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  1. Inaktiver User

    AW: Dr.Jekyll und Mr.Hyde

    Zitat Zitat von Mirage Beitrag anzeigen
    Schreibt eine, die sich schon mehr als einmal von ihren Mustern hat aufs Kreuz legen lassen

    Da sagst du was

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    AW: Dr.Jekyll und Mr.Hyde

    Zitat Zitat von Feedme Beitrag anzeigen
    Liebe Fia

    ich kann so gut nachempfinden, was Du meinst!
    Ich habe leider auch diese Tendenz, - wobei ich sie mir vordergründig mit dem Satz "Verlieben=Depression" für mich ganz persönlich "verkaufe".

    Meine klassische Schiene ist, daß ich jemanden kennenlerne (nehme mir auch viiiiiiel Zeit) - es dann aber meist heftigst von beiden Seiten aus funkt..und ich wirklich ich bin abendteuerlustig, liebevoll, konstruktiv, unternehmungslustig, und sehr sehr nähesuchend

    Nach einer gewissen Zeit (wenn ich merke, wow, ich bin ja wirklich RICHTIG verliebt und nicht mehr nur verknallt) bekomme ich Angst (Verlustangst?) und verändere mich massiv (unbewusst!!)

    Ich lasse den anderen nur noch (scheinbar) nahe an mich heran..werde zickig, ungerecht, fordernd, lethargisch, ziehe mich zurück, will nichts mehr unternehmen, energielos und bin auch mir(!) plötzlich fremd. Konstruktive Kritik von meinem Partner kann ich nicht annehmen, ich habe dann einfach zuviel Wut in mir - ohne Grund für diese Situation..einfach alte aufgestaute Wut.
    Markant ist dann auch immer wieder (bei mir - vielleicht kennst Du das auch?) das ich dann ab diesem Zeitpunkt des richtigen Verliebens nicht mehr mit meinem Partner schlafen mag. Ich schieße ihn so anscheinend unbewusst auf die nötige Distanz?

    Das Ende vom Lied ist jedesmal (natürlich) das sich mein Partner von mir ent-liebt und keine Gefühle mehr für mich hat.

    Dieses traurige Spiel führe ich nun schon seit über 15 Jahren auf..und nachdem ich an meiner letzten Beziehung wirklich zerbrochen bin, sehe ich gottseidank diesesmal glasklar, dass ich eine Therapie brauche.

    So, nun habe ich Dir viel von meinem Muster erzählt...vielleicht siehst Du aber an der einen oder anderen Stelle auch ähnliches an Dir?

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Feedme
    Ich kann grad gar nix schreiben!!! Das könnte alles komplett von mir sein!!!! Ich bin auch in Therapie und versuche an mir zu arbeiten!!!!!
    Von nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!

    Liebe ist nix für Feiglinge!!!

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    AW: Dr.Jekyll und Mr.Hyde

    Was ist bestimmt auch eine Belastung für einen Partner, aber anders versteht er doch die Welt nicht mehr und da ist es irgendwo auch kein Wunder, das er die Flinte irgendwann ins Korn schmeisst
    Hallo Mirage,

    mir gehts ja sehr ähnlich wie Feedme und Fia!! Ich kann nur von mir und meinem letzten Beziehungsversuch sprechen. JA ich habe es meinem Partner versucht zu erklären. Damit er einordnen kann warum ich mich wie verhalte und nicht alles auf sich bezieht. Er hat sich trotzdem entliebt. Vielleicht war es ihm auch zu anstrengend, aber es erfordert natürlich zu allererst mal vertrauen. Ich z.B. habe aber ein Problem damit vertrauen aufzubauen, was dann wieder ein Teufelskreis ist. Man mutet dem Partner damit ja auch in der eigentlich soooo schönen Anfangszeit direkt ne Menge zu! Ich weiß nicht ob ich es nochmal so früh schon sagen würde... Eher nicht glaube ich. Denn jetzt habe ich mich geöffnet und bin trotzdem vor die Wand gefahren!

    LG Sunnwell
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    Liebe ist nix für Feiglinge!!!

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    AW: Dr.Jekyll und Mr.Hyde

    Zitat Zitat von Feedme Beitrag anzeigen
    "Verlieben=Depression":
    Liebe Feedme, "word"!

    Ja, bis auf den Teil mit dem, ich schreib jetzt ma Beischlaf, erkenn ich mich in dem was du schreibst, wieder.
    Wenn´s ernst wird gehen bei mir die Türen zu, und plötzlich kann ich mich ihm kein bißchen mehr öffnen. Ich kann auch nicht mehr auf ihn eingehen, irgendwie hör ich dann kaum noch, was er sagt, es sei denn, ich könnte es als Kritik an mir interpretieren.
    Witzigerweise ist mir das erst vor ein paar Tagen klar geworden, weil ich das Ganze Verhalten gar nicht mit Abstand halten in Verbindung gebracht hab, weil ich vorher einfach keinen Schimmer hatte, was Nähe eigentlich ist.
    Nur, sobald ich ihn weggestoßen habe, tut es mir leid, weil ich das ja gar nicht will, und dann versuche ich ihn wieder an mich zu ziehen. Was natürlich immer in die Hose geht, weil ich ihn ja nicht mal an mich ranlassen kann. Miteinander schlafen ist am Ende der einzige Weg für mich, ihm nah zu sein (auch ein Trugschluss, aber ich kann mich gut selber verarschen).

    Mir ist jetzt mal aufgegangen, dass ich immer der Meinung war, der Partner müsste irgendwie DER Anker im Leben sein. Dafür müsste man quasi miteinander verschmelzen, man muss sich gegenseitig immer 100%ig verstehen, etc.. Sobald wir unterschiedlicher Meinung waren, hab ich gleich gedacht "Oh nein, das war´s jetzt", und hab gleich mal meine eigene Meinung ein wenig umgemodelt um besser zu ihm zu passen. Oder einfach gar nix mehr gesagt.

    Ich habe mir heute so gedacht - weil ich denke momentan sehr viel (auch sehr viel Blödsinn) - das ist ja eigentlich totaler Quatsch. Es macht viel mehr Spaß, mit jemandem zu diskutieren, und die besten Gespräche kommen zustande, wenn man erstmal unterschiedlicher Meinung ist.
    Dumm nur, dass mein Kopf irgendwie implodiert sobald ich mit IHM (objekt sowieso) rede. Ich hätte gern mal einen Schalter dafür...

    Wenn man - so wie ich immer - davon ausgeht, dass eine Beziehung davon lebt, dass man alles füreinander ist, muss man ja Panik bekommen. Ich stelle mich ja jedes Mal vor die Wahl : Ich oder er. Wenn ich mich für ihn entscheide, muss ich mich selbst aufgeben, und umgekehrt.

    15 Jahre sind eine lange Zeit. Ich hab vor ein paar Jahren entschieden, dass ich diese Verhaltensmuster ändern und aus meinem Loch kriechen werde, und wenn ich dafür Therapien machen muss bis zum Sanktnimmerleinstag.

    Ich wünsch dir viel Glück dafür
    Geändert von Fia (22.11.2010 um 15:13 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler :)

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    AW: Dr.Jekyll und Mr.Hyde

    Zitat Zitat von Mirage Beitrag anzeigen
    Hey guten Morgen ihr Zwei,

    sagt mal, wenn ihr eure Muster so gut kennt, redet ihr dann auch mit eurem Gegenüber darüber? Ich meine, ich verstehe schon, dass das Muster zu kennen und handelnd aus dem Muster auszusteigen, zwei verschiedene Dinge sind, aber eure Gegenüber müssen sich doch fühlen, als würden sie mit Brettern geschlagen bis sie vom Hof schleichen? Wäre da nicht ne kleine Erklärung möglich, die dem Gegenüber vielleicht auch ermöglicht, Distanz einzulegen und das Teufelchen tanzen zu lassen, bis es müde ist?

    Das ist bestimmt auch eine Belastung für einen Partner, aber anders versteht er doch die Welt nicht mehr und da ist es irgendwo auch kein Wunder, das er die Flinte irgendwann ins Korn schmeisst.
    Hi Mirage,

    Ich für meinen Teil, hab mal versucht, das meinem damaligen Partner zu erklären, aber der wollte mit dem ganzen "Psycho-Kram" nichts zu tun haben.
    Es ist auch schlimm genug, wenn man die Gründe für sein Verhalten nicht wirklich verständlich erklären kann, weil man sie selbst nicht versteht. Was ich jetzt weiß, wußte ich damals noch nicht.
    Versuch mal jemandem, der noch nie einen Anflug von Depressionen hatte, zu erklären, warum man sich mal umbringen wollte. Ich hab mich für all diese Sachen schon so oft rechtfertigen müssen, jedes Mal komm ich mir vor wie der schlimmste Verbrecher. Die schlimmste Verbrecherin. Das war übrigens ein anderer Partner, dem hab ich versucht, die Sachlage so gut ich eben konnte, darzulegen. "Ich versteh nicht, wie man sich so etwas antun kann!" Wer kann einem das verdenken?

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    AW: Dr.Jekyll und Mr.Hyde

    Zitat Zitat von sunnwell Beitrag anzeigen
    JA ich habe es meinem Partner versucht zu erklären. Damit er einordnen kann warum ich mich wie verhalte und nicht alles auf sich bezieht. Er hat sich trotzdem entliebt. Vielleicht war es ihm auch zu anstrengend, aber es erfordert natürlich zu allererst mal vertrauen. Ich z.B. habe aber ein Problem damit vertrauen aufzubauen, was dann wieder ein Teufelskreis ist.
    Ging mir auch so. Dass ich es ihm gesagt hab, hatt ja nichts an meinem Verhalten geändert. Es wurde eigentlich noch schlimmer, weil ich das Gefühl hatte, mich vor ihm geoutet und mir den letzten Selbstschutz genommen zu haben.

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    AW: Dr.Jekyll und Mr.Hyde

    Ja und weil man ja auch ein Stückweit die Verantwortung dem anderen aufs Auge drückt! Ausserdem habe ich auch germerkt als ich ihm das gesagt hatte, das ich mich darauf ein bisschen wie auf einer Entschuldigung ausruhe.. so nach dem Motto "Ach er weiß es ja jetzt, da brauch ich nix mehr zu machen"..

    Hmmm eigentlich gut das es nicht geklappt hat! Für mich selbst auf jeden Fall....
    Von nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!

    Liebe ist nix für Feiglinge!!!

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    AW: Dr.Jekyll und Mr.Hyde

    Zitat Zitat von Fia Beitrag anzeigen
    Ich raff erst immer zu spät, dass ich diejenige bin, die ihn auf Abstand hält, und nicht umgekehrt. Komisch, dass man das selbst gar nicht so richtig mitschneidet. Wie geht das??
    Also ich weiß jetzt nicht was Du mit "zu spät" meinst, Fehler macht jeder mal. Für mich wird das erst zum großen Problem, wenn dann auch hinterher, also ein paar Tage später, nichts mehr kommt, wenn sich die Einsicht eigentlich eingestellt haben müsste. Der Andere kann ja nicht riechen, dass das evtl. nicht Ablehnung sondern Scham, also Angst vor Zurückweisung ist. Da könnte dann ein wieder Annähern, muss ja nicht unbedingt mit Erklärungen einhergehen, viel helfen um dem Anderen etwas mehr Sicherheit zu geben.

    Zitat Zitat von Fia Beitrag anzeigen
    Als ich etwa 12 Jahre alt war, wollte ich sie mal trösten, weil sie so niedergeschlagen aussah, und hab sie umarmt. Da hat sie mich weggeschoben und gemeint "Jetzt ist aber gut". Und Erpressung war eine Spezialität von ihr. Wenn ich heimkam nachdem ich mit dem Auto unterwegs war, (als ich noch bei meinen Eltern wohnte), konnte sie mich völlig zusammen falten weil ich nicht daran gedacht hatte, sie unterwegs anzurufen und zu fragen, ob ich etwas mitbringen sollte. Dann war ich "egoistisch", "rücksichtslos", "selbstbezogen" und "realitätsfremd" etc.. Das schlimmste aber war, das sie auf mich eifersüchtig war, weil ich mich mit meinem Vater relativ gut verstand... Völlig bekloppt.
    Bekloppt ja, aber eigentlich ein schlüssiges Verhalten. In beiden Fällen wollte Deine Mutter keine Schwäche eingestehen, da dies mit Abhängigkeit und Kontrollverlust verbunden wäre. Im Fall von "nicht von der 12 jährigen Tochter trösten lassen" liegt das ja klar auf der Hand und im anderen Fall hat sie sich vermutlich sorgen gemacht, weil Du so lange weg warst und sie Angst um Dich hatte. Aber das konnte sie nicht zugeben und deshalb hat sie den Schmonzens mit dem "was mitbringen" erfunden, dabei wollte sie nur, dass Du Dich meldest, damit sie sich keine Sorgen mehr machen braucht. Die Attribute egoistisch, rücksichtslos und selbstbezogen können ja wunderbar von der vor Sorge fast vergehenden Mutter stammen. Wobei Realitätsfremd da eher zu ihr selber passt. Und dass eine Mutter mit wenig Selbstbewusstsein eifersüchtig auf ihre Tochter reagiert, die sich gut mit ihrem Vater versteht, ist jetzt auch nicht so überraschend, auch wenns irrational ist.

    Die von Feedme erwähnte Verlustangst ist hier sicher vorhanden, aber greift nach meiner Meinung zu kurz. Ich glaube es war bei Freud, wo ich mal gelesen habe, dass sich solch irrationales Verhalten mit Todesangst erklären lässt, der natürlich in diesem Fall keine reale Lebensgefahr gegenübersteht, aber die eben trotzdem empfunden wird, ähnlich wie bei den ganzen Phobien z.B. vor Spinnen.
    Das soll dann auf die Angst des Kindes zurückgehen, dessen Leben tatsächlich von den Eltern und insbesondere von der Mutter abhängt. Also die Angst von der Mutter verlassen, bzw. zurückgewiesen zu werden und sterben zu müssen. Später ist die Angst von geliebten Personen zurückgewiesen zu werden, dann genauso groß, auch wenn da keine Lebensgefahr mehr besteht.
    Dem kann man dann sehr "effektiv" vorbeugen, indem man verhindert, dass andere einem so nahe kommen, dass dies eintreten könnte und/oder indem man diese regelmäßig zusammenfaltet und so sicherstellt, dass diese in der unterlegenen(abhängigen) Position bleiben. Dadurch stellt man dann auch sicher, dass man jederzeit alles unter Kontrolle hat, oder sich das zumindest einbilden kann.
    Begünstigt wird das sicher durch irrationale und inkonsequente Erfahrungen in der Familie, die es dem Kind nicht erlauben irgendwelche Verhaltensmuster zu erkennen. Wenn die Mutter sich nicht konsequent verhält, weiß das Kind nicht was es tun muss um sich ihr Wohlwollen und sein Überleben zu sichern. Das würde das ständige auf der Hut sein/Misstrauen und die Unsicherheit erklären.
    Mit so einer Vorgeschichte Vertrauen zu entwickeln ist sicher schwer und ein langer Prozess, da ja tatsächlich nicht alle Menschen vertrauenswürdig sind und man erst lernen muss wem man vertrauen kann und wie man das erkennt. Die fehlende Kindheitserfahrung muss also noch nachgeholt werden und das geht sicher nur langsam und nicht ohne hinfallen.

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    AW: Dr.Jekyll und Mr.Hyde

    Zitat Zitat von Neston Beitrag anzeigen
    Also ich weiß jetzt nicht was Du mit "zu spät" meinst, Fehler macht jeder mal.
    Das würde in meinem Fall bedeuten, nachdem die Beziehung ein Ende genommen hat und ich das Ganze objektiv betrachten kann. Die längste Beziehung, die ich je hatte, dauerte ganze 2,5 Jahre, und ich hab nach etwa 1,5 Monaten mit diesem Mann völlig dicht gemacht. Wie der das ausgehalten hat, weiß ich nicht. Am Ende jedenfalls hat er mir noch mit auf den Weg gegeben, ich sei "egoistisch, rücksichtslos, immer schlecht gelaunt, ich rede nicht mit ihm,....". Wie gehabt.


    Zitat Zitat von Neston Beitrag anzeigen
    Bekloppt ja, aber eigentlich ein schlüssiges Verhalten. In beiden Fällen wollte Deine Mutter keine Schwäche eingestehen, da dies mit Abhängigkeit und Kontrollverlust verbunden wäre. Im Fall von "nicht von der 12 jährigen Tochter trösten lassen" liegt das ja klar auf der Hand und im anderen Fall hat sie sich vermutlich sorgen gemacht, weil Du so lange weg warst und sie Angst um Dich hatte. Aber das konnte sie nicht zugeben und deshalb hat sie den Schmonzens mit dem "was mitbringen" erfunden, dabei wollte sie nur, dass Du Dich meldest, damit sie sich keine Sorgen mehr machen braucht. Die Attribute egoistisch, rücksichtslos und selbstbezogen können ja wunderbar von der vor Sorge fast vergehenden Mutter stammen. Wobei Realitätsfremd da eher zu ihr selber passt. Und dass eine Mutter mit wenig Selbstbewusstsein eifersüchtig auf ihre Tochter reagiert, die sich gut mit ihrem Vater versteht, ist jetzt auch nicht so überraschend, auch wenns irrational ist.
    Das ist ja wunderbar schlüssig, hätte mir das vielleicht mal DAMALS jemand erklären können? Ich hab den größten Teil meines Lebens damit verbracht, heulend in irgendeinem Versteck zu sitzen und mich zu fragen, warum mich meine Eltern so sehr hassen, was mit mir nicht stimmt, warum ich absolut nichts richtig machen kann, und was nur jemals aus so einem Ausschussteil wie mir werden soll, mich wird nie jemand in seiner Nähe haben wollen, und können tu ich ja auch nichts, das hat meine Mama mir immerhin so gesagt.
    Man hat mir damals schon gesagt, ich müsse Verständnis für sie haben, sie hat´s ja nicht leicht. Hab ich auch gehabt, immer. Ich war immer dafür verantwortlich, dass es ihr gut ging - oder eben nicht. Je nachdem, wie ich mich verhalten hab, ging´s ihr gut oder schlecht. Das war wie auf Eiern laufen - bloß kein falscher Schritt. Ich hab so dermaßen viel Verständnis gehabt, dass für mich keins mehr übrig geblieben ist.


    Zitat Zitat von Neston Beitrag anzeigen
    Begünstigt wird das sicher durch irrationale und inkonsequente Erfahrungen in der Familie, die es dem Kind nicht erlauben irgendwelche Verhaltensmuster zu erkennen. Wenn die Mutter sich nicht konsequent verhält, weiß das Kind nicht was es tun muss um sich ihr Wohlwollen und sein Überleben zu sichern. Das würde das ständige auf der Hut sein/Misstrauen und die Unsicherheit erklären.
    Das passt ja. Meine Mutter hat immer 1000 Versprechungen gemacht, und keine gehalten. Hält sie heute auch noch so.

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    AW: Dr.Jekyll und Mr.Hyde

    @Fia

    Das meiste ist wohl geschrieben. Das mit der Verantwortung, die man anderen aufs Auge drückt, wie Sunwell geschrieben hat, halte ich auch für einen wichtigen Punkt.
    Es ist verständlich, wenn Du auf Deine Mutter sauer bist, sie sogar hasst, aber es hilft Dir nicht weiter ihr die Schuld zu geben, insbesondere die Schuld für Dein zukünftiges Leben. Von Schuldzuweisungen halte ich ohnehin nicht viel, letztlich kann man immer irgendwelche externen Gründe finden, warum jemand so geworden ist, wie er ist und also eigentlich nicht schuld ist. Aber trotzdem ist man für sein Verhalten verantwortlich. Deine Mutter ist ihrer Verantwortung mit Dir sicher nicht gerecht geworden, aber ich halte es für gut möglich, dass sie unter ähnlichen Bedingungen aufgewachsen ist wie Du.
    Soweit ich das herauslesen konnte, hat sie sich Dir gegenüber so verhalten wie Du Dich gegenüber Deinen OdBs/Partnern verhalten hast. Ihr seid euch also gar nicht so unähnlich. Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied, Du weißt um Deine Probleme und kannst deshalb etwas dagegen tun.
    Und das ist der springende Punkt, Du musst Dich ändern, das kann kein anderer für Dich machen. Auch so eine Therapie ist etwas worauf man sich ausruhen kann. Der Therapeut kann Dir aber nur Anleitungen geben, ähnlich wie ein Schwimmlehrer. Schwimmen musst Du aber selber und dazu gehört vor allem auch das immer wieder versuchen. Deshalb halte ich es auch für wichtig, dass Du Dir mit Deiner neuen Flamme eine Chance gibst. Mit Deinem neuen Wissen kannst Du sicher den einen oder anderen Fehler vermeiden, oder zumindest schneller wieder gerade biegen. Und wenn es dann doch wieder nicht klappen sollte, dann hast Du wenigstens Erfahrungen gesammelt, die Dir beim nächsten mal helfen und irgendwann klappts dann auch mal, oder auch nicht. Aber Du hast es wenigstens versucht und das ist mehr als andere in Deiner Situation von sich behaupten können.

    Und falls Du noch mehr Interesse an Theorie hast, ich wüsste da zwei Bücher, die vielleicht was für Dich sein könnten, wenn Du eine ausdauernde Leserin bist.

    1. "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm
    Der Titel ist wohl selbsterklärend.

    2. "Selbstbetrachtungen" von Marc Aurel
    Die ersten paar Seiten sind nicht sehr ergiebig, er bedankt sich bei seinen Lehrern, aber der Rest ist eine gute Anleitung für mehr Gelassenheit und Zufriedenheit.

    Alles Gute
    Neston

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