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  1. Inaktiver User

    AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...

    Luciernago meinte wahrscheinlich, dass wenn man so wenig Interesse hat an Dingen, es auch wenig gibt, was man innerhalb der Freundschaft unternehmen oder über was man sprechen könnte.

    Denn um Bekanntschaften zu Freundschaften werden zu lassen, gehören doch Dinge, die man gemeinsam macht.

    Beim Umziehen helfen (ok, seltenes Bsp.),
    eine Kneipentour (MannohMann du bist 25! Raus mit dir!)
    oder ordentlich die Sohle schwingen,
    Spieleabend mit deinem Mann, mit ihr und deren Partner,
    ein Buch von ihr ausleihen, das sie toll fand und dann darüber reden, (du liest doch gern)
    gemeinsam was verrücktes kochen,
    was auch immer gut kommt: zum gemeinsamen Frühstücken treffen, ein Punk-Konzert besuchen
    oder wahlweise ein Klavierkonzert ...

    Nur dasitzen und Kaffee trinken ist zu wenig.
    Eine Freundschaft entwickelt sich durch geteilte gemeinsame Erlebnisse und darüber, dass man gemeinsame Interessen teilt.

    Zitat:
    Ich bin dann einfach losgezogen und irgendwas hat sich dann ergeben.
    Kannst du das genauer beschreiben?
    Auweh auweh... zuhause habe ich zwei Gläser Wein getrunken - als ich so alt war wie du jetzt, und mich angeschickert in die nächste Disco oder den Szenetreff begeben. Da steht man dann ne Weile rum und guckt... irgendjemand feiert am Tresen Geburtstag und weil du grad da stehst, kriegst du auch einen Kurzen oder an der Tanzfläche stehen und da läuft dann irgendein Song den du schrecklich findest und das teilst du der Frau mit, die neben dir steht...
    oder du fragst jemand, ob er in der Nähe noch was Gutes weiß wo du später hingehen kannst...
    Ja ich geb zu, klingt etwas aufdringlich, trotzdem hab ich so immer Anschluss gefunden.
    Früher.
    Heute bin ich nicht mehr so kontaktfreudig.
    Hab ja auch inzwischen meinen festen Kreis.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich mach Sport, aber nur aus Vernunftsgründen, ...
    Ha! Siehst du?! In der Stadt in der ich heute lebe, habe ich mich als erstes im Fitnessstudio angemeldet. Die bieten ja auch immer so Kurse an. Auch am Getränketresen wird öfters mal gequatscht oder wenn man zufällig nebeneinaner am Stepper steht.
    Da hat man schonmal ein gemeinsames Gesprächsthema: den Fitnessclub.
    Und wenn du neu da bist, umso besser, dann kannst du jemand gleich fragen, wie er es hier findet oder wie dieser oder jener Kurs ist...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Fakt ist, Du mußt vor die Tür.
    Anders geht es vermutlich nicht.
    Wenn du eine Freundschaft pflegen willst, musst du ja sowieso auch vor die Tür...
    Leute die kaum was erleben und an wenig Dingen Interesse haben, sind als Freunde auch nicht so attraktiv.

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    AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur dasitzen und Kaffee trinken ist zu wenig.
    Eine Freundschaft entwickelt sich durch geteilte gemeinsame Erlebnisse und darüber, dass man gemeinsame Interessen teilt.
    An diesem Satz bin ich hängen geblieben.

    Denn ich bin mir da nicht mehr sicher. Ich habe es oft erlebt, dass als Freundschaft empfundene Kontakte abrissen, als das gemeinsame Hobby nicht mehr ausgeübt wurde, das Studium endete, man umgezogen ist....

    Im Rückblick sehe ich viele meiner Kontakt als "Zweckbeziehung", ohne das unbedingt negativ zu meinen. Aber der Umgang hing eben offenbar nur von dieser gemeinsamen Aktivität ab. War diese rum, vergaß man einander.

    Gerade habe ich ein Aufbaustudium beendet. Geblieben ist kein einzige Kontakt. Ich hatte mir da ein wenig Hoffnung gemacht, ich gebe es zu. Aber dann war ich die einzige aus dieser Stadt und alle anderen reisten für die Kurse (berufsbegleitend) an. Kaum war das Studium rum, waren die Kontakte vorbei. Auch ich weiß gar nicht, was ich da nun am Telefon noch sagen sollte...Vielleicht sind so ein paar Semester auch zu wenig, um tiefere Kontakte zu knüpfen.

  3. Inaktiver User

    AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...

    Entwickelt sich, schoenbuerzel, entwickelt sich.
    Ob das dann in tiefer Freundschaft endet und man sich einander verbunden weiß - auch über kilometerlange Entfernungen, das ist wiederum eine andere Geschichte.
    Das lässt sich nicht erzwingen.
    Aber man kann eine Ausgangsbasis schaffen dafür, dass überhaupt erst ein Zueinanderfinden stattfindet.
    Und das läuft über gemeinsame Interessen und Erlebnisse.

  4. Inaktiver User

    AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...

    Vielen Dank für eure Antworten. Vielleicht habe ich mich ungeschickt ausgedrückt, aber ich muss glaube ich noch mal was klarstellen:

    Ich bin NICHT desinteressiert, ich kann über Gott und die Welt von Schuhen bis Weltpolitik mit fast jedem quatschen. Und ich sitze auch nicht den ganzen Tag oder jeden Abend zu Hause alleine rum und langweile mich.

    Mein "Problem" ist eher, dass ich schon ewig niemanden mehr kennengelernt habe, den bzw. besonders die so mit mir auf einer Wellenlänge lag, dass sich daraus eine echte Freundschaft ergeben hätte.

    Luciernago meinte wahrscheinlich, dass wenn man so wenig Interesse hat an Dingen, es auch wenig gibt, was man innerhalb der Freundschaft unternehmen oder über was man sprechen könnte.
    Das hatte ich ja versucht zu erklären, ich habe Interesse an wahnsinnig viel Dingen, aber solche Kurse sind einfach nicht mein Ding. An Gesprächsthemen würde es mir kaum mangeln, nur an Gelegenheiten, jemanden kennenzulernen...

  5. Inaktiver User

    AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...Leute die kaum was erleben und an wenig Dingen Interesse haben, sind als Freunde auch nicht so attraktiv....
    Ich behaupte sogar, das ist unmöglich. Ich habe mal jemanden kennengelernt zwecks Freizeitgestaltung über new-in-town. Der war das extremste, was mir je begegnet ist. EGAL welches Thema ich aufgriff, kam von ihm nach kurzer Zeit immer derselbe Satz: Ja, aber eigentlich interessiere ich mich nicht dafür. Ich habe es erst spassig aufgegriffen, doch dann waren wir ganz schnell an dem Punkt, dass ich ihn fragte, wofür er sich denn interessiere... Und ihm viel nichts ein Was will man mit so einem Menschen machen? Ich meine, ich bin ja kein Unterhaltungsprogramm oder Sozialarbeiterin, die so jemanden behutsam ins Leben lockt oder führt ....
    Ich habe ihm gesagt, er müsse erst einmal für sich herausfinden, was ihn denn interessiere und dann könne er demgemäß Kontakte suchen und aufbauen. Herrje. Damit war mein Bedürfnis, mütterliche Zuwendung auszustrahlen schon weit überzogen, denn das hatte ich absolut nicht vor. Und das war's.

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    AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...

    Zum Thema "Losziehen" und "Rausgehen"...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auweh auweh... zuhause habe ich zwei Gläser Wein getrunken - als ich so alt war wie du jetzt, und mich angeschickert in die nächste Disco oder den Szenetreff begeben. Da steht man dann ne Weile rum und guckt... irgendjemand feiert am Tresen Geburtstag und weil du grad da stehst, kriegst du auch einen Kurzen oder an der Tanzfläche stehen und da läuft dann irgendein Song den du schrecklich findest und das teilst du der Frau mit, die neben dir steht...
    oder du fragst jemand, ob er in der Nähe noch was Gutes weiß wo du später hingehen kannst...
    Ja ich geb zu, klingt etwas aufdringlich, trotzdem hab ich so immer Anschluss gefunden.
    Ich denke, man darf sich beim Knüpfen von Kontakten auch nicht zu sehr verbiegen, denn wie will man dann jemanden kennenlernen, der auf der gleichen Wellenlänge liegt? Ich gehe jetzt mal nur von mir aus, da ich niemandem zu nahe treten möchte, aber ich, die mit Anfang 20 das letzte Mal "freiwillig" und nur um der Disco willen in der Disco war, würde jetzt bestimmt nicht anfangen und in einem solchen Schuppen nach neuen Freundinnen suchen. Das ist doch die Krux - wenn man sich die verschiedenen Threads hier mal anguckt, scheint es ja doch viele Menschen zu geben, die nach neuen Freundschaften suchen, nur ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die ruhigen, introvertierteren Menschen unter uns mal in "freier Wildbahn" treffen, eben geringer als bei geselligen, feierfreudigeren Menschen.

    Natürlich hilft es nichts, zu Hause rumzusitzen und auf die Erlösung zu warten. Aber ich denke, dass es schon wichtig ist, seine Aktivitäten mit den eigenen Interessen und Vorlieben abzustimmen. Ich habe mich etwa ein Jahr nach meinem Umzug, u.a. auch aus der Motivation heraus, neue Bekanntschaften oder gar Freundschaften zu schließen, in einem Fitnessstudio angemeldet, was völlig in die Hose gegangen ist, weil ich einfach nicht sportlich bin und wahrscheinlich auch niemals sein werde. Eine riesige Geldverschwendung im Endeffekt...
    The intelligence of the creature known as a crowd, is the square root of the number of people in it.

    Terry Pratchett

  7. Inaktiver User

    AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Mein "Problem" ist eher, dass ich schon ewig niemanden mehr kennengelernt habe, den bzw. besonders die so mit mir auf einer Wellenlänge lag, dass sich daraus eine echte Freundschaft ergeben hätte.
    Hm. Meiner Erfahrung nach ist es in der Freundschaft wie in der Liebe.

    Manchmal erkennt man erst auf den zweiten Blick, wie besonders ein Mensch ist. Ich habe einige Freunde, die ich auf den ersten Blick nicht als potentielle Freundinnen und Freunde identifiziert habe. Aus irgendeinem Grund hat man sich aber öfter gesehen oder miteinander zu tun gehabt. Und durch gemeinsame Erlebnisse, Gespräche, Gemeinsamkeiten ist eine Freundschaft entstanden.

    Eine Frage an die TE:

    Wie sähe denn die gemeinsame Wellenlänge aus? Müsste diese schon da sein oder wäre es auch ok, wenn sich eine solche zu einer anderen Frau erst entwicklen würde?

    Ich habe mich bei deinem Posting gefragt: Was genau möchtest du mit einer Freundin teilen? Miteinander ausgehen, Kaffee trinken, tanzen gehen, tiefergehende Gespräche? Sorgen und Freuden miteinder teilen? Sich gegenseitig beistehen und unterstützen? Bei was denn z.B.?

    Über was möchtest du dich denn z.B. intensiv austauschen? Was hast du einer Freundin zu geben, aber auch: was möchtest du haben? Wie eng soll die Freundschaft sein?

    Denn auch ein anderer Gedanke drängt sich mir auf: Vielleicht hast du gar keinen freien Platz für eine Freundin? (Ich denke gerade an dieses Spiel: "Mein rechter Platz ist frei, ich wünsche mir Annasusannekarinclaudia herbei.":-))

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    AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin NICHT desinteressiert, ich kann über Gott und die Welt von Schuhen bis Weltpolitik mit fast jedem quatschen. Und ich sitze auch nicht den ganzen Tag oder jeden Abend zu Hause alleine rum und langweile mich.

    Mein "Problem" ist eher, dass ich schon ewig niemanden mehr kennengelernt habe, den bzw. besonders die so mit mir auf einer Wellenlänge lag, dass sich daraus eine echte Freundschaft ergeben hätte.
    Kann ich voll nachvollziehen!

    Ich hab darauf bisher auch nur eine Antwort gefunden:

    Es wird schwieriger, dauert länger und ist ein Glücksfall.

    Schwieriger wird es wohl deshalb, weil die Gelegenheiten nach dem Studium und je nach Beruf wirklich weniger werden und weil viele Menschen bereits in ein Umfeld eingebunden sind (familiär, Verein, wasweissich...).

    Früher gabs - sage ich mal salopp - in meinem Studium und in meiner damaligen Stadt mehr Gelegenheiten.

    Es dauert länger, weil sehr viele Menschen eher an oberflächlichen Kontakten interessiert sind oder sich weniger schnell öffnen als früher, aus Angst, enttäuscht zu werden.

    Ein Glücksfall sind die wenigen Menschen, mit denen ich diese Wellenlänge habe - das sind aber de facto lange gewachsene Freundschaften.

    Ich versuche es nun auch so wie hier beschrieben: Besuche Kurse und Aktivitäten aus gemeinsamem Interesse - daraus kann sich ja mehr entwickeln, wenn nicht, dann verbindet das gemeinsame Interesse - das ist ja nichts Schlechtes.

    Dabei ertappe ich mich leider auch dabei, gelegentlich uu sehr auf Leute zu fliegen, die sich letztlich nicht als "Freunde" bewähren. Klar, da spielen auch Wünsche und Erwartungen eine Rolle und das führt nicht selten zu Enttäuschungen über reine Zweckbekanntschaften oder oberflächliche Heissluftgebläse. Bei einem komischen Gefühl im Bauch lasse ich es mittlerweile eher vorsichtiger angehen.

    Das Zauberwort heisst wohl:

    Um andere bemühen ohne allzuviele Erwartungen zu haben.

    Das immer wieder durchzuziehen, finde ich persönlich nicht einfach, je älter ich werde.


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    AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...

    >Luciernago meinte wahrscheinlich, dass wenn man so wenig
    >Interesse hat an Dingen, es auch wenig gibt, was man innerhalb
    >der Freundschaft unternehmen oder über was man sprechen könnte.

    danke, haette ich besser nicht ausdruecken koennen!

    bib, ich bin zarte 49 und lerne mehr leute kennen, als ich zu bekannten oder gar freunden werden lassen kann .. das liegt vermutlich daran, dass ich einige hobbies betreibe (nein, seidenmalen ist nun wirklich nicht dabei!) und ehrenamtlich engangiert bin.

    ich gebe dir in einem recht: ab und zu neue leute kennenlernen hat was. was ich persoenlich wichtig und interessant finde: mein bekanntenkreis bewegt sich um mein alter rum mit plus/minus 25 jahren.

    kurse, insbesondere vhs-kurse, sind ehrlich gesagt auch nicht mein ding.

    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Keine Freunde, kaum Bekannte...

    Ich lese mal mit denn ich finde auch nicht schnell Freunde oder zumindest Bekannte mit denen ich mal was unternehmen moechte. Ich lege nicht schnell Kontakte und meine Interessen sind so anders als die der Leute um mich rum, und ich muss zugeben dass mein Partner auch nicht so anders ist. Mal einen Nachmittag in einem Cafe sitzen, Bummeln oder eine gepflegte Radtour zusammen langweilt mich halt, typische Frauengespraechsthemen auch. Naja, ab Februar oder so steht ein Sprachkurs an, vielleicht lerne ich dann ein paar Leute kennen. An meinem letzten Wohnort habe ich mich zumindest noch mit eine Gruppe Geocacher angefreundet mit denen ich viel unternommen habe, aber hier ist man wohl lieber unter sich. Ich sollte vielleicht mal den Mut zusammennehmen und ein Treffen veranstalten, allerdings besteht die Chance dass niemand kommt wenn die Einladung nicht in der Landessprache ist. Die Sprache noch nicht koennen macht es auch nicht so einfach mal an einem Kurs teilzunehmen.

    Im Grunde mache ich mir gerade Sorgen um nichts. Bis jetzt hat es mich nicht geaergert keine Freunde in der Naehe zu haben. Ist wohl der Gesellschaftsdruck dass man Freunde haben sollte *gruebel*

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