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    AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"

    Ja und nein. Sie hat diese Klarheit nicht, sondern fragt sich, ob sie vielleicht nicht normal ist.

    Außerdem, könnte ja sein, entsteht der Druck vielleicht dadurch, dass sie GLAUBT, für ihn und seine Abgrenzung verantwortlich zu sein. Und wenn das auf alle anderen Männer auch zutrifft, führt das eben dazu, dass sie keine Männer kennenlernt (außer die, die unerreichbar sind oder ebenfalls unklar und auf sie projizieren und verliebt gucken un das Ideal erfüllt haben wollen, egal wie sie ist, was sie dann in genau die Situation bringt, vor der sie so große Angst hat).
    Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.

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    AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"

    Hallo Izziebizzie,

    das gleiche hätte ich noch vor einiger Zeit geschrieben haben können.
    Ich bin selbst Ende 20 und hab jetzt seit einigen Wochen meine erste Beziehung.

    Bei mir war es auch ständig so das ich vor den Männern die was von mir wollten weggelaufen bin und die unerrreichbaren,schönen,vergebenen vergöttert habe.

    Ich habe früher immer sehr oberflächlich gesucht, ein Mann musste mich optisch ansprechen sonst ging nichts.
    Bis ich dann an einen geraten bin der auf den ersten Blick alles erfüllte was ich gesucht hatte.
    Optisch mein absoluter Traummann und er fand mich scheinbar auch toll. Ich war wahnsinnig verliebt.
    Doch es war alles gelogen,er brach dann von einem Tag auf den nächsten den Kontakt ab.
    Ich habe wahnsinnig gelitten über eine lange Zeit.

    Das hat mir seltsamer Weise die Augen geöffnet. Ich merkte plötzlich wie wertvoll innere Werte sind,vorher konnte ich sie nicht so schätzen.
    Seitdem ich mehr mit dem Herzen suche und für mich weiss wie ein Mann zu mir sein soll und was er mir emotional geben soll, seitdem bin ich davon so gut wie "geheilt".

    Die Männer die ich vorher aus unerfindlichen Gründen abgelehnt habe möchte ich dennoch nicht zurück, denn sie passten genauso wenig zu mir wie die Unerreichbaren.
    Vertraue deinem Gefühl!

    Wünsche dir alles Gute!
    Madea

  3. Inaktiver User

    AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"

    OK. Also, Izziebizzie, irgendwo zwischen diesen beiden Polen liegt die Wahrheit. Du bist nicht unnormal. Nicht für Männer verantwortlich. Aber für Dich selbst. Mach Dir nicht zuviel Druck - weder in die eine noch in die andere Richtung. Nimm Dir soviel Zeit, wie Du brauchst - aber gib nicht mehr, als Du willst.

    Einverstanden, Clou?

  4. Inaktiver User

    AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"

    Zitat Zitat von Madea Beitrag anzeigen
    Die Männer die ich vorher aus unerfindlichen Gründen abgelehnt habe möchte ich dennoch nicht zurück, denn sie passten genauso wenig zu mir wie die Unerreichbaren.
    Vertraue deinem Gefühl!
    Das finde ich ein wichtiges und gutes Fazit!

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    AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das finde ich ein wichtiges und gutes Fazit!
    Das sehe ich auch so.

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    AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"

    Sowas von.
    Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.

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    AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"

    Danke für die vielen Denkanstöße


    Zitat Zitat von Dieclou Beitrag anzeigen
    Liebe Izziebizzie,

    zunächst mal: Du bist nicht alleine. Sondern in bester Gesellschaft. Viele Frauen reagieren so wie Du. Dafür kann es viele Ursachen geben. Mir sind zwei Punkte aufgefallen:

    1. Du fühlst Dich für die Erwartungen der Männer verantwortlich. Das geht mir auch so, und sorgt bei mir ebenfalls dafür, dass jedes Gefühl zuverlässig abgetötet wird. Denn wenn wir mal ehrlich sind: Da treffen sich zwei Menschen und einer denkt: Wenn der sich jetzt verliebt und ich mich nicht, wenn der dann unglücklich ist, und leidet - und wenn daraus der Schluss entsteht: Ich werde den Erwartungen nicht gerecht - wo soll da bitte Zuneigung wachsen können? Das ist Druck, Schwere, Selbstaufgabe. Im Grunde genommen ist es also ein Problem der Angrenzung. Männer, die unerreichbar sind, auch das gibt es bei mir, machen die eigene Abgrenzung unnötig, schlichtweg, weil keine Situationen entstehen, in denen das nötig werden könnte.

    Stimmt, ich fühle mich für die Erwartungen/Gefühle der Männer verantwortlich, schließlich habe ich sie ja irgendwie geschürt/hervorgerufen. Das erinnert mich dann immer an eigene Situationen in denen ich unglücklich verliebt und zurückgewiesen wurde

    Ich versuche, diese Sichtweise zu ersetzen, indem ich mir sage: Erwachsene Menschen sind für ihre Gefühle selbst verantwortlich. Wenn einer merkt, der Kontakt zu mir tut ihm nicht gut, dann kann er ja selbstständig Konsequenzen ziehen und gehen, nicht wahr? Ist aber verdammt hart. Mein "Verantwortungsgefühl" ist früh und tief geprägt worden. Vielleicht magst Du Dich ja ein bisschen damit beschäftigen? Wie ist denn Verantwortung in Deiner Familie aufgeteilt? Wie sehr hängt Wohlbefinden (der Eltern) dort am Verhalten anderer Mitglieder? Wie viel Nähe wird denn vorausgesetzt, und wie reagieren Deine Eltern darauf, wenn Du mal nicht so willst, denkst, fühlst wie sie?

    Deine Sichtweise der Verantwortlichkeit der Männer für ihr eigenes Handeln kann ich so nur bedingt nachvollziehen. Ich lebe nach dem Motto, dass ich andere Leute so behandele, wie ich selbst gerne behandelt werde. Natürlich ist ein offenes Wort fairer dem anderen gegenüber, aber dazu bin ich meist zu feige (was dann halt leider dazu führt, dass ich den anderen mehr verletze als beabsichtigt)

    Verantwortungsgefühl ist bei mir sehr ausgeprägt. Meine Mutter wurde selbst von ihrer Schwiegermutter, die im gleichen Haus lebte gemobbt und so entstand schon früh das Gefühl insbesondere meiner Mutter gegenüber den Erwartungen gerecht werden zu wollen.


    2. Wie haben denn Deine Eltern reagiert, als Du von ihren Geschwistern gemobbt wurdest?

    Meine Eltern haben leider nicht so heftig reagiert, wie sie hätten reagieren sollen. Mir gegenüber haben sie immer gesagt, dass da nur der Neid eine Rolle spielen würden und die Geschwister spinnen würden, aber den Geschwistern selbst gegenüber ist das (aus meiner Sicht) nie so direkt gesagt worden

    Ich habe lange Zeit gedacht, mein Beziehungsproblem wäre ein Näheproblem. Aber hier hat mich jemand auf den Gedanken gebracht, dass es eher ein Distanz-Problem ist. Ich habe Angst, mich aufzugeben, deshalb schütze ich mich durch radikale Abgrenzung - ich gehe keine Kontakte ein, die verbindlicher werden könnten. Mein eigenes Verhalten und vor allem die Angst kann ich jetzt viel deutlicher Spüren. Vielleicht hilft Dir das ja weiter?

    Das mit dem Distanz-Problem ist ein sehr interessanter Gedanke. Dachter bisher immer ich hätte ein Näheproblem, aber vielleicht ist es wirklich ein Distanzproblem??? Was hast Du getan um Dein Distanzproblem anzugehen?

    LG,
    Babette

    @ Original Sin

    Das meine ich. Der hätte ja auch selber merken können, er kriegt nicht was er will (und wer will schon Wochen lang nur gucken?) - und Konsequenzen ziehen können. Er hat sich dafür entschieden, weiter mit Dir auszugehen und zu warten. Großer Junge, eigene Verantwortung.

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    AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    OK. Also, Izziebizzie, irgendwo zwischen diesen beiden Polen liegt die Wahrheit. Du bist nicht unnormal. Nicht für Männer verantwortlich. Aber für Dich selbst. Mach Dir nicht zuviel Druck - weder in die eine noch in die andere Richtung. Nimm Dir soviel Zeit, wie Du brauchst - aber gib nicht mehr, als Du willst.

    Einverstanden, Clou?
    Danke Original_Sin
    Ich glaube mein Date hat gestern deutlich gespürt, dass ich nichts von ihm will. Ich habe noch mal in mich reingehört und da sind keine Verliebtheitsgefühle für ihn.

  9. Inaktiver User

    AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"

    Zitat Zitat von izziebizzie Beitrag anzeigen
    Danke Original_Sin
    Ich glaube mein Date hat gestern deutlich gespürt, dass ich nichts von ihm will. Ich habe noch mal in mich reingehört und da sind keine Verliebtheitsgefühle für ihn.
    Das klingt doch gut. Klarer. Alles Gute!

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    AW: Aufwachen aus dem "Dornröschenschlaf"

    Zitat Zitat von izziebizzie Beitrag anzeigen
    und zumindest meine Eltern eine harmonische Beziehung mit Vorbildcharakter führen.
    Oh je.

    Da wird mir ganz mulmig, wenn ich sowas lese. Das kann ja auch heißen "lebenslängliche Langeweile und Reglosigkeit".

    Aus Deinen Schilderungen klingt heraus, als schaust Du Dir die Männer daraufhin an, ob Du den Rest Deines Lebens mit ihnen verbringen möchtest / musst. Da kann einem ja angst und bange werden, und man lässt es lieber sein. Vielleicht solltest Du bei einem der Männer mal überlegen, ob Du JETZT irgendeine Annäherung wünschst. Ob das morgen / nächste Woche / nächstes Jahr weitergeht, lass erst mal außen vor.


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