Gut, ich korrigiere meine Aussage: Aus meinen vielen Hobbies, die ich mal hatte, ist genau eine einzige langfristige Bekanntschaft entstanden. Zu allen anderen ist der Kontakt nie über die gemeinsame Aktivität hinausgegangen!Aber nochmal, echte Freundschaften sind ein Glücksfall, sie entstehen aber nun mal aus langfristigen Bekanntschaften und die wiederum aus Interessen, Hobbies, Gemeinsamkeiten wie der Arbeit oder dem Umfeld.
Mal: ja. Regelmäßig :nein. Und ein Hobby erfordert ja in der Regel eine mehr oder weniger regelmäßge Teilnahme an irgendwelchen Veranstaltungen. Ganz abgesehen davon, dass mir derzeit auch nichts einfällt, was mich in dieser Richtung interessieren würde.Aber ich finde, bei einer normalen Beschäftigung bleibt doch trotz Beziehung und Sport normalerweise noch Zeit, um Abends mal was zu machen, oder?
Dass ich langweilig wäre hat mir bisher aber (mit Ausnahme von euch) auch noch niemand unterstellt. Und mein "Problem" resultiert aus mangelnden Möglichkeiten, Leute kennenzulernen, aber nicht daraus, mit denen, die ich kenne, kein Gesprächsthema zu finden.
Und ob in meinem Leben was leidenschaftliches fehlt...eher nicht. Vielleicht nach euren Maßstäben, aber ich empfinde das nicht so.
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03.11.2010, 10:12Inaktiver User
AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...
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03.11.2010, 10:46
AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...
Hobbies: nichts direkt spektakuläres, aber...
bin derzeit beim Contemporary Dance, aber die Gruppe ist sehr sehr klein, meist nur 4 - 6 Leute, die schnell wieder auseinandergehen, da die Kursleiterin keine Zeit hat, da noch etwas nachträglich zu machen.
Das macht aber auf jeden Fall Spass!
Dazu mach ich Pilates und lote Tai Chi aus, beim Sportverein. Aber dort ist die Gruppe natürlich gross und schaut nur nach "vorne" zur Kursleiterin.
Malkurse hab ich mehrfach belegt, aber mir ist aufgefallen, dass die Leute bei dieser Aktivität einfach mehr auf sich und ihr Schaffen konzentriert sind. Dasselbe gilt für Töpfern usw.
Ich spiele mit dem Gedanken, es mit einem Sprachkurs zu versuchen, dann aber Chinesisch - wird nur in der Stadt nebenan angeboten.
Literaturkreise klingt nicht schlecht, wobei ich mich nicht als absolut hohe-literaturbegeistert einschätzen würde, obwohl ich beruflich mit Büchern zu tun hab.
Grundsätzlich "bastel" ich gerne, auch wenn "Seidenmalerei" nicht dabei ist....
Ehrenamt:
Amnesty und Altenheimarbeit wäre derzeit nicht mein Ding, das hab ich beides längere Zeit gemacht, letzteres als Aushilfe im Pflegebereich. Auch eine mehr oder weniger beaufsichtigende Tätigkeit (Kasse, Aufsicht in Institutionen etc.) möchte ich nicht machen, weil ich das beruflich vier Tage mache und eben genau dazu einen Ausgleich suche.
Ich suche eher im Bereich Kinder/Natur oder etwas Praktisch-Organisatorisches im Team.
Da ich absoluter Neuling und alleine ohne Anschluss (kenn niemand der da was macht) dazustossen würde, tu ich mich irgendwie leider schwer. Wie belastbar und wie verfügbar (zeitlich) muss man sein?
Lohnt die Anfrage bei der Kirche? Evangelische Gemeinde?Geändert von Elwyn (03.11.2010 um 10:50 Uhr)
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03.11.2010, 11:18
AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...
Das hab ich genauso verstanden und so ist es auch in aller Regel.
Ich verstehe deinen Frust sehr gut - es erfordert einfach Aufwand und erstmal Zeit zu finden, regelmässige Kontakte zu knüpfen...und dann haste keine Garantie für was Engeres!
Aber so oder so - nachdem wir hier soviele Vorschläge gemacht haben - welche Gelegenheiten ausser weiterer Familienkreis, Job, Hobbies, Vereine usw. kann es deiner Meinung nach jenseits des Partylebens der Unter-Dreissigjährigen überhaupt geben, um Leute erstmal so regelmässig zu sehen, dass daraus etwas entstehen könnte?
Wenn ich das richtig verstehe, hast du genug interessante Themen und Interessen, aber einfach de facto keine Zeit? Könnte ja sein...aber wie löst man das dann?
Geändert von Elwyn (03.11.2010 um 11:22 Uhr)
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03.11.2010, 12:08Inaktiver User
AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...
Hallo bibiblocksberg,

habe mich gerade durch deinen Strang gelesen. Finde das interessant, was hier besprochen wurde, weil ich gerade selbst in einer "Aufbruchphase" bin, nach jahrelangem "Zurückgezogenes Leben" und endlich wieder die Nase durch die Tür stecke. Wird gerade alles sehr spannend!
Das jetzt näher zu beschreiben, führt allerdings an deinem Thema vorbei, und gute Freundinnen (die allerdings auch etliche Km entfernt leben) und gute Bekannte habe ich, also das ist nicht das Problem.
Wenn ich deine Sätze lese, fällt mir das hier auf:
Ja, du bist ein wenig durcheinander. Ich denke, du weißt selbst nicht so genau, was dir eigentlich fehlt und bist auch widersprüchlich in deinen Aussagen.
d.h., für mich liest du dich widersprüchlich: Einerseits bist du traurig, weil du nicht einfach so zum Hörer greifen kannst, um mal mit jemandem was trinken zu gehen, weil du niemanden kenntest. Ein paar Zeilen weiter sagst du aber das Gegenteil, d.h. es gibt durchaus Leute in deiner Umgebung, mit denen "mal was trinken gehen" und gute Unterhaltung möglich ist. Warum kannst du nicht genau diese Leute anrufen?
Einerseits sagst du, dass du eigentlich keine "beste Freundin" brauchst, weil du ja deine Familie hast und dich dort gut austauschen kannst, andererseits beklagst du aber genau das, nämlich, das Fehlen eines wirklichen, echten Freundes.
Dann kommt noch hinzu, dass du sehr wohl weißt, dass man Zeit und Leben "investieren" (ich hasse dieses Wort) muss, um neue Leute kennenzulernen, aber dann sagst du ganz klar, dass du genau diese Zeit nicht hast. Wenn ich jetzt zynisch wäre, könnte ich dir sagen: "Ja dann: Pech gehabt!"
Wenn dir das Anliegen, neue Menschen kennenzulernen, wirklich am Herzen liegt, dann versuche doch mal zu schauen, wo du dir pro Woche einen Abend frei schaufeln könntest, um die Tür aufzustoßen und aktiv zu werden. Möglichkeiten dazu wurden im Strang schon viele genannt. Dabei bin ich der Überzeugung, dass es nicht darauf ankommt, sich nun möglichst in viele Aktivitäten zu stürzen, sondern, mit welcher inneren Haltung du an eine wenige Aktivität (das kann schon das einfache Besuchen eines Stammtisches sein) herangehst.
Fang "klein" an, d.h., erwarte nicht gleich, auf die "große Freundschaft" zu treffen, sondern geh' einfach mal NEUGIERIG und OHNE ERWARTUNGEN, dass das jetzt was werden muss, auf die Menschen zu.
Und dann gibt es noch den umgekehrten Weg: Wenn dir eine Sache so wichtig ist, dass du das gerne tun möchtest (du erwähntest, dass du Instrumente spielst. Warum gründest du nicht ein Quartett, o.ä., und macht dann von ZEit zu ZEit Aufführungen in Altenheimen, Firmenabende, Weihnachtsfeiern...
? Eine Freundin von mir hat das gemacht.) , dann zieh' das durch. Die Erfahrung zeigte mir, dass sich dann die Weggefährten schon von alleine einstellen.
Und wirf das Altersargument über Bord:
Es kommt eigentlich nur darauf an, ob du mit jemanden auf der gleichen Wellenlänge bist. Und da spielt das Alter eine eher untergeordnete Rolle.
Und noch ein Gedanke:
Ich würde nicht von Lustlosigkeit sprechen, sondern von Energielosigkeit Wobei das eine mit dem anderen insofern zu tun hat, dass Lustlosigkeit der Energielosigkeit entspringt....
Vielleicht liegt "der Hund" ja da begraben. Vielleicht fehlt es dir an der nötigen Energie? Da helfen dann nämlich die besten Vorsätze nichts... Lustlosigkeit, Energielosigkeit, Antriebslosigkeit, Interesselosigkeit... siehe hier:
DAS könnte auch eine Spur sein...
Energie zurückzuholen... Fühlt sich saugut an!
Alles Gute dir, bibiblocksberg!Geändert von Inaktiver User (03.11.2010 um 12:27 Uhr)
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03.11.2010, 13:48
AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...
bruenette,
ich schreib dir eine eins ins buch fuer dein letztes posting.
>Ich suche eher im Bereich Kinder/Natur oder etwas Praktisch-Organisatorisches im Team.
wie waers im bereich naturschutz, tierschutz, jugendfarmen? ich bin oefters auf einem gnadenhof fuer tiere, da springen jede menge kids rum.
luciernago
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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03.11.2010, 15:12
AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...
Hm, dann ist die Zeit des Jazz-Dance usw. aber noch nicht unbedingt lange her. Es klang echt wie aus einem anderen Lebensabschnitt.1. die alle für mich ein bisschen alt sind (bin 25)
Ich glaub ich hab leider nicht soviel Rat für dich, weil ich viel älter bin, also aus deiner Sicht echt alt. In meinem Alter hat sich in Freundeskreisen einfach schon zwangsweise viel ausgedünnt und man weiss, dass man sich bemühen muss, aber du müsstest ja eigentlich noch mitten drin im "Partyleben" stecken, wo sich an vielen Ecken neue ungebundene Leute auftun.
Was macht denn dein Partner? Ihr seid doch sicher auch mal zu zweit unterwegs...
Naja...
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03.11.2010, 17:34Inaktiver User
AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...
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luciernago,
Danke!

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03.11.2010, 17:38Inaktiver User
AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...
@
Elwyn,
Ich schließe mich an!(...), weil ich viel älter bin, also aus deiner Sicht echt alt.
Ich bin für Mitte-zwanzigjährige mit meinen Anfang Vierzig auch schon ziemlich alt!


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