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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    ich möchte mal zu bedenken geben, dass nicht jede firma einen betriebsrat hat! mein letzter arbeitgeber ist ein spin-off eines riesenkonzerns, (ca. 170 mitarbeiter weltweit in der neuen firma). brutalkapitalismus. gehört einem investor. glaubt mal nicht, dass es dort einen betriebsrat gibt


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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Ein paar Bemerkungen:
    Zitat Zitat von indenwolken Beitrag anzeigen
    Wenn mein Arbeitgeber mich los werden wollte hätte er das tun sollen bevor er mich auf mehrere sehr teure Lehrgänge schickte.
    Da es eine große Firma ist, wäre es ja nicht "Dein Arbeitgeber", sondern einzelne Elemente in der Firma, die unzufrieden sind.
    Und daß man Dich auf teure Lehrgänge schickte hat wohl mehr mit der Firmenkultur (und Deinem akademischen Hintergrund, also in Dich gestellte Erwartungen) zu tun, als mit dem, was danach passierte. Diese zwei Aspekte voneinander abhängig zu machen wäre eine Selbsttäuschung - also hier eine schwache Argumentation von Deiner Seite ...

    Zitat Zitat von indenwolken Beitrag anzeigen
    wenn ein Manager mich als arrogant und egoistisch sieht während ich nur zu schüchtern bin.
    Ich will Dich ja nicht noch weiter verunsichern, aber in meiner eigenen Erfahrung ist Arroganz immer ein Zeichen von Dummheit derer, die als arrogant bezeichnet werden.
    Wenn Dir wirklich Arroganz unterstellt wird, heisst das, daß die Umwelt Dich dabei erwischt, daß Du versuchst, wissender zu erscheinen, als Deine Beweise für das Wissen belegen können. In dem Fall wäre "bescheidener sein" der erste Schritt zur Besserung.
    Aber ich glaube, von diesem Manager wird das Wort "arrogant" fehl-genutzt und eher in seiner eigenen Unwissenheit begründet liegen, bzw. seiner Unfähigkeit zu erkennen, aus welchen Gründen Du gerade in solchen Momenten selbstbewusst auftrittst.

    Zur zweiten Hälfte "schüchtern" ... das weist Du wohl Dir selber zu, schüchtern zu sein - oder wird Dir das von offizieller Seite vorgeworfen? Irgendwie passen hier "arrogant" und "schüchtern" nicht zusammen.


    Zitat Zitat von indenwolken Beitrag anzeigen
    Ich habe ja auch ein deutliches Kommunikationsproblem. ... Ich fühle mich in der Gegenwart zu vieler Menschen nicht wohl,
    Das zu überkommen kann man aber lernen! Da gibt es sogar VHS-Kurse, das Auftreten in der Öffentlichkeit zu üben. Gerade in einer Firma wie Deiner solltest Du versuchen, diese Schwäche abzubauen, auch wenn es zu Anfang schwerfällt. Denke nicht an die Leute, sondern mehr an das Thema, um das es geht und versuche dann überzeugend die fachlichen Punkte darzustellen, die ja Deine Stärke sind.
    Stell Dir vor, es seien Alle deine Freunde. (Mir half es in solchen Situationen auch, mir bewusst zu machen, wie sie wohl alle ohne ihre Anzüge und Kostüme auf ihren Stühlen aussehen würden, lol). - es sind eben auch nur Menschen.

    Du kennst ja Deine eigenen Qualitäten - mit denen im Hinterkopf könntest Du versuchen, diese selbst-auferlegte Bescheidenheit zu überkommen und einfach den Leuten das klar zu machen, was klargemacht werden muß.

    Versuch doch mal bitte, solche Treffen etwas leichter, spielerischer anzugehen - aber bitte NICHT frech!

    Zitat Zitat von indenwolken Beitrag anzeigen
    einerseits weil ich diese nicht gut einschätzen kann,
    Warum solltest Du sie einschätzen wollen? Darum geht es doch garnicht - es geht doch um fachliche Dinge, oder?
    Ich würde da eben empfehlen, konzentriere Dich auf die Fakten - nicht auf DEINE Einschätzungen der möglichen Reaktionen der Leute. Wenn in DER Richtung ("Reaktion") etwas Wichtiges rüberkommen soll, werden sie es Dich schon noch merken lassen. Sonst aber beschwerst Du Dich mit Lasten, die Du ja noch garnicht abschätzen kannst.

    Zitat Zitat von indenwolken Beitrag anzeigen
    andererseits weil ich selber merke irgendwie anders zu sein. Manchmal fühle ich mich wie ein Ausserirdischer.
    Wie gesagt: Bleib' bei den Fakten - was Du selber von DIR hältst, sollte die Fakten nicht beeinfussen, auch nicht Dein Auftreten. Auch als Außerirdische hast Du einen Job zu erledigen und die Sprache sprichst Du doch, oder? Falls nicht: üben, üben, üben (vor dem Spiegel, einer Kamera oder Webcam falls Du kein anderes Publikum finden kannst) falls notwendig ...

    Viel Glück!
    Geändert von GutDing (21.10.2010 um 23:53 Uhr)
    The very purpose of creation and of evolution is expansion of happiness

  3. Inaktiver User

    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    ich möchte mal zu bedenken geben, dass nicht jede firma einen betriebsrat hat! mein letzter arbeitgeber ist ein spin-off eines riesenkonzerns, (ca. 170 mitarbeiter weltweit in der neuen firma). brutalkapitalismus. gehört einem investor. glaubt mal nicht, dass es dort einen betriebsrat gibt
    Aber das Arbeitsrecht gilt dort auch

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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Hallo indenwolken,

    folgendes würde ich dir raten (habe mal ähnliches erlebt - Kündigung in der Probezeit aus ähnlichem Grund):

    * ruhig bleiben, die Abmahnung genau lesen, die rechtliche Situation genau erkunden (meine Vorposter haben dazu schon einiges geschrieben).

    * nichts zugeben!
    Von wegen "ja, ich weiss, ich habe da meine Schwächen..."
    Selbst wenn es stimmt, die müssen dir erst mal KONKRET nachweisen und darlegen was du falschgemacht hast und was konkret für ein Schaden dadurch einstanden ist.
    Du hörst erstmal nur zu.

    Das allzu vorschnelle und häufige Zugeben von Fehlern wird oft als Schwäche ausgelegt und als Beleg, dass man ja sowieso schuld ist, obwohl das in der konkreten Situation vielleicht gar nicht so war.
    Andere Leute, die Fehler gemacht haben können dann wunderbar alles auf dich schieben, denn du bist ja zugegebenermassen "die mit den Schwächen".
    Ähnliches gilt, wenn man andere allzu oft um Hilfe bittet.

    Möglicherweise will dich da jemand rausekeln. Muss gar nicht der Chef sein, kann irgendein Mitarbeiter sein, der deine Schwächen kennt und dem (unerfahrenen) Chef eingeredet hat, dass das mit dir gar nicht geht.

    * Betriebsrat - wenn vorhanden - einschalten.


    -----------

    Zu deiner Problematik:
    Meinst du wirklich, du kannst mal schnell 5 vor 12 ein Problem lösen, dass bereits seit deinen Kindergartentagen besteht?

    Hast du denn ausser der Arbeitssituation Probleme unter denen du stark leidest, wenn ja wie äussert sich das?
    Hast du schonmal an Therapie gedacht deswegen?
    * * Lottofee * *

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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Liebe indenwolken,

    Du bist anscheinend in einen Teufelskreis geraten:
    weil Dir Deine Unsicherheit als Defizit ausgelegt wird, verstärkt das nur Deine Unsicherheit.

    Genau das musst Du versuchen, für Dich innerlich zu durchbrechen!!!

    Dem Rat von Lottofee möchte ich mich hundertprozentig anschließen.

    Zitat Zitat von Farinelli Beitrag anzeigen
    Bleib so wie du bist, aber entschaerfe diesen Vorwurf ohne dich zu verbiegen.
    Sage ich auch!

    Die Crux bei Deiner Geschichte liegt darin, dass der Vorwurf, nicht gut kommunizieren zu können, und kein guter Teamplayer zu sein, so genau auf schon bestehende Selbstzweifel bei dir trifft.

    Du musst aber nicht so grundlegend an Dir zweifeln!
    Und Du bist garantiert keine Ausserirdische! So kommst Du hier nicht rüber, eher hektisch, verwirrt, geradezu panisch, was nach so einer Abmahnung kein Wunder ist, mir würde das genauso gehen.

    Tritt einen Schritt zurück und versuche doch zu erkennen, was mit Dir zu tun hat, und was eben nicht, was ja wohl viel eher mit den egoistischen Motiven der Abteilung und der Vorgesetzten dort zu tun hat.

    Wenn man hier Deine Schilderung nämlich als Unbeteiligte so liest, kommt auch bei mir der Verdacht auf, dass man Dich eher noch mehr verunsichern will, denn darin unterstützen, Deine Fähigkeiten besser einzusetzen und auszubauen. Warum auch immer.

    Jetzt heißt es wirklich ruhig bleiben und einen kühlen Kopf bewahren. Vielleicht geht das ja heute leichter, nachdem Du darüber geschlafen hast.

    Dir alles Liebe,
    E.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Wenn es die Firma ist, von der ich annehme, daß Du dort gelandet bist: Ähnliche Probleme waren dort schon immer bekannt.

    Die Firma wird eher wie ein Beamtenstaat geführt, als ein Industrieunternehmen.
    In einer solchen Umgebung kommt es in erster Linie NICHT auf die Einzelleistung an - egal, wie gut Du in Deinem Fachbereich bist - sondern darauf, wie Du als kleines Rädchen in das große Getriebe passt.

    Selbst wenn Du die glänzendsten Ergebnisse bringen könntest ... solange diese von Deinem Vorgesetzten (und den anderen Mitarbeitern, die auch noch damit arbeiten müssen) nicht erfasst (begriffen) werden können, wirken sie wie eine Störung.
    Um auf Deine Spreadsheet-Arbeit (= Excel Tabelle) als Beispiel zu kommen: Die angewandten Formeln können noch so genial sein - wenn sie und ihre Zusammenhänge den Anderen nicht einleuchten (denen also ihr Sinn verborgen bleibt), werden sie keine Anerkennung finden.

    In solch einer Situation (und allgemein in Deiner Firmenkultur) hilft es nur, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, auf dem Du den Sinn solcher Arbeit erklären kannst. Auch wenn Du glaubst, das müsste doch jeder gleich sehen, wie Klasse das gemacht ist: Gib Dir die Mühe und investiere die Zeit, Deiner Umgebung die Zusammenhänge zu erläutern.

    Ich war früher auch mal so. Ich dachte immer "Wenn die es nicht erkennen/kapieren, sind sie doch selber schuld." - Bis ich herausfand, daß es Leute gibt, die eben nicht die (geistige) Kapazität haben, von sich aus die tieferen Zusammenhänge zu erkennen und denen man ungemein helfen kann, wenn man selber die Zeit investiert, ihnen eine Erklärung zu geben (erhöht die "Kommunikationsfrequenz" gewaltig). Und die Leute sehen, daß man sich Mühe gibt, "in's Getriebe zu passen".

    Es würde mich nicht überraschen, wenn es mit Deinem jungen, unerfahrenen Chef ähnlich liegt. Er fühlt sich bedroht, weil er nicht den Sinn Deiner Werke durchschauen kann und schiebt Dir den Schwarzen Peter zu. (Um Deine Leistung zu verstehen, muß er sie ja erstmal selber begreifen können. Denke nicht, daß Chefs aufgestiegen sind, weil sie besonders gut waren! In DER Kultur steigen viele auf, weil sie besonders anpassungsfähig sind - nicht unbedingt wegen fachlicher Kompetenzen.)

    Es ist kein Fehler, in einer solchen Umgebung sehr gut zu arbeiten, aber Du musst lernen herauszufinden, wer Deine Leistung auch wirklich wertschätzen kann. Sonst bist Du nämlich das diamantbesetzte Rädchen im Getriebe, das zwar wunderschön glänzen und glitzern kann (mit Deiner Leistung), aber die Umgebung kaputt macht (zerkratzt), die dieser Diamanthärte (= Glanzleistung) nichts entgegenzusetzen hat.
    The very purpose of creation and of evolution is expansion of happiness

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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    >Allerdings möchte ich auch gerne eine deutlichere Antwort auf das Warum der Abmahnung
    >haben.

    vielleicht ist hier jemand, der weiss, ob du ein recht darauf hast?

    du schreibst, die firma hat ein bestimmtes wertesystem. was ist das denn fuer eins? ist das spirituell angehaucht, sektenartig?

    ich schliesse mich der vorschreiberin an. du bist eventuell der diamant, der zerkratzt . . eventuell bist du fuer jemand (jung-manager?) eine bedrohung.

    lass dich nicht verunsichern.

    alles gute und halt die ohren steif!

    luciernago

    . .die mal aehnliche probleme hatte . . bis sie erfahren hat, dass der kollege zwar nicht halb so gut ausgebildet war, aber der neffe vom chef ist . .

    . . und die in einer firma nichts wurde, weil da nur leute nach oben kamen, die reiten . . der chef hatte ein gestuet. .

    diese informellen strukturen solllte man kennen . .

    hast du schon mal an solche strukturen gedacht?
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    ... und ja - zu den Beiträgen vor diesem: Gib bitte in DER Arbeitsumgebung Deine Schwächen NICHT zu!
    So etwas wird ganz schnell als Schuldeingeständnis interpretiert, obwohl es von DIR eigentlich nur als Hilferuf (nach Unterstützung) gemeint war. Schwächen (die Du zugibst) werden dann gerne von Kollegen ausgenutzt, um sich selber besser erscheinen zu lassen.

    Den Männern gegenüber, die Dir Kommunikationsschwäche und Anderes vorwerfen solltest Du am besten entgegnen "Und wie kann ich das verbessern? Wie kann ich den Eindruck ändern, den Sie von mir haben?".
    Auf gewisse Weise musst Du IHNEN helfen, bessere Manager zu werden ...
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  9. Inaktiver User

    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Zitat Zitat von Farinelli Beitrag anzeigen
    Brutal gesagt.. das ist eine Wischwaschi Begruendung die immer wieder hervorgeholt wird um den hinauswurf eines Menschen vor dem Arbeitsgericht irgendwie begruenden zu muessen. Das hat nichts mit der Person zu tun, manchmal muss eingesparrt werden und jemand "geopfert". Das wissen auch Arbeitsgerichte und lassen das meistens nicht gelten.
    Das war auch mein erster Gedanke, als ich den Beitrag gelesen habe. Gibt es in der Firma vielleicht gerade Personalabbaubemühungen, und man versucht, hintenrum die Leute rauszukriegen?

    Was du so über dich selbst schreibst, kenne ich. Ich bin auch nicht gerade die Kommunikationsexpertin, und bei gewissen Dingen ist das verdammt hinderlich. Ich habe diesbezüglich auch öfter Feedback von Vorgesetzten bekommen. Allerdings immer wohlmeinend.

    Denn was letztendlich zählt ist doch, wie du deine Arbeit machst. Und offensichtlich hast du ja vor dem gesagten Projekt gute Arbeit geleistet.
    Jetzt hast du dich anscheinend übernommen und das Projekt ist nicht so gut gelaufen. Trotzdem hat dein Chef in den regelmäßigen Gesprächen ja offensichtlich nie erwähnt, dass es Probleme mit deiner Person gibt und deshalb das Projekt gefährdet ist, oder?
    Und wenn alles gelaufen ist, gibt es eine Abmahnung? Mir kommt so ein Verhalten sehr seltsam vor.

    Ein paar Leute haben hier ja schon auf dir Rolle des Betriebsrates hingewiesen. Gibt es bei euch einen? Wenn ja, solltest du mit deinem Anliegen dort vorsprechen. Und ich würde mir an deiner Stelle auch rechtliche Beratung holen.

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    AW: 5 vor 12, aber wie ändert man sich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber das Arbeitsrecht gilt dort auch
    Das Arbeitsrecht (Gericht) prüft, ob eine Kündigung berechtigt ist. Kommt man zu dem Ergebnis, dass die Kündigung nicht rechtens ist, handelt man einen Vergleich aus und der Mitarbeiter bekommt eine Entschädigung.

    Der Unterschied zwischen recht bekommen und nicht recht bekommen ist dann ein gewisser Geldbetrag. Der Job ist aber in beiden Fällen weg.

    Wenn man als Ziel hat den Job nicht zu verlieren, sind rechtliche Schritte nicht wirklich zielführend.

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