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  1. Inaktiver User

    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Zitat Zitat von Inspirom Beitrag anzeigen
    Das Arbeitsrecht (Gericht) prüft, ob eine Kündigung berechtigt ist. Kommt man zu dem Ergebnis, dass die Kündigung nicht rechtens ist, handelt man einen Vergleich aus und der Mitarbeiter bekommt eine Entschädigung.

    Der Unterschied zwischen recht bekommen und nicht recht bekommen ist dann ein gewisser Geldbetrag. Der Job ist aber in beiden Fällen weg.

    Wenn man als Ziel hat den Job nicht zu verlieren, sind rechtliche Schritte nicht wirklich zielführend.


    Mein Post war eine Antwort an Lizzie,dass auch in einer Firma ohne BR das Arbeitsrecht gilt, keineswegs ein Rat, das Arbeitsgericht zu bemühen.

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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Ist nur ein Gedanke von meiner Seite, weil ich mich in einigen Punkten der Threaderstellerin Sachen wiedererkannt habe. Sicher kann das Problem auch eher mit dem Betriebsklima und ähnlichen Gründen zusammenhängen die hier schon von anderen Usern erwähnt worden sind.

    Ich bin Asperger-Autist. Ist keine selbstgestellte Diagnose, sondern das hat ein Psychiater festgestellt.

    Insbesondere der Punkt das indenwolken in Beitrag 5 geschrieben hat, das sie sich manchmal wie ein Außerirdischer vorkommt kann ich gut nachvollziehen. Ich persönlich fühle mich ständig wie ein Außerirdischer, weil ich die soziale Umwelt überhaupt nicht verstehe. Und damit habe ich ein generelles Problem mit Kommunikation

    Das Problem "Mangel an Teambuilding und Kommunikation" hatte ich bei meiner allerersten Arbeitsstelle ganz stark und war auch einer der Hauptgründe dafür dass mein befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert wurde.
    Auch ich war damals total überrascht, das meine Arbeitsumgebung mich als so problematisch eingeschätzt hat. Ich wusste zwar, das ich ein Problem habe, aber nicht das es so groß war.
    Ich hatte und habe Probleme mit meiner Selbsteinschätzung und Außenwarnehmung.

    Ein weiterer Punkt ist das indenwolken geschrieben hat, das sie keine Freunde hat und auch mit ihren Eltern nicht darüber reden kann. Beides trifft auch auf mich zu.

    Sie wird wohl keine Asperger-Autistin sein, da diese Störung extrem selten ist und sie arbeitet immerhin schon 18 Monate bei der Firma, aber es ist sicher nicht schlecht sich für die Zukunft sich in dieser Hinsicht Gedanken zu machen. Denn sie hat ja auch geschrieben, das sie schon im Kindergarten Probleme hatte und da wäre es sicher hilfreich zu prüfen, ob die Probleme tiefer in ihrer Persönlichkeit verwurzelt sind.

  3. Inaktiver User

    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Zitat Zitat von Take Beitrag anzeigen
    .

    Ich bin Asperger-Autist. Ist keine selbstgestellte Diagnose, sondern das hat ein Psychiater festgestellt.
    Und wie äusserst sich das im Kommunikationsverhalten? Redest Du dann nicht mehr mit anderen?

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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wie äusserst sich das im Kommunikationsverhalten? Redest Du dann nicht mehr mit anderen?
    Nein, wenn es nicht unbedingt sein muß, rede ich nicht mit anderen Menschen. Und wenn ich mit jemandem reden muß, dann so kurz wie nur möglich.

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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Ich gebe euch hier die neuesten Entwicklungen durch: Nachdem ich mit der Personalabteilung gesprochen habe scheint die Abmahnung erstmal vom Tisch. Allerdings habe ich weiterhin eine schriftliche Mahnung bekommen nach welcher ich mich innerhalb der nächsten drei Monate vor allem im kommunikativen Bereich und in der Zusammenarbeit stark verbessern muß. Alternativ wird man mich mit der üblichen Kündigungsfrist entlassen.

    Take:
    Darf ich dich fragen wie du dich besser an den Arbeitsalltag angepasst hast? Oder hast du Arbeit welche besser auf dich angepasst ist gefunden?

    Somit bleibt für die kommenden drei Monate, passend zu diesem Forum erstmal die Persönlichkeit. Wie packe ich das Projekt indenwolken2.0 am Besten an?

    Ich muß mich im Moment um meine Arbeit kümmern und habe erst heute Nachmittag wieder Zeit ins Forum zu schauen. Dann werde ich auch weiter auf eure Kommentare eingehen. Lieben Dank für euer Mitdenken.

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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Zitat Zitat von indenwolken Beitrag anzeigen

    Take:
    Darf ich dich fragen wie du dich besser an den Arbeitsalltag angepasst hast? Oder hast du Arbeit welche besser auf dich angepasst ist gefunden?

    Somit bleibt für die kommenden drei Monate, passend zu diesem Forum erstmal die Persönlichkeit. Wie packe ich das Projekt indenwolken2.0 am Besten an?
    Erstmal Glückwunsch das du dein Problem für den Moment gelöst und Zeit gewonnen hast .

    Ich arbeite jetzt bei einem Verwandten, der mein Problem kennt, in dessen Betrieb und dort an einem Arbeitsplatz, wo ich kaum mit anderen Menschen konfrontiert bin.

  7. Inaktiver User

    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Zitat Zitat von indenwolken Beitrag anzeigen
    Mein Arbeitgeber, eine recht grosse Firma hat sehr strikte Wertvorstellungen und wer diese Values nicht lebt wird schnell als nicht dazupassend gesehen.
    Wenn ein derart striktes Wertesystem gelebt wird, sollte es eigentlich auch ein etabliertes Mentoring-Programm existieren. Ein Mentor außerhalb Deiner Abteilung könnte Dir als Ansprechpartner feed-back geben in den nächsten Monaten.

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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Zitat Zitat von Take Beitrag anzeigen
    Ich bin Asperger-Autist. Ist keine selbstgestellte Diagnose, sondern das hat ein Psychiater festgestellt.

    Insbesondere der Punkt das indenwolken in Beitrag 5 geschrieben hat, das sie sich manchmal wie ein Außerirdischer vorkommt kann ich gut nachvollziehen. Ich persönlich fühle mich ständig wie ein Außerirdischer, weil ich die soziale Umwelt überhaupt nicht verstehe. Und damit habe ich ein generelles Problem mit Kommunikation

    Das Problem "Mangel an Teambuilding und Kommunikation" hatte ich bei meiner allerersten Arbeitsstelle ganz stark und war auch einer der Hauptgründe dafür dass mein befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert wurde.
    Auch ich war damals total überrascht, das meine Arbeitsumgebung mich als so problematisch eingeschätzt hat. Ich wusste zwar, das ich ein Problem habe, aber nicht das es so groß war.
    Ich hatte und habe Probleme mit meiner Selbsteinschätzung und Außenwarnehmung.

    Ein weiterer Punkt ist das indenwolken geschrieben hat, das sie keine Freunde hat und auch mit ihren Eltern nicht darüber reden kann. Beides trifft auch auf mich zu.

    Sie wird wohl keine Asperger-Autistin sein, da diese Störung extrem selten ist und sie arbeitet immerhin schon 18 Monate bei der Firma, aber es ist sicher nicht schlecht sich für die Zukunft sich in dieser Hinsicht Gedanken zu machen. Denn sie hat ja auch geschrieben, das sie schon im Kindergarten Probleme hatte und da wäre es sicher hilfreich zu prüfen, ob die Probleme tiefer in ihrer Persönlichkeit verwurzelt sind.
    Asperger-Autismus ist keineswegs so selten wie man denkt, und gerade unter den weiblichen Betroffenen gibt es eine hohe Quote von erwachsenen Nicht-Diagnostizierten (weil sie insgesamt viel weniger auffallen als Männer).

    Ehrlichgesagt musste ich bei der Selbstbeschreibung von Indenwolken auch sofort daran denken.

    Asperger-Autismus umfasst eine Reihe von Symptomen (kann keineswegs an einem festgemacht werden - das Gesamtbild ist entscheidend), aber insbesondere die Aussagen:
    Zitat Zitat von indenwolken Beitrag anzeigen
    - aber ich war im Kindergarten schon so
    - Manchmal fühle ich mich wie ein Ausserirdischer.
    - aber ich habe sehr oft keine Ahnung was andere von mir denken und wie ich auf andere wirke.
    - Ich bin kein Smalltalker und werde das wohl auch in der Zeit nicht mehr lernen.
    - Ich habe keine Freunde um ehrlich zu sein, nur einige flüchtig Bekannte
    sind geradezu typisch.

    Typisch auch die Abmahnung wegen Mangel an Kommunikation und Teamwork, nicht etwa wegen der fachlichen Leistungen.

    Asperger-Autismus sind als Mobbing-Opfer prädestiniert, weil sie die sozialen Beweggründe und Gruppen-Dynamiken der anderen überhaupt nicht verstehen und sie sich auf der Ebene gar nicht wehren können (was natürlich keineswegs bedeutet, dass alle Mobbing-Opfer Autisten sind).

    Das von fachlich kompetenter Seite mal abzuklären halte ich langfristig schon für sinnvoll.
    * * Lottofee * *

  9. User Info Menu

    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    @indenwolken

    da war noch eine offene und wie ich finde nicht ganz unwichtige frage, naemlich die nach dem besonderen wertesystem in der firma.

    was heisst das konkret? offenbar hat dieses unternehmen ja eine ganz besondere kultur. ist diese familiaer (besitzerstruktur), ethnisch, religioes oder sonstwie begruendet oder ist es einfach ein merkwuerdiger laden?

    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  10. User Info Menu

    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Zitat Zitat von indenwolken Beitrag anzeigen
    Das was schwammig auf der Abmahnung steht kann negativ für diese Wertvorstellungen ausgelegt werden, vor allem wenn ein Manager mich als arrogant und egoistisch sieht während ich nur zu schüchtern bin.
    Das Problem gibt es leider auch nicht selten. Ich habe das in meiner Ex-Firma auch erlebt. Ich weiss auch, wie Männer manchmal mit attraktiven Frauen umgehen, die stolz wirken und dabei nur schüchtern sind. Es könnte etwa so gelagert auch mein Problem gewesen sein, aber wenn, hat man es mich nicht so deutlich spüren lassen. Aber in meinem aktuellen Beispiel denke ich gerade an eine junge Sekretärin, die wir hatten. Glücklicherweise ist dies auch nicht so direkt an sie herangetreten. Es waren nur die enttäuschten Sprüche der Männer unter sich. Nur ist mir dabei kalt geworden. Ich dachte: "Oh Gott, das arme Mädchen." Hätte ich sie in einer Lage erlebt, wo sie Hilfe gebraucht hätte, ich wäre sofort gesprungen. Aber sie arbeitete ein Stockwerk tiefer. Hast du wirklich Probleme mit den männlichen Kollegen oder machst du dieselbe Erfahrung auch beim weiblichen Geschlecht?

    Ich habe ja auch ein deutliches Kommunikationsproblem. Wenn es nach mir ginge würde ich mich mit einer enormen Exceltabelle in ein kleines Zimmer verziehen und nicht mehr rauskommen. Ich fühle mich in der Gegenwart zu vieler Menschen nicht wohl, einerseits weil ich diese nicht gut einschätzen kann, andererseits weil ich selber merke irgendwie anders zu sein. Manchmal fühle ich mich wie ein Ausserirdischer. Ob ich auch so wahrgenommen werde kann ich allerdings nicht beantworten.
    Wenn du weisst, dass du da ein Manko hast, würde ich dir empfehlen, da etwas zu tun und auch ganz schnell. Gegensteuern kannst du, indem du versuchst, Schwieriges, Problematisches bzw. Kniffliges mit Kollegen durchzusprechen, auch wenn das nicht nötig ist. Es kann dir als Vorwand dienen, um häufiger zu kommunizieren. Du musst ja deswegen nicht fragen, damit es aussieht, als wüsstest du nicht bescheid. Kannst es ja als eine Art Abgleich rüberkommen lassen. Ich würde auch mal einen Kollegen, zu dem du Vertrauen hast auf mein Problem ansprechen. Vieles lässt sich besser regeln mit einer Vertrauensperson im Kollegenkreis.

    Ansonsten könnte es soweit kommen, dass sich das in einer Art Spirale weiter so fortsetzt, obwohl du gegensteuerst. Das ist ein Phänomen, damit hatten schon einige zu kämpfen, bis es dann doch zu ihrer Kündigung bzw. der Kündigung seitens des Arbeitgebers kam. Wenn das passieren sollte, wirst du wahrscheinlich ganz unten sein, dir die Schuld geben und womöglich an der Situation erstmal verzweifeln. Ich möchte dir etwas zum Trost mitgeben. Das ging schon vielen qualifizierten und hochqualifizierten Menschen so. Gerade Frauen leiden ganz besonders in hochqualifizierten Jobs unter dem Gefühl der Unzulänglichkeit. Meistens ist das eine grundlose Einbildung und komischerweise leisten oft besonders diese Frauen sehr gute Arbeit. Man sagt es ihnen nur nicht. Man sagt den Mitarbeitern oft nur, was sie verkehrt machen. Sie sollen stets das Gefühl haben, dass sie doch froh und dankbar sein können, dass sie überhaupt arbeiten dürfen. Manchmal ist das Kalkül. Es ist auch eine Art der Aneignung, ähnlich der Sklaverei. Die Firmen haben da oft keine Skrupel und ist eine beliebte Spielart gerade in hochqualifizierten Bereichen. Du bist noch zu jung, um das wirklich überblicken zu können. Du kannst noch einmal starten. Das wird dir wieder gelingen. Es ist vielleicht garnicht so schlimm, wenn du frühzeitig auch einen Wechsel anstrebst. Ich halte das garnicht für sinnvoll, zu lange in der ersten Firma zu bleiben. Hast du dich mal umgeschaut, ob du nicht auch woanders Fuss fassen kannst? Bitte - in deinem Interesse - klammer dich nicht zu sehr an diesen Job. Du bist nur der Fraß, der sich ihnen vor die Füße wirfst. Das klingt krass, aber es ist so, bei Lichte besehen. Natürlich heuchelt die Firmenkultur, das Klima usw. darüber hinweg. Aber das ist überall so. Es geht nicht um Menschen. Auch nicht um Menschenleben in der Wirtschaft. Oder arbeitest du in einem anderen Bereich?
    Geändert von Nichira (22.10.2010 um 16:15 Uhr)
    Niemand ist eine Insel.
    John Donne

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