supermarkt zusammenzustoppeln, hätte mich schon rein intellektuell nicht befriedigt. Ich nehme lieber was, was in Jahrtausenden durchdacht und interpretiert wurde. Da kann ich sicher sein, dass ich Ansätze finde, die für mich stimmig sind.
    auch das sehe ich genauso bzw. würde es so sehen, wenn ich mehr davon verstünde. Aber das ist eigentlich genau das, wo ich hinkommen möchte - ich möchte mir gern diesen Glauben aneignen, weiß jetzt nur nicht, wo anfangen. Jetzt könnte jemand sagen "lies halt die Bibel", aber - ich weiß nicht, mir fehlt irgendwie noch die gläubige Grundhaltung, um sie so zu lesen können, wie sie es verdient (mal als Beispiel), und nicht kritisch. Mir fehlt dieses Sich-darauf-einlassen-Können, eben einfach zu glauben, was dort steht oder von der Kirche gesagt wird usw., es als Wahrheit zu erkennen.

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Christentum ist ja nicht nur Papst, Zölibat, Kindesmissbrauch, etc.
    Sicher nicht, so hätte ich es auch nie gesehen

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Das ist so ein reicher Schatz, auf den man sich einlassen kann.
    Genau, und wie gesagt, dieses Einlassenkönnen fehlt mir Das möchte ich lernen.

    Liebe Grüße,
    wastun

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    AW: Plötzlich Frage nach dem Sinn, Angst vor dem Ende (Vorsicht, lang!)

    Liebe Mimilette,

    auch dir vielen Dank für dein Post.

    Zitat Zitat von Mimilette Beitrag anzeigen
    Entweder oder - entweder es halt alles einen Sinn oder die Welt ist einfach nur ein grausamer, absolut sinnloser Ort- und das kann und will ich nicht glauben.
    Ich auch nicht!

    Zitat Zitat von Mimilette Beitrag anzeigen
    Deine Gedanken sind vollkommen normal und nicht ungewöhnlich für Dein Alter. Mich begleiten Sie schon seit meiner Kindheit - sie kommen und gehen.
    mein "Problem" war wahrscheinlich, dass sie mich so plötzlich überfallen haben. Aber ich sehe hier schon (und das ist sehr schön), dass ich mit diesen Gedanken nicht allein bin

    Zitat Zitat von Mimilette Beitrag anzeigen
    Vergänglichkeit ist unser Alltag - auf einmal wird Dir klar, was schon die ganze Zeit da war. Wir können nichts festhalten und trotzdem glaube ich es hat alles einen Sinn. Wenn Du heute jemanden etwas Gutes tust, dann ist das eine Tatsache - Geschichte für immer. Wer könnte es rückgängig machen?
    das hast du schön gesagt.
    Rückgängig machen nicht, aber auch dieser jemand stirbt eben irgendwann, ungeachtet meiner guten Tat - das war der Gedanke, der mich so bestürzt hat

    Liebe Grüße,
    wastun

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    AW: Plötzlich Frage nach dem Sinn, Angst vor dem Ende (Vorsicht, lang!)

    Hallo BlauerHimmel,

    ich danke dir für deinen Beitrag - ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll, du hast völlig recht und ich kann deine Worte nur unterschreiben

    Zitat Zitat von BlauerHimmel Beitrag anzeigen
    Du hast eine neue Stufe der Erkenntnis erreicht, die manche nie erreichen.


    Zitat Zitat von BlauerHimmel Beitrag anzeigen
    Die Erkenntnis ist philosophisch und am Anfang frustrierend, verquer, desillusionierend. Aber man sieht klarer danach. Man darf sich davon nicht dominieren lassen, weil man sonst den Lebensmut verliert. Anfangs kann man schwer umgehen mit der neu gewonnenen Erkenntnis, das merkst du gerade. Man muss sich daran gewöhnen, damit leben lernen, dass man diese Einsicht hatte. Dich hat sie erschlagen, weil du dir vorher wenig Gedanken in dieser Richtung machen musstest, du warst also relativ wenig vorbereitet auf die Wucht der Erkenntnis.
    Ja, da hast du völlig recht! Mich hat diese Erkenntnis wirklich erschlagen und runtergezogen, aber dabei darf es natürlich nicht bleiben.

    Zitat Zitat von BlauerHimmel Beitrag anzeigen
    So, und jetzt sage ich dir was wichtiges: Diese Einsicht ist ganz, ganz wichtig und kann zum Positiven gewendet werden. Nämlich so: Gerade WEIL wir alle sterben müssen, WEIL wir allen Besitz sowieso nicht mitnehmen können, WEIL wir eine begrenzte Zeit haben, sollten wir die Zeit nutzen und Gutes bewirken. Deshalb sollten wir anderen helfen (Menschen und Tieren), deshalb sollten wir dafür sorgen, dass die Welt besser wird. Deshalb sollten wir kleine Schritte tun, damit andere, die auch "in das Leben geworfen" sind, es besser haben als wir selbst.
    das ist sehr schön
    So sehe ich es eigentlich auch. Mir hat nur dieser Gedanke verstört, dass auch die Menschen und Tiere, denen ich helfe und die dadurch ein besseres Leben haben, irgendwann trotzdem sterben müssen und es unter dem Strich keinen Unterschied macht, ob sie gut oder schlecht gelebt haben, es ist irgendwann trotzdem vorbei. Aber im Grunde teile ich deine Ansicht völlig und versuche, wieder dorthin zu kommen. Diese Haltung ist auf jeden Fall produktiver und trostspendender als das "es ist sowieso alles egal", auf das diese Zweifel ja hinauslaufen würden.

    Zitat Zitat von BlauerHimmel Beitrag anzeigen
    Ich wünsche dir, dass du den Weg weitergehst und nicht in der Depression deiner jetzigen Erkenntnis verharrst!
    Danke, ich versuche es

    Liebe Grüße,
    wastun

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    AW: Plötzlich Frage nach dem Sinn, Angst vor dem Ende (Vorsicht, lang!)

    Hallo Lyanna,

    schön, dass du dich auch hier einschaltest

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Ich finde mich in all den Gedanken und Empfindungen über "Sinn, Sinnlosigkeit und dem Ende" wieder.
    Vieles von dem, was hier geschrieben wurde, habe ich ebenso für mich erfahren, im Inneren wie im Aussen.
    Das ist schön - ich finde, es hilft schon, zu wissen, dass man mit diesen Gedanken nicht allein ist und auch andere einen Weg gefunden haben, damit umzugehen.

    Den Film "K-PAX" kenne ich überhaupt nicht, da muss ich mal drauf achten, ob er irgendwo gezeigt wird. Aber das hier: "Der Tod ist etwas Unkontrollierbares! Also vergeude dein Leben nicht mit der Angst davor!" ist sicher richtig


    Liebe Grüße,
    wastun

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    AW: Plötzlich Frage nach dem Sinn, Angst vor dem Ende (Vorsicht, lang!)

    @ all:

    Ich hatte in den letzten Tagen leider gar keine Zeit für diesen Strang und musste jetzt erstmal alles nachholen

    Ich muss euch allen mal ein großes Kompliment machen: ich finde es ganz toll, wie ihr euch hier einbringt, eure Gedanken, eure Gefühle, eure Erfahrungen, wie ihr euch hier beteiligt und (auch in meiner Abwesenheit) dafür sorgt, dass die Diskussion weitergeht ( besonders auch an die "Neuzugänge"). Hier kommen immer wieder neue Perspektiven, neue Denkanstöße, das ist einfach toll! Es hilft mir sehr, zu sehen, ich bin nicht allein mit diesen Gedanken, und vor allem: andere haben gelernt, damit umzugehen, ich kann das auch schaffen. Ich fühle mich hier sehr gut verstanden und habe viele Antworten bekommen, die mich sehr berührt haben und aus denen ich Vieles für mich mitnehmen kann. Dafür möchte ich mich bei euch allen ganz herzlich bedanken

    Liebe Grüße und alles Gute euch allen,
    wastun

  10. Inaktiver User

    AW: Plötzlich Frage nach dem Sinn, Angst vor dem Ende (Vorsicht, lang!)

    Hallo wastun,

    mir fällt bei Deinen Gedanken immer wieder diese Stelle auf, an der Du Dich, glaube ich, im Kreis bewegst und nicht herausfindest:

    Zitat Zitat von wastun Beitrag anzeigen
    Mir hat nur dieser Gedanke verstört, dass auch die Menschen und Tiere, denen ich helfe und die dadurch ein besseres Leben haben, irgendwann trotzdem sterben müssen und es unter dem Strich keinen Unterschied macht, ob sie gut oder schlecht gelebt haben, es ist irgendwann trotzdem vorbei.
    Deine "gedankliche Argumentation" basiert darauf, dass Du Angst vor dem Tod, dem Danach, vor dem Ich-Verlust hast und deshalb wäre für Dich das (einzige) Ziel, ein ewiges Leben zu haben, das man dann auch nach allen Kräften "gut" gestalten sollte. Damit wäre auch Deine Angst weg. Mit dem Tod am Ende, scheint Dir aber alles sinnlos. Du bilanzierst vorweggenommen das gesamte Leben an der Tatsache des Todes. Also an einem einzigen Kriterium, das am Ende steht.

    Ich halte das für (D)einen Denkfehler - geboren aus (D)einer Angst.
    Stell Dir mal vor, Du hättest diese Angst nicht, hättest kein Bewusstsein darüber, irgendwann zu sterben, so wie .... Dein Lieblingstier. Das lebt einfach. Gelassen, jeden Tag, ohne einen Gedanken an das Ende zu verschwenden.

    Das Leben ist zum Leben da.
    Jeden Tag, jede Stunde.
    Das Leben hat im Leben seinen Sinn.

    Das Leben würde weder ohne Tod (mehr) Sinn bekommen, noch verliert es mit dem Tod seinen Sinn.
    Es steht für sich alleine.

    Eine Blume blüht auch so schön sie kann, so lange sie blüht.
    Sie denkt sich nicht: Ach, das hat doch keinen Sinn, ich steh hier in einer Vase herum, in drei Tagen ist es sowieso vorbei mit mir und noch nicht mal mehr Fortpflanzung ist möglich....

    Ich meine, man darf das Leben nicht bilanzieren - und schon gar nicht in seiner Gesamtheit am Tod-Kriterium.

    Und bitte nicht auch noch für andere mitdenken, von wegen es mache keinen Unterschied ob ein anderer Mensch oder ein Tier durch mich besser oder schlechter lebt ..... nur weil man selbst den eigenen Lebenssinn gerade kurzzeitig verloren hat.

    Das passiert nur, weil wir ein Bewusstsein haben, denken können und somit auch auf nicht hilfreiche, sogar angstverstärkende Gedanken kommen. Um diese sollte man nicht so lange kreisen, dass man quasi schon in der Depression drin sitzt. Es gilt sie zu verändern.

    Eine Idee von mir, um aus dieser Schleife herauszukommen, ist, zu versuchen, zwei Dinge voneinander zu trennen:

    - Das Leben.

    - Die Angst vor dem Tod.

    Man kann dann - erstmal unabhängig voneinander - einen Fokus auf das Leben richten und einen Fokus auf den Tod.

    - Was wiederum weitere, spannende Themen mit sich bringt, die man nicht erkennt, wenn man Leben und Tod über die Sinnfrage (meiner Meinung nach unzulässig und sinnlos) verknüpft.

    Bei getrennter Betrachtung kann man bzgl. des Lebens z.B. den Fokus auf die Unterschiede legen: Es macht nämlich einen verdammten Unterschied ob es mir und meinem Umfeld gut oder schlecht im Leben geht. Das merkt man täglich. Unzweifelhaft. Diese Unterschiede kann man sammeln und "gute" Momente, Tage, Zeiten.

    Bzgl. des Todes kann man hinterfragen, worin die Angst besteht. Bzw. was macht die Angst vor dem Ich-Verlust aus?

    Eine Ecke weiter gibt es dann Fragen wie:
    Vielleicht gibt es sogar Gedanken, die einen Ich-Verlust tröstlich finden können? Schließlich ist das Leben manchmal ganz schön kompliziert, weil es soviel "Ich" gibt .... sprich: Wo im Leben wäre weniger "Ich" sogar hilfreich?

    Spannende Sache.

    Wenn ich in den Himmel schaue - also ich meine: wenn ich mir das Universum vorstelle - wird mir auch schwindelig. Das passt gedanklich und gefühlt nicht in mich hinein. Ich atme dann durch und denke:ich muss nicht alles verstehen und es wäre schade wenn jedes Wunder erklärt werden könnte, atme durch und ... lebe weiter.



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