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19.11.2010, 07:21Inaktiver User
AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"
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19.11.2010, 14:45
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19.11.2010, 18:00
AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"
Liebe Izziebizzie,
wen machst Du denn im Allgemeinen verantwortlich, wenn Du Dich selbst ungluecklich verliebst?
LG,
BabetteZurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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19.11.2010, 21:06
AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"
Danke Latona für den Verweis auf die Posts, das sind gute Denkanstöße :-)
@ Dieclou: wenn ich mich unglücklich verliebe mache ich mich selbst dafür verantwortlich. Ich denke dann, dass es ja kein Wunder ist, dass sich mein OdB nicht in mich verliebt (auch wegen meiner Unsicherheit in diesem Bereich).
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19.11.2010, 23:55
AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"
Wenn man noch nie einen Partner hatte, traut man seinen Gefühlen nicht. Kommt das schlechte Bauchgefühl, weil es nicht der Richtige ist, oder weil ich die Komfortzone verlasse? Das ist wie bei einem langjährigen Häftling - irgendwann fühlt sich die Freiheit falsch an.
Ich habe mich auch mal zu so einem Date mit mulmigen Gefühlen geschleppt, emotional das absolute Chaos. Heute glaube ich, dass die Frau wirklich gut zu mir gepasst hätte und ich die sich anbahnende Beziehung daher unbewusst nach Kräften sabotiert habe. Leider hilft das Bauchgefühl bei manchen Menschen nicht weiter, weil es einen vom Beschreiten neuer Wege abhält.
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20.11.2010, 09:45
AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"
Hallo Prospero,
die Frage die Du formuliert hast,habe ich mir auch schon gestellt. Ist es einfach nur die Angst vor Veränderung in meinem Leben? Ich hatte aber z.b. gar nicht das Bedürfnis mein neuestes Date zu berühren (geschweige denn zu küssen oder mehr). In der Vergangenheit gab es aber schon Männer bei denen ich dieses Bedürfnis hatte und wo es dann auch sehr schön war.
Von daher denke ich nicht, dass es daran liegt die "Komfortzone" zu verlassen
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20.11.2010, 11:03
AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"
Das mit dem nicht küssen Wollen halte ich schon für einen sicheren Indikator, das muss man sich natürlich schon vorstellen können.
Allerdings würde ich von Indikatoren wie "Kann ich mir Kinder mit ihm vorstellen?" oder "Kann ich mir eine Zukunft mit ihm vorstellen?" abraten. Wer kein gut funktionierendes Bauchgefühl und wenig Erfahrung hat, wird mit ihnen in der Datingphase wahrscheinlich jeden potentiellen Partner ablehnen - da greift dann wirklich die "Komfortzone".
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20.11.2010, 11:19
AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"
Mein Bauch(gefühl) schließt sich dir an.

Und ich meine dies auch nicht bös... *beton*
Das Eingangspost liest sich in gewisser Weise ziemlich eindeutig, finde ich. Ich kann darin kein echtes Interesse an Männern/Beziehung/Nähe entdecken. Und es klingt tatsächlich so, als würde der Familienwunsch (bzw. Kinderwunsch) die eigentliche Antriebsfeder sein.
Ich finde relativ egal, ob es damit zu tun hat, dass frau eigentlich gar nicht auf Männer steht - als sexuelle Orientierung - oder ob frau sich einfach nicht in einer typischen Frau-Mann-Konstellation wiederfinden kann oder will und davor ausweicht.... entscheidend finde ich den Gedanken, dass man Kinder haben kann, auch ohne die klassische Ehe zu leben.
Na klar kann das ewig so weitergehen.
Zitat von izziebizzie

Manche Menschen weichen ein Leben lang vor Beziehungen aus.
Oder vor Beziehungen mit dem anderen Geschlecht.
Oder vor Beziehungen mit dem gleichen Geschlecht.
Oder vor Nähe überhaupt.
Oder oder oder.
Das Verlieben kann man nicht steuern. Auch als Kopfmensch nicht.
Es kommt oder kommt nicht.
Um dich offen zu machen zum Gefühle-Zulassen kannst du bestenfalls den Boden bereiten, indem du dich selbst etwas beguckst. Mir kommt da irgendwas an dem Vorbildcharakter deiner Elternehe zu vorbildlich und nicht echt vor, ist aber nur so ein Bauchgefühl.Geändert von _Zitronenmond_ (20.11.2010 um 11:29 Uhr)
Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.
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20.11.2010, 15:23
AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"
Liebe Izzie,
also - wenn Du Dich unglücklich verliebst, bist Du schuld, und wenn die Männer sich unglücklich verlieben, dann auch? Versteh ich nicht. Du hast nicht geschrieben, dass Du Männer absichtlich verliebt machst, verhext, oder sowas. Natürlich gibt es das, dass Menschen andere Menschen knacken müssen, um sich selber zu bestätigen und sich dann zurückziehen. Aber nach einer Erfahrung mit genau so einem Mann würde ich heute sagen: Es war klar meine Verantwortung, dass ich nicht eher klar sehen wollte, dass er mir etwas verspricht, was er nicht hält. Und dass ich nicht eher Konsequenzen gezogen habe.
Liebe Izzie, Du hast mich gefragt, was ich getan habe, um das Distanzproblem in den Griff zu bekommen. Ich habe es (noch) nicht im Griff. Aber ich beobachte seit einiger Zeit meinen eigenen Umgang mit dem Thema Verantwortung und habe festgestellt, dass es keineswegs edel, hilfreich und gut ist, für alles und jeden Verantwortung zu übernehmen und das dann hinter so tollen Phrasen wie: Was Du nicht willlst, etc. zu verbrämen. Vielmehr entmündigt das alle Männer. Diejenigen, die gewohnt sind, für ihre eigenen Gefühle die Verantwortung zu übernehmen (also die gesunden), werden hier sofort die Flucht ergreifen, weil sie diesen Anspruch als übergriffig empfinden.
Kein Mensch dieser Welt, das habe ich wirklich verstanden, kann mit seinem Verhalten die Garantie dafür übernehmen, dass anderen in der Begegnung kein Leid widerfährt. Das ist das Risiko, wenn ich einen Menschen kennenlerne, dass meine eigenen Erwartungen und das, was mir der Mensch geben will, auseinanderklaffen. Weil das Entwickeln von Gefühlen immer und ausschließlich in der Person desjenigen begründet liegt, der Gefühle entwickelt. Zu glauben, ich könnte das mit meinem Verhalten steuern, ist auch nichts anderes, als eine Form von Größenwahn.
Und noch etwas anderes möchte ich Dich fragen: Warum ist es denn eine Katastrophe, sich unglücklich zu verlieben? Die meisten Menschen trauern dann ein bisschen, rappeln sich auf und leben einfach weiter. Ich nicht. Weil es für mich eine existenzielle Frage ist, verlassen zu werden, die an meinen tiefliegenden Verlustängsten rührt. Ich denke, dass auch Dein Anspruch, die Männer unbedingt davor schützen zu wollen, eher etwas über Deine eigenen Ängste aussagt, als über die Realität.
Das sind die zwei Punkte, denen ich mich widme. Ich frage mich mittlerweile öfter: Will ich hier Verantwortung übernehmen oder ist mein Gegenüber in der Lage, die Verantwortung selbst zu tragen? Und ich spüre meiner Angst nach. Das tut mir im Moment sehr weh. Aber ich denke, dass es nur hinter dieser grauen Mauer besser wird.
Und wenn Du schreibst, Deine Mutter sei von ihrer Mutter gemobbt worden und dass Du es für selbstverständlich hieltest, mit Deinem Verhalten ihr Leid zu mindern, dann habe ich eine Vorstellung, woher Deine Sichtweise kommt. Weißt Du, Deine Mutter war auch damals schon eine erwachsene Frau und hätte sich selber gegen ihre Mutter abgrenzen müssen. Es war ihre Verantwortung. Findest Du es angemessen, dass de facto DU die Verantwortung getragen hast?
LG,
BabetteGeändert von Dieclou (20.11.2010 um 21:02 Uhr)
Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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21.11.2010, 09:41
AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"
Liebe Babette,
vielen Dank für Deinen Post :-)
Ich denke bei mir spielen wirklich einerseits das Verantwortungsbewusstsein und andererseits diese schrecklichen Verlustängste eine große Rolle. Die Sache mit der Verantwortung ist halt schon in der Kindheit ziemlich ausgeprägt worden, natürlich war es scheiße von meiner Mutter sich so zu verhalten, wie sie es getan hat. Rückgängigmachen lässt sich das ja aber nicht mehr. Mir ist das schon vor geraumer Zeit aufgefallen, dass ich dort ein Problem habe (so habe ich mich früher noch für ganz andere Dinge verantwortlich gefühlt und mich hinterher für Sachen fertig gemacht, die wirklich nicht in meiner Hand lagen). Scheint so, dass ich dort aber noch einen langen Weg vor mir habe ;-)
Natürlich bin ich keine Hexe und ziehe auch keine innere Selbstbestätigung daraus, dass sich Männer in mich verlieben, die ich anschließend abweise.
Eine viel größere Baustelle sind aber wirklich die Verlustängste. Denke schon, dass die bei mir sehr ausgeprägt sind, aber ich finde keine wirkliche Erklärung dafür, warum das so ist.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall auf deinem Weg alles Gute, liebe Babette. :-)



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in meiner Teenager-Zeit lag mein Single-Dasein sicherlich an meiner extremen Schüchernheit und meinem mangelnden Selbstvertrauen, welches ich auf gewisse Familienkonstellationen zurück führe. Mittlerweile ist mein Selbstbewusstsein aber gewachsen und ich habe beruflich schon einiges erreichen können.
