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  1. Inaktiver User

    AW: Lebensprägung: Vernunft

    Ich habe hier so viele interessante Zeilen gelesen, dass ich etwas Zeit benötige, diese in Ruhe durchzulesen und auch entsprechend zu beantworten - ein jeder Eurer Beiträge hat eine Antwort verdient.

    Billy

  2. Inaktiver User

    AW: Lebensprägung: Vernunft

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Aber bei dir scheint da etwas zu brodeln.
    Mach doch mal ein Selbstverteidigungstraining. Dabei werden Aggressionen ausgelebt, die man sich sonst nicht erlaubt.
    Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob es nicht ausgelebte Aggressionen sein könnten. I C H und Aggressionen, das würde mir niemand glauben, aber selbst - doch, ich kann es mir vorstellen.

    Soweit ich mich erinnere, bin ich einmal im Schülerinnen-Dasein ausgerastet und habe einer Klassenkameradin eine Backpfeife verpasst - vor großem Publikum. Ich habe mich so sehr geschämt danach.

    Seltsam, wie einem jetzt so etwas einfällt, aber es wird seinen Grund dafür haben. Selbstverteidigungstraining - das klingt nicht schlecht.

    Billy

  3. Inaktiver User

    AW: Lebensprägung: Vernunft

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Was würdest du tun wollen, wenn du alles tun könntest? Wenn du vor nichts Angst hättest? Was würdest du am liebsten nie wieder tun? Diese Überlegungen sind mal ein Anfang.
    Ich habe das mal als spontanes Brainstorming bei mir genommen und als erstes kam vor allem ein neuer Beruf raus, komplett anders als der, durch den ich mich die letzten 20 Jahre beiße oder vielelicht zu lange gekämpft habe. Ziele hießen bei mir bisher schon berufliche Ziele, aber im falschen Beruf Jede Ausbildung, alles, was ich mir vogenommen hatte, das habe ich geschafft und zwar meistens in kürzerer Zeit als veranschlagt.

    Ja, wenn ich vor nichts Angst hätte - .... diesen Gedanken werde ich weiter verfolgen.

    Billy

  4. Inaktiver User

    AW: Lebensprägung: Vernunft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie sieht es aus bei dir mit Kontrolle? Hast du Angst davor die Kontrolle zu verlieren, z.B. in der Achterbahn oder einfach mal im Spiel dich mit geschlossenen Augen von jemand anderem führen lassen oder dich einfach irgendwo hineinfallen lassen?

    Bist du sicher, dass andere es nicht merken?
    Ich bin extrem kontrolliert und vertraue auch nur sehr wenigen Menschen. Die meisten kommen zu mir uns möchten sich von mir führen lassen. Das mit dem Fallenlassen - ich weiß nicht, ob ich das kann, bisher wohl nicht fürchte ich.

    Ich habe eine gute Freundin, die scheinbar Gedanken lesen kann. Sie versucht mich immer zu animieren, doch etwas anderes zu tun (z. B. im Hobby), aber es spricht mich nicht an. Und das fand ich einach zu seltsam.

    Billy

  5. Inaktiver User

    AW: Lebensprägung: Vernunft

    Zitat Zitat von Inspirom Beitrag anzeigen
    Es fühlt sich gut an. Z.B. als Belohnung für harte, gute Arbeit ist Spaß ein Mittel um neue Kraft und Motivation zu sammeln. Spaß entspannt und entkrampft und macht dich damit stark. Während und nachdem du Spaß hattest bist du weder agressiv noch unzufrieden. Spaß ist ein Schutzschild gegen solche unnötigen Empfindungen.
    *Seufz* - wäre schön, ist mir aber noch nicht gelungen. Es klingt logisch nachvollziehbar, gute Gefühle hebeln gewissermaßen die schlechten aus. Früher ist mir das mal beim Sport annähernd gelungen, vielleicht nicht Spaß, aber immerhin auspowern. Ist jetzt auch weg.

    Billy

  6. Inaktiver User

    AW: Lebensprägung: Vernunft

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Um an Wildwusels Worte anzuschließen, ich glaube auch nicht, dass du vernünftig bist, sondern ängstlich.

    Sich in einem starren Korsett zu bewegen, niemals den vorgeschriebenen Weg zu verlassen, ist weder vernünftig noch souverän, es zeigt von Angst sich auf Pfade zu begeben, die man nicht planen kann.
    Meinst Du damit Versagensängste? Ich habe bisher immer gedacht, man muss einen Weg, den man eingeschlagen hat, auch zu Ende gehen und wenn es sehr viel Disziplin kostet.
    Wenn ich wütend werde, dann habe ich immer die Worte im Kopf: Du darfst doch nicht, das gehört sich nicht, sei vernünftig...und schon bin ich im alten Muster. Das soll keine Entschuldigung sein, ich denke über den Ausweg nach.

    Billy

  7. Inaktiver User

    AW: Lebensprägung: Vernunft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du weiß nicht, was du wirklich möchtest, weil du deine Gefühle unterdrückst. Sich seiner Gefühle bewusst sein, d.h., sich selbst durch sie zu spüren, ist aber immens wichtig, weil das dir die Möglichkeit gibt, dich selbst zu erkennen und in Folge auch die anderen zu erkennen.
    Durch die Unterdrückung der Gefühle wirfst du einen wichtigen Kompass, der dir Orientierung gibt, in die Tonne.

    Das ist übrigens auch der Grund, weshalb du keinen Spaß empfinden kannst. Freude, Glück und Spaß kann man nur empfinden, wenn man auch die anderen, "negativen" Gefühle, die man unterdrückt, weil sie als nicht wünschenswert erlebt werden ("ein kleines Mädchen darf nicht wütend sein, schreien, etc. das ist ja unvernünftig!!!" ), zulässt.

    Sie sind da, aber du lässt nichts raus. Wahrscheinlich weißt du noch nicht einmal, welche Gefühle es genau sind, die sich da in dir tummeln....
    Puh - ich kann nicht alles zitieren, aber irgendwie komme ich mir getroffen vor.

    Der Hinweis auf eine Form des Kampfsports ist bereits mehrfach gefallen und ich denke, es wird etwas dran sein. Ergo werde ich mich mal auf die Suche im Netz machen, ob es in meiner erreichbaren Nähe eine solche Möglichkeit gibt, bzw. welche Alternativen es noch geben könnte. Mal angenommen es sind unterdrückte Aggressionen, dann scheint es mir nachvollziehbar, dass diese dann an die Oberfläche kommen könnten.

    Es ist richtig, ich habe für mich das Gefühl, dass etwas nicht stimmt und genau das möchte ich ändern. Dass das nicht von heute auf morgen geschieht, das weiß ich, aber die Richtung zu kennen oder eben eine Lösungsmöglichkeit, das halte ich für sinnvoll.

    Billy

  8. Inaktiver User

    AW: Lebensprägung: Vernunft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum nicht sowohl-als auch?
    Therapie kann ich nur sehr empfehlen. Ich bin auch jemand, der trotz großen Selbstbewußtseins stark von seinen Eltern beeinflusst wurde (sowohl positiv als auch negativ). Ich lerne auch gerade, was ich selbst eigentlich will und wie ich eigentlich bin, es ist toll!
    Klasse! Das gibt mir Hoffnung. Hm- untypisch für mich, das war schon der dritte Ohrring am linken Ohr oder dass ich zu einem Vorgesetzten von mir mehrfach hintereinander "nein" gesagt habe.

    Meine Freundin hat mir auch empfohlen, mich noch kesser an zu ziehen, mehr zur Farbe zu tendieren. Kleinigkeiten, aber wenn ich das hier alles lese, eine zusätzliche Möglichkeit. Anfangs habe ich nur mit den Augen gerollt, als sie mir den Vorschlag unterbreitet hat

    Billy

  9. User Info Menu

    AW: Lebensprägung: Vernunft

    Ich war als Kind eher emotional und sehr verträumt. Irgendwann hab ich festgestellt, dass die Realität weit hinter meinen Wünschen zurückbleibt, und ich habe nicht kapiert, was ich tun muss, um meine Wünsche in die Realität umzusetzen. Dieser Lernprozess setzte erst allmählich ein und dauerte ziemlich lang.

    Ich habe auch festgestellt, dass Wutausbrüche wenig bringen, sondern dass zielorientiertes Handeln weitaus mehr bringt. Ich musste lernen, dass vieles nicht so gerecht läuft, wie es laufen sollte, und dass es wenig Sinn macht, sich über die mangelnde Fairness der anderen oder des Systems zu beklagen. Wichtiger ist, dass ich meine eigenen Interessen schütze, und anderen Schwächeren helfe, die ihren zu schützen.

    Vernunftorientierung ist kein Wesenszug, der mir aufgedrückt wurde, sondern einer, der sich bei mir durch individuelles Lebenslernen herausentwickelt hat. Ich fahre einfach besser damit. Dennoch pflege ich meine kreative, unkonventionelle Seite weiter.

    Wenn Dir Vernunftorientierung aufgedrückt wurde, dann hattest Du wahrscheinlich nicht so viele Möglichkeiten, Deine emotionalen und verträumteren Seiten auszuleben. Das ist jedoch ein legitimes Bedürfnis eines jeden Menschen, das solltest Du Dir auch zugestehen.

    Mach es in den Bereichen, wo es Dich wenig an Risiken kostet und Dir viel an Befriedigung bringt. Du kannst z.B. einen bestimmten, festgelegten Betrag Deines monatlichen Einkommens nehmen und das Geld nach Gutdünken auf den Kopf hauen. Oder Du kannst einen Heimweg von der Arbeit nehmen, der Dich an lauter besonders schönen Orten vorbeiführt, egal, wie lange er dauert. Du kannst einen Menschen ansprechen, den Du normalerweise nie angesprochen hättest. Du kannst Dir was zum Anziehen besorgen, was Du sonst niemals angezogen hättest, oder mal mit einer ganz anderen Haartracht auftauchen.

    Experimentiere, nimm Dir dafür Freiräume. Du musst nicht immer alles so vernünftig machen, wie Du es gewohnt bist. Mach es doch einfach mal so, wie Du es eigentlich gerne tun würdest.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  10. Inaktiver User

    AW: Lebensprägung: Vernunft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin extrem kontrolliert und vertraue auch nur sehr wenigen Menschen. Die meisten kommen zu mir uns möchten sich von mir führen lassen. Das mit dem Fallenlassen - ich weiß nicht, ob ich das kann, bisher wohl nicht fürchte ich.
    Wenn jemand zu dir sagt, "du bist misstrauisch" statt das vermeidlich positive Wort "vernünftig" zu benutzen, was macht das mit dir?

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