Liebe Waterwoman
Ja, ich kenne das! Meine Geschichte ist in anderen Strängen nachzulesen, möchte daher hier nicht ins Detail gehen. Daher lese ich hier mit Interesse mit, auch wenn ich dir leider den ultimativen Tipp nicht geben kann.
In meinem Leben kam es bisher drei Mal vor, dass mir eine unerfüllte Liebe so zu schaffen gemacht hat, dass ich mich erst nach mehreren Jahren davon lösen konnte (mit ca. 20, 30 und 40). Allen drei Geschichten ist gemeinsam, dass ich mich in jemanden aus meiner nächsten Umgebung verliebt habe, dem ich im Alltag nicht aus dem Weg gehen konnte, dies hat es für mich besonders schwierig gemacht. Der Unterschied ist allerdings, dass ich mich mit 20 noch hochdramatisch verhalten habe (Alkoholexzesse, dabei dem ODB einen Krug Wasser über den Kopf geschüttet und weitere Peinlichkeiten), während ich heute meinen Alltag mehr oder weniger problemlos meistere und mir niemand was ansieht. Wenn es mir ganz schlecht geht, häng ich mal einen Tag hier im Forum rum anstatt das zu erledigen, was ich mir vorgenommen habe. Aber in mir drin tut es noch genauso weh wie mit 20...
Daneben gab es diverse weitere unerwiderte Verliebtheiten, über die ich relativ rasch hinweggekommen bin, weil sich der betreffende Mann nicht in meinem Umfeld befunden hat. Für mich ist es einfacher, mich emotional zu distanzieren, wenn ich mich auch räumlich distanzieren kann (ist vermutlich logisch und allgemeingültig).
Waterwoman, macht es bei dir denn einen Unterschied, ob du dm Mann weiterhin begegnen musst oder nicht?
Liebe Grüsse
regenwetter
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Ergebnis 11 bis 20 von 28
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26.10.2010, 22:04
AW: Bei Liebeskummer hebelt sich mein Leben aus - was dagegen tun?
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26.10.2010, 22:42Inaktiver User
AW: Bei Liebeskummer hebelt sich mein Leben aus - was dagegen tun?
Beim Lesen der Zeilen lese ich eine unheimliche Schwere -
darumvermute ich auch, dass Du schon tiefer gehen müsstest, um zu gucken, woher die Verlust/Trennungsängste gehen.
Bist Du in früheren Jahren "durch Trennung traumatisiert" worden ?
Ich gebe Karla recht in Bezug auf Deinen Therapeuten !
Suche Dir eine gute Beratung - um den Dingen auf den Grund zu gehen...
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26.10.2010, 23:10Inaktiver User
AW: Bei Liebeskummer hebelt sich mein Leben aus - was dagegen tun?
Hallo Waterwoman,
Ich meine dich zu verstehen, allerdings gibt mir das obige ein wenig zu denken. Ich habe auch mal eine Therapie gemacht, die war gut... nur musste ich mir die Tage danach frei geben oder freischaufeln, weil teils draußen zitternd die Straße langelaufen bin oder weil es mir einfach beschissen ging.
Im Endeffekt wars gut, aht auch ein Jahr gedauert, bis ich soweit war, dass ich ihn so nah an mich ran gelassen habe. Aber genau diese Momente haben mir viel gebracht.
Wie war das bei dir? Nie einen aufrüttelnden Moment gehabt?
neugierig
Priscinome
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27.10.2010, 18:03
AW: Bei Liebeskummer hebelt sich mein Leben aus - was dagegen tun?
Hallo an alle,
danke für eure Zeilen.
Ja, dass es mit Ende 30 auch noch so weht tut wie mit 20, wenn man unerwidert verliebt ist, stimmt total. Ich sehe da auch keinen Unterschied.
Glücklicherweise ist der Mann, in den ich mich nun aktuell verliebt hatte, überhaupt nicht in meinem Umfeld anzutreffen. Weder beruflich noch wohnlich. Wohnt in einem Stadtteil, wo ich nie was zu schaffen habe.
Ja, ich denke auch, dass ich überlegen sollte, da mal therapeutisch anzusetzen, damals die Gesprächstherapie brachte es echt nicht. Meine Kindheit war wie gesagt, super, alles roger, aber nichtsdestotrotz muß ja dieses extreme Verhalten irgendwo her kommen. Ja, ich tippe auf Verlustangst.
Mein Umfeld ist glücklicherweise sehr stabil, ich habe sowohl einen superlieben, verständnisvollen Freundinnenkreis und auch männliche, sehr gute Freunde, die mir einfach in solchen Situationen natürlich auch gut helfen können, weil sie mir die männliche Sichtweise erläutern und ich auch nachvollziehen kann, dass es nichts mit mir zu tun haben oder ich an meinem Selbstwertgefühl zweifeln muß. Traurig bin ich halt nur darüber, weil solche Sachen bei mir eigentlich am Stück passieren, d. h. ich erlebe in den letzten Jahren eigentlich nur Pleiten in meinem Liebesleben. Meist läuft es so, dass ich mich verliebe und entweder in der Kennenlernphase schon Rückzug mir gegenüber entsteht oder derjenige, mit dem ich mir ernsthaft was vorstellen kann und eine Beziehung eingehe, dann halt nach einiger Zeit (Wochen/Monate) merkt, dass es von seiner Seite nicht passt. Um aber der Wahrheit der Ehre zu geben, muß ich sagen, dass ich dennoch Verehrer habe und viele Männer gern mit mir ausgehen wollen und ich solche Offerten häufiger bekomme. Nur sind das meist eigentlich Männer, die mich nun wiederum nicht interessieren. Ich halte auch nichts von der oft mir angeratenen These, mein "Beuteschema" zu wechseln oder mich mal bei Männern umzuschauen, die nicht gleich auf den ersten Blick was bei mir verursachen. Alles gut und schön, aber bei mir braucht es das "Kribbeln", das ein Mann mit dem gewissen Etwas nun mal auslöst. Alles andere funktioniert bei mir nicht. Die Männer, in die ich mich verliebe folgen im übrigen keinem selben Typ. Der letzte jetzt war so der Typ "Wild Boy", verwegener großer Junge, während mein Ex-Freund, wo ich an der Trennung auch so lange gelitten habe, eher der gelackte Managertyp war. Aber wie gesagt: die, die ich will, wollen mich halt nicht oder denen fällt es halt später ein, dass sie nicht wollen. Alles in allem, sind die letzten Jahre bei mir eigentlich ein einziger Liebeskummer. Gut geht es mir allerdings in den Phasen, wo ich keine Verabredungen treffe, nicht date und einfach nur in meiner Arbeit aufgehe, mich meinem Freundeskreis widme, Sport mache usw. In solchen Phasen geht es mir so irre gut. Aber halt nur dem Singledasein zu frönen, mag ich auch nicht. Nur, das halt bei mir mit den Männern auch gleich die Liebeskatastrophen in mein Leben treten....bzw. ich eine Katastrophe draus mache...Traurige Grüße, Waterwoman
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27.10.2010, 18:43Inaktiver User
AW: Bei Liebeskummer hebelt sich mein Leben aus - was dagegen tun?
Hallo waterwoman,
was ist deine Meinung DAZU:
Würde mich interessieren..das, was du beschreibst liest sich für mich nach einer nicht erkannten Depression.
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27.10.2010, 18:49
AW: Bei Liebeskummer hebelt sich mein Leben aus - was dagegen tun?
@bruenette:
Ich denke, wenn Depression, dann habe ich die wohl "nur" in diesen Liebeskummer-Leidensphasen, die aber ja eben, wie beschrieben, leider stets lange Phasen meines Lebens ausmachen bzw. ausmachten. Wenn ich zwischen solchen Phasen bin, geht es mir ausgezeichnet. Ich habe nicht viele Sorgen, mein Freundeskreis, kümmere mich um meine Wohnung, die ich stets verschönere, bin unterwegs auf Veranstaltungen, unternehme was, tue was für meinen Körper, genieße Wellness, mache Sport, schlafe wie ein Baby, kurzum: da fehlt es mir an nix....Bis dann halt das nächste Liebesdesaster naht...! So ist das....
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27.10.2010, 19:04Inaktiver User
AW: Bei Liebeskummer hebelt sich mein Leben aus - was dagegen tun?
@ waterwoman
Danke für deine Antwort....

..auf die ich leider nun selbst KEINE Antwort mehr weiß!
Alles Gute Dir!
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27.10.2010, 22:57
AW: Bei Liebeskummer hebelt sich mein Leben aus - was dagegen tun?
Hallo Waterwoman,
ich würde der Frage nach einer Neigung zu depressiven Phasen trotzdem nachgehen.
Ich selbst habe unter einer gelitten. Bei mir war eigentlich auch alles ok. Dann aber kamen Tiefschläge von verschiedenen Seiten, die ich auch gut weggesteckt habe. Als es aber dann von allen Seiten privat, beruflich und gesundheitlich auf einmal kam... RUMMS..
Genauso kann es sein, dass du eine schwache Flanke hast, einen Trigger, der bei dir eine depressive Phase auslöst.
Natürlich müssen wir dein Problem nicht pathologisieren, aber die von dir geschriebenen Auswirkungen sind schon sehr drastisch.
Vielleicht versuchst du es mal auf dem Wege der Verhaltenstherapie, wenn dir Sprachtherapie nicht so zusagt?
Davon abgesehen:
Hast du dir schon einmal ernsthaft Gedanken darüber gemacht, wie es für dich wäre KEINEN Partner mehr für die Liebe zu finden? Sprich, hast du schon einmal wirklich eine Lebensplanung ohne Mann an deiner Seite ins Auge gefasst?
Für mich klingt es nämlich, als würdest du jeden Mann gleich mit unendlich vielen Hoffnungen überfrachten. Das läßt mich fragen, ob dein Leben ohne romantische Liebe für dich einen Wert hat.
Damit meine ich nicht, dass du prinzipiell abwertest, aber als ungenügend empfindest. Das nenne ich einfach mal frech "Sex and the City"-Syndrom.
Eigentlich hat man ein spannendes Leben mit Freunden, Beruf und so weiter. Aber letztendlich geht es diesen "selbstbewussten" Frauen ständig nur im Männer und die Fragen nach DEM EINEN.
Leidest du unter diesem Syndrom?
Liebe Grüße,
Narai
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28.10.2010, 09:46
AW: Bei Liebeskummer hebelt sich mein Leben aus - was dagegen tun?
Naja, dazu hab ich ja einiges geschrieben - aber ich denke, du möchtest das noch nicht so richtig hinterfragen und kann das verstehen.
Es geht wirklich nicht darum, hier zu pathologisieren!
Einige Dinge in Bezug auf Partnerwahl sprichst du ja jetzt zusätzlich an - aber auch da erkenn ich erstmal nur den Willen, es genauso zu leben. Aus meiner Sicht hängt der extreme Kontrollverlust bei Trennungsphasen ganz extrem mit dem Wunsch nach einem alles verzehrenden Kick, der romantischen Liebe zusammen. Das solltest du, falls du darunter leidest, ein wenig ausgleichen und das geht nur mit Vernunft und Erkenntnis eigener Bedürfnisse.
@NaraiDas nenne ich einfach mal frech "Sex and the City"-Syndrom.
das ist sehr treffend.
Meine Meinung zur Serie (offtopic): Irgendwas hat mich an der Serie immer gestört. Ich glaube es ist dieses Klischee von tougher Business-Woman, die im Endeffekt doch nur auf der Suche nach dem Kick durch einen Mann ist, aber natürlich möglichst so, dass sie die Kontrolle behält oder es sich zumindest einredet.
Danke, dass du mein Unbehagen bei der Serie auf den Punkt bringst!
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28.10.2010, 21:21
AW: Bei Liebeskummer hebelt sich mein Leben aus - was dagegen tun?
Ich habe vor Kurzem gelesen (weiss leider nicht mehr, wo), dass Liebeskummer mit zunehmendem Alter eher schlimmer wird. Mir hilft dann, daran zu denken, dass ich es schon öfter geschafft habe, damit fertig zu werden und es irgendwann einfach vorbei ist.
Und was aus meiner Erfahrung auch immer sehr hilft, ist Ablenkung. Du schreibst, dass Du einen sehr lieben Freundinnenkreis hast. Bitte sie, etwas mit Dir zu unternehmen, damit Du gar nicht erst allein zuhause sitzt und grübelst.
Aus Deinen Beiträgen habe ich aber auch den Eindruck gewonnen, dass Du Dein Selbstwertgefühl sehr stark davon abhängig machst, ob jemand Deine Gefühle erwidert. Da finde ich den Ansatz, Dir therapeutische Hilfe zu holen, sehr gut.
@elwyn: Deine Meinung ist auch meine. Ich kann mit dieser Serie rein gar nichts anfangen.Geändert von Feenzauber197 (28.10.2010 um 21:21 Uhr) Grund: Schreibfehler
Männer sind auch Menschen



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