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    AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego

    @Legrain, Blueserin,

    Eure Sichtweisen sind mir völlig neu. Könnt ihr nicht so weitermachen?

    Gruss
    Nichira
    Geändert von Nichira (21.10.2010 um 14:06 Uhr)
    Niemand ist eine Insel.
    John Donne

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    AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego

    Zitat Zitat von legrain Beitrag anzeigen
    ich lese erstens, dass du einen vorwand brauchst -eine nicht verliebte verliebtheit -um worte poetisch aneinandereihen zu wollen: fang an, diese begabung grundlos zu leben, einfach weil sie da ist!
    Mach ich. Dies war aber nicht der Vorwand dafür. Danke übrigends für die köstliche Interpretation.

    zweitens bist du in meinen augen zwar empfänglich aber nicht beziehungsreif im sinne von offen für wirklich geradlinigen, verbindlichen austausch mit einem mann. in dem zustand kannst du dir nur wieder einen problembehafteten einfangen.
    Danke! Vielleicht hilft mir das ja vor weiteren Reinfällen.
    Ob du nun Recht haben magst, oder auch nicht.

    drittens scheinst du dich in einer elitären"einweihungs- gesellschaft" zu bewegen,
    Definitiv falsch. Was mir da begegnet, ist alles andere als elitär.

    die dir deine lebendigkeit raubt.
    Die war dagegen früher da.

    solange du nicht bereit bist, ohne hundertfaches verschweigen und nur andeuten wollen, offen über ein thema zu reden, wird es auch keine angenehme, aufbauende verständigung für dich geben.
    Bitte? Mir geht es nicht darum etwas zu verschweigen.

    ich würde dir anempfehlen, dich so viel als möglich mit bodenständigem zu beschäftigen,


    mit menschen, die mehr das tun als das wissen hervorheben.
    Welches Wissen? Ich bin mir dessen in keiner Weise bewusst. Und schon garnicht steckt dahinter irgendeine profilneurotische Absicht.

    mit menschen, die zu schwächeren einfach natürlich und herzlich sind.
    YES, das wäre der Beginn einer humaneren Gesellschaft.
    Geändert von Nichira (21.10.2010 um 14:08 Uhr)
    Niemand ist eine Insel.
    John Donne

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    AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego

    Dahinter kann auch das Pseudo-Bedürfnis nach "Anpassung um jeden Preis" stehen.
    aber es kann auch in Mutlosigkeit und Furcht vor Reaktionen begründet liegen (wenn ich dies alles nicht tue, muss ich mich den anderen ja "zumuten", oder ich langweile sie gar womöglich, und dann mag man mich nicht".)
    Oder es ist eine Kombination aus überhöhtem / erniedrigendem Selbstbild.
    In jeder dieser Varianten erkenne ich etwas von mir wieder.

    (Die TE hat auch häufig die Antworten hier bewertet.)
    Bewertet werden meine Postings auch. Wieso darf ich denn dann nicht werten?
    Niemand ist eine Insel.
    John Donne

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    AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego

    Der Abrund der Schmerzen ist unerträglich,
    ebenso wie der Abgrund der Wahrheit.

    Ich danke Euch allen, die ihr mir helfen wolltet.
    Niemand ist eine Insel.
    John Donne

  5. Inaktiver User

    AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego

    Liebe Nichira-
    schön, dass Du wieder hier bist.

    (Und warum verabschiedest = entziehst Du Dich quasi schon gleich wieder?)
    Leider hab ich grad nicht viel Zeit.
    Nur soviel zunächst:
    Natürlich werten wir immer.
    Man muss sich ja irgendwie versuchen, selbst einzuordnen in der Welt, indem man vergleicht und Stellung bezieht.
    Aber von diesem Grundbedürfnis bis zur Ent-wertung / oder Idealisierung bishin zu ständiger unlebendiger kopfgesteuerter (Selbst) Kontrolle --> Leistungsdruck --> sich nicht gut genug / besser als andere fühlen gibt es sehr fließende Grenzen.

    Manchmal macht es (mir) vieles einfacher, wenn man Dinge um sich herum einfach mal bloß wahrnimmt und stehenlassen kann.

    Unter "elitär" ist, glaube ich, hier etwas anderes zu verstehen, als der Umgang, den man hat oder die Umgebung.
    Es geht darum, dass alles, was man sagt, denkt, fühlt, tut,
    etwas Besonderes sein muss (in seinen Erwartungen an sich selber).
    Besonders gut, oder auch besonders dramatisch, oder besonders mickrig (die Adjektive lassen sich beliebig fortsetzen...)
    Dein letztes Post wäre ein gutes Beispiel dafür.
    (Du kannst es beides ertragen! Es ist allerdings anstrengend, lästig, herausvordernd oder noch einiges anderes.)
    Und es passt auch zu der unbewussten Wahl des Mannes, den Du anziehend findest.

    Es gibt ein phantastisches Buch, das mir die Augen über solche Zusammenhänge geöffnet hat und das ich Dir beinah ans Herz legen möchte:
    Kathrin Asper "Verlassenheit und Selbstentfremdung".
    (Man darf sich allerdings keinesfalls vom Untertitel und der Beschreibung irritieren lassen! Die sind absolut irreführend.)


    Einen schönen Tag!
    Geändert von Inaktiver User (22.10.2010 um 07:27 Uhr)

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    AW: Seelenfreundschaft und mein unsichtbares Ego

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe Nichira-
    schön, dass Du wieder hier bist.

    (Und warum verabschiedest = entziehst Du Dich quasi schon gleich wieder?)
    Weil niemand da war, liebe Blueserin.

    Manchmal macht es (mir) vieles einfacher, wenn man Dinge um sich herum einfach mal bloß wahrnimmt und stehenlassen kann.
    Das habe ich mir heute früh, als ich unterwegs war, auch überlegt. Ich habe morgen einen spannenden Termin und brauche gerade ein bischen Meditation.

    Unter "elitär" ist, glaube ich, hier etwas anderes zu verstehen, als der Umgang, den man hat oder die Umgebung.
    Es geht darum, dass alles, was man sagt, denkt, fühlt, tut,
    etwas Besonderes sein muss (in seinen Erwartungen an sich selber).
    Blueserin, kannst du das auch meinem Bruder ausrichten?
    Den mit den klaren Worten meine ich.
    Vielleicht liest er ja mit. Ich hatte sowieso schon öfters das dumme Gefühl, dass mich hier auch jemand wiedererkannt haben könnte, jemand, der vielleicht zuviele Indizien von mir kennt. *GRUSEL*

    Aber das war nicht das Problem meines Eingangspostings. Wer das so verstanden hat, hat das irgendwie fehlinterpretiert. Es war der Wunsch etwas zu bewahren, aber so, wie sich das anfühlt, ist das sehr schwer in Worten zu erklären:

    Der Mensch ist manchmal ein Trampeltier, ein verfressenes dazu und eins, dass sich selber auffrisst. Daran habe ich gerade gekrankt, als ich das Eingangspost verfasste. Vielleicht hätte ich mein Strangthema so formulieren müssen. Vielleicht liest sich dann damit die ganze elitäre Gefühlsduselei etwas anders.

    Besonders gut, oder auch besonders dramatisch, oder besonders mickrig (die Adjektive lassen sich beliebig fortsetzen...)
    Dein letztes Post wäre ein gutes Beispiel dafür.
    (Du kannst es beides ertragen! Es ist allerdings anstrengend, lästig, herausvordernd oder noch einiges anderes.)
    Um Gottes willen. Dann hast du aber meine Motivation zu diesem Posting überhaupt nicht verstanden. Was glaubst du denn, warum ich das geschrieben habe, auch wenn es überhöht formuliert sein mag? Schwülstig? *Hüstel* Hättest du in diesem Moment in mich 'reingucken können, wärest du jetzt erschrocken über deine Worte. Dummerweise hat man in diesen Foren halt nur die Möglichkeit des schriftlichen Austauschs. Aber es ist hier wie überall. Man nimmt den Anstrich für den Inhalt, zumindest oft. Ja okay, es geht hier nicht anders. Aber ein bischen Überhöhung würde ich von mir aus jedem Menschen zugestehen wollen.

    Und es passt auch zu der unbewussten Wahl des Mannes, den Du anziehend findest.
    Kennst du ihn?
    Nein, ich musste jetzt mal so provozierend fragen. Natürlich kann das sein. Andererseits, spricht das zwangsläufig gegen ihn...äääh oder gegen mich?

    Es gibt ein phantastisches Buch, das mir die Augen über solche Zusammenhänge geöffnet hat und das ich Dir beinah ans Herz legen möchte:
    Kathrin Asper "Verlassenheit und Selbstentfremdung".
    (Man darf sich allerdings keinesfalls vom Untertitel und der Beschreibung irritieren lassen! Die sind absolut irreführend.)
    Danke für diesen Buchtitel. Ich habe mich übrigends ganz doll gefreut darüber. Nein, ohne Übertreibung. Wertvolle Lektüre zu anderen, vielleicht ähnlich gelaggerten Themen habe ich sehr schätzen gelernt. Es ist nicht jedes Buch mit einem anziehenden Titel wirklich für ein und dieselbe Person lesenswert. Aber ich habe schon tolle Entdeckungen gemacht, auch bei der zufälligen Suche und beglückwünsche mich heute noch für das ein oder andere Buch. Natürlich werde ich mir das Buch mal anschauen. Vielleicht erfährst du noch, wenn ich es lesen werde.



    Ein schönes WE!

    Nichira
    Geändert von Nichira (22.10.2010 um 15:19 Uhr)
    Niemand ist eine Insel.
    John Donne

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