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  1. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meist ist es Angst, die das Bauchgefühl überlagert.
    Aber ist nicht die Angst selbst das klassische Bauchgefühl?

    Sie zeigt mir an, wie viel ich mir, in meiner Gesamtkonstitution, zumuten kann.

    Sie zeigt mir die Grenzen meines Vertrauens in meine eigenen Fähigkeiten an (die ja tatsächlich beschränkt sind) und in die von anderen Menschen.

    Für mich sind Ängste durchaus auch positiv zu bewerten.

    Wenn ich etwas gegen mein Bauchgefühl, also auch auch gegen meine Ängste mache, dann lasse ich mich auf eine Art "Hasardeur-Rolle" ein, der ich vielleicht gar nicht so richtig gewachsen bin.

  2. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber ist nicht die Angst selbst das klassische Bauchgefühl?
    Auf diese Frage antworte ich mit einem definierten Jein.

    Also ich unterscheide zwischen Angst und Angst.

    Es gibt Ängste, die sind berechtigt und die warnen zum richtigen Zeitpunkt vor einer wirklichen Gefahr. Ich nenne diese Ängste natürliche Ängste. Geht auch in Richtung Instinkte.

    Die Ängste, die ich meine sind anerzogene Ängste.
    Obwohl das Bauchgefühl richtig anzeigt dann durch den Kopf ignoriert oder gar nicht erst zugelassen wird.

    Beispiel: Es sagt jemand ja zu einer Frage obwohl ihm sein Bauchgefühl ein eindeutiges nein zuruft.
    Das ja sagt derjenige deswegen weil er gelernt hat, dass ein nein für ihn negative Konsequenzen hat. Kinder, denen z. B. gesagt wird: Komm sag schon die Wahrheit, Dir wird auch níchts passieren und die dann verprügelt werden wenn sie die Wahrheit gesagt haben.

    Oder wie ich vorher schon geschrieben habe, dass Menschen aufgrund zu erwartender finanzieller Einbussen lieber das Projekt an die Wand fahren als ihr Geld zu verlieren.

    Sie zeigt mir an, wie viel ich mir, in meiner Gesamtkonstitution, zumuten kann.
    Bei natürlichen Ängsten stimme ich Dir zu.

    Wenn ich etwas gegen mein Bauchgefühl, also auch auch gegen meine Ängste mache, dann lasse ich mich auf eine Art "Hasardeur-Rolle" ein, der ich vielleicht gar nicht so richtig gewachsen bin.
    Wie gesagt kommt auf die Angst an sich an wo sie herkommt und wie die jeweilige Situation ist!

  3. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Na ja, aus einem Angsgefühl heraus kann man schlecht erfolgreich aktiv werden. Angst kann warnen - das ist wohl überhaupt die Hauptaufgabe der Angst.

    Aber, ich würde Stecher Recht geben oder vielmehr zustimmen.
    Angst ist immer ein negativer Gegenspieler. Wie will ich eine Prüfung bestehen wenn ich ängstlich reingehe? Wie verhandeln wenn mir die Angst im Nacken sitzt? Oder wie ein Vorstellungsgespräch erfolgreich bestehen wenn ich sowieso nur Angst habe.
    Das Bauchgefühl meldet sich dann gar nicht. Wozu auch, der Bauch ist ja verkrampft.
    wining-girl

  4. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Hm die hohe Schule wäre es mit der Angst durchzugehen.

    Viele Leute gehen aber gar nicht durch oder sie rennen mit der Mentalität "Augen zu und durch" durch.

    Letztere Methode wird heroisch bejubelt ist sie aber nicht weil eines auf der Strecke bleibt, man lernt dabei nichts und hinterlässt auch unter Umständen verbrannte Erde dabei.

    Augen auf und mit der Angst durch ist viel schwerer. Das bewusste an die Grenze gehen und mit der Angst dann hinüber über diese Grenze bringt den Lernerfolg.

  5. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hm die hohe Schule wäre es mit der Angst durchzugehen.

    Viele Leute gehen aber gar nicht durch oder sie rennen mit der Mentalität "Augen zu und durch" durch.

    Letztere Methode wird heroisch bejubelt ist sie aber nicht weil eines auf der Strecke bleibt, man lernt dabei nichts und hinterlässt auch unter Umständen verbrannte Erde dabei.

    Augen auf und mit der Angst durch ist viel schwerer. Das bewusste an die Grenze gehen und mit der Angst dann hinüber über diese Grenze bringt den Lernerfolg.
    Ich liebe Prüfungen - ich schreibe bei Arbeiten nie ab.
    Und ich weiß, dass ich damit ziemlich allein auf weiter Flur bin.
    Trotzdem kann ich diese Ängste und auch das Schummeln nicht nachvollziehen.
    Vor was hat man da ganz real Angst? Es hat doch alles was mit der Einschätzung und Vorbereitung zu tun.

    Meinen Töchtern wollte ich mal verklickern wie man sich auf Prüfungen vorbereitet, speziell schriftliche.
    Bei der Reaktion, nämlich der Totalablehnung, merkte ich, dass ich entweder außergewöhnlich bin oder einfach nur cool und schlau.

    Es werden in erster Linie immer die normalen Sachen abgefragt ohne großartige Details und ein Schmankerl. Und auf das Schmankerl kann man sich konzentrieren, gerade wenn man den Lehrer kennt.
    Hat immer geklappt.
    Nie alles lernen, nie die Nacht davor.
    Man muss Spass daran haben.
    Es ist so was wie pokern, was ich übrigens auch liebe, aber privat und mit Mini-Einsätzen.
    Kurzum, man muss seine Intuition üben, muss ihr Aufgaben erteilen.
    Spielen als solches ist übrigens eine der besten Übungen dafür.
    Ich werde für solche Beschreibungen immer entweder verlacht oder gehasst - und ich sehe es mittlerweile eben als die positive Seite meiner sonst so oftmals lästigen Sensibilität.

    wining-girl

  6. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Boah Du fragst mich was, das ist ja gefühlte Jahrunderte her und ich habe mich dann auf das Buch von Spezzano gestürzt "Wenn es verletzt ist es keine Liebe" und hab mit dem viel gearbeitet, so wie Du mit der Wolfsfrau.

    Und seit ungefähr 3 Jahren lese ich gar nichts mehr in der Richtung, ich bin ziemlich gesättigt von all dem Stoff und ich war es teilweise auch leid was in den ganzen Büchern und Ratgebern geschrieben wurde. Manches verstand ich nicht und verstehe ich bis heute noch nicht und vieles musste erst mal sich setzen und es ergab sich im Alltag, dass ich die Aha Erlebnisse hatte.
    kann ich gut nachvollziehen. Bin auch pappensatt.
    So gar nicht selten hab ich mich auch verkauft.
    Na ja, der Weg ist bekanntlich das Ziel.
    Man braucht auch Zeit um herauszufinden was zu einem passt.
    Was ganz Magisches ist für mich das "Vater unser" geworden.
    Gesprochen von der gesamten Gemeinde ist das Magie pur die sich da entfaltet.
    schönen Abend noch von
    wining-girl

  7. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vor was hat man da ganz real Angst? Es hat doch alles was mit der Einschätzung und Vorbereitung zu tun.
    Vor dem Versagen, vor der Bestrafung der Eltern, vor dem Liebesentzug, ...

    Meinen Töchtern wollte ich mal verklickern wie man sich auf Prüfungen vorbereitet, speziell schriftliche.
    Bei der Reaktion, nämlich der Totalablehnung, merkte ich, dass ich entweder außergewöhnlich bin oder einfach nur cool und schlau.
    Du hast eine Gabe mitbekommen, die nicht jeder hat.

    Man muss Spass daran haben.
    Das ist der Hauptschlüssel, den haben aber viele nicht!



    Spielen als solches ist übrigens eine der besten Übungen dafür.
    Ich werde für solche Beschreibungen immer entweder verlacht oder gehasst - und ich sehe es mittlerweile eben als die positive Seite meiner sonst so oftmals lästigen Sensibilität.
    Alles was einen Abgleich mit dem Bauchgefühl und der Wirklichkeit ermöglicht ist geeignet die Intuition zu fördern.

    Ich habe nochmal einen weiteren Beruf erlernt vor 3 Jahren, ich hatte in den Übungsprüfungen am Anfang ganz viele Fehler aber genau aus diesen Fehlern und dem Spass habe ich innerhalb kürzester Zeit das meiste gelernt und nicht nur für die Prüfung, die Inhalte sind immer noch da, was ich auch benötige.

    Das Problem, dass ich sehe ist, dass unsere Leistungsgesellschaft wenig Umfeld und Möglichkeiten schafft Fehler zu machen und mit ihnen in geeigneter Weise umgehen zu lernen und das führt zu Frust. Dabei sind die Fehler die wahren Lehrmeister.

    Im TaiChiChuan gibt es den Spruch:

    Investiere in das verlieren

  8. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Ja!
    Und dann kommste an den Punkt - wie gehe ich mit meinen Begabungen um oder was habe ich davon.
    In meinem Fall erst mal super Zeugnisse, ist ja nicht zu verachten.
    Dieses Bedürfnis, Herausforderungen zu brauchen machte mir aber oder tut es immer noch zu schaffen. Wenn ich Sachen im Griff habe beginnen sie mich zu langweilen.
    Natürlich ist dann die Folgerung sich was zu suchen wo eben immer eine gewisse Herausforderung besteht. Und, trotzdem, manchmal beneide ich die "Dumpfen".
    Noch mal zu den Prüfungen: klar ist es ein Fiasko eine Prüfung zu versieben. Aber, die Welt geht davon nicht unter - und das ist auch keine schlechte Erfahrung.
    Na ja, ob die Fehler die wahren Lehrmeister sind, da bin ich mir nicht so sicher.
    Die Freiheit, sie machen zu dürfen schon.
    Was kann einen Menschen daran hindern Spass zu haben?
    Mir persönlich ist diesbezüglich oft Neid oder negative Gefühle entgegen gebracht worden.
    Nicht jeder gönnt dir deine Leichtigkeit oder deine sogenannten Gaben.

    Um mir das zu erhalten, gehe ich diesbezüglich relativ sparsam mit Informationen um und pflege meinen Egoismus, wenn du verstehst was ich meine.

    Erwähnen möchte ich noch unseren Kulturkreis. In Amerika sind Steh-auf-Männchen in. In Deutschland musst du Pleiten und Niederlagen verheimlichen. Dabei meine ich ausdrücklich nicht die auf Kosten Anderer.

    Investiere in das Verlieren? Ziehe deinen Nutzen aus den Erfahrungen oder wie?

    Mein Grundgefühl ist heute, dass einen das Leben trägt - und zwar in Wellen. Man muss sich fallen lassen. Früher dachte ich immer man fällt ins Bodenlose, dem ist aber nicht so, man wird wieder hochgespült. Das finde soo tröstlich.
    wining-girl

  9. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Du hast eine Gabe mitbekommen, die nicht jeder hat.
    Och, Herr Stecher, jetzt schleimen Sie ein bisschen.
    wining-girl ist intelligent.
    Und hat möglicherweise nicht die ungute Kombination von Liebe = Leistung erfahren müssen. Oder hat tragfähige Gegenerfahrungen aufzuweisen. Oder oder ..

    Sorry, eine Gabe ist durchaus etwas anderes.

    Das ist der Hauptschlüssel, den haben aber viele nicht!
    Kann man aber lernen.
    Man muss es nicht lieben - aber wer hätte auch jeden Abend Spaß an Skat ... oder so.
    Herausforderungen können belebend sein, wenn man sie zu nehmen weiß. Der Grat ist schmal - aber keinesfalls statisch.



    Alles was einen Abgleich mit dem Bauchgefühl und der Wirklichkeit ermöglicht ist geeignet die Intuition zu fördern.
    Da widerspreche ich.

    Ein Abgleich, wie Du ihn hier postulierst, ist keinesfalls allumfassend möglich.

    Bauch und Hirn werden sich niemals einig sein - und das ist verdammt gut so.

    Was Du meinst, ist wahrscheinlich das bewusst-unbewusste Abwägen zwischen beidem.
    Sich von keiner Seite überrollen lassen.

    Beide haben ein Anrecht auf gehört werden, weil beide wichtig sind - jeder in seinem Tempo.

    Und im Zweifelsfalle ist das Bauchhirn eh schneller. Evolution, die gottseidank nicht überholt ist.
    Ob klüger, sei dahingestellt.
    Auf jeden Fall effektiv.


    Das Problem, dass ich sehe ist, dass unsere Leistungsgesellschaft wenig Umfeld und Möglichkeiten schafft Fehler zu machen und mit ihnen in geeigneter Weise umgehen zu lernen und das führt zu Frust. Dabei sind die Fehler die wahren Lehrmeister.
    Frage nur: Haben die Chefs mehr als die Angestellten davon? (Achtung: praktisch bis philosophische Fragen) Oder eher umgekehrt?
    Geändert von Inaktiver User (15.12.2010 um 21:03 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Och, Herr Stecher, jetzt schleimen Sie ein bisschen.
    wining-girl ist intelligent.
    Und hat möglicherweise nicht die ungute Kombination von Liebe = Leistung erfahren müssen. Oder hat tragfähige Gegenerfahrungen aufzuweisen. Oder oder ..

    Sorry, eine Gabe ist durchaus etwas anderes.
    Schimpf mich halt ein bischen
    Taucht da mittendrin auf und Zack, ist ja richtig skorpionisch...
    Aber Danke für die Erdung

    Da widerspreche ich.

    Ein Abgleich, wie Du ihn hier postulierst, ist keinesfalls allumfassend möglich.
    Ich hab ja auch nicht "allumfassend" postuliert. Ich habe nur geschrieben dass es als Training gut ist.

    Bauch und Hirn werden sich niemals einig sein - und das ist verdammt gut so.
    Jep, die Vernunft ist entscheidend und die beinhaltet für mich 3 Komponenten Herz, Hirn und Bauch

    Was Du meinst, ist wahrscheinlich das bewusst-unbewusste Abwägen zwischen beidem.
    Sich von keiner Seite überrollen lassen.
    Das ist für mich Vernunft, nein ich meinte schon ein Training.
    Das schärfen der Sinne im allgemeinen und eben hier des Bauchgefühls.

    Frage nur: Haben die Chefs mehr als die Angestellten davon? (Achtung: praktisch bis philosophische Fragen) Oder eher umgekehrt?
    Kommt auf die Dynamik drauf an, im Endeffekt verlieren beide weil wenn das ausgenutzt wird von den Chefs dann brennt er mit dieser Dynamik den Mitarbeiter aus und der schaufelt die Kohlen auch noch kräftig nach.
    Geändert von Inaktiver User (15.12.2010 um 21:13 Uhr)

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