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  1. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Stimme Dir in allen Punkten zu.

    Die Wolffrau habe ich schon vor Jahren gelesen.
    Danke

    Das Buch habe ich auch vor Jaahren gekauft und gelesen - und es ist so ziemlich das einzigste Buch was ich immer wieder lese.
    Ich finde übrigens, man kanns gar nicht auf einmal verstehen.

    Es ist so eine Art Ritual geworden, dass ich mir in einer stillen Stunde das Buch nehme und es willkürlich aufschlage.
    Das Kapitel ist dann oft akut. Nicht immer, aber immer wieder mediativ. Und soo aktuell.
    Gibt es für dich ein Lieblingskapitel?
    schönen Tag noch von
    wining-girl

  2. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Buch finde ich auch toll.
    Schöner Beitrag, winning-girl! Was ich daran besonders bemerkenswert finde: Es wird ja oft gerade diejenigen, die "auf der Hut sein mussten", abgesprochen, ein gutes Bauchgefühl zu haben, weil sie aufgrund negativer Erfahrungen falsch "geprägt" wurden. Ganz platt gesagt. Dass Du jetzt darauf verweist, dass sie aufmerksamer, wacher sind, finde ich sehr schön. Wie so oft gibt es natürlich "solche und solche", aber das mal so zu betrachten, finde ich sehr interessant.
    Hallo,
    es hat schon alles seinen Sinn.
    Weißt du, das negative aber für Menschen die sich ziemlich schutzlos und relativ unbemuttert durchwurschteln mussten ist eben, dass sie "Surviver" bleiben könnten.

    Jede Medaille hat ihre zwei Seiten. Heute weiß ich z.B. dass mich meine Naivität auch oft geschützt hat.
    Und noch viel mehr, ich sie mir auch erhalten will.
    Es gibt auch Zeiten finde ich, die eignen sich besonders gut zum Auftanken, die Adventszeit z.B.....

    schönen Tag noch von
    wining-girl

  3. User Info Menu

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe in der Vergangenheit immer mal wieder darüber nachgedacht, was es eigentlich mit dem sogenannten Bauchgefühl auf sich hat und ob und wie viel "Wahrheit" es vermittelt.
    Zu Deiner Frage passt wohl das Buch, das gerade auf meiner Leseliste steht: Ori Brafman / Rom Brafman: "Kopflos -- Wie unser Bauchgefühl uns in die Irre führt - und was wir dagegen tun können."

    Ich habe die Vermutung, dass die Beurteilung des eigenen "Bauchgefühls" eines der Dinge ist, bei der wir uns zur Aufrechterhaltung eines positiven Selbstbildes mit am meisten betrügen. Übereinstimmungen werden registriert, Nichtübereinstimmungen ignoriert oder weginterpretiert (confirmation bias). Damit verwandt ist zum Beispiel die Frage, wie stark eine bestimmte langjährige Berufserfahrung beiträgt, dass Baucheinschätzungen zutreffen. Die Ergebnisse (von denen ich gehört habe) sind absolut ernüchternd.

  4. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Gary_Dove Beitrag anzeigen
    Ich habe die Vermutung, dass die Beurteilung des eigenen "Bauchgefühls" eines der Dinge ist, bei der wir uns zur Aufrechterhaltung eines positiven Selbstbildes mit am meisten betrügen. Übereinstimmungen werden registriert, Nichtübereinstimmungen ignoriert oder weginterpretiert (confirmation bias). Damit verwandt ist zum Beispiel die Frage, wie stark eine bestimmte langjährige Berufserfahrung beiträgt, dass Baucheinschätzungen zutreffen. Die Ergebnisse (von denen ich gehört habe) sind absolut ernüchternd.
    Und gibt es auch eine Studie, inwieweit "Kopf"-Entscheidungen zutreffen? Sinn macht ja letztlich nur ein Vergleich, denn die Information "50% aller Bauchentscheidungen sind unzutreffend" bringt ja erst mal nicht viel. Und kannst Du mehr zu der Studie sagen, die Du hier einbringst? Wie wurde da "Zutreffendes" definiert? Was ist "richtig"? V.a. dann, wenn die Alternative zu einer Entscheidung nicht überprüft werden kann.
    Geändert von Inaktiver User (14.12.2010 um 15:22 Uhr) Grund: Ergänzung

  5. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Gary_Dove Beitrag anzeigen
    Damit verwandt ist zum Beispiel die Frage, wie stark eine bestimmte langjährige Berufserfahrung beiträgt, dass Baucheinschätzungen zutreffen. Die Ergebnisse (von denen ich gehört habe) sind absolut ernüchternd.
    Mir ist das viel zu vage.

    Es ist ja nicht nur entscheidend, dass man Erfahrungen macht sondern auch welche Rückschlüsse man zieht und ob man diese Erfahrungen auch verarbeiten und verinnerlichen kann.

    Wenn das nicht passiert dann werden die selben Fehler immer wieder gemacht, das hat noch nichts mit dem Bauchgefühl an sich zu tun sondern mit einer Weigerung bestimmte Dinge in Zukunft anders zu machen.

    Da wird in der Tat schöngeredet und meistens sind ganz andere Faktoren für das scheitern dieses sogenannten Bauchgefühles entscheidend.

    Als Beispiel kann ich nur sagen: Zielvereinbarungen

    die manchmal das Papier nicht wert sind auf dem sie stehen.

    Da wird das Bauchgefühl zugunsten der Erreichung der Ziele übergangen und sogar wissentlich Entscheidungen getroffen, nur um den eigenen Geldbeutel zu schonen.

    Hinterher hört man dann sehr wohl, dass sie wussten, dass das nicht ok ist gibt aber keiner zu.

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    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Gary_Dove Beitrag anzeigen
    Ich habe die Vermutung, dass die Beurteilung des eigenen "Bauchgefühls" eines der Dinge ist, bei der wir uns zur Aufrechterhaltung eines positiven Selbstbildes mit am meisten betrügen. Übereinstimmungen werden registriert, Nichtübereinstimmungen ignoriert oder weginterpretiert (confirmation bias).
    Ja, die Beurteilung des Bauchgefühls (wie du ja selbst schreibst) kann trügen, aber das Bauchgefühl selbst ist richtig, stimmt also.

    Wenn das Bauchgefühl in einer bestimmten Situation sagt, diese Situation ist für mich problematisch, dann stimmt das so gut wie immer - jedenfalls bei mir.

    Wie ich darauf reagiere, also wozu ich mich bewusst entscheide, um diese Situation und damit mein Bauchgefühl zu verbessern - damit liege ich sehr häufig daneben weil ich mit, in frühren Zeiten in ähnlichen Situationen erlernten Lösungsstrategien mein Selbstwertgefühl vermeintlich aufrechterhalte. Diese Lösungsstrategien können aber heute unkonstruktiv sein.

    Ich hab noch nicht ganz raus, wie das psychologisch zusammenhängt.

    Aber mein Bauchgefühl meldet sich grundsätzlich zu Recht.

    Geändert von Elwyn (14.12.2010 um 15:18 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Elwyn Beitrag anzeigen
    Ich hab noch nicht ganz raus, wie das psychologisch zusammenhängt.
    Meist ist es Angst, die das Bauchgefühl überlagert.

    [/QUOTE]

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    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meist ist es Angst, die das Bauchgefühl überlagert.
    Ja, absolut! Das wäre eine Erklärung!

  9. User Info Menu

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Mein Bauchgefühl hat so gut wie immer Recht - ich höre allerdings nicht immer hin. Zudem nenne ich es mittlerweile Intuition (was es jetzt von der Akzeptanz her nicht unbedingt besser macht).

    In mir streiten sich fast permanent ein kritischer, alles hinterfragender und reflektierender Geist mit der o.g. Intuition, die meist nur ein vages Gefühl ist, tendenziell aber immer richtig liegt.

    Mir fällt oft im Nachhinein auf, wie klar ich eigentlich gespürt habe, was gut für mich gewesen wäre... hätte ich auf meine Intuition gehört. Gerade im zwischenmenschlichen Bereich neige ich allerdings dazu, mir Dinge schön zu reden und Bauch Bauch sein zu lassen.

    Bezogen auf meine Intuition hat mir mal jemand gesagt: "So jemanden wie Dich hätte man früher als Hexe verbrannt."
    Als Kopfmensch fällt es mir häufig schwer, meinem Gefühl zu vertrauen. Lohnt sich aber, glaube ich. Die Trefferquote ist immens.
    Niemand ist unter einem schlechten Stern geboren.
    Aber es gibt Menschen, die den Himmel nicht richtig deuten können.
    Dalai Lama

  10. Inaktiver User

    AW: Wie viel "Wahrheit" steckt im Bauchgefühl?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gibt es für dich ein Lieblingskapitel?
    Boah Du fragst mich was, das ist ja gefühlte Jahrunderte her und ich habe mich dann auf das Buch von Spezzano gestürzt "Wenn es verletzt ist es keine Liebe" und hab mit dem viel gearbeitet, so wie Du mit der Wolfsfrau.

    Und seit ungefähr 3 Jahren lese ich gar nichts mehr in der Richtung, ich bin ziemlich gesättigt von all dem Stoff und ich war es teilweise auch leid was in den ganzen Büchern und Ratgebern geschrieben wurde. Manches verstand ich nicht und verstehe ich bis heute noch nicht und vieles musste erst mal sich setzen und es ergab sich im Alltag, dass ich die Aha Erlebnisse hatte.

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