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    AW: Beziehungswirrwarr, Psychologie, Realität

    Ich habe mich eigentlich immer für eine starke Frau gehalten, die sich nichts gefallen lässt, weiss was sie will, auch wenn es um Männer geht. Allerdings hat sich dann doch herauskristallisiert, dass ich Typ Arschloch bevorzugte.
    Ich habe noch keinen einzigen gesunden, erwachsenen Mann getroffen
    Deine Frage, ob ich einen normalen Typen überhaupt anziehend finde kann ich verneinen. Daran finde ich nichts interessant, ich brauche jemanden mit Persönlichkeit, jemanden, der anders ist. So ein 9-5 Job, geregelte Arbeit, Spießbürgertum macht mir eher Angst und das ist keine Übertreibung.
    Liebe Iwi,

    hab ja vollstes Verständnis für dein Problem, aber in deinen Posts, steckt schon ein innerer Widerspruch, oder nicht?

    Typ Arschloch ist klar. Die geben sich zwar stark nach aussen, müssen aber im Grunde pathologisch betreut werden.

    Aber ein normaler Mann ist (mal wieder) zu langweilig und nicht "anders" genug.

    Und einer, der sich unterordnet, der deine starken Seiten schätzt, ist gleich ein Muttersöhnchen.

    Das ist mal wieder die klassische eierlegende Wollmilchsau, die du suchst. Der schillernde Abenteurer und Narziss, der dich gleichzeitig bewundert und auf Händen trägt. Gibtsabernich...ist ein Widerspruch in sich...

    Ich red grad mit ner Freundin real über dasselbe Problem. Ich hab ihr mal nahegelegt, zu überlegen, ob sie den netten Männern gegenüber nicht im Grunde ein wenig zu überheblich ist. "Nett sein" sollte man an einem Mann auch mal schätzen. Anerkennen, dass er etwas für einen tut. Aber nein, die sind dann gleich schwach und langweilig und 0/8/15. Und die unnahbaren Arschlöcher stehen auf dem Podest.

    Solange du diesen Widerspruch nicht irgendwie für dich auflöst, wird dieses Muster dich begleiten.

    Überleg dir genau deine langfristigen Bedürfnisse - mit wem und womit möchtest du auf Dauer leben?


  2. Inaktiver User

    AW: Beziehungswirrwarr, Psychologie, Realität

    Zitat Zitat von Elwyn Beitrag anzeigen
    Aber nein, die sind dann gleich schwach und langweilig und 0/8/15. Und die unnahbaren Arschlöcher stehen auf dem Podest.

    Solange du diesen Widerspruch nicht irgendwie für dich auflöst, wird dieses Muster dich begleiten.
    Sowas hab ich nach dem Lesen des letzten Posts auch gedacht.

    Schon seltsam, wenn man die vermeintlich "normale Biografie" so abwerten muss.

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    AW: Beziehungswirrwarr, Psychologie, Realität

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Deine Frage, ob ich einen normalen Typen überhaupt anziehend finde kann ich verneinen. Daran finde ich nichts interessant, ich brauche jemanden mit Persönlichkeit, jemanden, der anders ist. So ein 9-5 Job, geregelte Arbeit, Spießbürgertum macht mir eher Angst und das ist keine Übertreibung. Heriaten und Kinder bekommen möchte ich nicht. Das ist für mich nicht erstrebenswert.
    krass, wie unterschiedlich manche posts bei den lesern ankommen. es war doch "eigentlich" nur die rede von : er steht auf, er macht frühstück, geht arbeiten, und plant im weitesten sinne seine zukunft mit dir. spontan dachte ich: yo, mein bruder ist so einer - und sein frau ist tatsächlich zu beneiden. denn das heißt ja nicht, dass in der beziehung nicht doch jeweils individuelles und sogar unkonventionelles leben möglich ist. zum beispiel würde ich meinen bruder in keiner weise als spießer bezeichnen (interkontinentales leben führen und auf internationalem parkett jenseits des diplomatischen dienstes tätig sein steht für mich in eklatantem widerspruch zu meinem spießer-begriff, der sich an den knebels und heinz beckers dieser welt orientiert)... von daher geht es hier vielleicht um eine differenzierte sichtweise? mir haben auch schon die allergrößten machos frühstück gemacht, und ich bin beileibe keine diva, sondern meiner auffassung nach eher der kumpeltyp...


    Ich bin so fest davon überzeugt, nichts Gutes verdient zu haben, dass ich gerade gan zwunderbar daran arbeite, diese innere Einstellung auf allen erdenklichen Ebenen real werden zu lassen.
    ich würde eher vermuten: hier liegt der hund begraben. die frage wäre: warum? warum glaubst du, nichts besseres verdient zu haben? und ich meine: auch mit den macho-arschlöchern kann man klarkommen. will sagen: ich glaube, ein bisschen arschloch braucht ein mann (für mich), um (für mich) attraktiv zu sein. also: ehrliches arschloch. mit einem gesunden egoismus, weil sonst kommt er mit meinem ego nicht klar...

    probier einfach mal aus, was es jenseits der bekannten pfade gibt - vielleicht entdeckst du auch an dir ganz neue seiten?

    liebe grüße von
    der ratte

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    AW: Beziehungswirrwarr, Psychologie, Realität

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schon seltsam, wenn man die vermeintlich "normale Biografie" so abwerten muss.
    vielleicht ist es ja gar kein "echtes" abwerten, sondern eher neid? oder umgekehrt, stichwort weiblicher narzissmus: "ich bin was besonderes/ will was besonderes sein, also hat mein partner auch außergewöhnlich zu sein" - denn wenn man drama hat, hat man ja auch was außergewöhnliches?

    @TE: sorry, ich möchte dir nichts unterstellen - aber ich finde die idee von betty und elwyn auf einer abstrakten ebene ganz spannend.

  5. Inaktiver User

    AW: Beziehungswirrwarr, Psychologie, Realität

    Welches Vorbild bezüglich Beziehung kennst Du, dass Du die Frau in Dir abwertest?

    Woher kommt Deine Abwertung gegenüber Männern?
    Wer hat Dir was über Männer erzählt?

  6. Inaktiver User

    AW: Beziehungswirrwarr, Psychologie, Realität

    Beitrag überflüssig, weil viel zu unkonzentriert geschrieben.Kein brauchbarer Input.

    lara
    Geändert von Inaktiver User (30.10.2010 um 13:26 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Beziehungswirrwarr, Psychologie, Realität

    Danke für eure Antworten und Meinungen. Ich versuche mal auf einiges zu antworten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Welches Vorbild bezüglich Beziehung kennst Du, dass Du die Frau in Dir abwertest?
    Wenn es um diesen Punkt geht, könnte ich einen Roman drüber schreiben, es geht aber auch die Kurzversion: Meine Eltern waren selber noch Kinder als sie mich bekamen, sehr unreif, haben sich viel gestritten, geschlagen...und anderes. Ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, dass man durchaus als krank bezeichnen kann. Meine Mutter hat mich alleine deshalb schon abgewertet, weil sie immer einen Jungen und kein Mädchen zum knuddeln und lieb haben wollte. Um ihre Liebe zu bekommen, habe ich also für sie den Mädchenanteil in mir unterdrückt. Das habe ich soweit vom kopf her aufgearbeitet. Die Gefühle hinken sicherlich noch hinterher, bis heute.
    Meinen Vater habe ich als sehr zwiespältig als Kind empfunden. Einerseits war er sehr schwach, andererseits sehr dominant. Grundsätzlich ein sehr launischer Mensch, wie meine Mutter. Wutausbrüche gehörten zum Alltag. Die Beziehung zu ihm und damit zu der Männerwelt ist stark gestört. Ich musste ihn mir als Kind gut denken, weil die Taten von ihm schlecht waren. So habe ich auch lange in Beziehungen schlechte, abwertende Handlungen meiner Partner chronisch umgedeutet. " Er meint es nicht so, er wird sich ändern, das kann ja mal passieren" usw. Kennen vielleicht einige Frauen. Ich brauche auch keinen Mann, der ein bisschen Arschloch ist, wie hier geschrieben wurde. Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren: Die Frau in mir werte ich stellvertretend immer noch ab, so wie ich es durch meine Eltern kennen gelernt habe. Die Frau hat für den Mann da zu sein, der aber an sich nichts wert ist. Die Frau lässt sich also herab auf eine Beziehung mit ihm. Das ist ein Wert, mit dem ich aufgewachsen bin, den ich aber vom Herzen her nicht teile. Da steckt ja selber Angst und Schwäche drin in so einer Annahme. Wann immer man sich gegenüber jemand anderem erhaben fühlt, weist das auf eine innere Schwäche, ein Minderwertigkeitsgefühl hin.

    Auch habe ich letzte Nacht darüber nachgedacht, warum ich eigentlich keinen normalen, 9-5 Job-Mann an meiner Seite haben möchte. Vom Gefühl her hat sich das nämlich sehr schön angefühlt. Ich kenne sowas nur einfach nicht, noch nicht.

    Woher kommt Deine Abwertung gegenüber Männern?
    Wer hat Dir was über Männer erzählt?
    Das ist das geprägte Bild meiner Erziehung. Meine Mutter hat meinen Vater entweder total abgewertet oder idealisiert. Also grundsätzlich nicht real gesehen. Wie mein Vater mich behandelt hat, war nur noch als Ergänzung für mich zu betrachten. Ich war sein Püppchen. Vielleicht klingelt ja bei einigen Frauen diesbezüglich was.

    vielleicht ist es ja gar kein "echtes" abwerten, sondern eher neid? oder umgekehrt, stichwort weiblicher narzissmus: "ich bin was besonderes/ will was besonderes sein, also hat mein partner auch außergewöhnlich zu sein" - denn wenn man drama hat, hat man ja auch was außergewöhnliches?
    Ja, da geht was innerlich in Resonanz bei mir, obwohl ich daran schon länger arbeite. Meine Mutter ist eine stark narzisstisch geprägte Persönlichkeit. von ihr habe ich auch eingetrichtert bekommen, was ganz besonderes zu sein. Allerdings musste ich so funktionieren und so besonders sein, wie sie das wollte. Es ging nicht um mich als Iwi, als Mensch mit eigenen Besonderheiten wie ihn jeder hat, sondern als Funktionskind. Das hat mich innerlich sehr hart werden lassen. Mittlerweile weiss ich, dass ich ganz normal bin, meine Schwächen und Stärken wie jeder andere auch habe. Allerdings merke ich, sobald mir ein Mann gefällt, dass ich innerlich wieder diese Härte annehme, ihn innerlich abwerte und mich aufwerte. Eine Art Schutzreaktion, nehme ich mal an, stammend aus der selbst erlebten Abwertung duch meinen Vater.


    die frage wäre: warum? warum glaubst du, nichts besseres verdient zu haben?
    Ein Prinzip, mit dem ich groß geworden bin: Sei dankbar, dass du überhaupt xyz bekommst. Sei froh, dass ich nicht so bin wie meine Eltern zu mir waren. Sei froh...Sei dankbar...das interessiert mich nicht was du willst...ich sage dir, was gut für dich ist, halt den Mund, sonst setzt es was etc.pp.
    Das sind u.a. einige der Sätze, die regelmäßig gesagt wurden. Ich habe sehr lange daran gearbeitet, diese Dinge zu verarbeiten, aber jetzt, wo ich an meinem persönlichen Scheideweg stehe und endlich mehr vom Leben will, als nur dankar für Dresche zu sein, da kommt das kleine Mädchen zum Vorschein und erzählt mir, der Erwachsenen, wie Dinge zu laufen haben.
    Ich hoffe, ich bin jetzt nicht zu sehr vom Thema ab. Es hängt für mich eben alles miteinander zusammen und ich dachte, ich wäre längst über alles hinweg.

    Vom Kopf her scheint das auch so zu sein, aber wenn es um die Gefühlsebene geht, blocke ich von den dort lauernden Gefühlen, dem Schmerz, der Angst, der Trauer. Ich will das nicht fühlen und doch weiss ich, dass wenn ich es nicht zulasse, mich nicht auf neues einlassen, sondern im am Alten hängen werde.

  8. Inaktiver User

    AW: Beziehungswirrwarr, Psychologie, Realität

    Wundert mich nicht, dass es Dir da an Vertrauen mangelt, sowohl zu Dir selbst als auch zu den Männern und auch Frauen.

    Das was man nicht kennt macht einem Angst. Hört sich paradox an wenn man auf Männer steht, die einen nicht selbst gut behandeln aber unser Gehirn entscheidet in dem Fall nicht nach logischen Gesichtspunkten bzw. doch. Der Massstab in Dir wurde total zerstört bzw. falsch gelegt und das führt dann genau zu dem wie es Dir in Beziehungen geht.

    Da wirst mit Ratgebern und Co. nicht sehr weit kommen, bzw. die werden Dich unter Umständen noch mehr verunsichern.

    Wäre es für dich möglich Dir da Hilfe zu holen, so dass Du wieder lernst erstmal vertrauen in Dich aufzubauen und dann auch zu Männern?

    Den Müll den man Dir da aufgehalst hat den kann kein Mensch lange tragen und bei aufräumen braucht man Hilfe.

    Alles gute von mir

  9. Inaktiver User

    AW: Beziehungswirrwarr, Psychologie, Realität

    Hallo Stecher,

    Ich bin fast sechs Jahre in Therapie gewesen, habe sehr, sehr viel aufgearbeitet, habe mich stark positiv entwickelt. Ich bin aber ehrlich gesagt Therapiemüde. Ich mag nicht mehr reden, reden, reden, fühlen, kaputt sein, mich sammeln...wieder nachhaken. Ich will endlich leben. Ich will ein normales Leben und ich habe keine Ahnung, wie das geht. Das ist Neuland. Obwohl ich sonst enormen Forschergeist besitze, laufe ich diesbezüglich innerlich gegen eine Mauer.
    Vielleicht sollte ich das einfach mal annehmen, akzeptieren, dass es jetzt so ist wie es ist.
    Was mich auch heute noch überrascht, obwohl ich das schon so oft erlebt habe, ist die Zustimmung anderer, wenn es um meine Erfahrungen geht. Also als Kind dachte ich, es wäre normal. Ich dachte, jedes Kind erlebt das so, erlebt Gewalt, Abwertung, weg gesperrt werden usw. Erst als ich rechtlich gesehen erwachsen war, bekam ich auch andere Modelle zu sehen. Das war ein Schock, riss es mir doch den Schleier von den Augen meiner Kindheit und im nachhinein stellte sich dann heraus, dass meine Empfindungen und Reaktionen darauf, total normal sind. Nur heute bleibt auch diesbezüglich immer noch etwas an Nachwirkung vorhanden. Ich wünschte, ich könnte das alles endlich hinter mir lassen.

  10. Inaktiver User

    AW: Beziehungswirrwarr, Psychologie, Realität

    Ratgeber lesen ist etwas ganz anderes, als Ratgeber oder vielleicht sogar fachliche Hilfe zu haben.

    Aus Beziehungsbüchern kann man sicherlich ein schönen Blick auf das ganze Panorama menschlicher Eigenarten gewinnen - und wie beim Horoskop wird das eine oder andere auch bei einem selbst und noch mehr beim Partner zutreffen. Ich habe auch immer gerne diverse "psychologische" Bücher und Beschreibungen verschiedener Typologien gelesen. Nach jedem Buch habe ich ein Etikett für mich:

    Typ 5 im Enneagram,
    Büffel im chinesischen Horoskop,
    Jungfrau Aszendent Jungrau bei den Sternzeichen
    klaustrophobische Beziehungsängste,
    uvm.

    Überall finde ich ein wenig von mir wieder.

    Nun kann ich analysieren, warum ich so bin (Zeit, Ort der Geburt, Eltern, Kindheit, gute und schlimme Erlebnisse in der Kindheit, Ernährung, Erkrankungen was-weiß-ich).

    Was mir bei diesen Ratgebern hilft ist: a ja, bin nicht alleine so, es gibt mehrere von dieser Sorte...
    Und: handelt sich also nicht um Charakterschwächen, sondern um Charaktereigenschaften...
    Und: alles hat einen Grund und somit auch einen Sinn...

    Gut, aber damit bin ich noch keinen Schritt weiter.

    Aber um das eigene Beziehungswirrwarr auseinander zu dröseln, dürfte die individuelle Hilfe eine Psychotherapeuten sinnvoller sein. Und zwar im Sinne von Verhaltenstherapie und nicht von Analyse.

    Wenn man Bedarf sieht. Ich leb' ganz gut mit meinem Wirrwarr

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