Ich habe hier so viele interessante Zeilen gelesen, dass ich etwas Zeit benötige, diese in Ruhe durchzulesen und auch entsprechend zu beantworten - ein jeder Eurer Beiträge hat eine Antwort verdient.
Billy
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Ergebnis 11 bis 20 von 38
Thema: Lebensprägung: Vernunft
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27.10.2010, 16:04Inaktiver User
AW: Lebensprägung: Vernunft
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27.10.2010, 16:22Inaktiver User
AW: Lebensprägung: Vernunft
Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob es nicht ausgelebte Aggressionen sein könnten. I C H und Aggressionen, das würde mir niemand glauben, aber selbst - doch, ich kann es mir vorstellen.
Soweit ich mich erinnere, bin ich einmal im Schülerinnen-Dasein ausgerastet und habe einer Klassenkameradin eine Backpfeife verpasst - vor großem Publikum. Ich habe mich so sehr geschämt danach.
Seltsam, wie einem jetzt so etwas einfällt, aber es wird seinen Grund dafür haben. Selbstverteidigungstraining - das klingt nicht schlecht.
Billy
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27.10.2010, 16:26Inaktiver User
AW: Lebensprägung: Vernunft
Ich habe das mal als spontanes Brainstorming bei mir genommen und als erstes kam vor allem ein neuer Beruf raus, komplett anders als der, durch den ich mich die letzten 20 Jahre beiße oder vielelicht zu lange gekämpft habe. Ziele hießen bei mir bisher schon berufliche Ziele, aber im falschen Beruf
Jede Ausbildung, alles, was ich mir vogenommen hatte, das habe ich geschafft und zwar meistens in kürzerer Zeit als veranschlagt.
Ja, wenn ich vor nichts Angst hätte - .... diesen Gedanken werde ich weiter verfolgen.
Billy
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27.10.2010, 16:30Inaktiver User
AW: Lebensprägung: Vernunft
Ich bin extrem kontrolliert und vertraue auch nur sehr wenigen Menschen. Die meisten kommen zu mir uns möchten sich von mir führen lassen. Das mit dem Fallenlassen - ich weiß nicht, ob ich das kann, bisher wohl nicht fürchte ich.
Ich habe eine gute Freundin, die scheinbar Gedanken lesen kann. Sie versucht mich immer zu animieren, doch etwas anderes zu tun (z. B. im Hobby), aber es spricht mich nicht an. Und das fand ich einach zu seltsam.
Billy
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27.10.2010, 16:32Inaktiver User
AW: Lebensprägung: Vernunft
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27.10.2010, 16:41Inaktiver User
AW: Lebensprägung: Vernunft
Meinst Du damit Versagensängste? Ich habe bisher immer gedacht, man muss einen Weg, den man eingeschlagen hat, auch zu Ende gehen und wenn es sehr viel Disziplin kostet.
Wenn ich wütend werde, dann habe ich immer die Worte im Kopf: Du darfst doch nicht, das gehört sich nicht, sei vernünftig...und schon bin ich im alten Muster. Das soll keine Entschuldigung sein, ich denke über den Ausweg nach.
Billy
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27.10.2010, 16:46Inaktiver User
AW: Lebensprägung: Vernunft
Puh - ich kann nicht alles zitieren, aber irgendwie komme ich mir getroffen vor.
Der Hinweis auf eine Form des Kampfsports ist bereits mehrfach gefallen und ich denke, es wird etwas dran sein. Ergo werde ich mich mal auf die Suche im Netz machen, ob es in meiner erreichbaren Nähe eine solche Möglichkeit gibt, bzw. welche Alternativen es noch geben könnte. Mal angenommen es sind unterdrückte Aggressionen, dann scheint es mir nachvollziehbar, dass diese dann an die Oberfläche kommen könnten.
Es ist richtig, ich habe für mich das Gefühl, dass etwas nicht stimmt und genau das möchte ich ändern. Dass das nicht von heute auf morgen geschieht, das weiß ich, aber die Richtung zu kennen oder eben eine Lösungsmöglichkeit, das halte ich für sinnvoll.
Billy
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27.10.2010, 16:52Inaktiver User
AW: Lebensprägung: Vernunft
Klasse!
Das gibt mir Hoffnung. Hm- untypisch für mich, das war schon der dritte Ohrring am linken Ohr
oder dass ich zu einem Vorgesetzten von mir mehrfach hintereinander "nein" gesagt habe.
Meine Freundin hat mir auch empfohlen, mich noch kesser an zu ziehen, mehr zur Farbe zu tendieren. Kleinigkeiten, aber wenn ich das hier alles lese, eine zusätzliche Möglichkeit. Anfangs habe ich nur mit den Augen gerollt, als sie mir den Vorschlag unterbreitet hat
Billy
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27.10.2010, 17:01
AW: Lebensprägung: Vernunft
Ich war als Kind eher emotional und sehr verträumt. Irgendwann hab ich festgestellt, dass die Realität weit hinter meinen Wünschen zurückbleibt, und ich habe nicht kapiert, was ich tun muss, um meine Wünsche in die Realität umzusetzen. Dieser Lernprozess setzte erst allmählich ein und dauerte ziemlich lang.
Ich habe auch festgestellt, dass Wutausbrüche wenig bringen, sondern dass zielorientiertes Handeln weitaus mehr bringt. Ich musste lernen, dass vieles nicht so gerecht läuft, wie es laufen sollte, und dass es wenig Sinn macht, sich über die mangelnde Fairness der anderen oder des Systems zu beklagen. Wichtiger ist, dass ich meine eigenen Interessen schütze, und anderen Schwächeren helfe, die ihren zu schützen.
Vernunftorientierung ist kein Wesenszug, der mir aufgedrückt wurde, sondern einer, der sich bei mir durch individuelles Lebenslernen herausentwickelt hat. Ich fahre einfach besser damit.
Dennoch pflege ich meine kreative, unkonventionelle Seite weiter.
Wenn Dir Vernunftorientierung aufgedrückt wurde, dann hattest Du wahrscheinlich nicht so viele Möglichkeiten, Deine emotionalen und verträumteren Seiten auszuleben. Das ist jedoch ein legitimes Bedürfnis eines jeden Menschen, das solltest Du Dir auch zugestehen.
Mach es in den Bereichen, wo es Dich wenig an Risiken kostet und Dir viel an Befriedigung bringt. Du kannst z.B. einen bestimmten, festgelegten Betrag Deines monatlichen Einkommens nehmen und das Geld nach Gutdünken auf den Kopf hauen. Oder Du kannst einen Heimweg von der Arbeit nehmen, der Dich an lauter besonders schönen Orten vorbeiführt, egal, wie lange er dauert. Du kannst einen Menschen ansprechen, den Du normalerweise nie angesprochen hättest. Du kannst Dir was zum Anziehen besorgen, was Du sonst niemals angezogen hättest, oder mal mit einer ganz anderen Haartracht auftauchen.
Experimentiere, nimm Dir dafür Freiräume. Du musst nicht immer alles so vernünftig machen, wie Du es gewohnt bist. Mach es doch einfach mal so, wie Du es eigentlich gerne tun würdest.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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27.10.2010, 21:59Inaktiver User


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