Nabend zusammen,
so langsam beschleicht mich das Gefühl, dass ich iwie auf dem falschen Weg bin bzw. etwas nicht mit mir stimmt. Is schwer zu erklären, aber hoffentlich kann mich doch iwer verstehen? Oder gibt es ähnliche "Fälle"???
Mein Ehedrama hatte ich bereits geposted. Daran hat sich auch nix geändert. Wir hatten Ende 2009 einen kleinen Versöhnungsversuch gestartet, der aber natürlich nicht funktioniert hat. Dabei spielte auch mein derzeitiger Freund, in den ich ja eigentlich soooo verliebt war, auch ne große Rolle, aber das war eine eigene Baustelle.
Also Kurzform: Kl. Versöhnung mit dem Noch-Ehemann, Trennung vom Freund Ende 2009. Anschließend erneute und endgültige Trennung von Noch-Mann und Versöhnung mit Freund Anfang 2010. Heute: Trennung vom Freund.
Das, was ich jetzt als Problem empfinde, ich ertrage keine Nähe. Ich möchte einfach nur für mich sein. Das war auch der Grund, weshalb ich mich letztendlich von meinem Freund erneut getrennt habe. Ich hab keinen "Bock auf Rücksicht nehmen, möchte nur das tun, wonach mir gerade ist. Mich ganz nur mich selber und meinen Bedürfnissen hingeben. Wobei die sehr bescheiden sind. Derzeit neige ich zum Nix-Tun ... nix tun müssen. Gehe meiner Arbeit nach, versorge meinen Hausehalt, kümmere mich um meine Kids und ansonsten lasst mich alle in Ruhe. Ab und zu treff ich mich mit meinen Freundinnen, aber eigentlich hätt ich gern, dass mich alle in Ruhe lassen. Ich kann ganze WEs mehr oder weniger "abhängen", TV glotzen, Bücher lesen, schlafen ... Ich hab so iwie gar kein Interesse am "Leben" draußen teilzunehmen. Ich freu mich, wenn ich alleine und für mich bin. Und das beunruhigt mich. Is das normal? Gibt es jemanden, der auch solche Phasen hat(te)? Is das nur ne Phase oder schlag ich da ne falsche Richtung ein?
Da ich hier schon mal tolle Anregungungen und Gedankenanstöße bekommen habe, hoffe ich, dass ihr mir hierzu auch was sagen könnt.
Vielen Dank fürs Lesen, hoffe, ist nich zu lang.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 29
-
31.10.2010, 01:26
Gott, werd ich ne schrullige Alte?
-
31.10.2010, 01:39
AW: Gott, werd ich ne schrullige Alte?
Hallo,
ich hab deine anderen threads nicht gelesen.
Geniess die Zeit allein.
Das ist vollkommen normal.
Du brauchst einfach eine Auszeit, das ist alles.
Mach dir keine Sorgen.
lg
-
31.10.2010, 01:42
AW: Gott, werd ich ne schrullige Alte?
Hallo Wirrwarr,
zu Deiner Frage, ich finde solche Phasen sehr normal und auch notwendig. Manchmal dauern die laenger, manchmal kuerzer.
Es ist Dir ein Beduerfnis, in ruhe gelassen zu werden und nix tun. Meiner Meinung spricht nichts dagegen, das auch zu leben. Es gibt immer einen Grund fuer wie man sich fuehlt - und der Koerper holt sich meist das, was er braucht.
Es gibt einen schoenen Satz in Englisch: We are human beings - not human doings.
Einfach mal sein, ist doch auch sehr schoen.
Meine Anregung waere - tu nach was Dir ist - und wenn das nichts ist, dann tu das.
Erlaube Dir eine Auszeit auch von Freundschaften. Solange Du erklaerst wie Du Dich fuehlst, und dass Dein Rueckzug nichts mit der anderen Person zu tun hat, muesste das doch machbar sein
Eine wunderschoene Entspannungsphase ohne zuviele Gedanken wuensche ich Dir.
-
31.10.2010, 01:47
AW: Gott, werd ich ne schrullige Alte?
Für ne gewisse Zeit hab ich mir das auch so gedacht. Ich nehm mir quasi ne Auszeit, besinne mich auf mich. Aber das dauert nu schon Wochen. Ich hab Angst, dass ich da in was reinrutsche, was nachher in Gleichgültigkeit, Einigeln o.ä. ausartet. Ich will kein einsamer Einsiedler sein, so bin ich eigentlich auch nicht. Zwar war ich schon immer häuslich und auch gerne zuhause, aber auch unternehmungslustig. Hab mich gefreut, mit Freunden etwas zu unternehmen. Das empfinde ich heute als "qualvolle Pflichterfülltung", ich hab da nix wirklich Spaß dran. Das macht mir Sorge.
-
31.10.2010, 01:50Inaktiver User
-
31.10.2010, 01:56
AW: Gott, werd ich ne schrullige Alte?
Jein. Ein bissi bin ich schon deprimiert. Aber das hängt mit anderen Sachen zusammen, schon iwie die Trennung von meinem Noch-Ehemann betr. Also Begleitumstände. Aber ich möchte nix alleine sein, weil ich depri bin. Oft empfinde ich das gar nix so. Es sind Gedanken, die ich mir mache, aber nicht 24 Std, und im normalen Umfang. Wahrscheinlich jetzt so gar nix verständlich??
-
31.10.2010, 08:39
AW: Gott, werd ich ne schrullige Alte?
Damals, als ich mich von meinem Ex getrennt hatte, hatte ich auch eine Phase, in der ich mich zu nix aufraffen konnte - ähnlich wie du. Ich versorgte die Kinder und den Haushalt, ging arbeiten und machte sonst nix. Auch das ging über Wochen so. Damals hatte ich auch die Sorge, dass ich depressiv sein/werden könnte. Als ich das damals meiner Freundin erzählte, meinte sie, ob ich nicht auch mal auf die Idee kommen könnte, einfach schlicht und ergreifend überarbeitet zu sein und die Pause brauche?
Mir geht es tatsächlich so. Wenn ich viel arbeite, der Stress sehr groß ist, brauche ich viel Zeit zum Schlafen und zum Nichtstun. Depressiv war und bin ich ganz sicher nicht. Aber so im Hinterkopf sollte man es schon behalten.
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
- Ich habe meinen Sport gefunden.
Sommer 2021 - mehr als nur nasse Füße... reinklicken und mithelfen!
Moderatorin für:
Was bringt Sie aus der Fassung?Beziehung im AlltagTrennung und ScheidungÜber das KennenlernenForum für AlleinerziehendeReine Familiensache
-
31.10.2010, 11:06
AW: Gott, werd ich ne schrullige Alte?
Was heißt denn, nix machen? Du gehst arbeiten, hast Kinder um die du dich kümmerst, machst den Haushalt. Das ist nicht nichts. Das ist verdammt viel
. Da DARF man schon mal müde sein und die Flügel strecken, wenn es um Freizeitaktivitäten geht.
Die Lebensumstände anderer sind meist anders, als die eigenen. Und der eigene Energiehaushalt auch. Freundinnen, die sich in einer guten Ehe aufgehoben fühlen und deren Mann ihnen auch noch einen Teil der Arbeit und Kindererziehung abnimmt, haben natürlich noch mehr Energie, um abends auf die Jück zu gehen.
Mir ging dieses Licht auf, als ich mich immer mit einigen Freundinnen verglich - ein blöder Fehler übrigens. Ich, alleinerziehend, ganztags berufstätig mit zwei Kindern und Haus und Garten bin nun mal müder - da eben mehr Arbeit rundum - als die Freundin, die halbtags arbeiten geht, einen tollen Mann hat, bei den Eltern im Haus wohnt.
Bleib ganz bei dir. Wenn du müde bist, dann bist du müde. Dein Arbeitspensum und deine Beziehungslage sind da ursächlich für. Wenn's rundum grade beschissen läuft, dann brauchst du Zeit für dich. Wie sonst willst du in dem ganzen Durcheinander zu dir kommen.
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
-
31.10.2010, 11:58
AW: Gott, werd ich ne schrullige Alte?
Es gibt für alles eine Zeit im Leben.
Und vielleicht ist jetzt einfach für dich die Zeit in der du Ruhe brauchst, dich mal zurücklehnst und auf dich besinnst.
Vielleicht will dein Körper, deine Seele einfach mal eine Auszeit.
Deine Interessenlosigkeit am "außen" hat nichts mit schrullig zu tun - vielleicht ist das "innen" jetzt einfach mal wichtiger.
Kannst du diesen Gedanken für dich annehmen?
Ich hatte mich lange dagegen gewehrt, wollte die Unternehmungslustige, Fröhliche sein. Bis ich erkannt habe daß ich irgendeinem Bild von mir hinterherlaufe was einfach zu diesem Zeitpunkt nicht passte.
Die Zeit der Besinnung auf mich selbst war im Nachhinein sehr wichtig für mich - und es kann eine ganze Menge Energie daraus erwachsen
wikiwiki"Wenn du eine Entscheidung treffen musst und triffst sie nicht, ist das auch eine Entscheidung."
William James
-
31.10.2010, 15:57
AW: Gott, werd ich ne schrullige Alte?
Erst einmal vielen Dank für eure Antworten und ihr habt sicherlich Recht mit dem, was ihr schreibt. Ich bin wahrscheinlich auch wieder viel zu ungeduldig oder streng mit mir selber.
Bei uns zuhause (als Kind) galt es immer als negativ, wenn "man nix zu tun hatte". Das hängt bestimmt auch noch irgendwo bei mir fest.
Mir fehlt aber auch das Bedürfnis nach Kuscheln usw. Ich bin eher der Kuschel- und Schmusetyp und früher haben wir es am WE oft so gehalten, dass wir den ersten Kaffee im Bett getrunken haben, bissi gekuschelt, bissi was erzählt bis wir in den Tag gestoßen sind. Den Kaffee trinke ich auch heute noch im Bett, aber auch das empfinde ich nicht negativ oder vermisse die Zweisamkeit.
Ich werde jetzt mal versuchen, das etwas lockerer anzugehen bzw. darüber mir nich zuviele Gedanken mehr machen. Irgendwann kommt die Energie sicherlich zurück.


Zitieren

